Diese Forschungsarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, wie Stereotype in Printmedien und der dazugehörigen Werbung dargestellt werden. In diesem Zusammenhang werden die folgenden zwei Thesen bearbeitet und untersucht. Die Erste lautet: Über geschlechtsspezifische Werbung in Printmedien werden Stereotype der Geschlechterrollen generiert. Die zweite These lautet: Mit der Darstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit in Printmedien wird auf traditionelle Stereotype zurückgegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung und theoretischer Hintergrund
3. Darstellung von Geschlechterrollen
3.1 Vorherrschende Stereotype
3.2 Attraktivität und Schönheitsideale
4. Geschlechtsspezifische Zeitschriften
4.1 Struktur und Themen
5. Darstellung in Bildern
5.1 Weiblichkeit
5.2 Männlichkeit
6. Geschlechtsspezifische Werbung in Printmedien
6.1 Zielgruppenorientierung
6.2 Rollenbilder in der Werbung
7. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Forschungsarbeit untersucht, inwiefern geschlechtsspezifische Printmedien sowie die darin platzierte Werbung traditionelle Rollenbilder und Stereotype von Männlichkeit und Weiblichkeit generieren, aufrechterhalten und beeinflussen.
- Soziale Ungleichheit im Kontext von Geschlechterrollen
- Struktureller Aufbau und Themenwahl in geschlechtsspezifischen Zeitschriften
- Bildliche Darstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit in Massenmedien
- Rolle der zielgruppenorientierten Werbung bei der Konstruktion von Idealbildern
- Einfluss der Printmedien-Rezeption auf das Rollenverständnis der Leser
Auszug aus dem Buch
3.2 Attraktivität und Schönheitsideale
Wie im vorhergehenden Kapitel bereits benannt profilieren sich Geschlechter nicht nur über ‚innere‘ Merkmale, wie Wesens- und Charakterzüge, sondern auch über ‚Äußere‘, welche zum größten Teil biologisch bedingt sind, aber auch gekonnt betont und verändert werden können. Welche Eigenschaften die breite Masse der Gesellschaft als ‚schön‘, ‚attraktiv‘ bzw. ‚ideal‘ empfindet ist kulturell bedingt und wird durch Sozialisation und dem ethnischen Hintergrund geprägt. Die individuelle Wahrnehmung von Attraktivität findet ihre zentralste Bedeutung bei der Partnerwahl. Die Entscheidung, eine Person als attraktiv oder nicht attraktiv zu empfinden wird vom Individuum in weniger als einer Sekunde getroffen. Laut einer These der Psychologin Judith Langlois ist die persönliche Wahrnehmung von Reizen oder der Anziehung ein Ergebnis der biologischen Entwicklung. Demnach nimmt eine Person jene Merkmale als attraktiv war, welche einen Vorteil bei der individuellen Fortpflanzung bieten. Damit sind körperliche Eigenschaften gemeint, welche die Gesundheit und die Fruchtbarkeit eines Individuums symbolisieren, wie beispielsweise eine Figur die weder stark unter- noch stark übergewichtig ist oder eine gesunde, natürliche Hautfarbe statt kränklicher, blasser Haut. In einer Studie von Dr. Elisabeth Oberzaucher, einer Verhaltensforscherin aus Österreich, wird These im Bezug auf die Attraktivität von Frauen bestätigt. Demnach verändert sich während des Eisprungs die Hautfarbe und die Gesichtszüge. Frauen wirken während der fruchtbarsten Zeit des Monats femininer und gesünder. Eine weitere Stütze für die These von Frau Dr. Oberzaucher bildet der weibliche Quotien von Taille zur Hüfte. Kulturabhängig wirken im Schnitt Frauen mit dem Verhältnis von 0,7 besonders attraktiv auf Männer.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Forschungsfragen und der zentralen Thesen zur Wirkung von Printmedien und Werbung auf Geschlechterstereotype.
2. Begriffsklärung und theoretischer Hintergrund: Erläuterung soziologischer Theorien zu sozialer Ungleichheit sowie die Definition von Geschlecht als soziale Kategorie.
3. Darstellung von Geschlechterrollen: Analyse der Entstehung von Rollenzuschreibungen durch Sozialisation sowie Untersuchung von Schönheitsidealen.
4. Geschlechtsspezifische Zeitschriften: Analyse der unterschiedlichen Themengebiete und Strukturen der untersuchten Magazine Men’s Health und Brigitte.
5. Darstellung in Bildern: Untersuchung, wie durch visuelle Gestaltung in Zeitschriften Idealbilder von Männlichkeit und Weiblichkeit konstruiert werden.
6. Geschlechtsspezifische Werbung in Printmedien: Analyse der zielgruppenorientierten Werbestrategien und deren Beitrag zur Verfestigung konventioneller Rollenbilder.
7. Resümee: Fazit der Arbeit, welches die Bestätigung der aufgestellten Thesen zusammenfasst und einen Ausblick auf weiterführende Forschung gibt.
Schlüsselwörter
Geschlechterrollen, soziale Ungleichheit, Printmedien, Werbung, Stereotype, Männlichkeit, Weiblichkeit, Rollenbilder, Sozialisation, Attraktivität, Schönheitsideale, Zeitschriften, Brigitte, Men’s Health, Medienrezeption.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von geschlechtsspezifischen Printmedien und der darin enthaltenen Werbung auf die Konstruktion und Aufrechterhaltung von Geschlechterstereotypen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen sozialer Ungleichheit, die kulturelle Konstruktion von Geschlechterrollen, die Analyse von Frauen- und Männerzeitschriften sowie die Rolle von Werbestrategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob und wie Medien durch ihre Inhalte und Werbeanzeigen traditionelle Männlichkeits- und Weiblichkeitsbilder generieren oder bestärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine qualitative Struktur- und Themenanalyse der Printmedien "Brigitte" und "Men’s Health" auf Basis soziologischer Theorien und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die inhaltliche Ausrichtung, bildliche Darstellungen und Werbekontexte der beiden ausgewählten Zeitschriften im Hinblick auf deren geschlechtsspezifische Wirkung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Geschlechterrollen, Stereotype, Medienrezeption, soziale Konstruktion, Männlichkeit, Weiblichkeit und zielgruppenorientierte Werbung.
Wie unterscheiden sich Brigitte und Men’s Health in ihrer Themenwahl?
Während Brigitte Themen wie Soziales, Mode, Beauty und Work-Life-Balance fokussiert, konzentriert sich Men’s Health primär auf Fitness, Muskelaufbau, Technik und berufliche Erfolgsorientierung.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Werbung?
Die Arbeit schließt, dass Werbung gezielt konventionelle Rollenbilder nutzt, indem sie Männer primär als erwerbstätige Versorger und Frauen als für Soziales und Familie verantwortliche Personen darstellt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Die Rezeption von geschlechtsspezifischer Ungleichheit in Printmedien. Ein Vergleich zwischen Männer- und Frauenzeitschriften, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1188361