Dieses Studienprojekt untersucht die Fragestellung, wie Schüler und Schülerinnen im Vergleich zur Lehrkraft die Lernwirksamkeit von Unterrichtsvideos im Biologieunterricht einschätzen. Die Einschätzungen zur Lernwirksamkeit von Unterrichtsvideos wurden zum Thema Molekulare Genetik, speziell zur Proteinbiosynthese erhoben. Wie die Integration von Medieninhalten in die Kerncurricula der Fächer durch die Länderkonferenz der Medienbildung (LKM) zeigt, wird die Medienbildung und der Erwerb von Medienkompetenzen mittlerweile als ein strukturierter Prozess in Schulen verstanden. Jedoch zeigt z.B. die Studie Bitkom, dass digitale Medien in Schulen noch zu selten genutzt werden und gerade praktische Fertigkeiten sowie selbstbestimmte Nutzung und das kritische Hinterfragen von Medien ausbleiben.
Inhaltsverzeichnis
1. Hinführung zum Thema
2. Materialien und Methoden
3. Ergebnisse
4. Diskussion
5. Reflexion des Studienprojekts
Fragebogen SuS
Fragebogen Lehrkraft
Auswertung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht vergleichend die Einschätzungen von Schülerinnen und Schülern sowie einer Lehrkraft zur Lernwirksamkeit von Unterrichtsvideos im Biologieunterricht, spezifisch am Beispiel des Themas Molekulare Genetik (Proteinbiosynthese).
- Lernwirksamkeit von digitalen Unterrichtsmedien
- Kognitive Aspekte beim Lernen mit dynamischen Visualisierungen
- Motivationale Faktoren beim Medieneinsatz in der Sekundarstufe II
- Methoden der empirischen Erhebung durch Fragebögen
- Gestaltungs- und Instruktionsmaßnahmen zur Unterstützung der Lernprozesse
Auszug aus dem Buch
1. Hinführung zum Thema
Dieses Studienprojekt untersucht die Fragestellung, wie SuS im Vergleich zur Lehrkraft die Lernwirksamkeit von Unterrichtsvideos im Biologieunterricht einschätzen. Die Einschätzungen zur Lernwirksamkeit von Unterrichtsvideos wurden zum Thema Molekulare Genetik, speziell zur Proteinbiosynthese erhoben. Wie die Integration von Medieninhalten in die Kerncurricula der Fächer durch die Länderkonferenz der Medienbildung (LKM) zeigt, wird die Medienbildung und der Erwerb von Medienkompetenzen mittlerweile als ein strukturierter Prozess in Schulen verstanden (vgl. Hilfert-Rüppell / Müller 2016, S. 4). Jedoch zeigt z.B. die Studie Bitkom, dass digitale Medien in Schulen noch zu selten genutzt werden und gerade praktische Fertigkeiten sowie selbstbestimmte Nutzung und das kritische Hinterfragen von Medien ausbleiben (vgl. Internet 1, S. 4).
In der Forschung besteht der Konsens, dass Unterrichtsvideos biologische Sachverhalte gut vermitteln können, da biologische Abläufe sehr komplex und dynamisch sind. Durch bewegte Bilder scheinen solche Vorgänge anschaulich und verständlich zu werden. Kleines kann im Großformat gezeigt werden, schnelle Vorgänge können verlangsamt werden, komplexe Prozesse können schematisiert und vereinfacht werden. Doch die Frage ist, sind Unterrichtsvideos wirklich lernwirksam? (vgl. Scheiter et. al. 2016, S. 5)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel stellt die Forschungsfrage bezüglich der Einschätzung der Lernwirksamkeit von Videos im Biologieunterricht und bettet das Thema in den aktuellen medienpädagogischen Diskurs ein.
2. Materialien und Methoden: Hier wird der Untersuchungsaufbau erläutert, inklusive der Beschreibung des Biologiekurses, des verwendeten Videomaterials sowie der Konstruktion und Durchführung der Fragebögen.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die durch Auszählen erhobenen Daten aus den Fragebögen von Schülern und Lehrkraft, visualisiert durch Diagramme zu verschiedenen Aspekten der Lernwirksamkeit.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und in Bezug zur Fachliteratur gesetzt, wobei insbesondere Potenziale und Gefahren wie kognitive Überforderung kritisch beleuchtet werden.
5. Reflexion des Studienprojekts: Das abschließende Kapitel reflektiert den eigenen Forschungsprozess, die methodischen Entscheidungen und zieht Lehren aus der praktischen Durchführung des Studienprojekts.
Fragebogen SuS: Dieser Abschnitt enthält das für die Datenerhebung genutzte Instrument zur Befragung der Schülerinnen und Schüler.
Fragebogen Lehrkraft: Dieser Abschnitt enthält das spezifisch auf die Lehrkraft zugeschnittene Instrument zur Erhebung der Einschätzungen.
Auswertung: Hier werden die rohen Daten der Fragebögen tabellarisch dargestellt und für die Analyse aufbereitet.
Schlüsselwörter
Biologieunterricht, Unterrichtsvideos, Lernwirksamkeit, Molekulare Genetik, Proteinbiosynthese, Medienkompetenz, Dynamische Visualisierung, Kognitive Überforderung, Schülerbefragung, Medienpädagogik, Motivationsforschung, Digitale Medien, Lernprozesse, Transienz, Sekundarstufe II
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Lernende und Lehrende die Wirksamkeit von Lehrfilmen für den Biologieunterricht im Bereich der Molekularen Genetik subjektiv bewerten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Einschätzung von Inhaltsqualität, die Motivation der Lernenden beim Medienkonsum sowie die didaktische Einbettung von Videomaterial in den Unterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist der Vergleich der Einschätzungen von Schülern und Lehrkraft zur Lernwirksamkeit von Unterrichtsvideos, ohne dabei eine direkte Wissensprüfung vorzunehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, bei dem Fragebögen mit einer fünfstufigen Skala eingesetzt und anschließend deskriptiv ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der Ergebnisse aus den Fragebögen, deren Interpretation sowie eine kritische Diskussion unter Einbeziehung didaktischer Fachliteratur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Biologieunterricht, Unterrichtsvideos, Lernwirksamkeit, Molekulare Genetik und Motivation.
Inwiefern beeinflusst das Alter der Schüler die Ergebnisse?
Die Altersspanne von 15 bis 20 Jahren weist auf einen heterogenen Kurs hin, was die subjektiven Einschätzungen und das Interesse am Medium Film beeinflussen kann.
Warum war die Lehrkraft in die Befragung einbezogen?
Der Einbezug der Lehrkraft diente dazu, eine Vergleichsperspektive zu schaffen, um zu prüfen, ob sich die Wahrnehmung der Lehrperson mit der der Lernenden deckt.
Welche Rolle spielt die "Transienz" bei Unterrichtsvideos?
Transienz bezeichnet die Flüchtigkeit der Informationen im Film; die Arbeit diskutiert dies als potenzielle Gefahr für die kognitive Belastung und schlägt Unterstützungsmaßnahmen vor.
Warum sind Videos nach Meinung der befragten Schüler geeignet?
Hauptgründe sind die Anschaulichkeit und die verständlichere Vermittlung komplexer biologischer Prozesse im Vergleich zu rein textbasierten Materialien.
- Arbeit zitieren
- Ronja Bastian (Autor:in), 2020, Die Lernwirksamkeit von Unterrichtsvideos zum Thema "Molekulare Genetik – Proteinbiosynthese“ in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/975456