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Der Einfluss von Tätowierungen auf die Persönlichkeitsbeurteilung. Eine Untersuchung

Titel: Der Einfluss von Tätowierungen auf die Persönlichkeitsbeurteilung. Eine Untersuchung

Hausarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Kleis (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Studie wird untersucht, ob das Vorhandensein einer Tätowierung die Beurteilung der Persönlichkeit beeinflusst. Dem Stereotypen-Ansatz zufolge sollten tätowierte Personen hinsichtlich bestimmter Persönlichkeitsmerkmale negativer beurteilt werden als nicht-tätowierte Personen. Diese Effekte werden vor allem bei der Beurteilung von tätowierten Frauen erwartet, da Tattoos historisch bedingt stärker mit Männern assoziiert werden. Dem Ingroup Bias folgend sollten Versuchsteilnehmer, die selbst ein Tattoo besitzen, tätowierte Fotomodelle positiver beurteilen als nicht-tätowierte Versuchsteilnehmer.

285 Personen nahmen an einer Online-Befragung teil. Sie sollten eines von acht möglichen Fotomodellen hinsichtlich verschiedener Persönlichkeitsmerkmale beurteilen, wobei zwischen allgemeinen und geschlechtsspezifischen Eigenschaften unterschieden wurde. Als Fotomodelle dienten zwei Frauen und zwei Männer, die je einmal mit Arm- oder Brust-Tattoo und einmal ohne Tattoo abgebildet wurden.

Wie sich nach Auswertung der Ergebnisse zeigte, gab es keine signifikanten Unterschiede bei der Bewertung von tätowierten und nicht-tätowierten Personen. Auch geschlechterspezifische Unterschiede konnten nicht nachgewiesen werden. Einzig für den Ingroup Bias zeigte sich, dass tätowierte Teilnehmer tätowierte Modelle für sympathischer hielten als Nicht-Tätowierte. Mögliche Gründe für diese Ergebnisse werden diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretischer und empirischer Hintergrund

2. Methode

2.1 Stichprobe

2.2 Material

2.3 Versuchsdurchführung

2.4 Versuchsplan

3. Ergebnisse

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Untersuchung erforscht den Einfluss von sichtbaren Tätowierungen (an Arm oder Brust) auf die Beurteilung der Persönlichkeit durch Dritte. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob tätowierte Personen aufgrund bestehender Stereotype negativer bewertet werden, ob geschlechtsspezifische Unterschiede bei dieser Beurteilung vorliegen und ob ein sogenannter „Ingroup Bias“ bei tätowierten Befragten auftritt.

  • Analyse von Stereotypen in Bezug auf tätowierte Personen
  • Untersuchung von geschlechtsspezifischen Wahrnehmungseffekten
  • Testung des Ingroup Bias bei tätowierten Versuchsteilnehmern
  • Experimentelle Variation von Tätowierungen (Arm/Brust) vs. Nicht-Tätowierung
  • Evaluation verschiedener Persönlichkeitsmerkmale mittels Online-Befragung

Auszug aus dem Buch

1. Theoretischer und empirischer Hintergrund

Laut einer Umfrage der Online-Plattform statista.com im Jahr 2017 ist jeder vierte deutsche Erwachsene tätowiert. 21 Prozent der Bevölkerung denken darüber nach, sich in Zukunft ein Tattoo zuzulegen (Nier, 2017). Man kann aufgrund ihrer zunehmenden Verbreitung also behaupten, dass die Beliebtheit von Tattoos in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Der Körperschmuck ist zum Trend und Ausdruck der eigenen Individualität geworden. In den westlichen Ländern sind besonders junge Menschen häufig tätowiert (Stieger, Pietschnig, Kastner, Voracek & Swami, 2010).

Einst jedoch waren Tätowierungen nach den Darstellungen von Burgess und Clark (2010) ausschließlich negativ konnotiert: Als Captain James Cook Mitte des 18. Jahrhunderts von den Pazifischen Inseln mit tätowierten Einheimischen nach England zurückkehrte, wurden diese in öffentlichen Ausstellungen zur Schau gestellt. Ihre Tattoos, die in der westlichen Welt zuvor nicht bekannt waren, galten als unzivilisiert und primitiv. Im Verlauf der Geschichte eigneten sich auch Kriminelle der Unterschicht Tattoos an, um damit ihre begangenen Straftaten wie zum Beispiel Morde darzustellen. Auch gesellschaftliche, vor allem männliche Randgruppen wie Gefängnisinsassen und Gangmitglieder ließen sich tätowieren, weshalb Tattoos als Zeichen von abweichendem Verhalten angesehen wurden und ein neues Stereotyp entstand (vgl. Burgess et al., 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung und die moderne Verbreitung von Tätowierungen sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen Stereotype und psychologischen Theorien wie den Ingroup Bias.

2. Methode: Hier wird das experimentelle Studiendesign beschrieben, welches eine Online-Befragung von 285 Personen umfasst, die Fotomodelle mit und ohne Tattoos anhand verschiedener Persönlichkeitsmerkmale bewerteten.

3. Ergebnisse: Die statistische Auswertung zeigt, dass entgegen der Hypothesen keine negativen Effekte durch Tätowierungen auf die Persönlichkeitsbeurteilung nachweisbar waren und auch keine geschlechtsspezifischen Unterschiede auftraten.

4. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, hinterfragt den Widerspruch zu früheren Studien aufgrund der unterschiedlichen Tattoo-Platzierungen (Körper vs. Gesicht) und diskutiert den Wandel von Geschlechterrollen in der modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Tätowierungen, Persönlichkeitsbeurteilung, Stereotype, Ingroup Bias, Geschlechterrollen, Psychologie, Online-Befragung, Attribution, Sozialpsychologie, Körperschmuck, Tattoo-Effekt, Wahrnehmungspsychologie, empirische Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob das Tragen von sichtbaren Tätowierungen am Arm oder auf der Brust die Wahrnehmung und Beurteilung der Persönlichkeit eines Menschen negativ beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkung von Körperschmuck auf soziale Stereotype, der Bedeutung von Geschlechterrollen bei der Wahrnehmung und der Theorie des Ingroup Bias.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu prüfen, ob Menschen mit Tätowierungen aufgrund historisch gewachsener Vorurteile von Mitmenschen negativer eingeschätzt werden als nicht-tätowierte Personen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein dreifaktorielles experimentelles Design in einer Online-Befragung mit 285 Probanden angewendet, bei dem die Auswirkungen der Variablen „Tätowierung“, „Geschlecht“ und „Art der Tätowierung“ statistisch analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Hypothesen, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens inklusive Stimulusmaterial sowie die Auswertung der erhobenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Schlagworte sind Tätowierungen, Stereotype, Persönlichkeitsbeurteilung, Ingroup Bias und der Wandel gesellschaftlicher Geschlechterrollen.

Warum konnte kein negativer Effekt durch Tattoos nachgewiesen werden?

Die Autoren vermuten, dass die verwendeten Arm- und Brusttätowierungen weniger stark stigmatisiert sind als Gesichtstätowierungen, die in früheren Studien oft für negative Ergebnisse sorgten.

Welche Bedeutung hat der Ingroup Bias in dieser Studie?

Der Ingroup Bias bestätigte sich insofern, als tätowierte Versuchsteilnehmer andere tätowierte Personen als sympathischer bewerteten als Nicht-Tätowierte dies taten.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss von Tätowierungen auf die Persönlichkeitsbeurteilung. Eine Untersuchung
Hochschule
Universität Passau
Note
1,0
Autor
Julia Kleis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V989232
ISBN (eBook)
9783346348418
ISBN (Buch)
9783346348425
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss tätowierungen persönlichkeitsbeurteilung eine untersuchung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Kleis (Autor:in), 2018, Der Einfluss von Tätowierungen auf die Persönlichkeitsbeurteilung. Eine Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/989232
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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