In dieser Arbeit wird das Thema "Bereich Umwelt Neues Testament" analysiert und ausgearbeitet. Des Weiteren wird eine angewandte Exegese, die auf eine bestimmte Forschungsfrage fokussiert ist, zum Bibeltext "Apostelgeschichte 20,18-38", erstellt.
Die Exegese bearbeitet Apostelgeschichte 20,18-38, jedoch wird der Hauptfokus der Arbeit auf Apostelgeschichte 20,28-31 gelegt, um die Forschungsfrage gewinnbringender zu untersuchen. Für die Exegese wir die ganze Texteinheit, Apostelgeschichte 20,18-38, berücksichtig und beigezogen.
In Apostelgeschichte 20,18-38 treffen wir Paulus an, der eine Abschiedsrede in einer Gemeinde hält, in welcher er zu Besuch war. In dieser Abschiedsrede geht Paulus auf verschiedene Thematiken ein, die mit der Gemeinde zusammenhängen. In dieser Rede in Apostelgeschichte 20,28-30 warnt Paulus auch vor Gefahren, die auf die Gemeinde und deren Leiter zukommen würden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Aufbau der jüdischen Gesellschaft
2.1 Gruppierungen
2.2 Die Hierarchie im Tempel
3 Apostelgeschichte
3.1 Startpunkt
3.2 Textthema
3.3 Übersetzungsvergleich
3.4 Kommunikationssituation
3.5 Kontext
3.6 Textart
3.7 Auslegung
3.8 Anwendung
4 Reflexion
5 Lektüre
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert den Aufbau der jüdischen Gesellschaft zur Zeit des Neuen Testaments und verbindet diese Erkenntnisse mit einer angewandten Exegese der Abschiedsrede des Apostels Paulus an die Ältesten von Ephesus (Apostelgeschichte 20,18-38), um die Relevanz dieser biblischen Warnungen für heutige Gemeinden zu prüfen.
- Analyse der soziopolitischen und religiösen Gruppierungen im jüdischen Umfeld des 1. Jahrhunderts.
- Strukturelle Untersuchung der Hierarchie im Tempel und ihrer politischen Bedeutung.
- Exegetische Untersuchung von Apostelgeschichte 20,18-38 mit Fokus auf die Warnung vor inneren und äußeren Gefahren.
- Reflexion über die Rolle der Gemeindeleitung und Verantwortung als "gute Hirten" in der Gegenwart.
- Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen zur Präzisierung der hermeneutischen Grundlage.
Auszug aus dem Buch
3.7.3 Teil 3
Paulus richtet sich jetzt in seiner Rede wieder aktiv an die Ältesten (V.28). In diesem Abschnitt seiner Rede weist er die Ältesten auf Gefahren hin, solche von aussen (V.29) wie von innen (V.30), die auf die Gemeinde zukommen würden. Paulus verwendet gezielt das „Hirten- und Wolfsbild“. Mit dem „Hirtenbild“ wird im AT das Verhältnis zwischen Gott und seinem Volk charakterisiert und umschrieben (vgl. Gen 49,24; Ps 80,2; Jes 40,11; Jer 31,10; Ez 34,11-16). Nach dem NT hat Gott sich durch Jesus als „den guten Hirten“ gezeigt, der mit dem Einsatz seines eigenen Lebens für seine Schafe einsteht (vgl. Joh 10,11-18) und ebenso den verlorenen Schafen nachgeht und sie sucht. (vgl. Lk 15,4-7; Mt 18,12-14) (vgl. Eckey 2000: 474–475).
So wie es Hirten gibt, gibt es auch Wölfe. Denn Paulus „prophezeit“ der Gemeinde, dass „reissende Wölfe“ eindringen werden (vgl. Mt 7,15; 10,16; Lk 10,3). Gemeint sind Irrlehrer und falsche Propheten, die von aussen in die Gemeinden kommen und durch zerstörerische Reden die Gemeinde beschädigen. Auch von innen verbergen sich Gefahren vor der Gemeinde: Aus den eigenen Reihen, Mitglieder wie Leiter, werden Irrlehrer aufstehen und Kirchenspaltungen auslösen (vgl. Lk 21,8; 1. Tim 1,3-7, 19,20; 6,3-5; 2. Tim 2,16-18; 3,5-9) (vgl. : 476).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenbereiche der Umwelt des Neuen Testaments und die Exegese der Apostelgeschichte ein.
2 Der Aufbau der jüdischen Gesellschaft: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Gruppierungen sowie die Hierarchie im Tempel zur Zeit Jesu.
3 Apostelgeschichte: Hier wird eine detaillierte Exegese der Abschiedsrede von Paulus in Milet (Apg 20,18-38) durchgeführt.
4 Reflexion: Der Autor zieht Schlussfolgerungen für die heutige Zeit und reflektiert die Rolle der Leiterschaft.
5 Lektüre: Eine persönliche Bewertung des Studienbuchs von Bill Arnold zur Apostelgeschichte.
Schlüsselwörter
Apostelgeschichte, Paulus, Gemeinde, Älteste, Hirtenamt, Irrlehre, Milet, Exegese, Judentum, Tempelhierarchie, Gottesfürchtige, Pharisäer, Sadduzäer, Zeloten, Leiterschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der gesellschaftlichen Strukturen im jüdischen Umfeld des Neuen Testaments und einer exegetischen Untersuchung der Abschiedsrede des Apostels Paulus in der Apostelgeschichte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Erforschung jüdischer Gruppierungen (z.B. Pharisäer, Sadduzäer), der hierarchischen Struktur im Tempel sowie einer theologischen Exegese von Apostelgeschichte 20,18-38.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die von Paulus in seiner Abschiedsrede benannten Gefahren für die Gemeinde zu identifizieren und deren Relevanz für moderne Gemeinden zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine angewandte Exegese nach akademischen Standards durchgeführt, inklusive eines Übersetzungsvergleichs und einer Kontextanalyse auf drei Ebenen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine soziologische Untersuchung der damaligen jüdischen Gesellschaft und eine tiefgehende, versweise Auslegung der Miletrede des Paulus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Apostelgeschichte, Paulus, Gemeinde, Hirtenamt, Irrlehre und Leiterschaft.
Warum spielt das "Hirten- und Wolfsbild" eine zentrale Rolle?
Das Bild illustriert die Verantwortung der Ältesten zum Schutz der Gemeinde vor inneren wie äußeren, zerstörerischen Einflüssen durch falsche Lehre.
Was bedeutet das "Milet-Szenario" für heutige Leiter?
Es dient als Stabsübergabe und Mahnung, dass Leiter eine moralische und lehrmäßige Verantwortung für die Stabilität und Reinheit der Gemeinde tragen.
- Quote paper
- Lorenzo Schweingruber (Author), 2020, Exegese der Apostelgeschichte 20,18-38. "Wölfe und Schafe", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/992382