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Martin Luthers Papstbild. Veränderung der Haltung Luthers gegenüber dem Papst

Title: Martin Luthers Papstbild. Veränderung der Haltung Luthers gegenüber dem Papst

Seminar Paper , 2020 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Markus Huber (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe, die Haltung Martin Luthers gegenüber dem Papst im Laufe seines Lebens kritisch unter die Lupe zu nehmen und einen Überblick über die Veränderungen und Entwicklungen in der Beziehung zwischen Luther und dem päpstlichen Hof zu zeichnen. Dabei stützt sich die Arbeit auf einschlägige Sekundärliteratur. Hier sind insbesondere das Werk "Martin Luther und der Papst" von Remigius Bäumer oder auch das 2016 erschienene Buch "Der deutsche Glaubenskrieg" von Tillmann Bendikowski zu nennen.

Die Arbeit wird von der Forschungshypothese geleitet, dass Martin Luther den Papst in seiner anfänglichen Zeit als Mönch als durchaus positive Persönlichkeit ansah, von der er sich Zuspruch für seine Ideen zur Reform der katholischen Kirche erhoffte. Mit der zunehmenden Auseinandersetzung mit dem Papsttum und der katholischen Kirche in seiner Tätigkeit als Theologieprofessor wurde seine Kritik am Papst immer größer.

Als er beim Papst keinerlei fruchtbaren Boden für seine Ideen der Reformation vorfand, war sein Bild vom Kirchenvater erschüttert. Dies führte in weiterer Folge zu einem immer größer werdenden Konflikt zwischen ihm und dem Papsthof, der schlussendlich in Bezeichnungen wie dem 'Papstesel' und dem Kirchenbann über Luther mündete. Bis zu seinem Tod betrachtete Luther den Papst als Feindbild.

Befasst man sich mit dem Papsttum im 16. Jahrhundert und damit verbundenen Prozessen in der Kirchengeschichte, so kommt man nicht um die Person Martin Luther herum. Jedem und jeder Geschichtsinteressierten werden wohl zwangsläufig Luthers 95 Thesen im Zuge der Reformation der katholischen Kirche in den Sinn kommen. Auch dürfte es weitgehend bekannt sein, dass der Papst in Luthers Schriften nicht im besten Licht dargestellt wird. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass Luther in seinen jungen Jahren als Mönch durchaus auch ein positives Bild des Papstes hatte. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Glaubensspaltung wirklich als Trennung zwischen den Ansichten Luthers gegenüber dem Papst betrachtet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Luthers Bild des Papstes in seinen jungen Jahren

3. Luther will den Papst unterstützen – Der Weg zu den 95 Thesen

4. Der Beginn der Kontroverse mit dem Papst

5. Luthers verändertes Papstbild ab 1519

6. Luthers Papstbild auf dem Weg zur Glaubensspaltung und in seinen Spätschriften

6.1. Größer werdende Differenzen mit dem Papst und der Wormser Reichstag

6.2. Luthers Papstbild in seinen letzten Schriften

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die diachrone Entwicklung der Haltung Martin Luthers gegenüber dem Papsttum und analysiert den Wandel von anfänglicher Loyalität hin zu einer dezidierten Feindseligkeit.

  • Anfängliche positive Identifikation Luthers mit der päpstlichen Autorität.
  • Einfluss des Ablasshandels auf die Entfremdung zwischen Luther und der Kurie.
  • Politische Dimensionen und der Schutz durch Kurfürst Friedrich den Weisen.
  • Zuspitzung der theologischen Kontroverse in den Jahren 1519 bis 1521.
  • Die Transformation des Papstes zum ultimativen Feindbild in Luthers Spätschriften.

Auszug aus dem Buch

4. Der Beginn der Kontroverse mit dem Papst

Zu Luthers großer Verwunderung und auch Enttäuschung reagierte der Papst auf seine Darlegung der Missstände in der Kirche nicht mit dem erwarteten Reformbewusstsein. Vielmehr unterstützte Leo X. selbst den praktizierten Ablasshandel und empfand Luthers intendierte Unterstützung als das Erdreisten eines kleinen Mönches, der ihm die Art der Ausübung seines Amtes vorschreiben wolle. Leo ließ sich das nicht gefallen und setzte zur Gegenoffensive an. Unterstützung erhielt er vom Kontroverstheologen Johannes Eck sowie dem Ablassprediger Johannes Tetzel. Zum Vorteil Luthers waren diese mit ihren Gegenthesen immer einen Schritt hinter ihm, während er – begünstigt durch den Buchdruck – reißenden Absatz für seine Schriften fand. Daneben profitierte Luther vom Schutz seines Landesherren Kurfürst Friedrich des Weisen von Sachsen, der sich stets für das Wohl Luthers einsetzte. Bedingt durch all diese Rückschläge für Leo X. wurde die Politik gegen Luther von Seiten des Papstes immer intensiver. Doch auch Luther wusste sich zu wehren.

Seine übliche Taktik war es, seine Gegner ins schlechte Licht zu rücken. So stellte er die Ablassprediger, die zu seinen erklärten Feinden zählten, als habgierige Häretiker dar, die durch ihre rein auf Profit ausgerichteten Lehren den Namen Leos X. in Verruf gebracht hätten. Daneben kritisierte er hier aber auch direkt den Papst, indem er einerseits von der „Geldgier der Kurie“ sprach, deren Vorgehen er als „peinlich und krass“ betitelte, sowie andererseits anprangerte, dass der Papst den Ablass nicht gratis erteile, sondern sich dafür von einfachen Leuten bezahlen ließe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der sich wandelnden Beziehung zwischen Martin Luther und dem Papsttum sowie Erläuterung der Forschungshypothese.

2. Luthers Bild des Papstes in seinen jungen Jahren: Analyse der frühen Jahre, in denen Luther den Papst als Autorität respektierte und sich als treuer Mönch der römischen Kirche sah.

3. Luther will den Papst unterstützen – Der Weg zu den 95 Thesen: Untersuchung von Luthers Selbstverständnis als Reformer innerhalb der Kirche und die Hintergründe der Kritik am Ablasshandel.

4. Der Beginn der Kontroverse mit dem Papst: Darstellung der Eskalation nach den Thesenanschlägen und der fehlgeschlagenen Erwartung Luthers, der Papst würde die Missstände korrigieren.

5. Luthers verändertes Papstbild ab 1519: Betrachtung des entscheidenden Jahres 1519, in dem sich Luthers Kritik radikalisierte und er den Papst zunehmend als Antichrist wahrnahm.

6. Luthers Papstbild auf dem Weg zur Glaubensspaltung und in seinen Spätschriften: Analyse der endgültigen Entfremdung, des Wormser Reichstags und der hasserfüllten Rhetorik der Spätjahre.

6.1. Größer werdende Differenzen mit dem Papst und der Wormser Reichstag: Schilderung der Konfrontation zwischen der Bannandrohung und Luthers konsequenter Weigerung zum Widerruf.

6.2. Luthers Papstbild in seinen letzten Schriften: Beschreibung der kompromisslosen Haltung Luthers bis zu seinem Tod und der Zuspitzung auf ein Feindbild.

7. Fazit: Zusammenfassende Bestätigung der Hypothese, dass ein gradueller Prozess von der Treue zum Feindbild stattfand.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Papsttum, Reformation, Römische Kirche, Ablasshandel, 95 Thesen, Kirchenspaltung, Antichrist, Leo X., Friedrich der Weise, Wormser Reichstag, Kirchenbann, Theologiegeschichte, Häresie, Glaubenskrieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die chronologische Entwicklung des Verhältnisses von Martin Luther gegenüber dem Papsttum während der Reformationszeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die persönliche Entwicklung Luthers, die kirchlichen Missstände im 16. Jahrhundert, der Ablasshandel und die Rolle der politischen Schutzherren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie und warum sich Luthers anfänglich positive Haltung gegenüber dem Papst in eine dezidiert feindselige Sichtweise wandelte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zur Reformationsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Phasen: von den jungen Jahren über die 95 Thesen und die Leipziger Disputation bis hin zur endgültigen Glaubensspaltung und den radikalen Spätschriften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Reformation, Papstamt, Kirchenkritik, Glaubensspaltung und die historische Figur des Martin Luther geprägt.

Warum leugnete Luther ab 1519 das göttliche Recht des Papstprimates?

Durch die ausbleibenden Reformen des Papsttums und die persönliche Konfrontation mit der päpstlichen Macht sah sich Luther genötigt, die Autorität des Papstes im Sinne der Heiligen Schrift zu hinterfragen.

Welche Rolle spielte der Buchdruck für die Verbreitung von Luthers Ansichten?

Der Buchdruck ermöglichte es Luther, seine reformatorischen Ideen und seine Kritik an der römischen Kurie trotz des Widerstands der kirchlichen Hierarchie schnell in der breiten Öffentlichkeit zu verbreiten.

Wie reagierte der Vatikan auf Luthers Tod?

Rom reagierte laut der Analyse relativ desinteressiert, was vermutlich auf die mittlerweile gefestigte und weit verbreitete Stärke der lutherischen Bewegung zurückzuführen ist.

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Details

Title
Martin Luthers Papstbild. Veränderung der Haltung Luthers gegenüber dem Papst
College
University of Innsbruck  (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)
Grade
2
Author
Markus Huber (Author)
Publication Year
2020
Pages
14
Catalog Number
V976276
ISBN (eBook)
9783346327512
ISBN (Book)
9783346327529
Language
German
Tags
martin luthers papstbild veränderung haltung papst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Huber (Author), 2020, Martin Luthers Papstbild. Veränderung der Haltung Luthers gegenüber dem Papst, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/976276
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