Anhand dieser Hausarbeit soll geklärt werden, welche Unterschiede zwischen dem Modell in Deutschland und dem ursprünglichen Ansatz des Modells in den USA bestehen. Dazu werden verschieden Methoden zur Hilfe gezogen, sodass eine Hausarbeit entsteht, die durch eine systematische Literaturrecherche angefertigt wird um die Forschungsfrage bestmöglich zu klären.
Deutschland steht vor einem Wandel. Die Arbeitswelt, das soziale Sicherungssystem und somit auch die Gesellschaft in Deutschland stehen vor vielen Herausforderungen. Zum einen wird die Bevölkerung immer älter zum anderen liegt ein zunehmender Fachkräftemangel vor.
Daher spielt in der heutigen Zeit das Case Management eine große Rolle im Gesundheits- und Sozialsystem. Besonders seit den neuen Vorgaben des GKV-Versorgungsstärkungsgesetz aus dem Jahr 2015, die besagen, dass einem Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine Anschlussversorgung zusteht, rückt in Deutschland das Case Management immer weiter in den Fokus. Dazu kommt es aufgrund der Folgen der DRG-Einführung in die Krankenhausfinanzierung. Da dadurch häufig Patienten entlassen werden, die Pflege – und betreuungsbedürftig sind, ist es wichtig, dass zwischen der Entlassung und der Ankunft zuhause, ein nahtloser Übergang der Pflege und Betreuung ermöglicht wird. Erfahrungsgemäß wird mit der Planung der Betreuung zuhause erst zu spät begonnen und somit ist die Nahtlosigkeit nicht gegeben und es kommt dazu, dass Patienten rasch wieder im Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Hinzu kommt, dass es immer mehr Menschen mit chronischen und psychischen Erkrankungen gibt, die in immer komplexer werdenden Situationen stecken. Aus diesen oben genannten Gründen ist es wichtig, eine Schnittstelle zwischen dem Entlass des Krankenhauses und der völligen Genesung zu bilden um eine ganzheitliche und präventive Versorgung gewährleisten zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Systematische Literaturrecherche
3 Case Management
3.1 Definition
3.2 Case Management in Deutschland
3.3 Case Management in Amerika
4 Ergebnisse
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept des Case Managements in Deutschland und den USA zu vergleichen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Anwendung dieses Versorgungsmodells herauszuarbeiten.
- Historische Entwicklung des Case Managements in den USA und Deutschland.
- Definitionen und konzeptionelle Ansätze im Gesundheitswesen.
- Strukturierung von Behandlungsprozessen durch den Case Management Regelkreis.
- Rollenprofile des Case Managers (Advokat, Broker, Gatekeeper, Supporter).
- Herausforderungen in der Patientenversorgung und deren Bewältigung durch Case Management.
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition
Das Konzept des Case Managements stammt aus dem angloamerikanischen Raum und wird dort seit 1960 umgesetzt. Aufgrund des Wandels in der Gesundheitsversorgung in Deutschland nimmt die Nutzung des Konzepts immer mehr zu. Da das Case Management eine einzelfallbezogene Intervention ist, grenzt es sich vom allgemein bekannten Care Management ab. Generell lässt sich sagen, dass eine einheitliche Definition von Case Management nicht vorliegt. Nach der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) wird Case Management allerdings wie folgt definiert:
„Case Management ist eine Verfahrensweise in Humandiensten und ihrer Organisation zu dem Zweck, bedarfsentsprechend im Einzelfall eine nötige Unterstützung, Behandlung, Begleitung, Förderung und Versorgung von Menschen angemessen zu bewerkstelligen. Der Handlungssatz ist zugleich ein Programm, nach dem Leistungsprozesse in einem System der Versorgung und in einzelnen Bereichen des Sozial – und Gesundheitswesens effektiv und effizient gesteuert werden können.“ Weiterführend ist das Case Management also eine Begleitung und Anleitung für den Patienten. Dem Patienten soll Sicherheit durch die Transparenz der Übergänge von stationär zu ambulant gegeben werden. Im Fokus steht dabei eine Lotsenfunktion entlang konkreter und genau definierter Behandlungsprozesse. Diese Art des Case Managements ist bereits eins der drei Ansätze die in Deutschland durchgeführt werden und läuft unter dem Namen „Case Management durch neutrale Koordinierungsinstanzen“. Die weiteren Konzepte werden im nächsten Kapitel aufgeführt. Insbesondere bei Patienten mit chronischen Erkrankungen ist es wichtig, dass eine Versorgung stattfindet, die auf den Fall individuell abgestimmt wird. Dazu ist es ebenso wichtig, dass die verschiedenen Akteure zusammenarbeiten und der stationäre mit dem ambulanten Versorgungsbereich verzahnt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Unterschiede zwischen dem Case Management in den USA und Deutschland zu untersuchen.
2 Systematische Literaturrecherche: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen bei der Literatursuche beschrieben, inklusive der Auswahl von Datenbanken und Suchstrategien.
3 Case Management: Dieses Kapitel definiert den Begriff Case Management, erläutert die Besonderheiten des Modells in Deutschland sowie dessen Ursprung und Entwicklung in Amerika.
4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der durchgeführten Literaturrecherche tabellarisch aufbereitet und die verwendeten Quellen reflektiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und schlussfolgert, dass die theoretischen Konzepte in beiden Ländern stark synchronisiert sind.
Schlüsselwörter
Case Management, Gesundheitswesen, Patient, Anschlussversorgung, DRG, Regelkreis, Case Manager, ambulant, stationär, Ressourcenorientierung, Versorgungsbedarf, Deutschland, USA, Qualitätssicherung, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Vergleich des Case Management Modells in Deutschland im Kontext des ursprünglichen Ansatzes aus den USA.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Definition von Case Management, die verschiedenen methodischen Ansätze, die Prozesssteuerung im Gesundheitswesen sowie die historische Entstehung in den Vereinigten Staaten.
Was ist die primäre Forschungsfrage dieser Arbeit?
Die Arbeit versucht zu klären, welche Unterschiede zwischen dem Case Management Modell in Deutschland und dem ursprünglichen Ansatz in den USA bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?
Es wird eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um den aktuellen Stand der Forschung zu erfassen und einen Vergleich der Modelle zu ermöglichen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Literaturrecherche, die begriffliche Definition des Case Managements sowie eine detaillierte Analyse der Ausgestaltung des Modells in Deutschland und den USA.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Case Management, Gesundheitsversorgung, Patientenorientierung, Versorgungsmanagement und interdisziplinäre Kooperation bestimmt.
Wie unterscheidet sich das Case Management in Deutschland von dem US-amerikanischen Ansatz?
Laut der Arbeit gibt es kaum Unterschiede in der praktischen Anwendung, da das deutsche Modell das angloamerikanische Konzept sehr ähnlich übernommen hat; Unterschiede liegen eher in den theoretischen Formulierungen.
Welche spezifischen Funktionen des Case Managers werden im Text hervorgehoben?
Der Case Manager übernimmt die Rollen als Advokat, Broker, Gatekeeper und Supporter, um den Zugang zu Gesundheitsleistungen zu steuern und die Versorgung zu optimieren.
- Quote paper
- Malin Buitenweg (Author), 2020, Entwicklung des Case Management Modells. Ein Vergleich zwischen den USA und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/996649