Die Unterrichtseinheit, zu der die Exkursion durchgeführt werden soll, lautet „Aufgeklärter Absolutismus“. Laut Rahmenplan des Landes Berlin ist dies für die 2. Hälfte des 8. Schuljahres vorgesehen (Name des übergeordneten Themas dort: „Politische Wirkungen aufgeklärten Denkens im 18. Jahrhundert“ für einen Zeitraum von circa 19 Unterrichtsstunden) . In der Exkursion sollen die preußisch-königlichen Lebensverhältnisse im 18. Jahrhundert ein Stück weit veranschaulicht werden, um die damalige Zeit den Schülern greifbarer zu gestalten und damit besser vermitteln zu können. Die Geschichte des Schlosses Charlottenburg, als heimat-historisch bedeutsames Objekt, soll dabei nicht unbeachtet bleiben.
Inhaltsverzeichnis
1.Unterrichtsgegenstand
2.Lernziele der Exkursion
3.Methodisch-didaktische Begründung und Verlaufsplanung der Exkursion
4.Kritische Reflexion und Anmerkungen
5.Arbeitsblätter (ohne Kopfzeile zur jeweiligen Anpassung)
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Dieser Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, Schülern der achten Klasse die Epoche des "Aufgeklärten Absolutismus" in Preußen durch eine praktische Exkursion in das Schloss Charlottenburg erfahrbar zu machen und historisches Wissen mit konkreten räumlichen Objekten zu verknüpfen.
- Vermittlung preußisch-königlicher Lebensverhältnisse im 18. Jahrhundert.
- Vertiefung der Kenntnisse über die politische Geschichte Brandenburg-Preußens.
- Einführung in kunstgeschichtliche Epochen (Barock und Rokoko) am Beispiel der Schlossarchitektur.
- Förderung sozialer Kompetenzen durch gemeinschaftliche Gruppenarbeit und kritische Reflexion.
- Einordnung historischer Persönlichkeiten abseits der reinen Ereignisgeschichte durch Einblicke in das Privatleben.
Auszug aus dem Buch
3.Methodisch-didaktische Begründung und Verlaufsplanung der Exkursion
Der hier vorgestellten Exkursion sollten etwa 3 Geschichtsstunden zur Unterrichtseinheit „Aufgeklärter Absolutismus“ vorangegangen sein, sodass die Schüler die wichtigsten Ereignisse (wie den 7-jährigen Krieg) und historischen Persönlichkeiten (Friedrich Wilhelm II., Friedrich II.) zuordnen können.
Zu Beginn der Besichtigung des Neuen Flügels des Schlosses Charlottenburg, das immerhin die größte noch erhaltene Hohenzollern-Residenz in Berlin ist, sollen sich die Schüler in Vierer-Gruppen zusammenfinden. Eine derartige Aufteilung bietet sich einerseits aus aufsichtstechnischen Gründen an, da ansonsten bei der Größe der zu besichtigenden Räumlichkeiten eine etwa 27-köpfige Klasse kaum angemessen betreut werden könnte (selbst für die Arbeit in 4er-Gruppen empfiehlt sich eine zweite Aufsichtsperson, die im linken Teil des Obergeschosses als Ansprechpartner fungiert), andererseits soll durch die Bearbeitung der Aufgabenstellungen in Gruppen auch für einen gegenseitigen Austausch, Diskussion, Denkanstöße und kritische Reflexion gesorgt werden. Durch Letzteres werden so auch soziale Lernziele berücksichtigt.
Nach dem Zusammengehen der Schüler in Gruppen werden die Arbeitsblätter AB1 (zu den Räumen 362-367) und AB2 (Räume 352-358) auf Vorder- und Rückseite ausgeteilt und die Arbeitsaufträge erläutert. Die Räume können in freier Reihenfolge besichtigt werden, wobei zunächst die Fragen zu den Teilen A und B auf AB2 bearbeitet werden sollen – als Zeitvorgabe werden 120 Minuten genannt.
Die Fragen sind dabei so konzipiert, dass eine Mischung aus offenen und geschlossenen Fragestellungen erreicht wird, die einem Mittelweg zwischen bloßem Auffinden von Informationen und der Reproduktion / dem Transfer von vorher erworbenen Kenntnissen zum aufgeklärten Absolutismus in Preußen zum Ziel haben soll.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Unterrichtsgegenstand: Definition des thematischen Rahmens der Unterrichtseinheit "Aufgeklärter Absolutismus" und Einbettung der Exkursion als Methode zur Veranschaulichung preußisch-königlicher Lebensverhältnisse.
2.Lernziele der Exkursion: Darlegung der groben und detaillierten Lernziele, die von der Vertiefung des Fachwissens bis hin zur Förderung sozialer Fertigkeiten in der Gruppenarbeit reichen.
3.Methodisch-didaktische Begründung und Verlaufsplanung der Exkursion: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise während der Besichtigung und der didaktischen Konzeption der verwendeten Arbeitsblätter für die Schülergruppen.
4.Kritische Reflexion und Anmerkungen: Auswertung der Durchführungserfahrungen mit Verbesserungsvorschlägen bezüglich Zeitmanagement und räumlicher Organisation der Ergebnissicherung.
5.Arbeitsblätter (ohne Kopfzeile zur jeweiligen Anpassung): Bereitstellung der konkreten Lehrmaterialien inklusive Lückentexten und spezifischen Aufgabenstellungen für die Exkursionsteilnehmer.
Schlüsselwörter
Aufgeklärter Absolutismus, Schloss Charlottenburg, Preußen, Hohenzollern, 18. Jahrhundert, Unterrichtsentwurf, Exkursion, Barock, Rokoko, Friedrich II., Gruppenarbeit, Geschichtsunterricht, Didaktik, Lernziele, historisches Wissen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf beschreibt die Planung und Durchführung einer schulischen Exkursion in das Schloss Charlottenburg, um den Schülern das Thema "Aufgeklärter Absolutismus" praktisch näherzubringen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Lebensverhältnisse im preußischen Königshaus des 18. Jahrhunderts, die Baugeschichte des Schlosses sowie politische und gesellschaftliche Umbrüche jener Zeit.
Was ist das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist es, abstraktes historisches Wissen über den Absolutismus durch die direkte Anschauung der Räumlichkeiten und die Bearbeitung gezielter Aufgaben in den historischen Kontext zu überführen.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Exkursion verwendet?
Es wird ein methodisch geleitetes, selbstständiges Erkunden durch Schülergruppen in einem Zeitfenster von 120 Minuten mittels speziell konzipierter Arbeitsblätter eingesetzt.
Was wird im Hauptteil des Dokuments thematisiert?
Der Hauptteil befasst sich mit der didaktischen Begründung, der Struktur der Arbeitsaufträge (Teil A und B) sowie der kritischen Nachbereitung der Exkursion.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Aufgeklärter Absolutismus, preußische Geschichte, didaktische Planung und handlungsorientierter Geschichtsunterricht beschreiben.
Warum wird für die Exkursion eine Zeitvorgabe von 120 Minuten angesetzt?
Der Autor begründet die Zeitvorgabe damit, dass eine Vielzahl an Aufgaben gestellt wird, um ein "blindes Durchrennen" durch die Räume zu verhindern und eine vertiefte Auseinandersetzung zu ermöglichen.
Wie geht der Entwurf mit dem Problem der verschiedenen Leistungsniveaus in einer Klasse um?
Der Entwurf sieht eine Mischung aus einfachen reproduktiven Fragen und komplexeren, offenen Fragestellungen vor, die auch schwächeren Schülern zur Mitarbeit motivieren sollen.
- Arbeit zitieren
- Stephan Kilter (Autor:in), 2005, Darstellung eines Stundenentwurfs zur Exkursion ins Schloss Charlottenburg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/116638