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Legitimation und Ideologie des Imperialismus am Beispiel Großbritanniens als Thema im Unterricht (Gymnasium, Oberstufe Geschichte Q1)

Titel: Legitimation und Ideologie des Imperialismus am Beispiel Großbritanniens als Thema im Unterricht (Gymnasium, Oberstufe Geschichte Q1)

Unterrichtsentwurf , 2014 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Unterrichtsentwurf beinhaltet eine Lerngruppenanalyse, eine Reihenplanung, ausführliche Erläuterung der geplanten Unterrichtsstunde mit curricularer und didaktisch-methodischer Legitimierung, Verlaufsplan und Hausaufgaben, Stunden(-lern-)ziele. Das Ziel der Stunde ist eine Untersuchung des Themas: Imperialismus und 1. Weltkrieg - Die imperialistische Expansion im langen 19. Jahrhundert - ein Wegbereiter für die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts"?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Dokumentation der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

I.1 Synopse der Unterrichtsreihe

I.2 Lerngruppenanalyse und ausgewählte Aspekte zur Unterrichtsreihe

I.3 Curriculare Legitimierung

I.4 Zur Konzeption der Reihe

II. Hausaufgaben

II.1 Hausaufgabe zur gezeigten Stunde

II.2 Hausaufgabe zur Folgestunde

III. Geplanter Verlauf der Stunde (Verlaufsplan)

IV. Kompetenzorientierte Zielsetzung der Stunde

IV.1 Hauptlernziel

IV.2 Teillernziele

V. Didaktisch-methodische Entscheidungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Analyse zeitgenössischer ideologischer Rechtfertigungsmuster des britischen Imperialismus im 19. Jahrhundert. Ziel der Unterrichtseinheit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler anhand ausgewählter Quellen von Cecil Rhodes und Joseph Chamberlain das britisch-koloniale Sendungsbewusstsein sowie die Annahme einer rassischen Überlegenheit kritisch hinterfragen und historisch einordnen.

  • Ideologische Grundlagen des britischen Imperialismus
  • Rassismus und Sozialdarwinismus als Rechtfertigungsinstrumente
  • Die Rolle der Personifikation „Britannia“ in der zeitgenössischen Wahrnehmung
  • Methoden der Quelleninterpretation im Geschichtsunterricht
  • Vergleich von imperialen Machtansprüchen und zivilisatorischem Sendungsauftrag

Auszug aus dem Buch

Einstieg, historische Frage, Heuristik und Organisation

Im Einstieg wird mit der Figur der Britannia, die als Personifikation Großbritanniens auf einer Weltkugel sitzt, eine Illustration (Auszug) aus einer detailreichen zeitgenössischen Weltkarte präsentiert, die die Ausdehnung des Britischen Empires um 1886 wiedergibt. Der visuelle Einstieg mittels des auf Folie präsentierten Bildes soll die Aufmerksamkeit der SuS fokussieren und Neugierde wecken.

Die Interpretation des Bildes folgt grundsätzlich, allerdings aus zeitlichen Gründen in verknappter Form, dem auf Panowsky zurückgehenden vereinfachten Dreischritt der Bildanalyse nach Sauer (Vor-ikonographische Beschreibung, Ikonographische Analyse und Ikonologische Interpretation). Zentrales Ergebnis der Interpretation ist, dass Britannia, die den SuS als Personifikation Großbritanniens bekannt ist, mit dem Britischen Empire die Herrschaft über große Teile der Welt, womöglich sogar die Weltherrschaft, im imperialistischen Sinne für sich beansprucht.

Das nachträgliche Einfügen der Sprechblase folgt in abgewandelter Form Pandels Verfahren „Bilder zum Sprechen bringen“ und „Bilder verfremden“ und stellt eine Provokation dar, die u.A. die Neugierde und Aufmerksamkeit der SuS wecken soll (motivationale Funktion). In erster Linie soll eine Kontingenzerfahrung ermöglicht werden: Die nachträglich aufgelegte Sprechblase „Mein Gewissen ist rein“ stellt einen kognitiven Widerspruch zu der bei den SuS grundsätzlich auf Basis ihres Vorwissens bestehenden Annahme, die imperialistische Expansion sei moralisch verwerflich gewesen, dar. Davon ausgehend formulieren die SuS historische Fragen, z.B. Warum hatten die Engländer kein schlechtes Gewissen? Wie konnten die Engländer das Einnehmen fremder Länder vertreten? Wie rechtfertigten die Engländer das denn? etc., die aus Zeitgründen blitzlichtartig gesammelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Dokumentation der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Dieses Kapitel liefert eine synoptische Übersicht über die gesamte Unterrichtsreihe sowie eine Analyse der Lerngruppe und eine curriculare Einordnung des Themas.

II. Hausaufgaben: Hier werden die Aufgabenstellungen für die behandelte Stunde sowie für die Folgestunde definiert, ergänzt um alternative Arbeitsvorschläge.

III. Geplanter Verlauf der Stunde (Verlaufsplan): Der Verlaufsplan stellt die methodische Struktur der Stunde von der Einstiegsphase bis zum Abschluss und Ausblick detailliert dar.

IV. Kompetenzorientierte Zielsetzung der Stunde: Dieser Abschnitt formuliert das Hauptlernziel sowie diverse Teillernziele hinsichtlich der Analysekompetenz der Schülerinnen und Schüler.

V. Didaktisch-methodische Entscheidungen: Dieser Teil reflektiert die didaktische Begründung der gewählten Methoden, insbesondere der Bildinterpretation und der kooperativen Lernformen.

Schlüsselwörter

Imperialismus, Britisches Empire, Kolonialismus, Cecil Rhodes, Joseph Chamberlain, Sendungsbewusstsein, Rassismus, Sozialdarwinismus, Geschichtsunterricht, Quellenanalyse, Britannia, Zivilisationsauftrag, Interpretation, historische Urteilskompetenz, Expansion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit umfasst einen Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte, der sich mit der ideologischen Rechtfertigung des britischen Imperialismus befasst.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die Motive der imperialistischen Expansion, die Ideologie der rassischen Überlegenheit sowie der sogenannte zivilisatorische Sendungsauftrag Großbritanniens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Unterrichtseinheit?

Ziel ist die kriteriengeleitete Analyse von Quellen, um zu verstehen, wie Akteure wie Rhodes und Chamberlain den Imperialismus ideologisch begründeten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Quellenarbeit verwendet?

Es wird ein kooperativer Ansatz (Think-Pair-Share) genutzt, kombiniert mit kriteriengeleiteter Quellen- und Bildinterpretation.

Was wird im methodischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Analyse von Textquellen und einer Karikatur sowie die anschließende Diskussion zur Legitimierung imperialistischer Handlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Imperialismus, Sendungsbewusstsein, Sozialdarwinismus und Quellenkritik bestimmt.

Welche Rolle spielt die Personifikation „Britannia“ für den Unterrichtseinstieg?

Sie dient als visuelle Provokation, um durch den Kontrast zum modernen Werteverständnis der Schüler historische Fragen auszulösen.

Warum wird die „Zusatzaufgabe“ zum Sozialdarwinismus angeboten?

Sie dient der Binnendifferenzierung, um leistungsstärkeren Schülern eine tiefere Auseinandersetzung mit pseudowissenschaftlichen Legitimationsmustern zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Legitimation und Ideologie des Imperialismus am Beispiel Großbritanniens als Thema im Unterricht (Gymnasium, Oberstufe Geschichte Q1)
Hochschule
Studienseminar für Lehrämter an Schulen in Siegen
Veranstaltung
Referendariat
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V1147635
ISBN (eBook)
9783346530936
ISBN (Buch)
9783346530943
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Imperialismus Quellenarbeit imperialistische Expansion britisch-kolonialen Sendungsbewusstsein Ideologie des Imperialismus Großbritannien perspektivisch-ideologiekritisches Untersuchungsverfahren Werturteil Karikatur Britischer Imperialismus großbritannien Imperialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Legitimation und Ideologie des Imperialismus am Beispiel Großbritanniens als Thema im Unterricht (Gymnasium, Oberstufe Geschichte Q1), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1147635
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Leseprobe aus  27  Seiten
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