Die Studienarbeit analysierte und bewertete aufgrund verschiedener Verfahren der psychologischen Diagnostik vier Bewerber für Studiengänge der Psychologie, Gesundheitspsychologie und Wirtschaftspsychologie an der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg. Zunächst wurde eine kurze Einleitung in die Thematik gegeben und die einzelnen angewandten Verfahren erläutert. Daraufhin wurden die vier Bewerber anhand der vorhandenen Daten analysiert und eine Empfehlung über eine Zusage oder Absage für das Studium gegeben. Hier konnten die Bewerber Albert Einstein, Marie Curie und Elon Musk überzeugen. Für Anna Freud jedoch wurde eine Absage empfohlen. Darauf folgten einige Empfehlungen, was die Auswahl der Verfahren angeht. Abgeschlossen wurde die Arbeit mit einem Ausblick bezüglich des Bewerbertages und des generellen Themas der psychologischen Diagnostik.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Konstrukte
2.1 Intelligenz-Struktur-Test-2000-Revision
2.2 Analyse des Schlussfolgernden und Kreativen Denkens
2.3 Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar
2.4 Deutschtest für die Personalauswahl
2.5 Englischtest für die Personalauswahl
2.6 Das diagnostische Interview
2.7 Fremdbeurteilung
3 Bewerberdiagnostik
3.1 Psychologisches Anforderungsprofil
3.2 Die vier Bewerber
3.2.1 Albert Einstein
3.2.2 Marie Curie
3.2.3 Elon Musk
3.2.4 Anna Freud
4 Verfahrensempfehlung
5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit verfolgt das Ziel, basierend auf Ergebnissen eines Bewerbertages an der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg, eine fundierte Auswahlentscheidung für vier Studienbewerber zu treffen und die eingesetzten diagnostischen Verfahren kritisch zu evaluieren.
- Analyse kognitiver Leistungsmerkmale mittels Intelligenz- und Konzentrationstests.
- Bewertung sprachlicher Kompetenzen in Deutsch und Englisch.
- Erfassung sozialer Kompetenzen und Persönlichkeitseigenschaften durch strukturierte Interviews und Fremdbeurteilungen.
- Kritische Reflexion der Eignungsdiagnostik im akademischen Kontext.
- Empfehlung von Optimierungsmöglichkeiten für das bestehende Auswahlverfahren.
Auszug aus dem Buch
2.1 Intelligenz-Struktur-Test-2000-Revision
„Der I-S-T 2000 R ist ein vielseitig einsetzbarer, ökonomischer Intelligenztest“ (Liepmann et al., 2007). Er soll mit dem Grundmodul die fluide Intelligenz und mit dem Erweiterungsmodul die kristalline Intelligenz erfassen (Schmidt-Atzert & Rauch, 2008). Theoretisch können mit diesem Test 11 Fähigkeiten erfasst werden, die die Autoren zur Intelligenz zählen (Liepmann et al., 2007). In dem Bewerberverfahren auf das sich in der vorliegenden Studienarbeit bezogen wird wurden aus dem Grundmodul drei der 11 Fähigkeiten getestet. Zur verbalen Intelligenz gab es eine Aufgabe bezüglich Analogien, welche 20 Items enthielt. Zur numerischen Intelligenz wurde ein Aufgabenbereich der Zahlenreihen mit 20 Items ausgewählt. Bezüglich der figuralen Intelligenz wählte man Figurenauswahl, auch mit 20 Items. Die einzelnen Skalen des I-S-T 2000 R weisen Reliabilitätswerte mit einem Cronbachs Alpha zwischen = .87 und = .97 auf (Liepmann et al., 2007). Dies weist auf eine verlässliche Messung und gute interne Konsistenz des Tests hin. Die Objektivität ist durch präzise Anweisungen, standardisiertes Testmaterial und diverse Normtabellen weitestgehend gegeben (Schmidt-Atzert & Rauch, 2008). Die Konstruktvalidität wird durch eine niedrige Korrelation mit dem d2 Konzentrationstest (r = 0.22) belegt (Schmidt-Atzert & Rauch, 2008).
Zur Auswahl der Aufgabenbereiche lässt sich fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, statt dem „Analogien“-Bereich den Aufgabenbereich Gemeinsamkeiten zu testen, da dieser mit einem Cronbachs Alpha von = .76 eine höhere Reliabilität aufweist und nur eine Minute mehr Bearbeitungszeit in Anspruch nimmt. Ähnliches lässt sich auch bezüglich der figuralen Intelligenz anmerken, da hier der Bereich der Würfelaufgabe“ mit = .80 eine bessere Reliabilität aufweist als der Aufgabenbereich Figurenauswahl. (Glas, 2017)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die psychologische Diagnostik und Erläuterung der Zielsetzung, vier Bewerber anhand standardisierter Verfahren für ein Studium zu bewerten.
2 Theoretische Konstrukte: Detaillierte Vorstellung der am Bewerbertag eingesetzten Testverfahren zur Erfassung von Intelligenz, Aufmerksamkeit, Sprachkompetenz, sozialem Verhalten und Persönlichkeit.
3 Bewerberdiagnostik: Erstellung eines Anforderungsprofils für Studierende und systematische Analyse der vier Kandidaten auf Basis ihrer Testergebnisse.
4 Verfahrensempfehlung: Kritische Würdigung der eingesetzten Instrumente und Vorschläge für alternative, effizientere diagnostische Verfahren.
5 Ausblick: Zusammenfassendes Fazit über das Auswahlverfahren der Hochschule und abschließende Empfehlungen zu den untersuchten Bewerbern.
Schlüsselwörter
Psychologische Diagnostik, Bewerberauswahl, Intelligenztest, I-S-T 2000 R, Personalauswahl, Anforderungsprofil, Eignungsdiagnostik, FAIR-2, Multimodales Interview, Fremdbeurteilung, Studieneignung, Reliabilität, Validität, Studienarbeit, Psychologiestudium.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert und bewertet vier Bewerber für verschiedene psychologische Bachelorstudiengänge an der SRH Hochschule Heidelberg im Rahmen eines standardisierten Auswahlverfahrens.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Sie umfasst die theoretischen Grundlagen diagnostischer Testverfahren, die Erstellung eines Anforderungsprofils für Studierende sowie die praktische Anwendung und Reflexion dieser Verfahren zur Entscheidungsfindung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, dem Arbeitgeber bzw. der Fakultät eine fundierte, datenbasierte Empfehlung für die Zusage oder Absage der vier Bewerber zu unterbreiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es kommen verschiedene eignungsdiagnostische Instrumente zum Einsatz, darunter der Intelligenz-Struktur-Test-2000-Revision, das Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar (FAIR-2), Sprachtests, strukturierte Interviews und Verhaltensbeobachtungen (Fremdbeurteilung).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Vorstellung der theoretischen Testkonstrukte, der Definition der Anforderungen an Psychologiestudierende und der detaillierten Auswertung der individuellen Testergebnisse der vier Bewerber.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Psychologische Diagnostik, Eignungsdiagnostik, I-S-T 2000 R, Anforderungsprofil und Personalauswahl geprägt.
Warum spielt das Anforderungsprofil für die Analyse eine wichtige Rolle?
Das Anforderungsprofil dient als unverzichtbare Grundlage, um die Ergebnisse der verschiedenen Testverfahren in Bezug auf die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen eines Psychologiestudiums zu gewichten und zu interpretieren.
Welchen Stellenwert nimmt das Interview im Gesamtprozess ein?
Das Interview wird als hochrelevant eingestuft, insbesondere zur Erhebung persönlicher Eigenschaften wie Studiermotivation, Belastbarkeit und realistischer Erwartungen, die durch rein kognitive Tests nicht abgedeckt werden.
Welche Empfehlung spricht der Autor für die Bewerber aus?
Der Autor empfiehlt eine Zusage für Albert Einstein, Marie Curie und Elon Musk, spricht sich jedoch für eine Absage bei Anna Freud aus.
Welche Verbesserungsvorschläge macht der Autor für den Auswahlprozess?
Der Autor schlägt unter anderem den Einsatz des Adaptive Intelligenz Diagnostikums (AID2) als Alternative zum ASK sowie die Implementierung einer Skala zur Erfassung der aktuellen Stimmung der Probanden vor, um Störvariablen zu minimieren.
- Arbeit zitieren
- Paul Schmid (Autor:in), 2016, Bewerberauswahl an der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/981162