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Selbstoptimierung und Bildung in Zeiten des Neoliberalismus

Ein Gefälle aus Macht und internationalen Lenkungen

Title: Selbstoptimierung und Bildung in Zeiten des Neoliberalismus

Term Paper , 2020 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melisa Seker (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology

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Summary Excerpt Details

Die methodische Vorgehensweise dieser Arbeit stützt sich vorerst auf eine Analyse zentraler Begriffe, woraufhin relevante bildungstheoretische Konzepte präsentiert werden, die für ein historisches Grundverständnis von (Selbst-)Bildung und Selbstoptimierung sorgen. Der darauffolgende Hauptteil widmet sich der Selbstoptimierung in neoliberalen Zeiten. Dabei werden die eminentesten Charakteristika des Neoliberalismus referiert, woraufhin der Bezug zur Selbstoptimierung hergestellt wird.

Anschließend geht es verschärft um das Subjekt, die sich zu einem leistungsgeforderten Subjekt transformiert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer Subjekt-Macht-Analyse. Die thematische Auseinandersetzung soll beweisend aufzeigen, inwiefern der neoliberale Ordnungsrahmen die gesellschaftlichen Strukturen und Anforderungen an Individuen verändert hat. Vor diesem Hintergrund soll ausgewiesen aufgezeigt werden, dass Selbstoptimierung als Voraussetzung in neoliberalen Herrschaftszeiten gilt und in ein Gefälle aus Macht und intentionalen Führungen verstrickt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse wichtiger Begriffe

2.1 Selbstoptimierung und Quantified-Self

2.2 Enhancement

3. Bildung und Optimierung- ein Blick in die Vergangenheit

3.1 Giovanni Pico della Mirandola- „über die Würde des Menschen“

3.2 Wilhelm von Humboldt- Bildung als Menschenwerdung

4. Neoliberalismus und Selbstoptimierung

4.1 Das neoliberale Paradigma in ihren Grundzügen

4.2 Selbstoptimierung als neoliberales Prinzip

5. Die Machtausübung auf das leistungsgeforderte Subjekt

5.1. Das Subjekt und die Macht

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Selbstoptimierung im Kontext des neoliberalen Zeitgeistes und analysiert, wie diese Praktiken in ein Gefälle aus Macht und intentionalen Lenkungen eingebettet sind. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Strukturen das Individuum zu einem „leistungsgeforderten Subjekt“ transformieren.

  • Historische Einordnung von (Selbst-)Bildung und Selbstoptimierung.
  • Analyse des neoliberalen Paradigmas und seiner Auswirkungen auf die Lebensgestaltung.
  • Untersuchung des Konzepts „Quantified-Self“ als Instrument der Selbstvermessung.
  • Machttheoretische Analyse nach Foucault zur Subjektformung.
  • Die Transformation des Individuums zum „unternehmerischen Selbst“.

Auszug aus dem Buch

2.1 Selbstoptimierung und Quantified-Self

Ableitend vom lateinischen „optimus“ („Beste/r“, „Hervorragendste/r“) beschreibt Selbstoptimierung eine allgemeingültige und fortwährende Verbesserung des Selbst, wobei die bestmögliche und vollendete Selbstversion angezielt wird. „Selbstoptimierung verlangt, das Beste aus sich selbst zu machen“ (Heide v. Felden, 2019, S. 4). Während Verbesserung pointiert jede Modifizierung mit dem Ziel eines besseren Zustandes meint, bedeutet Optimieren das Erreichen einer finalen perfekten Form. Denn das Optimum definiert sich als das höchste erreichbare Maß, den ein Mensch, ein System oder eine Institution unter den gegebenen Umweltbedingungen erreichen kann (vgl. F. Dagmar 2019: 11). Wichtig hervorzuheben ist, dass nicht der perfekte Mensch bestrebt wird, sondern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, in dem die individuell bestmögliche Verfassung erlangt wird (vgl. Duttweiler: 3). Zudem gilt die Optimierung als eine Ausnahmeerscheinung der Steuerung (vgl. Meißner 2016: 222). „Man vergleicht den gegebenen Ist-Wert mit einem zu erreichenden Soll-Wert, also dem anvisierten Ziel, und versucht die Differenz zu minimieren“ (Luhmann 1988: 326). Im Interesse liegt eine Übertragung dieser Steuerung auf das Selbst. Nun stellt sich die Frage, wie diese Übertragung vermittelt werden soll. Die Antwort darauf lautet „Quantified Self“- die Erhehung quantitativer Daten über sich selbst. Das Motiv der Kombination von „Quantified Self“ und Selbstoptimierung prägte der Managementguru Peter Drucker mit folgenden Worten: „if you cannot measure it, you cannot improve it.“. Daraus wird deduziert, dass eine Messung als unverzichtbare Vorbedingung für eine Optimierung gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Selbstoptimierung als Leitmotiv des modernen neoliberalen Zeitgeistes und skizziert die methodische Analyse der Subjekt-Macht-Verhältnisse.

2. Analyse wichtiger Begriffe: Dieses Kapitel definiert zentrale Begrifflichkeiten wie Selbstoptimierung, Quantified-Self und Enhancement, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.

3. Bildung und Optimierung- ein Blick in die Vergangenheit: Hier werden bildungstheoretische Ansätze von Giovanni Pico della Mirandola und Wilhelm von Humboldt herangezogen, um das historische Verständnis von Selbstbildung zu beleuchten.

4. Neoliberalismus und Selbstoptimierung: Das Kapitel analysiert das neoliberale Paradigma und arbeitet heraus, wie Selbstoptimierung zu einem zentralen Prinzip der unternehmerischen Lebensführung wird.

5. Die Machtausübung auf das leistungsgeforderte Subjekt: Unter Rückgriff auf Foucaults Konzept der Gouvernementalität wird untersucht, wie Macht und Selbstführung zur Formung des Individuums in neoliberalen Strukturen ineinandergreifen.

Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass Selbstoptimierung unter neoliberalen Bedingungen als ein Prozess der Machtausübung fungiert, der Menschen in einen permanenten Selbstzwang treibt.

Schlüsselwörter

Selbstoptimierung, Neoliberalismus, Macht, Gouvernementalität, Subjektformung, Quantified-Self, Leistungsgesellschaft, Selbstvermessung, Empowerment, Fremdsteuerung, Selbstbildung, Arbeitskraftunternehmer, Psychopolitik, Disziplinierung, Unternehmertum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Phänomen der Selbstoptimierung und zeigt auf, wie diese Praktiken untrennbar mit neoliberalen Machtstrukturen und der Lenkung des modernen Subjekts verbunden sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Bildungsbegriffs, die ökonomische Logik des Neoliberalismus, die Vermessung des Selbst (Quantified-Self) und die machttheoretische Analyse der Subjektivierung nach Michel Foucault.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Transformation des Menschen zum „leistungsgeforderten Subjekt“ zu belegen und zu zeigen, dass Selbstoptimierung kein rein individueller Wunsch ist, sondern ein Effekt neoliberaler Verhaltenslenkung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine bildungstheoretische und soziologische Analyse, wobei sie sich methodisch maßgeblich an das Konzept der Gouvernementalität von Michel Foucault anlehnt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Verbindung von Neoliberalismus und Selbstoptimierung sowie der detaillierten Untersuchung des Macht-Subjekt-Verhältnisses, welches das Individuum als „Unternehmer seiner selbst“ begreift.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Begriffe Selbstoptimierung, Gouvernementalität, Neoliberalismus und Subjektivierung bilden das theoretische Rückgrat der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich „Human Enhancement“ von der Selbstoptimierung?

Während die Selbstoptimierung eher psychologische und soziale Aspekte umfasst, basiert das „Human Enhancement“ stärker auf technik- und naturwissenschaftlichen Interventionen (z.B. Medizin, Genetik), um die menschliche Leistungsfähigkeit zu steigern.

Welche Rolle spielen Daten bei der Selbstoptimierung?

Daten, insbesondere durch das „Quantified-Self“ erhoben, dienen als Maßstab für die Effektivitätsprüfung des eigenen Lebens, um den Soll-Ist-Abstand der persönlichen Entwicklung zu minimieren.

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Details

Title
Selbstoptimierung und Bildung in Zeiten des Neoliberalismus
Subtitle
Ein Gefälle aus Macht und internationalen Lenkungen
College
University of Tubingen  (Erziehungswissenschaften)
Course
Modulseminar
Grade
1,7
Author
Melisa Seker (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V979037
ISBN (eBook)
9783346330178
ISBN (Book)
9783346330185
Language
German
Tags
Neoliberalismus Macht Subjekt Selbstoptimierung Bildung Humboldt Mirandola
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melisa Seker (Author), 2020, Selbstoptimierung und Bildung in Zeiten des Neoliberalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/979037
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