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Die Rolle der Emotionalität in der Philosophie Martha Nussbaums

Titel: Die Rolle der Emotionalität in der Philosophie Martha Nussbaums

Hausarbeit , 2016 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bünyamin Yuvarlak (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, Nussbaums Auffassung von Gefühlen in ihrem Essay „Gefühle und Fähigkeiten von Frauen“ zu untersuchen und in Beziehung zu der gesellschaftlichen Stellung der Frau zu deuten. Dies beginnt mit der Ermittlung des kognitiven Potentials der Emotionen in ihrer Einstellung. Das Kapitel beinhaltet das allgemeine Verhältnis zwischen Gefühl und Rationalität, worauf die kognitivistisch charakterisierte Position Nussbaum als Antwort auf bestimmte Einwände gegen die Gefühle folgt. In diesem Teil wird mit Hilfe von ihren Gegenmeinungen ihre Einstellung zu den Gefühlen entschlüsselt.

Darauf folgt die Anwendung der Resultate aus dem vorigen Kapitel auf die Frage bezüglich der Rolle der Frau. Dieser Abschnitt behandelt die Auswirkung der Emotionen als spezifisch weiblich verstandene Kompetenzen auf die Geschlechterrolle in der Gesellschaft nach Nussbaum.
Diese Ausführung wird im dritten Kapitel des Hauptteils erweitert, indem die Bedeutung der Emotionalität in Zusammenhang mit Nussbaums sogenannten „Capabilities Approach“ gesetzt wird. Hierbei beziehe ich mich ausschließlich auf einen von Nussbaum
selbst verfassten Text mit dem Titel „Women and Equality: The Capabilities Approach“.
Ein abschließendes Fazit, in dem unter anderem in dem Haupttext aufgeführte Kritik miteinbezogen wird, bildet den Schluss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das kognitive Potential von Gefühlen

2.1 Gefühle und Rationalität

2.2 Martha Nussbaums kognitivistische Position

2.2.1 Urteilscharakter der Gefühle

2.2.2 Gefühle und Bedürftigkeit

2.2.3 Liebe und das allgemeine Gute

3. Gefühle als weibliche Fähigkeiten

4. Emotionen im „Capabilities Approach“

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Martha Nussbaums philosophische Auffassung von Emotionen und analysiert, inwiefern diese für die gesellschaftliche Stellung der Frau relevant sind. Dabei wird kritisch hinterfragt, wie Nussbaum das kognitive Potential von Gefühlen mit dem Ziel der Geschlechtergerechtigkeit in Einklang bringt.

  • Kognitivistische Theorie der Emotionen bei Martha Nussbaum
  • Wechselverhältnis zwischen Gefühl und Rationalität
  • Emotionen im Kontext der gesellschaftlichen Frauenrolle
  • Kritische Beleuchtung des „Capabilities Approach“
  • Debatte um soziale Konstruktion vs. geschlechtsspezifische Natur

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Urteilscharakter der Gefühle

Vorerst bestreitet sie das aus dem Bereich der Psychologie stammende Äußerung, dass Gefühle unreflektierte „blinde [animalische] Kräfte“ sind, die sich weit von der Vernunft und dem Verstand distanzieren und somit für rechtmäßige Urteile ungeeignet sind. Nussbaum tut dies, indem sie Gefühle als eine bestimmte Art von Wahrnehmungen identifiziert. Diese Annahme resultiert daraus, dass ihrer Vorstellung nach Gefühle sich auf ein Objekt oder ein Sachverhalt intentional beziehen. Das heißt, dass sie nicht auf eine kausale passive Weise entstehen, sondern „eine aktive Weise des Sehens beinhalte[n]“. Dabei stützt sich Nussbaum auf die Auffassung des Stoikers Chrysippos, der Gefühle mit Überzeugungen gleichsetzte. Ein von einem Gefühl erzeugtes Urteil führt demnach dazu, bestimmten Dingen zuzustimmen und diese zu akzeptieren. Auf diese Weise kommt die Rolle des Verstandes mit ins Spiel, denn dieser „drängt [...] darauf, den relevanten Sachverhalt anzunehmen. Dies wird mit dem Gefühl der Trauer verdeutlicht, beispielsweise das bloße Akzeptieren des Todes eines nahestehenden Menschen, welches die Überzeugung ist, aus der sich die Trauer entwickelt. So ergibt sich ein enger Kontakt zwischen Gefühlen und gewissen Überzeugungen. Ob nun die These, dass Gefühle abhängig von Überzeugungen oder identisch mit ihnen sind, gilt, ist irrelevant, um zu erkennen, dass es diesen Überzeugungen für das Hervorrufen eines Gefühls bedarf. Wenn ich beispielsweise auf der Arbeit befördert werde, bin ich überzeugt davon, dass sich mein Gehalt erhöhen und meine Arbeitszeit eventuell reduziert wird, was zu meiner Freude führen würde. Existierte diese Überzeugung nicht, hätte ich auch keinen Grund, mich zu freuen. Das auf kognitive Weise entstandene und mit dem Erkenntnisvermögen in enger Beziehung stehende Gefühl hat somit einen rationalen Urteilscharakter, wenn auch die Überzeugungen richtig oder falsch, rational oder irrational sein können. Denn selbst auf bloßem Verstand beruhende Überzeugungen können nicht immer richtig sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsthema ein und skizziert die methodische Zielsetzung, Nussbaums Position zu Emotionen und deren Relevanz für Frauen in der Gesellschaft zu untersuchen.

2. Das kognitive Potential von Gefühlen: Dieses Kapitel erläutert die kognitivistische Grundannahme, dass Gefühle einen rationalen Urteilscharakter besitzen und keine unkontrollierten animalischen Kräfte darstellen.

3. Gefühle als weibliche Fähigkeiten: Hier wird analysiert, wie Nussbaum der traditionellen Vorstellung entgegenwirkt, Gefühle seien für Frauen charakteristisch und somit ein Hindernis für rationales Handeln.

4. Emotionen im „Capabilities Approach“: Der Abschnitt diskutiert Nussbaums Ansatz, menschliche Fähigkeiten geschlechterübergreifend zu definieren, um die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen zu stärken.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Argumentation zusammen und reflektiert die Stärken sowie die Grenzen einer vollständigen Gleichstellung im Kontext der Nussbaum’schen Philosophie.

Schlüsselwörter

Martha Nussbaum, Kognitivismus, Emotionen, Rationalität, Capability Approach, Frauenrolle, Geschlechtergerechtigkeit, Philosophie, Urteilscharakter, soziale Konstruktion, Ethik, Vernunft, Gesellschaft, Affektive Bindung, Handlungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophische Sicht Martha Nussbaums auf Emotionen und deren Bedeutung für die gesellschaftliche Geschlechterthematik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die kognitivistische Theorie der Emotionen, die Verbindung zwischen Gefühl und Rationalität sowie die kritische Prüfung des Capability Approach bezüglich der Frauenrolle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Nussbaums Auffassung von Gefühlen als rationale Fähigkeiten aufzuzeigen und zu untersuchen, wie diese die soziale Stellung der Frau beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf Nussbaums Schriften sowie ergänzender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert das kognitive Potential von Gefühlen, die Rolle des Verstandes bei der Emotionsbildung und die Anwendung von Nussbaums Capability Approach auf soziale Geschlechterfragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kognitivismus, Capability Approach, Geschlechtergerechtigkeit und die rationale Natur von Emotionen geprägt.

Wie definiert Nussbaum nach der Arbeit das Verhältnis von Gefühl und Vernunft?

Nussbaum versteht Gefühle nicht als Gegenpol zur Vernunft, sondern als intentional ausgerichtete Akte, die auf Urteilen und Überzeugungen basieren und somit einen rationalen Charakter haben.

Welche Kritik üben laut der Arbeit andere Autoren an Nussbaum?

Kritiker wie Susan Wolf bemängeln, dass Nussbaums Fokus auf universelle Fähigkeiten reale Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder kulturelle Divergenzen teilweise zu stark ausblenden könnte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle der Emotionalität in der Philosophie Martha Nussbaums
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,3
Autor
Bünyamin Yuvarlak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V998167
ISBN (eBook)
9783346371379
ISBN (Buch)
9783346371386
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praktische Philosophie Politische Philosophie Rechts- und Sozialphilosophie Emotionalität Martha Nussbaum Aristotelismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bünyamin Yuvarlak (Autor:in), 2016, Die Rolle der Emotionalität in der Philosophie Martha Nussbaums, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/998167
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Leseprobe aus  16  Seiten
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