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Hygienemaßnahmen im Krankenhaus bei Patienten mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus

Title: Hygienemaßnahmen im Krankenhaus bei Patienten mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus

Term Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Claudia Snow (Author), Anna-Charlott Radtke (Author)

Nursing Science - Miscellaneous

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Zunächst wird ein kurzer Überblick den Methicillin resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) gegeben. Danach werden Fragen zur Gesetzeslage geklärt, Begriffe definiert und die KRINKO (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention) Empfehlungen werden mit Hilfe aktueller Studien kritisch hinterfragt. "Sind die KRINKO Empfehlungen überhaupt noch zeitgemäß?" In den letzten Jahren sind vermehrt neue Studien zu dieser Thematik veröffentlicht worden, welche bisher noch keinen Einzug in die KRINKO Empfehlungen erhalten haben. Die Auswirkungen der Barrierepflege und Isolation bei MRSA auf die Betroffenen, die reduzierte Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung, als auch die ökonomischen Auswirkungen werden hier dargelegt.

Diese Arbeit beruht auf einer Debatte und wird somit auf die negativen Aspekte sowie Befürwortung der Barrierepflege und Isolation eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodik

3 Was ist MRSA?

4 Gesetzliche Regelungen der Krankenhaushygiene

4.1 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

4.2 Aufgaben des Robert Koch-Institutes und der KRINKO

4.3 Krankenhaushygieneverordnung in M-V (MedHygVO M-V)

5 KRINKO empfohlene Maßnahmen bei MRSA

5.1 Barrierepflege und Isolation - „state of the art” Maßnahmen oder nicht?

5.2 Negative Aspekte der vertikalen Hygienestrategien

6 Befürwortung der KRINKO Empfehlungen

6.1 Erfolgreicher Einsatz von Barrierepflege

6.2 Situation in Deutschland und Niederlande

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Wirksamkeit und die Auswirkungen von Barrierepflege und Isolation bei Patienten mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA) in der Akutpflege. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die aktuellen Empfehlungen der KRINKO aus dem Jahr 2014 im Lichte neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse noch zeitgemäß sind und welche Vor- und Nachteile vertikale versus horizontale Hygienestrategien auf die Versorgungsqualität und die Patienten haben.

  • Kritische Hinterfragung der KRINKO-Empfehlungen zur MRSA-Prävention
  • Vergleich von vertikalen und horizontalen Hygienestrategien
  • Analyse der psychischen und ökonomischen Auswirkungen von Isolationsmaßnahmen
  • Untersuchung der Patientensicherheit und Pflegequalität unter Barrierepflege
  • Vergleich der MRSA-Strategien in Deutschland und den Niederlanden

Auszug aus dem Buch

5.2 Negative Aspekte der vertikalen Hygienestrategien

Nach Abad, Fearday, & Safdar (2010) gibt es mehrere negative Auswirkungen auf verschiedenen Ebenen sowohl bei den Betroffenen als auch beim medizinischen Personal. In ihrer systematischen Übersichtsarbeit über die Auswirkungen vertikaler Strategien ist erkenntlich, dass sich diese Interventionen negativ auf das Wohlbefinden der Betroffenen auswirken können. Ein höheres Aufkommen von depressiven Symptomen vermischt mit Angst und Einsamkeit tritt in Erscheinung. In einigen Studien wurde auch erörtert, dass die Betroffenen gefühlt weniger Aufmerksamkeit vom Personal erhalten bedingt durch vertikalen Strategien (Abad et al., 2010, p. 97ff).

Dass die Betroffenen tatsächlich weniger Aufmerksamkeit erhalten ist nicht nur ein ‚Gefühl‘. Die Patientensicherheit und die Pflegequalität nehmen unter der vertikalen Strategie ab. In einer älteren Studie von Stelfox, Bates, & Redelmeier (2003) wird die Qualität der medizinischen Versorgung bei MRSA-Fällen, die zur Infektionskontrolle isoliert wurden, untersucht. Das Risiko von Stürzen, Dekubiti sowie Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen ist bei isolierten Fällen 8x höher als bei nicht isolierten Kontrollgruppen, die Mortalität beider Gruppen ist dennoch nicht signifikant verschieden. Die Patientendokumentation wurde bei den isolierten Betroffenen teilweise unvollständig ausgeführt im Vergleich zu den Kontrollgruppen. So wurden ärztlich verordnete Vitalwertmessungen bei isolierten Patienten*innen fast doppelt so häufig nicht dokumentiert als in der Kontrollgruppe und auch Pflege-/Arztberichte fehlten häufiger.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kontroverse um Barrierepflege und Isolation bei MRSA ein, stellt die Relevanz der KRINKO-Empfehlungen in Frage und definiert das Ziel der Arbeit, die negativen und positiven Aspekte dieser Strategien kritisch zu beleuchten.

2 Methodik: Das Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der Literaturrecherche im Zeitraum von Oktober 2019 bis Januar 2020 in Datenbanken wie PubMed und Cochrane Library, wobei insgesamt 50 relevante Studien für die Arbeit genutzt wurden.

3 Was ist MRSA?: Hier werden die Grundlagen zu MRSA, dessen Übertragungswege und die Gefährdung spezifischer Patientengruppen erläutert, wobei der Fokus auf HA-MRSA im klinischen Kontext liegt.

4 Gesetzliche Regelungen der Krankenhaushygiene: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die gesetzliche Struktur in Deutschland, inklusive Infektionsschutzgesetz, der Rolle des RKI und der KRINKO sowie landesspezifischer Hygieneverordnungen.

5 KRINKO empfohlene Maßnahmen bei MRSA: Das Kapitel analysiert die vertikalen Strategien der KRINKO, diskutiert deren Evidenz, beleuchtet kritisch die psychischen und ökonomischen Folgen für Patienten sowie das Personal und hinterfragt den routinierten Einsatz von Isolation.

6 Befürwortung der KRINKO Empfehlungen: Hier wird der erfolgreiche Einsatz von Barrierepflege beleuchtet, die Notwendigkeit der aktuellen Richtlinien betont und das niederländische System als erfolgreiches Vorbild im Vergleich zur deutschen Situation dargestellt.

7 Fazit: Das Fazit fasst die kontroverse Debatte zusammen, fordert eine Aktualisierung der KRINKO-Empfehlungen basierend auf neuesten Erkenntnissen und empfiehlt einen stärkeren Fokus auf horizontale Strategien bei gleichzeitiger weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

MRSA, Barrierepflege, Isolation, KRINKO, Infektionsprävention, nosokomiale Infektionen, Patientensicherheit, Pflegequalität, vertikale Hygienestrategien, horizontale Hygienestrategien, Krankenhaushygiene, Patientenedukation, Such-und-Vernichtungs-Strategie, Infektionsschutzgesetz, Versorgungsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung der Hygienemaßnahmen, insbesondere der Barrierepflege und Isolation, bei Patienten mit MRSA in deutschen Krankenhäusern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Wirksamkeit vertikaler gegenüber horizontaler Hygienestrategien, die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie die Auswirkungen von Isolationsmaßnahmen auf die Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Aktualität der KRINKO-Empfehlungen von 2014 zu hinterfragen und anhand internationaler Studien zu klären, ob und inwieweit vertikale Maßnahmen bei MRSA noch zeitgemäß sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche in verschiedenen Fachdatenbanken, die im Zeitraum von Oktober 2019 bis Januar 2020 durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Grundlagen der Krankenhaushygiene, die von der KRINKO empfohlenen Maßnahmen, die negativen Folgen der Isolation für Patienten und Personal sowie die Befürwortung und der erfolgreiche Einsatz dieser Strategien im nationalen und internationalen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind MRSA, Barrierepflege, Isolation, Krankenhaushygiene, Patientensicherheit, KRINKO und horizontale/vertikale Hygienestrategien.

Warum wird das niederländische System als Vorbild genannt?

Die Niederlande gelten aufgrund ihrer strengen "Search-and-Destroy"-Strategie, der fast vollständigen Eliminierung von MRSA und einer besseren personellen sowie labortechnischen Ausstattung als Vorreiter.

Welche negativen Auswirkungen hat die Isolation laut der Arbeit auf die Patienten?

Studien zeigen, dass isolierte Patienten psychisch unter Angst und Einsamkeit leiden können, eine geringere Aufmerksamkeit durch das Personal erfahren und ein höheres Risiko für Medikationsfehler sowie Stürze oder Dekubiti aufweisen.

Was schlussfolgern die Autoren aus den ökonomischen Aspekten?

Die Arbeit verdeutlicht, dass vertikale Maßnahmen wie die Isolation hohe Opportunitätskosten durch blockierte Betten und einen hohen Zeitaufwand beim Personal verursachen, weshalb der Fokus auf effizientere horizontale Ansätze gelegt werden sollte.

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Details

Title
Hygienemaßnahmen im Krankenhaus bei Patienten mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus
College
University of Applied Sciences Neubrandenburg
Course
Qualitätsmanagement in der Pflege
Grade
1,3
Authors
Claudia Snow (Author), Anna-Charlott Radtke (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V978564
ISBN (eBook)
9783346336682
ISBN (Book)
9783346336699
Language
German
Tags
MRSA KRINKO Kritik Relevanz Hygieneverordnung Infektionsschutzgesetz Robert Koch-Institut RKI Krankenhaushygiene Qualitätsmanagement horizontale Maßnahmen vertikale Maßnahmen Deutschland Niederlande Staphylococcus aureus aktueller Stand der Wissenschaft Evidence based medicine evidence based nursing Evidenzbasierte Medizin evidenzbasierte Pflege Pflegewissenschaft Krankenhausökonomie unzureichende Patientenversorgung Folgen der Isolation Kosten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Snow (Author), Anna-Charlott Radtke (Author), 2020, Hygienemaßnahmen im Krankenhaus bei Patienten mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/978564
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