Das Ziel dieser Arbeit ist, die nutzerbasierte Zahlungsbereitschaft des Kunden der Küchenhelfer GmbH zu diesen Online-Services zu analysieren. Die vorgegebene Fragestellung des Unternehmen lautet hierbei: "Wie hoch wird die Zahlungsbereitschaft der Kunden in Bezug auf die Nutzung der Online-Services sein?"
Aufgrund der theoretischen Grundlagen im zweiten Kapitel wird die oben genannte Frage in zwei Forschungsfragen unterteilt. Das folgende Kapitel stellt besonders die digitalen Geschäftsmodelle und deren Preisgestaltung in den Vordergrund. In Kapitel drei werden diese Grundlagen auf das bereits dargestellte Praxisbeispiel angewandt und die empirische Forschungsmethode wird gewählt. In diesem Fall wird eine Online-Kundenbefragung durchgeführt. Mittels eines Strukturbaums wird der ideale Fragebogen erstellt. Das vierte Kapitel stellt die Chancen und Risiken, sowie die Datenauswertung dieser Forschungsmethode in den Mittelpunkt. Hierbei wird erarbeitet, durch welche Auswertungs- und Aufbereitungsmethoden die Ergebnisse am besten für die Beantwortung der Forschungsfragen genutzt werden können. Abschließend wird die Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf den Vorteil der Kundennutzen-basierten Zahlungsbereitschaft gegeben. Hierbei wird zusätzlich eine kritische Reflektion der empirischen Forschungsmethoden durch die Autorin durchgeführt. Eine tatsächliche Durchführung der Befragung ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Die Digitalisierung als Treiber für ein neues Geschäftsmodell der Küchenhelfer GmbH
1.2 Gang der Untersuchung
2 Kundennutzenbasierte Preisstrategien in der digitalen Ökonomie
2.1 Grundzüge der Digitalen Ökonomie
2.1.1 Geschäftsmodelle in der Digitalen Ökonomie
2.1.2 Eigenschaften digitaler Produkte
2.2 Preisstrategien für digitale Produkte
2.2.1 Preisstrategien als marktpolitisches Instrument
2.2.2 Kundennutzenbasierte Preisstrategie
2.2.3 Zahlungsbereitschaft der Kunden
2.3 Forschungsfragen
2.4 Zusammenfassung
3 Kundenbefragung zur Nutzerbasierten Zahlungsbereitschaft der Kunden der Küchenhelfer GmbH
3.1 Geschäftsmodell der Küchenhelfer GmbH
3.2 Gütekriterien der empirischen Forschung
3.3 Strukturbaum zur Fragenbogenerschließung
3.4 Fragebogengestaltung
3.4.1 Erfolgsfaktoren
3.4.2 Fragebogen zur Kundenbefragung für die Küchenhelfer GmbH
3.5 Planung der Befragung
4 Vor- und Nachteile der Online-Befragung und mögliche Datenauswertung
4.1 Chancen und Risiken der Forschungsmethode
4.2 Datenauswertungs- und Verwendungsmöglichkeiten
4.3 Reflektion der Gültigkeit der empirischen Forschungsmethode
5 Nutzerbasierte Preisstrategie als Win-Win-Situation
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial einer nutzerbasierten Preisstrategie für die neu entwickelte intelligente Küchenmaschine der Küchenhelfer GmbH. Ziel ist es, durch die Analyse der Zahlungsbereitschaft der Kunden in Bezug auf zusätzliche digitale Online-Services eine fundierte Grundlage für die zukünftige Preisgestaltung zu schaffen.
- Analyse digitaler Geschäftsmodelle und deren spezifischer Preisstrategien.
- Erstellung eines methodischen Konzepts für eine Online-Kundenbefragung.
- Operationalisierung des Konstrukts "nutzerbasierte Zahlungsbereitschaft".
- Bewertung von Chancen und Risiken der Online-Forschungsmethode.
- Ableitung von Empfehlungen zur Auswertung von Kundendaten in der digitalen Ökonomie.
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Eigenschaften digitaler Produkte
Die durch die Digitalisierung neu entstandenen Produkte zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus.
1. Unzerstörbarkeit: Diese Eigenschaft besteht durch die fehlende physische Existenz des Gutes und der somit fehlende Abnutzung. Die Qualität des Gutes (z. B. Song im mp3-Format) bleibt jederzeit bestehen.
2. Veränderbarkeit: Durch die Vernetzung des Gutes (z. B. Android-Software) kann das Gut einfach und regelmäßig verändert werden (Updates), um es an die veränderte Kundenerwartung anzupassen.
3. Reproduzierbarkeit: Diese Fähigkeit nimmt großen Einfluss auf die Kostenstruktur eines digitalen Produkts. Durch die einfache und kostengünstige Vervielfältigungsmöglichkeit lassen sich digitale Güter beinahe unendlich reproduzieren. Diese Eigenschaft geht jedoch auch mit dem Problem der unautorisierten Vervielfältigung (z. B. Raubkopien von Filmen) einher.
Die Kostenstruktur digitaler Güter zeichnet sich nach Clement und Schreiber durch sehr geringe Grenzkosten (GKDigital) aus. Zwar gibt es zunächst hohe Initialkosten, jedoch gehen die variablen Kosten gegen Null und durch eine hohe Anzahl an Vervielfältigung (Reproduzierbarkeit) ergeben sich Skaleneffekte. Bei Initialkosten entstehen auch sog. „Sunk Costs“ (engl. Versunkene Kosten), welche bei Scheitern des Produkts/ Unternehmens nicht wieder zurückerlangt werden. Z. B. ein Film verkauft sich nicht gut, es wurden jedoch bereits viele DVDs erstellt. Diese DVDs können nicht weiterverkauft oder wiederverwendet werden.
Durch die Vernetzung verschiedener Geschäftsfelder (Kapitel 2.1.1) ist es bei digitalen Gütern schwierig zwischen Produkten und Dienstleistungen zu unterscheiden. Oftmals gehen Produkte wie z. B. Software mit einem Service einher (SaaS- Software as a Service) besonders im Bereich der Cloud-Software (z. B. Office365 von Microsoft).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Digitalisierung für die Küchenhelfer GmbH und definiert das Ziel, die Zahlungsbereitschaft der Kunden für neue Online-Services zu ermitteln.
2 Kundennutzenbasierte Preisstrategien in der digitalen Ökonomie: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten digitaler Produkte und stellt theoretische Konzepte vor, wie kundennutzenbasierte Preisstrategien zur Gewinnmaximierung und Kundenbindung beitragen können.
3 Kundenbefragung zur Nutzerbasierten Zahlungsbereitschaft der Kunden der Küchenhelfer GmbH: Hier wird das theoretische Wissen auf die konkrete Situation der Küchenhelfer GmbH übertragen und ein strukturierter Plan für eine empirische Kundenbefragung entwickelt.
4 Vor- und Nachteile der Online-Befragung und mögliche Datenauswertung: Das Kapitel reflektiert die methodischen Stärken und Schwächen von Online-Befragungen und gibt Empfehlungen zur statistischen Aufbereitung und Analyse der erhobenen Daten.
5 Nutzerbasierte Preisstrategie als Win-Win-Situation: Die Zusammenfassung verdeutlicht, wie durch eine gezielte datenbasierte Preisgestaltung sowohl die Kundenzufriedenheit als auch der Unternehmenserfolg nachhaltig gesteigert werden können.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Küchenhelfer GmbH, Preisstrategie, Kundennutzen, Zahlungsbereitschaft, Online-Services, Geschäftsmodell, Empirische Forschung, Kundenbefragung, Online-Befragung, Datenauswertung, Customer Lifetime Value, Kostenstruktur, Digitale Ökonomie, Preisgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie die Küchenhelfer GmbH ihr Geschäftsmodell im Zuge der Digitalisierung anpassen kann, um durch eine nutzerbasierte Preisstrategie die Zahlungsbereitschaft ihrer Kunden für neue digitale Online-Services zu erschließen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Digitalen Ökonomie, die Eigenschaften digitaler Produkte, moderne Preisstrategien wie "Value-Based Pricing" und die Methodik der empirischen Datenerhebung mittels Online-Befragungen.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und in welcher Höhe Kunden der Küchenhelfer GmbH bereit sind, für zusätzliche Online-Services zu bezahlen, die in Verbindung mit einer neuen intelligenten Küchenmaschine stehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine empirische Forschungsmethode in Form einer Online-Kundenbefragung konzipiert. Zur Sicherstellung der wissenschaftlichen Gültigkeit werden ein Strukturbaum zur Operationalisierung sowie Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Preisstrategien und eine praktische Anwendung, in der ein Fragebogen entworfen, Chancen und Risiken der Methode diskutiert und Empfehlungen zur Auswertung (z.B. mittels Regressionsanalysen) gegeben werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Digitale Transformation, Kundennutzen, Zahlungsbereitschaft, Preisstrategie, empirische Forschung und Online-Befragung charakterisieren.
Warum ist eine Online-Befragung für dieses spezielle Vorhaben geeignet?
Aufgrund der benötigten digitalen Affinität der Zielgruppe ist eine Online-Befragung ideal, da sie eine hohe Reichweite erzielt, kostengünstiger ist und eine systematische sowie schnelle Datenauswertung ermöglicht.
Welche Rolle spielt das neue Geschäftsmodell der Küchenhelfer GmbH für die Preisstrategie?
Das neue Modell, bei dem die smarte Küchenmaschine gemietet wird und für Zusatzdienste Gebühren anfallen, ermöglicht eine individualisierte Preisgestaltung basierend auf dem spezifischen Nutzen des jeweiligen Kunden.
Wie soll das Risiko der geringen Teilnahmequote bei der Umfrage minimiert werden?
Durch den Einsatz von Anreizen (Incentives), wie der Verlosung von Gutscheinen für die kostenlose Nutzung der Küchenmaschine, soll ein Anreiz geschaffen werden, der die gesamte Kundengruppe anspricht und die Rücklaufquote erhöht.
- Arbeit zitieren
- Alexandra Erhard (Autor:in), 2020, Nutzerbasierte Zahlungsbereitschaft in der digitalen Ökonomie am Beispiel der Küchenhelfer GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/990100