Die rasante Entwicklung des Internet in den letzten Jahren, insbesondere des World Wide Web ( WWW) , das fälschlicherweise im allgemeinen Sprachgebrauch als Synonym für das Internet verwendet wird, in Wirklichkeit jedoch nur einen der Dienste des Internet darstellt, ist den Unternehmen natürlich nicht verborgen geblieben. Das Internet gilt als „Netz der Netze“, das weltweit andere Netze Verbindet.
Wenn man sich einmal die geschätzte Anzahl der weltweiten Internet - Nutzer von 179 Millionen Menschen, davon ca. 8,5 Millionen aus Deutschland, vor Augen hält wird es einem sehr schnell deutlich welch großes Potential sich für die Wirtschaft in diesem Markt befindet.
Die neuesten demographischen Daten der deutschsprachigen Internetnutzer zeigt, dass das Internet nicht mehr größtenteils von Studenten und Wissenschaftlern genutzt wird, sondern dass die heutigen Nutzer einen Querschnitt der Bevölkerung darstellen.
Dass diese Fakten und das weiter exponentielle Wachstum des Internet für die Wirtschaft von großem Interesse sind, verdeutlicht nicht zuletzt das etwa ein drittel aller Internethosts, das sind mit dem Internet verbundene Computer und Server, von kommerziellen Einrichtungen stammen.
Das Internet ist schon heute zu einem bedeutenden Medium in unserer Gesellschaft geworden, dem sich kaum mehr jemand entziehen kann. Mit der Weiterentwicklung der Computertechnologien und der Einführung preiswerter und damit für fast jeden erschwinglicher Network Computer wird sich dieser Trend in den nächsten Jahren noch verstärken. Es ist davon auszugehen, dass das Internet in naher Zukunft zu einer Selbstverständlichkeit in unserem Alltag wird,
so wie es Radio und Fernsehen schon seit einigen Jahrzehnten sind.
Kein Unternehmen kann es sich daher leisten nicht mit einer Präsenz im Internet vertreten zu sein. Im Gegenteil, die Unternehmen die schon frühzeitig die Möglichkeiten des Internet erkennen, können sich durch ihre Erfahrungen einen Vorteil gegenüber den Nachzüglern verschaffen und rechtzeitig in diesem Markt neue Kunden gewinnen.
Im Folgenden soll auf die Möglichkeiten der Internetpräsenz im Bereich des Vertriebs, also des Business to Business und die spezielle Umsetzung des Internetauftritts für die ProPack GmbH eingegangen werden, aber nicht ohne auch einen kleinen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Internet zu werfen und die technische Umsetzung und Gestaltung der Internetseiten kurz zu beschreiben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Das Unternehmen
2.1 Das Vertriebskonzept
2.2 Ziel der Arbeit
3 Die Entstehungsgeschichte eines neuen Mediums
3.1 Vom ARPAnet zum Internet
3.2 Das Internet
3.2.1 E- Mail
3.2.2 Das World Wide Web
3.2.3 Das FTP und Telnet
4 Das Unternehmen im Internet
4.1 Internet, Wirtschaft und Arbeitswelt
4.2 Electronic Commerce
4.3 Statistische Daten zum Internet
4.3.1 Wichtigste Anwendungen im Internet
3.3.2 Einstellung von Unternehmen gegenüber dem Internet
5. Das Internet im Unternehmen
5.1 Möglichkeiten der Internetnutzung
5.2 Direktvertrieb der Produkte
5.2.1 Verpackungsmaschinen
5.3.2 Gebrauchtmaschinenmarkt
5.3.3 Verpackungs- und Verbrauchmaterialien
5.4 Produktinformation
5.5 Auftragsverfolgungssystem
5.6 Videokonferenzen
5.7 Informationen über das Unternehmen
6 Implementierung der Internetpräsenz
6.1 Vorbereitende Maßnahmen
6.2 Kosten der Internetanbindung und des Providers
6.2 Entwicklung der Internetpräsenz
6.2.1 Die Grundstruktur
6.3 Die einzelnen Seiten
6.3.1 Wir über uns
6.3.2 Ansprechpartner
6.3.3 Aktuelles
6.3.4 Die Produkte
6.3.5 Online Shop
6.3.6 Auftragsverfolgung
6.3.7 Interner Bereich
6.3.8 Gebrauchtmaschinenmarkt
6.4 Die Gesamtstruktur
6.5 Die Organisatorische Einbindung
7. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Optimierung des bestehenden Vertriebskonzepts der ProPack GmbH durch die konzeptionelle Entwicklung und Implementierung einer Internetpräsenz. Dabei wird untersucht, wie durch die Einbindung digitaler Vertriebsinstrumente Effizienzsteigerungen erzielt und der Kundennutzen verbessert werden kann, ohne dabei die notwendige persönliche Betreuung im Investitionsgüterbereich zu vernachlässigen.
- Analyse der E-Commerce-Fähigkeit für das Produktportfolio von Verpackungsmaschinen.
- Konzeption einer strukturierten Webseiten-Architektur für verschiedene Unternehmensbereiche.
- Integration von Online-Diensten zur Auftragsverfolgung und Produktinformation.
- Untersuchung der organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die Implementierung.
- Kosten-Nutzen-Betrachtung der Internetanbindung und Webseitenbetreuung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Vom ARPAnet zum Internet
Ende der 60er Jahre wurde durch die US-Regierung nach einem elektronischen Kommunikationssystem verlangt, das selbst nach einem atomaren Krieg noch funktionsfähig sein musste. Die U.S. Advanced Research Projects Agency (ARPA), nutzte die zu dieser Zeit entstandene Paketverteilungstheorie, nach der die zu übertragenden Daten in kleine Informationspakete zerlegt und anschließend durch das Netzwerk geschickt werden, und erschuf das ARPAnet. Man kann das ARPAnet daher auch als den Vater des Internet bezeichnen.
In den folgenden Jahren schlossen sich immer mehr Universitäten diesem Netz an und im Laufe der 70er Jahre wurden sogar internationale Verbindungen nach England und Norwegen geschaltet.6
Ende der 70er Jahre verlor das ARPAnet jedoch immer mehr an Bedeutung. Es traten immer mehr neue Netzwerke auf, vor allem die Universitäten entwickelten eigene leistungsstärkere Forschungsnetzwerke, was zur Folge hatte, dass es keine einheitlichen Richtlinien bei den Datenübertragungsverfahren gab. Erst 1982 konnte man sich auf ein einheitliches Übertragungsprotokoll Namens TCP/IP einigen, was den Zusammenschluss der verschiedenen Computernetze ermöglichte und damit die Geburtsstunde des Internet darstellte.7
Es dauerte jedoch immer noch bis 1992, ehe der Internet-Dienst World Wide Web (WWW ) ins Leben gerufen wurde und damit das Internet nicht mehr nur für Informatiker und Wissenschaftler interessant war, sondern durch die nun vereinfachte Handhabung auch für Computerlaien nutzbar war.
Mit diesen neuen Möglichkeiten und der Einführung einer graphischen Benutzeroberfläche entdeckte die Industrie die Möglichkeiten die in diesem neuen Medium steckten, mit der Folge, dass es sich heute eigentlich kein Unternehmen leisten kann nicht im Internet vertreten zu sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet das exponentielle Wachstum des Internets und dessen steigende Bedeutung für Unternehmen als unverzichtbares Instrument für geschäftliche Aktivitäten.
2. Das Unternehmen: Dieses Kapitel stellt die ProPack GmbH vor, ein mittelständisches Unternehmen der Verpackungsmaschinenindustrie, und erläutert dessen bestehendes Vertriebskonzept.
3 Die Entstehungsgeschichte eines neuen Mediums: Hier wird der historische Hintergrund des Internets, von den Anfängen des ARPAnet bis zur Etablierung des World Wide Web für die breite Masse, dargestellt.
4 Das Unternehmen im Internet: Dieses Kapitel analysiert die Rolle des Internets in der Wirtschaft und diskutiert Trends im Electronic Commerce sowie statistische Daten zur Internetnutzung.
5. Das Internet im Unternehmen: Der Fokus liegt hier auf den praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Internets für den Vertrieb, einschließlich Produktinformationen, Direktverkauf und Kundenbetreuung.
6 Implementierung der Internetpräsenz: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten Prozess der technischen Umsetzung, von vorbereitenden Maßnahmen und Kostenkalkulationen bis hin zur inhaltlichen und strukturellen Gestaltung der Webseite.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet das entwickelte Konzept und zeigt auf, dass das Internet das klassische Vertriebskonzept sinnvoll ergänzen kann, während die persönliche Beratung weiterhin essenziell bleibt.
Schlüsselwörter
Vertriebskonzept, Internetpräsenz, ProPack GmbH, Verpackungsmaschinen, Electronic Commerce, Business-to-Business, Online-Shop, Auftragsverfolgung, Webseiten-Struktur, Internetdienst, World Wide Web, Digitale Transformation, Vertriebsoptimierung, Investitionsgüter, Unternehmensinformatik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie ein mittelständischer Hersteller von Verpackungsmaschinen sein Vertriebskonzept durch die Einführung einer professionellen Internetpräsenz optimieren und unterstützen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Möglichkeiten der Internetnutzung im B2B-Vertrieb, E-Commerce-Strategien für Investitionsgüter sowie die technische und organisatorische Implementierung eines Internetauftritts.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist die Konzeption einer Webseiten-Grundstruktur für die ProPack GmbH, welche alle relevanten Unternehmensbereiche einbezieht, um die Effizienz im Vertrieb zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse der bestehenden Vertriebsstrukturen im Abgleich mit den technischen Möglichkeiten des Internets, gestützt durch Produktanalysen und eine Kosten-Nutzen-Betrachtung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des Internets, dessen ökonomischer Bedeutung, der konkreten Anwendbarkeit für das Produktportfolio und der detaillierten Implementierungsplanung inklusive Kostenaufstellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Vertriebsoptimierung, Electronic Commerce, Verpackungsmaschinen, B2B-Strategien und digitale Prozessunterstützung.
Warum ist ein Internetauftritt speziell für einen Verpackungsmaschinenhersteller relevant?
Er ermöglicht die Bereitstellung aktueller Produktinformationen, reduziert den administrativen Aufwand im Vertrieb, dient als 24-Stunden-Gebrauchtmaschinenmarkt und verbessert durch Online-Auftragsverfolgung den Kundenservice.
Welche organisatorische Veränderung empfiehlt der Autor für die Betreuung?
Der Autor empfiehlt keine tiefgreifende Umstrukturierung, sondern die Zuweisung der technischen Betreuung an den EDV-Leiter und die inhaltliche Pflege an Marketing und Vertrieb unter Nutzung vorhandener Ressourcen.
- Arbeit zitieren
- Ralph Marc Epp (Autor:in), 2000, Optimierung des Vertriebskonzepts am Beispiel eines mittelständischen Verpackungsmaschinenherstellers, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/97612