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Das Judentum unter den christlichen Kaisern (Konstantin I. bis Honorius)

Title: Das Judentum unter den christlichen Kaisern (Konstantin I. bis Honorius)

Essay , 2019 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, wie sich der rechtliche Status der Juden während des vierten und der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts im (West-)Römischen Reich entwickelte. Die Betrachtung wichtiger Bestimmungen unter Konstantin I. bis Honorius wird zeigen, dass sie nicht ausschließlich eine Verschlechterung des jüdischen Rechtsstatus bewirkten. Die staatliche Religionspolitik ging also nicht mit einem gezielten oder konsequenten Antisemitismus einher.

Das vierte Jahrhundert markierte den Beginn des religiösen Strukturwandels im Römischen Reich: Die jahrhundertlangen Christenverfolgungen fanden mit der als Toleranzedikt bekannten Regelung des Kaisers Galerius im Jahre 311 ein Ende, wonach „sie von neuem Christen sein und ihre Versammlungsorte wieder errichten können, zumindest so, dass sie nichts gegen die Staatsordnung unternehmen“. Die nachfolgenden Kaiser setzten mit ihren Konstitutionen die Förderung des Christentums als religio licta fort. Nur unter Julian, dem „Abtrünnigen“ (Apostata), fand eine kurze Phase der Repaganisierung statt. Sein Restaurationsversuch des Paganen konnte aber den christlichen Glauben nicht zurückdrängen, sodass das Christentum schließlich 380 unter Kaiser Theodosius I. den Charakter einer Staatsreligion bekam.

Im engen Zusammenhang mit dieser religiösen Neuregelung des Reiches stand der Umgang mit anderen, als heidnisch angesehenen Religionen. Eine besondere Rolle spielte dabei das Judentum, was die vielen den jüdischen Glauben betreffenden Gesetzgebungen der christlichen Kaiser verdeutlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung, Gliederung und Quellen

2 Das Judentum unter den christlichen Kaisern

2.1 Konstantin I. (306/7-337)

2.2 Konstantin II. (337-340), Constans (337-350) und Constantius II. (337-361)

2.3 Julian „Apostata“ (361-363)

2.4 Valentinian I. (364-375), Valens (364-378) und Gratian (367-383)

2.5 Theodosius I. (378-395)

2.6 Honorius (393-423)

3 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung des rechtlichen Status der Juden im (West-)Römischen Reich während des vierten und der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts. Dabei soll analysiert werden, wie sich die kaiserliche Gesetzgebung von Konstantin I. bis Honorius gestaltete und ob diese Bestimmungen zwingend als gezielte Verschlechterung des jüdischen Rechtsstatus oder als konsequenter Antisemitismus zu deuten sind.

  • Analyse kaiserlicher Erlasse aus dem Codex Theodosianus
  • Untersuchung der judenfreundlichen Garantien versus gesetzlicher Beschränkungen
  • Betrachtung der Rolle des Christentums als aufstrebende Staatsreligion
  • Bewertung des Einflusses politischer Gegebenheiten auf die Gesetzgebung
  • Einstufung der kaiserlichen Religionspolitik im spätantiken Kontext

Auszug aus dem Buch

2.1 Konstantin I. (306/7-337)

Mit seinem Sieg an der Milvischen Brücke gegen seinen Konkurrenten Maxentius wurde Konstantin I. im Jahre 312 Alleinherrscher des Westens, ab 324 nach der erfolgreichen Schlacht bei Chrysopolis gegen den Ostkaiser Licinius sogar des gesamten Reiches. Seine Judengesetzgebung begann indirekt bereits 313, als er, damals noch in Zusammenarbeit mit Licinius, das Toleranzedikt des Galerius in dem sog. Edikt von Mailand um andere Religionen erweiterte. So wurde neben dem Christentum auch den Juden die freie Religionsausübung garantiert (Christianis et omnibus libera potestas sequendi religionem quam quisque voluisset), jedoch galt die bloße Rückgabe von käuflich oder anderweitig erworbenen Versammlungsstätten nur für Christen (Q 3). Diese klare Bevorzugung des Christentums zeigte sich auch in der Bautätigkeit des Kaisers, der Kirchen an wichtigen christlichen Gedenkorten errichten ließ – besonders bekannt die Geburtskirche in Bethlehem und die Grabeskirche in Jerusalem. Infolgedessen intensivierte sich zum einen das christliche Pilgerwesen, zum andere wuchsen in Palästina die christlichen Gemeinden an. Waren Anfang des vierten Jahrhunderts die palästinensischen Juden noch deutlich in der Überzahl, kehrte sich dieses Verhältnis bis zum 5. Jahrhundert zugunsten der Christen um, was vor allem durch Migration und Konversionen bedingt wurde.

Allerdings kann man dabei nicht von einer gezielten Missionierung unter Juden sprechen. Denn bis auf die legendenhafte Überlieferung bei Epiphanius über einen gewissen zum Christentum konvertierten Joseph, der als Comes (= besonderer Vertrauter) des Kaisers einen offiziellen Missionierungsauftrag für Galiläa erhalten haben soll (Epiph. panar. 30, 4-12), ist im vierten Jahrhundert nichts darüber bekannt. Doch der umgekehrte Fall, sprich die Konversion ins Judentum, wurde von Konstantin I. wohl 315 unter eine „verdiente Strafe“ (poenae meritae) gestellt, die genauso für die den Übertritt initiierten Juden galt (vgl. cum ipsis).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung, Gliederung und Quellen: Dieses Kapitel erläutert den religiösen Wandel im vierten Jahrhundert und definiert den Codex Theodosianus als zentrale Quellengrundlage für die Untersuchung.

2 Das Judentum unter den christlichen Kaisern: Dieser Hauptteil analysiert chronologisch die judenrechtlichen Bestimmungen von Konstantin I. bis Honorius anhand kaiserlicher Erlasse.

2.1 Konstantin I. (306/7-337): Es wird die Etablierung des Christentums als privilegierte Religion und der Umgang mit Konversionen sowie die Garantie der freien Religionsausübung thematisiert.

2.2 Konstantin II. (337-340), Constans (337-350) und Constantius II. (337-361): Das Kapitel behandelt die Verschärfung gesetzlicher Beschränkungen, insbesondere hinsichtlich Sklavenbesitzes, Mischehen und wirtschaftlicher Faktoren.

2.3 Julian „Apostata“ (361-363): Im Zentrum steht die ambivalente Haltung Julians, der durch eine Repaganisierung des Reiches und eine judenfreundliche Politik das Christentum schwächen wollte.

2.4 Valentinian I. (364-375), Valens (364-378) und Gratian (367-383): Die Rückkehr zur Christianisierung unter den Nachfolgern Julians sowie die rechtliche Aufwertung von Synagogen werden hier ausgeführt.

2.5 Theodosius I. (378-395): Es wird die Rolle des Christentums als Staatsreligion beleuchtet, verbunden mit sowohl judenfreundlichen Schutzmaßnahmen als auch erneuten Restriktionen.

2.6 Honorius (393-423): Das letzte Kaiser-Kapitel analysiert die Entschärfung von Sklavengesetzen sowie den Ausschluss von Juden aus dem Staatsdienst bis hin zu späten Regelungen über Konversionen.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die römische Gesetzgebung keinem einheitlichen antisemitischen Plan folgte, sondern eine differenzierte Reaktion auf aktuelle politische Anlässe darstellte.

Schlüsselwörter

Judentum, Spätantike, römisches Recht, Codex Theodosianus, Religionspolitik, Kaiser, Christentum, Synagogen, Gesetzgebung, Konversion, Sklavenrecht, Toleranzedikt, Religionsfreiheit, Antisemitismus, Rechtsstatus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den rechtlichen Status der jüdischen Bevölkerung im (West-)Römischen Reich während des vierten und der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die kaiserliche Religionspolitik, die Entwicklung christlich-jüdischer Beziehungen, die Bedeutung von Konversionen und die wirtschaftliche sowie rechtliche Stellung der Juden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die kaiserlichen Gesetze von Konstantin I. bis Honorius eine gezielte Verschlechterung des jüdischen Status bewirkten oder ob sie Teil einer pragmatischen, nicht konsequent antisemitischen Politik waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Analyse kaiserlicher Erlasse aus dem Codex Theodosianus, ergänzt durch historische Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Gesetzgebungen der verschiedenen Kaiser, wobei für jeden Herrscher spezifische Erlasse und deren Hintergründe beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Römische Religionspolitik, Judentum, christliche Kaiser, Codex Theodosianus und Rechtsentwicklung.

Wie stand Kaiser Julian „Apostata“ zum Judentum?

Julian verfolgte eine ambivalente Haltung; er wollte das Christentum schwächen, indem er den Tempelkult unterstützte und steuerliche Erleichterungen für Juden gewährte.

Was besagte das Doppelgesetz von 339 unter Constantius II.?

Dieses Gesetz verschärfte das Verbot der Beschneidung von Sklaven und verbot Juden den Kauf christlicher oder heidnischer Sklaven, was sowohl religiös als auch wirtschaftlich motiviert war.

Welche Rolle spielte der Codex Theodosianus für diese Analyse?

Er dient als primäre Quellensammlung, die chronologisch kaiserliche Edikte festhält und Rückschlüsse auf die rechtliche Praxis und das religiöse Miteinander der Zeit erlaubt.

Wie bewertet der Autor die Schlussfolgerung zum Antisemitismus?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass man nicht von einer gezielten antisemitischen Politik sprechen kann, da die Gesetze stark von wechselnden politischen Anlässen und dem Bedürfnis nach staatlicher Ordnung geprägt waren.

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Details

Title
Das Judentum unter den christlichen Kaisern (Konstantin I. bis Honorius)
College
University of Bamberg
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
14
Catalog Number
V978274
ISBN (eBook)
9783346339539
Language
German
Tags
Judentum Antike Kaiser Konstantin I. Codex Theodosianus Codex Justinianus Christenverfolgungen Toleranzedikt Mailänder Toleranzerklärung religio licta Galerius Staatsreligion Theodosius Konzils von Nicäa Konstantin II. Constans Constantius II. Julian Apostata Repaganisierung Antisemitismus Heidentum Valentinian I. Valens Gratian Sabbat Synagoge Honorius Religionspolitik Judenpolitik Gesetze Quellen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Das Judentum unter den christlichen Kaisern (Konstantin I. bis Honorius), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/978274
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