"Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?" Immer wieder stellen verschiedene Institute diese Sonntagsfrage, um die derzeitige politische Stimmung in Deutschland abzubilden. Obwohl bei der Befragung ein relativ kleiner Anteil der Wähler befragt wird, liegen die Prognosen meist sehr nahe an dem tatsächlichen Ausgang der Wahl. Wie ist so eine gute Schätzung aus über 80 Millionen Menschen möglich?
Die Antwort liegt in der erfolgreichen Konstruktion und Anwendung von Stichproben. Da es innerhalb der empirischen Sozialforschung eine Vielzahl von Methoden und Vorgehensweisen der Stichprobenkonstruktionen gibt, ist es das Ziel der vorliegenden Arbeit, die gängigsten Auswahlverfahren der Stichprobenziehung vorzustellen und miteinander zu vergleichen. Bevor im Kapitel drei die Auswahlverfahren vorgestellt werden, sollen zunächst in Kapitel zwei einige Grundbegriffe geklärt werden. Beendet wird die Arbeit mit den abschließenden Worten des Fazits.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundbegriffe
- Auswahlverfahren der Stichprobenkonstruktion
- Zufallsstichproben
- Einfache Zufallsstichproben
- Geschichtete Zufallsstichprobe
- Klumpenstichprobe
- Mehrstufige Stichprobe
- Bewusste Stichprobenziehung
- Quotenstichprobe
- Schneeball-Verfahren
- Willkürliche Stichprobenziehung
- Zufallsstichproben
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Stichprobenkonstruktion in der empirischen Sozialforschung. Ziel ist es, die gängigsten Auswahlverfahren der Stichprobenziehung vorzustellen und miteinander zu vergleichen.
- Grundbegriffe der Stichprobenkonstruktion
- Zufallsstichproben und ihre verschiedenen Arten
- Bewusste Stichprobenziehung und ihre Methoden
- Willkürliche Stichprobenziehung
- Bedeutung der Repräsentativität für die Stichprobenkonstruktion
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung erläutert die Relevanz von Stichproben in der empirischen Sozialforschung anhand des Beispiels von Wahlprognosen. Sie betont die Notwendigkeit der Vergleichbarkeit von verschiedenen Auswahlverfahren und gibt einen Überblick über die Struktur der Arbeit.
Grundbegriffe
Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Stichprobenkonstruktion wie Grundgesamtheit, Vollerhebung, Stichprobe und Element. Es beleuchtet die Vorteile der Stichprobenziehung im Vergleich zu Vollerhebungen und betont die Wichtigkeit der Repräsentativität.
Auswahlverfahren der Stichprobenkonstruktion
Das Kapitel 3 stellt die verschiedenen Auswahlverfahren der Stichprobenkonstruktion vor und unterscheidet zwischen Zufallsstichproben und bewussten bzw. willkürlichen Auswahlverfahren. Es beschreibt die Funktionsweise von Zufallsstichproben, darunter einfache Zufallsstichproben, geschichtete Zufallsstichproben, Klumpenstichproben und mehrstufige Stichproben. Zudem werden die Methoden der bewussten Stichprobenziehung, wie Quotenstichproben und das Schneeball-Verfahren, erläutert.
Fazit
Das Fazit fasst die wichtigsten Punkte der Arbeit zusammen und bietet eine abschließende Bewertung der vorgestellten Auswahlverfahren.
Schlüsselwörter
Stichprobenkonstruktion, empirische Sozialforschung, Grundgesamtheit, Stichprobe, Zufallsstichproben, bewusste Stichprobenziehung, willkürliche Stichprobenziehung, Repräsentativität, Auswahlverfahren, Vergleich.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktionieren Wahlprognosen mit so wenigen Befragten?
Dies ist durch die wissenschaftliche Konstruktion von Stichproben möglich, die ein repräsentatives Abbild der Grundgesamtheit (z. B. 80 Millionen Menschen) liefern.
Was ist der Unterschied zwischen einer Zufallsstichprobe und einer bewussten Auswahl?
Bei Zufallsstichproben hat jedes Element die gleiche Chance, ausgewählt zu werden. Bei der bewussten Auswahl (z. B. Quotenstichprobe) erfolgt die Ziehung nach vordefinierten Merkmalen.
Was versteht man unter dem „Schneeball-Verfahren“?
Es ist eine Methode der bewussten Stichprobenziehung, bei der Teilnehmer weitere Personen aus ihrem Umfeld für die Befragung vorschlagen.
Wann spricht man von einer „geschichteten Zufallsstichprobe“?
Wenn die Grundgesamtheit in Gruppen (Schichten) unterteilt wird und aus jeder Schicht zufällig Elemente gezogen werden, um sicherzustellen, dass alle Gruppen vertreten sind.
Warum führt man keine Vollerhebungen durch?
Stichproben sind wesentlich kostengünstiger, zeitsparender und oft genauso präzise wie die Befragung aller Mitglieder einer Grundgesamtheit.
- Arbeit zitieren
- Timur Yilmaz (Autor:in), 2019, Stichprobenkonstruktion in der empirischen Sozialforschung. Methoden und Vorgehensweisen im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/974674