Diese Einsendeaufgabe aus dem Bereich Psychologie befasst sich mit dem Thema wissenschaftliches Arbeiten. Zunächst wird der Attributionsprozess sowie die Attribution im Leistungssport erläutert. Anschließend wird auf die Gruppenforschung und die unterschiedlichen Abgrenzungen eingegangen. Das letzte Kapitel behandelt das Thema der qualitativen Fallauswahl (qualitative Stichprobe).
In einem Attributionsprozess steht das “Warum“ im Mittelpunkt. Es kommt zur Analyse, warum etwas passiert ist, wie es passiert ist (=Ursachenforschung). Essenziell dafür sind Kontrollkognitionen, das sind Gedanken und Handlungen von Personen deren Konzentration auf Kontrolle gerichtet ist.
Die lateinische Bezeichnung für Attribution lautet „attribuere“ was im Deutschen mit „zuschreiben“ gleichgesetzt wird. Im Fokus dabei ist das Verhalten der Personen auf psychologische Ereignisse und Sachverhalte. Der Mittelpunkt der attributionalen Theorien befasst sich mit den Auswirkungen erfahrener Attributionen auf Motivation, Erleben und Verhalten.
Inhaltsverzeichnis
1.Attribution
2. Gruppenforschung
3. Qualitative Fallauswahl
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit setzt sich mit zentralen Konzepten des wissenschaftlichen Arbeitens in der Psychologie auseinander, insbesondere mit der theoretischen Einordnung von Attributionsprozessen, der Methodik der Gruppenforschung sowie den Verfahren der qualitativen Fallauswahl und Stichprobenbildung.
- Grundlegende Mechanismen der Attributionstheorie nach Weiner.
- Anwendung von Attributionen im Kontext des Leistungssports.
- Methodische Abgrenzung und Durchführung von Gruppendiskussionen und Fokusgruppen.
- Strategien und Herausforderungen der qualitativen Fallauswahl.
- Güte und Validierung in der qualitativen Sozialforschung.
Auszug aus dem Buch
Attributionsprozess
In einem Attributionsprozess steht das “Warum“ im Mittelpunkt. Es kommt zur Analyse, warum etwas passiert ist, wie es passiert ist (=Ursachenforschung). Essenziell dafür sind Kontrollkognitionen, das sind Gedanken und Handlungen von Personen deren Konzentration auf Kontrolle gerichtet ist. Auch der Einfluss von Attribution auf Emotion, Motivation und Verhalten ist Teil der Untersuchung.1 Die lateinische Bezeichnung für Attribution lautet „attribuere“ was im Deutschen mit „zuschreiben“ gleichgesetzt wird. Im Fokus dabei ist das Verhalten der Personen auf psychologische Ereignisse und Sachverhalte.
Beispiel für ein Verhalten, auf das 2 unterschiedliche Reaktionen folgen: Eine Person erzählt von ihren Problemen. Person A reagiert darauf, indem er diese Person bemitleidet. Person B reagiert darauf, indem er der Person Lösungsvorschläge macht. Es gibt zwei unterschiedliche Theorien innerhalb der Attributionsforschung, nämlich die Attributionstheorie und die attributionalen Theorien. Der Schwerpunkt der Attributionstheorien liegt vordergründig auf das Zustandekommen von Attributionen. Dabei wird eruiert welche Voraussetzungen (Informationen, Mechanismen, Wissensbestände, Prozesse) es benötigt, um einen psychologischen Sachverhalt einer Ursache zu attestieren. Der Mittelpunkt der attributionalen Theorien befasst sich mit den Auswirkungen erfahrener Attributionen auf Motivation, Erleben und Verhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Attribution: Dieses Kapitel erläutert den psychologischen Attributionsprozess, unterscheidet zwischen Attributionstheorie und attributionalen Theorien und beleuchtet die Bedeutung von Ursachenzuschreibungen sowie deren Anwendung im Leistungssport.
2. Gruppenforschung: Hier werden verschiedene Techniken der qualitativen Gruppendiskussion und Fokusgruppen definiert, ihr methodischer Ablauf beschrieben und deren Nutzen für die Markt- und Sozialforschung aufgezeigt.
3. Qualitative Fallauswahl: Dieses Kapitel behandelt die methodische Begründung der Stichprobenwahl in der qualitativen Forschung, den Unterschied zur quantitativen Repräsentativität und erläutert diverse Auswahlstrategien und Validierungstechniken.
Schlüsselwörter
Attribution, Attributionstheorie, Leistungsmotivation, Gruppenforschung, Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Qualitative Fallauswahl, Stichprobe, Repräsentativität, Validierung, Ursachenforschung, Kontrollkognitionen, Sozialforschung, Marktforschung, Fallstudie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt grundlegende Konzepte und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens im Bereich der Psychologie, speziell in Bezug auf soziale Kognition und qualitative Datenerhebung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Attributionsforschung, die Gruppendiskussion als qualitative Erhebungsmethode und die Prinzipien der qualitativen Stichprobenauswahl.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Verständnisses für psychologische Prozesse der Ursachenzuschreibung sowie für die methodische Durchführung und Planung qualitativer Forschungsdesigns.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf qualitative Methoden, insbesondere Gruppendiskussionen, Fokusgruppen und verschiedene Ansätze der bewussten Fallauswahl (Stichprobenziehung).
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden der Attributionsprozess nach Weiner, die Phasen und Rahmenbedingungen einer Gruppendiskussion sowie die Kriterien für eine qualitative Fallauswahl (inklusive der Kritik an Repräsentativität) erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Attribution, Gruppenforschung, Fokusgruppen, qualitative Stichproben, Validität, Ursachenforschung und Datenerhebung.
Welche Rolle spielt die Attribution im Leistungssport?
Attributionen dienen im Leistungssport als Indikatoren für Motivation und Erfolg; Sportler führen ihre Leistungen dabei auf kontrollierbare oder unkontrollierbare Faktoren wie Training, Talent oder Glück zurück.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "fixen" und "flexiblen" Arten der Fallauswahl wichtig?
Diese Unterscheidung ist methodisch relevant, da sie bestimmt, ob Kriterien bereits vorab festgelegt werden oder sich erst im Laufe des Forschungsprozesses entwickeln, was die Flexibilität und das Forschungsdesign maßgeblich beeinflusst.
Was ist das Ziel des "member checking"?
Das "member checking" dient der kommunikativen Validierung, bei der Forschungsergebnisse mit den Teilnehmern besprochen werden, um Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu minimieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Wissenschaftliches Arbeiten. Attributionsprozess, Gruppenforschung, qualitative Fallauswahl, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/988481