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Kompetenzentwicklung der Patientenberatung und Patientenedukation innerhalb der dreijährigen NotfallsanitäterInnen-Ausbildung

Titel: Kompetenzentwicklung der Patientenberatung und Patientenedukation innerhalb der dreijährigen NotfallsanitäterInnen-Ausbildung

Hausarbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Franke (Autor:in)

Gesundheitswissenschaften - Gesundheitspädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird auf die Inhalte sowie den Umfang der dreijährigen Notfallsanitäter/innen Ausbildung näher eingegangen, um festzustellen wie intensiv auf die späteren Beratungssituationen vorbereitet wird. Im ersten Schritt erfolgt eine Erklärung der Begriffe Patientenberatung und Patientenedukation. Unter Punkt 3 wird anhand eines Einsatzbeispiels der Rettungswache Teltow aus dem Jahr 2016 den Lesern der Einstieg in das Thema erleichtert und die Notwendigkeit von Beratungskompetenzen verdeutlicht. Folgend werden unter Punkt 4 die Inhalte der Notfallsanitäter/innen Ausbildung auf die Vermittlung, Prüfung und Förderung von Patientenberatungs-, Patientenedukations- und Kommunikationsfertigkeiten untersucht. Um die Inhalte analysieren zu können, werden 3 unter Punkt 5 das Notfallsanitätergesetz, die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie ein sich in Anwendung befindliches Curriculum als Untersuchungsgegenstände genutzt. Abschließend folgt eine kurze Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse sowie ein eigenes Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung: Patientenberatung / Patientenedukation

2.1 Patientenberatung / Beratung

2.2 Patientenedukation

3. Einsatzbeispiel mit geforderten Beratungskompetenzen

4. Inhaltliche Untersuchung der Notfallsanitäter/innen Ausbildung im Rahmen von Patientenberatung und Patientenedukation

4.1. Notfallsanitätergesetz

4.2. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

4.3. Notfallsanitäter Curriculum

5. Zusammenfassung

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit die aktuelle dreijährige Notfallsanitäter/innen-Ausbildung in Deutschland die notwendigen Kompetenzen für eine professionelle Patientenberatung und Patientenedukation vermittelt, um dem Bedarf in der notfallmedizinischen Praxis gerecht zu werden.

  • Analyse der gesetzlichen und curricularen Anforderungen an die Beratungskompetenz in der Notfallrettung.
  • Darstellung der Relevanz edukativer und supportiver Maßnahmen bei Notfalleinsätzen.
  • Untersuchung von Lerninhalten zur Patientenberatung im Rahmen der Notfallsanitäter/innen-Ausbildung.
  • Evaluation der praktischen Anwendung von Beratungskompetenzen anhand eines COPD-Einsatzbeispiels.

Auszug aus dem Buch

3. Einsatzbeispiel mit geforderten Beratungskompetenzen

In dem beschriebenen Einsatzbeispiel handelt es sich um einen Patienten, der auf Grund einer bestehenden chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auf einen Notfallrespirator oder Bronchodilatator angewiesen ist. „COPD-Patienten/innen mit akuter Exazerbation erhalten als Bronchodilatator vorzugsweise kurwirksame Beta-2-Sympathomimetika, ggf. in Kombination mit kurzwirksamen Anticholinergika“ (Dreher & Müller, 2020), wie z.B. Salbutamol. Die anfallsartigen Verschlechterungen dieser Erkrankung werden als Exazerbation bezeichnet. Ähnlich wie bei Asthma Patienten/innen, kommt es auch hier zu einer leichten bis schweren Luftnot, die meist akut auftritt. Die Atembeschwerden sind zum Anfang wenig bedrohlich, führen aber ohne die richtigen Handlungen und Entscheidungen schnell zu einem tatsächlich lebensbedrohlichen Verlauf.

Der Patient aus dem beschriebenen Beispiel alarmierte den Rettungsdienst wegen der Verschlechterung der Atembeschwerden trotz Einnahme des Notfallmedikaments mittels Notfallrespirator. Nach dem Eintreffen am Einsatzort und einer kurzen Untersuchung des Patienten stellte sich heraus, dass keine Wirkung nachweisbar war, die auf die Einnahme des Notfallmedikaments hingedeutet hätte. Vor Ort präsentierte der Patient die Einnahme des Medikaments in Form einer durchgeführten Anwendung. Es war zu beobachten, dass sich der Patient das Medikament in den Mundraum sprühte und es anschließend runterschluckte. Die Beobachtungen wurden in einer folgenden verbalen Durchführungsbeschreibung des Patienten bestätigt. Für eine suffiziente und gezielte Wirkung an den verantwortlichen anatomischen Strukturen soll die Einnahme des Medikaments laut Gebrauchsinformation inhalativ erfolgen. (Ratiopharm, 2017) Die fehlerhafte Benutzung des Notfallrespirators führt zu einer geringeren oder komplett ausbleibenden Wirkung und somit zu keiner Besserung des Zustandes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz edukativer Unterstützung durch Notfallsanitäter/innen bei notfallunspezifischen Einsätzen und definiert den Untersuchungsrahmen der Arbeit.

2. Begriffserklärung: Patientenberatung / Patientenedukation: Dieses Kapitel differenziert die beiden zentralen Begriffe und ordnet sie als kommunikative Interventionsstrategien zur Förderung der Gesundheitskompetenz ein.

3. Einsatzbeispiel mit geforderten Beratungskompetenzen: Anhand eines COPD-Falls wird illustriert, wie mangelnde Beratung zur fehlerhaften Medikamentenanwendung und damit zu vermeidbaren Notfalleinsätzen führen kann.

4. Inhaltliche Untersuchung der Notfallsanitäter/innen Ausbildung im Rahmen von Patientenberatung und Patientenedukation: Hier werden das NotSanG, die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie ein Curriculum auf ihre spezifischen Inhalte zur Vermittlung von Beratungskompetenzen geprüft.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Beratungskompetenz zwar in der Ausbildung verankert ist, aber aufgrund föderaler Unterschiede kein bundeseinheitlicher Standard existiert.

6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Anforderungen an das Personal hoch sind, die Ausbildung in der Theorie jedoch Defizite bei der praktischen Förderung dieser Kompetenzen aufweist.

Schlüsselwörter

Notfallsanitäter, Patientenberatung, Patientenedukation, Gesundheitskompetenz, Notfallmedizin, Ausbildung, Rettungsdienst, COPD, Beratungskompetenz, Kommunikation, Prävention, Compliance, NotSanG, Curriculum, Gesundheitsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Vermittlung von Patientenberatungs- und Patientenedukationskompetenzen innerhalb der Ausbildung von Notfallsanitäter/innen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der rechtlichen Ausbildungsgrundlagen, der Bedeutung edukativer Unterstützung im Rettungsdienst sowie der praktischen Notwendigkeit von Beratung zur Vermeidung von Fehlapplikationen bei Medikamenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist festzustellen, wie intensiv die dreijährige Ausbildung auf die in der Praxis auftretenden Beratungssituationen vorbereitet und welche curricularen Inhalte dafür existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine inhaltliche Untersuchung und Analyse bestehender gesetzlicher Rahmenbedingungen, Verordnungen und beispielhafter Curricula.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Notfallsanitätergesetz, die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie das Baden-Württemberger Modell-Curriculum hinsichtlich der Vermittlung von Kommunikations- und Beratungsfertigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Notfallsanitäter, Patientenberatung, Patientenedukation, Notfallmedizin und Ausbildungskompetenzen.

Welche Rolle spielt das angeführte Einsatzbeispiel mit dem COPD-Patienten?

Das Beispiel dient dazu, die drastischen Folgen mangelnder Beratungskompetenz (falsche Inhalationstechnik) zu veranschaulichen und die Relevanz der Edukation durch Rettungsdienstpersonal praxisnah zu verdeutlichen.

Warum wird im Fazit die "generalistische Pflegeausbildung" erwähnt?

Der Vergleich dient dazu, den unterschiedlichen Stellenwert und die curricular stärkere Verankerung der Patientenedukation in anderen Gesundheitsberufen im Gegensatz zum Rettungsdienst aufzuzeigen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Ausbildungssituation?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Ausbildung zwar theoretische Grundlagen bietet, die praktische Förderung und Prüfung dieser Kompetenzen jedoch unzureichend implementiert ist.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kompetenzentwicklung der Patientenberatung und Patientenedukation innerhalb der dreijährigen NotfallsanitäterInnen-Ausbildung
Note
1,3
Autor
Alexander Franke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V985569
ISBN (eBook)
9783346345875
ISBN (Buch)
9783346345882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kompetenzentwicklung patientenberatung patientenedukation notfallsanitäterinnen-ausbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Franke (Autor:in), 2020, Kompetenzentwicklung der Patientenberatung und Patientenedukation innerhalb der dreijährigen NotfallsanitäterInnen-Ausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/985569
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