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Führte die Bildungsexpansion zur Verringerung der Ungleichheit im deutschen Bildungssystem?

Titel: Führte die Bildungsexpansion zur Verringerung der Ungleichheit im deutschen Bildungssystem?

Hausarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Armin Frobel (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland sollten durch die Bildungsexpansion einerseits das allgemeine Bildungsniveau und andererseits auch die Chancengleichheit im Bildungssystem zunehmen. Dazu wurde und wird als Leitlinie für Reformen des Bildungssystems das meritokratische Modell angewendet. Dieses soll die Leistungsgerechtigkeit gewährleisten und verfolgt das Prinzip, gleiche Bildungschancen für gleiche Leistung bereitzustellen. Diese Leistungen sind in den Lehrplänen des jeweiligen Bundeslandes definiert. Hier stellt sich die Frage: Haben die Bildungsexpansion und die dazugehörigen Reformen, mit dem meritokratischen Modell als Leitlinie zur Verringerung der Ungleichheit im Bildungssystem geführt?

Dieser Frage ist auch der Soziologe und Hochschullehrer Jörg Rössel nachgegangen und beantwortete diese mithilfe der Sozialstrukturanalyse. Da seine betrachteten Statistiken nun schon über 10 Jahre alt sind, werde ich anhand von aktuelleren Zahlen die Entwicklung der Ungleichheit im Bildungssystem nachgehen. Dies werde ich auch anhand der Sozialstrukturanalyse vornehmen und diese einleitend theoretisch beschreiben, wichtige Begriffe, wie Sozialstruktur oder soziale Ungleichheit definieren. Dazu wird das Lehrbuch "Sozialstrukturanalyse" von Jörg Rössel herangezogen. Nach dem theoretischen Teil ist es wichtig eine kurze Darstellung der Struktur des deutschen Bildungssystems anzustellen, um Besonderheiten von diesem herauszustellen. Im weiteren Verlauf wird die Sozialstrukturanalyse angewendet und aktuelle Statistiken von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Statistischen Bundesamt untersucht. Die Ergebnisse aus der Analyse werden im Folgenden mit den Ergebnissen Rössels, die zu einem früheren Zeitpunkt entstanden sind, verglichen. Hierbei werden auf die Schichtzugehörigkeit der Akteure und auf Aspekte der geschlechtsspezifischen, ethnischen und der regionalen Ungleichheit eingegangen. Am Ende wird zusammenfassend dargestellt, ob die Ungleichheit im Bildungssystem durch die Bildungsexpansion und den Reformen erfolgreich entgegengewirkt wurde und ob seit der Analyse Rössels Veränderungen vorgekommen sind, die belegen, dass die strukturelle soziale Ungleichheit abgebaut wurde. Leider kann ich nur auf wenige Aspekte eingehen und muss die Analyse der Ursachen stark verkürzen, da sonst der Rahmen der Arbeit gesprengt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.) Theorie der Sozialstrukturanalyse

2.) Das deutsche Bildungssystem

3.) Analyse

3.1) Regionale Ungleichheiten

3.2) Geschlechtsspezifische Ungleichheiten

3.3) Ethnische Herkunft

3.4) Soziale Herkunft

4.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Ungleichheit im deutschen Bildungssystem, um zu analysieren, ob bildungspolitische Reformen unter dem meritokratischen Modell erfolgreich zum Abbau struktureller Ungleichheiten beigetragen haben.

  • Theoretische Fundierung durch die Sozialstrukturanalyse
  • Strukturelle Analyse des deutschen Bildungssystems
  • Untersuchung von Bildungsungleichheiten nach Region, Geschlecht und Ethnie
  • Analyse des Einflusses der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg

Auszug aus dem Buch

3.2) Geschlechtsspezifische Ungleichheiten

Beim geschlechtsspezifischen Aspekt fand Rössel für das Jahr 2005 heraus, dass junge Frauen und Mädchen im Allgemeinen einen höheren Bildungsabschluss haben als junge Männer und Jungen. Dies ist auch für das Jahr 2015 zu verzeichnen. Weiterhin sind Jungs häufiger ohne Schulabschlüsse oder erwerben öfter den Hauptschulabschluss als Mädchen, wie im Jahr 2005. Obwohl auch bei diesem Aspekt eine Angleichung zu erkennen ist und davon ausgegangen werden könnte, dass geschlechtsspezifische Ungleichheit abgebaut wird, erwerben im gesamten Bundesgebiet die Mädchen und jungen Frauen weiterhin die höheren allgemeinbildenden Schulabschlüsse. Für die besseren Leistungen von Schülerinnen kann der Fleiß, die schulfreundlichere Freizeitgestaltung und die ordentlichere Arbeitshaltung verantwortlich gemacht werden.

Rössel fand außerdem heraus, dass die Männer in den Jahren von 1980 bis 2005 auf den höchsten akademischen Stufen einen Vorsprung hatten, obwohl es mehr Absolventinnen mit Fach- bzw. allgemeiner Hochschulreife gab. Die einzige Ausnahme gab es bei seinen Berechnungen im Jahr 2005. Da lag der Anteil der Frauen bei den Studienberechtigten, Studienanfängern und den Absolventen vor den Männern. Des Weiteren hat er herausgefunden, dass der Anteil der Frauen immer geringer wird umso höher es beim akademischen Bildungsgrad geht. Im Jahr 2005 gab es 14,3 Prozent Frauenanteil bei den Professuren. Im Vergleich zum Jahr 1980 ist das eine Steigerung um ungefähr 10 Prozent. Obwohl der Frauenanteil zwischen 1980 und 2005 der Studienanfängerinnen und Absolventinnen stieg, ist deutlich zu sehen, dass ab der Promotion das männliche Geschlecht dominiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Bildungsungleichheit ein und stellt die Forschungsfrage, ob Bildungsexpansion und Reformen das meritokratische Ziel der Chancengleichheit erreicht haben.

1.) Theorie der Sozialstrukturanalyse: Dieses Kapitel erläutert die handlungstheoretischen Grundlagen und definiert zentrale Begriffe wie Sozialstruktur und soziale Ungleichheit basierend auf der Literatur von Jörg Rössel.

2.) Das deutsche Bildungssystem: Es erfolgt eine Skizzierung der Struktur des deutschen Schulwesens, wobei Besonderheiten wie die föderale Gestaltung, das duale Ausbildungssystem und der Elementar- bis Tertiärbereich beschrieben werden.

3.) Analyse: Der Hauptteil analysiert auf Basis aktueller Statistiken die Dimensionen der Bildungsungleichheit, wobei das Proporzmodell als Maßstab dient.

3.1) Regionale Ungleichheiten: Dieses Kapitel vergleicht die Bildungsabschlüsse zwischen den alten und neuen Bundesländern und stellt eine zunehmende Angleichung fest.

3.2) Geschlechtsspezifische Ungleichheiten: Die Analyse zeigt, dass Mädchen und junge Frauen höhere Abschlüsse erzielen, während weiterhin eine geschlechtsspezifische Segregation bei der Wahl von Ausbildungsberufen und Studienfächern besteht.

3.3) Ethnische Herkunft: Es wird dargelegt, dass Kinder mit Migrationshintergrund häufiger niedrigere Bildungsgänge besuchen, wobei dieser Effekt eng mit der sozialen Herkunft verknüpft ist.

3.4) Soziale Herkunft: Dieses Kapitel beleuchtet den starken Zusammenhang zwischen dem sozialen Status der Eltern und dem Bildungserfolg der Kinder, erklärt durch primäre und sekundäre Herkunftseffekte.

4.) Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die soziale Herkunft der entscheidende Faktor für strukturelle Bildungsungleichheit bleibt.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Sozialstrukturanalyse, Chancengleichheit, Meritokratie, Bildungsexpansion, Schulsystem, Soziale Herkunft, Geschlechtsspezifische Ungleichheit, Ethnische Herkunft, Bildungszertifikate, Primäre Herkunftseffekte, Sekundäre Herkunftseffekte, Bildungschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Bildungsungleichheit im deutschen Bildungssystem unter Berücksichtigung der Veränderungen seit der Analyse von Jörg Rössel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Dimensionen Region, Geschlecht, ethnische Herkunft sowie die soziale Herkunft der Schülerinnen und Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die Bildungsexpansion und die dazugehörigen Reformen erfolgreich dazu beigetragen haben, Ungleichheiten abzubauen und das meritokratische Versprechen der Chancengleichheit einzulösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Sozialstrukturanalyse als theoretisches Gerüst und orientiert sich methodisch am Proporzmodell, um aktuelle statistische Daten auszuwerten und mit früheren Ergebnissen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Beschreibung der Struktur des deutschen Bildungssystems sowie eine differenzierte Analyse der verschiedenen Ungleichheitsdimensionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, meritokratisches Modell, Chancengleichheit und Sozialstrukturanalyse.

Warum ist die soziale Herkunft nach Ansicht des Autors der entscheidende Punkt?

Der Autor argumentiert, dass soziale Herkunft durch primäre und sekundäre Herkunftseffekte sowie die damit verbundene Sozialisation den größten Einfluss auf den Bildungserfolg hat und auch bei Migrationshintergrund oft die eigentliche Ursache für Benachteiligungen darstellt.

Wie wird der Begriff der Chancengleichheit in der Arbeit definiert?

In Anlehnung an das Proporzmodell wird Chancengleichheit so definiert, dass jede soziale Gruppe entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil auch unter den Absolventen einer bestimmten Bildungslaufbahn vertreten sein müsste.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Führte die Bildungsexpansion zur Verringerung der Ungleichheit im deutschen Bildungssystem?
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Bildungssystem
Note
2,0
Autor
Armin Frobel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V1145829
ISBN (eBook)
9783346530851
ISBN (Buch)
9783346530868
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungssystem Sozialstrukturanalyse Ungleichheit Bildungsungleichheit Bildungsexpansion Chancengleichheit meriotrokatisches Modell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Armin Frobel (Autor:in), 2017, Führte die Bildungsexpansion zur Verringerung der Ungleichheit im deutschen Bildungssystem?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1145829
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Leseprobe aus  17  Seiten
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