In Form von drei Portfolioeinträgen verbinde ich persönliche Eindrücke aus der Praxis mit Inhalten der CAS-Module und weiteren Konzepten. Dabei leitet mich die Fragestellung, welche Aspekte des Führungshandelns eine wirkungsvolle Kommunikation ermöglichen.
Welche Einstellungen und kommunikativen Impulse der Schulführung fördern ein gemeinsames und nachhaltiges Lernen im Sinne der Schule als lernende Organisation?
Ich glaube, dass die Steuerung der Schule als lernende Organisation in erster Linie Interaktion erfordert und dies in der Kommunikation auf verschiedenen Ebenen geschieht. Im ersten Portfolioeintrag gehe ich ausgehend von der Schule A, bei welcher offene Fragestellungen und ungeklärte Situationen die Zusammenarbeit der Schulbeteiligten belasten, auf die Metakommunikation zwischen der Führungsebene und dem Team ein. Im zweiten Eintrag geht es um kommunikative Prozesse mit sich selber und über sich selber, welche ich anhand der Schule B sowie des Konzepts der Selbstwirksamkeit beleuchte. Im dritten Portfolioeintrag kommentiere ich die Steuerung von kommunikativen und reflexiven Prozessen in Kooperationsgefässen. Auch da gehe ich von einem Beispiel aus, welches ich als Evaluationsfachperson im Praxisfeld angetroffen habe.
Inhaltsverzeichnis
1. Kontext und Fragestellung
1.1 Themenwahl
1.2 Fragestellung
1.3 Die lernende Organisation
2. Portfolioeintrag 1
Metakommunikation
2.1 Beispiel Schule A
2.2 Theoretische Zugänge und Konzepte
2.3 Bezug zum Evaluationsprozess
3. Portfolioeintrag 2
Interpersonelle Kommunikation - Selbstwirksamkeitsstrategien
3.1 Beispiel Schule B
3.2 Theoretische Zugänge und Konzepte
3.3 Reflexionsprozesse anstossen.
4. Portfolioeintrag 3
Kommunikation und Kooperation sinnvoll strukturieren
4.1 Beispiel Schule C
4.2 Theoretische Zugänge und Konzepte
4.3 Bezug zum Evaluationsprozess
5. Schlussfolgerungen
5.1 Kommunikationsprozesse wirkungsvoll gestalten
5.2 Bewusstseinsbildungsprozesse anregen
6. Literatur und Quellen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Einstellungen und kommunikativen Impulse der Schulführung ein gemeinsames und nachhaltiges Lernen im Sinne der Schule als lernende Organisation fördern. Dabei werden praktische Erfahrungen aus der Evaluationstätigkeit mit theoretischen Konzepten verknüpft, um Wege für eine wirkungsvolle Gestaltung der Kommunikation auf verschiedenen Organisationsebenen aufzuzeigen.
- Die Rolle der Metakommunikation zur Klärung von Unstimmigkeiten
- Die Bedeutung von Selbstwirksamkeit bei Führungspersonen für die Selbstregulation
- Die strukturierte Gestaltung von Kommunikation und Kooperation in Teams
- Der Einfluss psychologischer Sicherheit auf das kollektive Lernen
- Die Rolle der Schulführung bei der Bewusstseinsbildung im Schulentwicklungsprozess
Auszug aus dem Buch
2.2 Theoretische Zugänge und Konzepte
Die unterschiedlichen Haltungen in Führungsfragen, widersprüchliche individuelle Glaubenssätze sowie die fehlende gemeinsame Auseinandersetzung über Probleme und Missverständnisse belasten die Zusammenarbeit an der Schule A erheblich. Wenn Kommunikationsprozesse innerhalb einer Organisation durch Intransparenz oder Missverständnisse erschwert sind, können inoffizielle bzw. „verdeckte“ Kommunikationsregeln und –schleifen entstehen. Vereinfacht beschreibt Herrmann Kommunikationsphänomene wie die Generalisierung, den Defizitfokus und die Verzerrung als Probleme, welche sich aufgrund unterschiedlicher Wahrnehmungen und Sichtweisen in Teams ergeben können.
Wissensdifferenzen, Ressourcen- und Machtkonflikte sowie weitere Phänomene können die Zusammenarbeit zusätzlich belasten (Herrmann 2014, 47-53). Stellt sich ein Gefühl des Kontrollverlustes auf der Führungsebene ein, können sich als Folge davon die „Fronten“ zwischen dem Team, der Schulleitung und Schulbehörde verhärten, was sich mittel- und längerfristig hinderlich auf das gemeinsame Lernen und Entwickeln an der Schule auswirkt. Durch Metakommunikation hingegen bzw. dem Sprechen über die Kommunikation selbst, können Missverständnisse an einer Schule geklärt sowie gemeinsame Kommunikationsgrundsätze verhandelt und neu festgelegt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kontext und Fragestellung: Das Kapitel führt in das Thema der Schule als lernende Organisation ein und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit im Kontext der Schulführungsaufgaben.
2. Portfolioeintrag 1: Dieser Teil behandelt die Bedeutung der Metakommunikation für die Lösung von Konflikten und die Verbesserung der Zusammenarbeit an Schulen.
3. Portfolioeintrag 2: Hier wird der Fokus auf die interpersonelle Kommunikation und das Konzept der Selbstwirksamkeit als Grundlage für erfolgreiche Führung gelegt.
4. Portfolioeintrag 3: Dieses Kapitel erläutert, wie Kommunikation und Kooperation durch gezielte Strukturen in multiprofessionellen Teams erfolgreich gestaltet werden können.
5. Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von bewussten Kommunikations- und Bewusstseinsbildungsprozessen durch die Schulführung.
6. Literatur und Quellen: Ein Verzeichnis der in der Zertifikatsarbeit zitierten wissenschaftlichen Literatur und Quellen.
Schlüsselwörter
Lernende Organisation, Schulführung, Kommunikation, Metakommunikation, Selbstwirksamkeit, Kooperation, Schulentwicklung, Schulkultur, Reflexion, Führungshandeln, Teamarbeit, Evaluationsprozess, Professionalisierung, Organisationsentwicklung, Feedbackkultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Zertifikatsarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten von Kommunikation innerhalb von Schulen, um diese als lernende Organisationen weiterzuentwickeln.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind Metakommunikation, die Selbstwirksamkeit von Führungspersonen und die strukturierte Organisation von Kooperationen im schulischen Umfeld.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, durch welche spezifischen Einstellungen und Impulse der Schulleitung ein nachhaltiges Lernen aller Akteure in der Schule gefördert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Analyse, die persönliche Erfahrungen aus der Evaluationstätigkeit mit etablierten theoretischen Modellen zur Schulführung verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Portfolioeinträge, die anhand konkreter Beispiele aus der Schulpraxis (Schulen A, B und C) theoretische Ansätze kritisch reflektieren.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie lernende Organisation, Schulführung, Metakommunikation, Selbstwirksamkeit und Kooperationsgestaltung geprägt.
Inwiefern spielt das Konzept nach Peter Senge eine Rolle?
Senges Modell der fünf Dimensionen einer lernenden Organisation dient als theoretischer Grundpfeiler, um die Beobachtungen aus der Schulpraxis einzuordnen.
Was unterscheidet eine "zukunftsfähige Schule" laut dieser Arbeit von einer traditionellen?
Zukunftsfähige Schulen zeichnen sich durch Flexibilität und die Bereitschaft aus, Bestehendes zu hinterfragen, anstatt an starren, vertikalen Organisationsstrukturen festzuhalten.
Welche Bedeutung hat das "vertrauliche Gespräch" für die Schulführung?
Es bietet einen geschützten Rahmen, um auch schwierige Themen wie kritisches Kommunikationsverhalten neutral zu spiegeln und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
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- Marlen Stettler (Author), 2021, Schule als lernende Organisation: Kommunikation wirkungsvoll steuern und gestalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1185095