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Der Einfluss von Schulnoten auf die Lernmotivation von Schülern und Schülerinnen

Titel: Der Einfluss von Schulnoten auf die Lernmotivation von Schülern und Schülerinnen

Akademische Arbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ronja Bastian (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema: Der Einfluss von Schulnoten auf die Lernmotivation von SuS. Motiviert oder demotiviert die Note 5 SuS? Tragen gute Noten dazu bei, dass SuS motiviert bleiben oder führen sie dazu, dass SuS sich auf dieser Note ausruhen? All solche Fragen wurden sich in der Bildungsforschung sowie in der Schulpraxis schon oft gestellt. Welchen Einfluss haben Noten also auf die Lernmotivation von SuS? Dieser Frage soll in dieser Arbeit nachgegangen werden. Dazu sollte zunächst betrachtet werden, dass Schulnoten unterschiedliche Funktionen besitzen. Ihre wichtigste Funktion ist natürlich den Wissensstand der SuS widerzuspiegeln.

Sie besitzen jedoch auch andere pädagogische sowie gesellschaftliche Funktionen. Eine pädagogische Funktion von Noten ist z.B., dass sie SuS motivieren können. Theoretisch sollen Noten also, als externe Anreize, die Lernmotivation von SuS erhöhen. SuS sollen durch Noten einen Anreiz bekommen und somit motivierter lernen. Es besteht jedoch auch die Gefahr, dass eine vorhandene innere Motivation der SuS durch Noten korrumpiert wird. D.h., dass eine Handlung, welche aus Interesse ausgeführt und mit einer schlechten Note bewertet wurde, auch zur Demotivation führt kann. Dann geschieht also genau der gegenteilige Effekt zur gewünschten Auswirkung von Noten. SuS waren motiviert und werden durch eine schlechte Note demotiviert. Eine Handlung, die aus Interesse und Neugier vollzogen wird, wird nach Deci und Ryan (1985) als intrinsische Lernmotivation (ILM) bezeichnet. Hingegen eine Handlung, die durch externe Anreize (z.B. Noten, Belohnung) motiviert ist, als extrinsische Lernmotivation (ELM) bezeichnet wird. Der Effekt, dass Noten einen Druck auf SuS auswirken und so die innere Motivation unterminiert wird, wird von Deci, Koestner und Ryan (2001) als Korrumpierungs- oder auch Unterminierungseffekt bezeichnet. Die Relevanz des Themas kann also insofern begründet werden, dass darüber zu diskutieren ist, ob Noten als externe Anreize die ILM von SuS untergraben oder aber als zusätzliche Anreize dienen und die ILM nicht beeinflussen. Zunächst werden die Begriffe der ILM und ELM genauer definiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Begriffsbedeutung intrinsische Lernmotivation

2.2 Begriffsbedeutung extrinsische Lernmotivation

2.3 Grundlagen und Funktionen von Schulnoten

2.4 Überblick zu Studien zum Zusammenhang von intrinsischer Lernmotivation und Noten

2.4.1 Metaanalyse empirischer Befunde zum Zusammenhang von intrinsischer Lernmotivation und Noten von Schiefele und Schreyer (1994)

2.4.2 Quasi-experimentelle Studie zum Einfluss von Noten auf intrinsische Lernmotivation von Hänze, Berger und Bianchy (2009)

2.4.3 Quasi-experimentelle Studie zum Einfluss von Noten in einem autonomieförderlichen Lernsetting auf die intrinsische Lernmotivation der SuS von Hofferber, Basten und Wilde (2018)

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Schulnoten auf die intrinsische Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern. Ziel ist es, basierend auf einer theoretischen Fundierung und der Analyse einschlägiger Studien zu klären, ob Noten als externe Anreize die innere Motivation untergraben oder ob sie neutral betrachtet werden können, und welche Rolle dabei die pädagogische Gestaltung des Unterrichts spielt.

  • Intrinsische vs. extrinsische Lernmotivation
  • Pädagogische und gesellschaftliche Funktionen von Schulnoten
  • Der Korrumpierungseffekt von Belohnungen auf die Lernmotivation
  • Empirische Metaanalysen zum Zusammenhang von Noten und Motivation
  • Die Bedeutung von Autonomieunterstützung im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Metaanalyse empirischer Befunde zum Zusammenhang von intrinsischer Lernmotivation und Noten von Schiefele und Schreyer (1994)

Schiefele und Schreyer (1994) haben nur Studien in ihre Metaanalyse einbezogen, die nach 1970 erschienen sind. Insgesamt wurden 26 Publikationen und vier Dissertationen verwendet, um den Zusammenhang von ILM und Lernen zu analysieren. Die insgesamt 30 Publikationen berichten von Befunden von insgesamt 34 unabhängigen Stichproben. Die Größe der Stichproben variiert von 27 bis 2205 Probanden und die Klassenstufen reichen von der ersten bis zur zwölften Klasse. Zudem enthalten neun Publikationen Untersuchungen mit Studenten. Insgesamt konnten in den Arbeiten 153 verwertbare statistische Kennwerte zur Beziehung zwischen ILM und Lernen gefunden werden.

Um eine aussagekräftige Zusammenfassung der Einzelstudien zu ermöglichen, haben Schiefele und Schreyer metaanalytische Methoden nach Fricke und Treinies (1985) herangezogen. Die Ergebnisse wurden in Form von Korrelationskoeffizient dargestellt. Die Korrelation zunächst in z-Werte transformiert und anschließend mit den entsprechenden Stichprobengrößen gewichtet und aggregiert. Die resultierenden Werte wurden dann wieder in Korrelationen zurück gerechnet. Die Varianten beziehungsweise Standardabweichungen wurden ohne z-Transformation berechnet. Schiefele und Schreyer erschien es sinnvoll, die einbezogenen Studien in vier Gruppen zu unterteilen und getrennt auszuwerten. Die Einteilung der Gruppen erfolgte entsprechend der Art des verwendeten Lernmaßes. Die folgenden Lernmaße wurden unterschieden: Noten, allgemeine Leistungs- oder Wissenstests, spezifische Lern- oder Verstehenstests sowie Art und Ausmaß verwendeter Lernstrategien. In dieser Arbeit wird sich entsprechend der Fragestellung vor allem mit dem Lernmaß der Noten beschäftigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob Schulnoten die intrinsische Motivation von Schülern fördern oder durch den sogenannten Korrumpierungseffekt mindern.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Begriffsdefinitionen der Lernmotivation, die Funktionen von Noten und analysiert drei spezifische Studien zu deren Wechselwirkungen.

2.1 Begriffsbedeutung intrinsische Lernmotivation: Dieses Kapitel definiert die Motivation, eine Handlung um ihrer selbst willen auszuführen, und stellt die Selbstbestimmungstheorie als theoretischen Rahmen vor.

2.2 Begriffsbedeutung extrinsische Lernmotivation: Hier werden Formen der extrinsischen Motivation abgegrenzt, von externer Regulation bis hin zur integrierten Lernmotivation.

2.3 Grundlagen und Funktionen von Schulnoten: Das Kapitel beschreibt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Leistungsbewertung in Deutschland sowie die pädagogischen und gesellschaftlichen Funktionen von Ziffernnoten.

2.4 Überblick zu Studien zum Zusammenhang von intrinsischer Lernmotivation und Noten: Einleitende Betrachtung zur Relevanz empirischer Forschung für die Fragestellung, wie Noten die Freude am Lernen beeinflussen.

2.4.1 Metaanalyse empirischer Befunde zum Zusammenhang von intrinsischer Lernmotivation und Noten von Schiefele und Schreyer (1994): Zusammenfassung einer umfassenden Metaanalyse, die einen konsistenten, aber schwachen Zusammenhang zwischen Noten und intrinsischer Motivation belegt.

2.4.2 Quasi-experimentelle Studie zum Einfluss von Noten auf intrinsische Lernmotivation von Hänze, Berger und Bianchy (2009): Analyse einer Studie, die zeigt, dass die Notenankündigung zwar die Leistung steigert, aber keinen negativen Effekt auf die intrinsische Motivation im untersuchten Setting hatte.

2.4.3 Quasi-experimentelle Studie zum Einfluss von Noten in einem autonomieförderlichen Lernsetting auf die intrinsische Lernmotivation der SuS von Hofferber, Basten und Wilde (2018): Untersuchung der Hypothese, ob Noten auch in einem autonomiefördernden Umfeld die Motivation zerstören, mit dem Ergebnis, dass dies nicht zwingend der Fall ist.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Noten per se keinen direkten negativen Einfluss auf die Motivation haben, sondern das Lehrerverhalten entscheidend ist.

Schlüsselwörter

Intrinsische Lernmotivation, Extrinsische Lernmotivation, Schulnoten, Selbstbestimmungstheorie, Korrumpierungseffekt, Lernleistung, Metaanalyse, Quasi-experimentelle Studie, Autonomieförderung, Leistungsbewertung, Lernumgebung, Pädagogik, Schüler, Motivation, Unterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Bewertung durch Schulnoten die intrinsische Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf die Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation, die pädagogische Funktion von Noten und aktuelle empirische Forschungsergebnisse zu deren Auswirkungen auf das Lernverhalten.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob Schulnoten einen demotivierenden Effekt (Korrumpierungseffekt) auf die intrinsische Lernmotivation haben oder ob sie als neutrale Leistungsrückmeldung fungieren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die eine Metaanalyse sowie zwei quasi-experimentelle Studien analysiert und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung der Motivation, eine Analyse der Funktionen von Noten im Schulsystem sowie eine detaillierte Auswertung dreier relevanter Forschungsstudien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind intrinsische Lernmotivation, Schulnoten, Selbstbestimmungstheorie, Korrumpierungseffekt und Autonomieförderung.

Was ergab die Metaanalyse von Schiefele und Schreyer?

Die Metaanalyse zeigte einen zwar konsistenten, aber insgesamt nur schwachen positiven Zusammenhang zwischen Noten und der intrinsischen Lernmotivation.

Bestätigen die Studien den Korrumpierungseffekt von Noten?

Nein, die untersuchten quasi-experimentellen Studien konnten keinen Beleg dafür finden, dass Noten unter allen Umständen die intrinsische Motivation untergraben; vielmehr spielt das pädagogische Lernsetting eine entscheidende Rolle.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss von Schulnoten auf die Lernmotivation von Schülern und Schülerinnen
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,0
Autor
Ronja Bastian (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V975445
ISBN (eBook)
9783346327840
ISBN (Buch)
9783346327857
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss schulnoten lernmotivation schüler schülerinnen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ronja Bastian (Autor:in), 2020, Der Einfluss von Schulnoten auf die Lernmotivation von Schülern und Schülerinnen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/975445
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Leseprobe aus  21  Seiten
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