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Hausordnungen im Spätmittelalter

Der Zuwachs der Autonomie der Frauen des St. Agnes Klosters in den Hausordnungen

Titel: Hausordnungen im Spätmittelalter

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Mina Samad (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den sieben Hausordnungen des Benediktinerinnenkloster St. Agnes, welche von dem Kloster Allerheiligen im Sinne von Gesetzten und Regeln erlassen wurden und zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert entstanden sind. Im Fokus dieser Arbeit soll die Analyse über den Zuwachs der Autonomie der Frauen in dem Kloster sein, welcher sich in den verschiedenen Hausordnungen zeigen soll.

Außerdem soll der Frage nachgehangen werden, wodurch sich dieser Zuwachs der Autonomie der Frauen in den fünf Ordnungen zeigt bzw. wo in den Ordnungen sichtbar wird, dass den Frauen Autonomie genommen wird. Dazu kommt es zuerst zu einer Hinführung des Themas, indem auf das Kloster St. Agnes eingegangen wird und dann die sieben verschiedenen Hausordnungen des Klosters vorgestellt werden. Dabei wird chronologisch vorgegangen, sodass zuerst Ordnung A mit Ordnung B verglichen wird, dann Ordnung C mit Ordnung D bis hin zu letzten Verordnung, damit ein Verlauf entsteht und erkannt werden kann worin die Unterschiede liegen und, ob es zu einer Verschärfung bzw. zu einer Vermilderung gekommen ist.

Zum Schluss wird dann ein Fazit geschaffen, inwiefern es eventuell eine Verschärfung in den Hausordnungen im Laufe der Zeit gegeben hat und inwiefern die Frauen mehr Freiheiten in dem Kloster Allerheiligen dazu bekommen haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kloster St. Agnes

2.1 Vorstellung der Hausordnungen des Klosters St. Agnes

3. Vergleich der Verbote und Gebote der Hausordnungen

3.1 Die erste Ordnung A und die zweite Ordnung B des Abtes Walter von Seglingen

3.2. Die erste, zweite und dritte Ordnung des Abtes Berchthold II. Von Sissach

3.3 Eine weitere Ordnung des Abtes Ulrich Kundig von Blaubeuren

3.4 Die letzte Ordnung F von dem Rat von Schaffhausen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Autonomie der Nonnen im Benediktinerinnenkloster St. Agnes in Schaffhausen anhand von sieben spätmittelalterlichen Hausordnungen. Es wird analysiert, inwieweit sich die rechtlichen Rahmenbedingungen und Lebensregeln der Frauen im Zeitraum vom 14. bis zum 16. Jahrhundert verschärft oder gelockert haben.

  • Analyse der Machtverhältnisse zwischen dem Kloster Allerheiligen und dem Konvent St. Agnes.
  • Chronologischer Vergleich von Geboten und Verboten in den verschiedenen Hausordnungen.
  • Untersuchung des Einflusses kirchlicher und weltlicher Instanzen auf die Klosterautonomie.
  • Beurteilung des Wandels durch Reformbestrebungen und die Auswirkungen der Reformation.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die erste, zweite und dritte Ordnung des Abtes Berchthold II. Von Sissach

Die erste Ordnung C und die zweite Ordnung D des Abtes Berchthold II. von Sissach liegen nur zwei Jahre auseinander und enthalten beide die gleichen Vorgaben. In gewisser Hinsicht greifen Ordnung C und D auch auf die Erlasse der vorherigen Ordnungen A und B zurück. Einige Erlasse wie beispielsweise über den Hausfrieden, die Präsenz und die Ess- und Schlafgewohnheiten sind fast identisch geblieben. Jedoch gibt es auch neue Aspekte wie beispielsweise Erlass Nummer sechs, welcher „Habit“ genannt wird. Dazu wird geschrieben „Wir verbieten bi der grossen Muss alle die Gewand, die von Schnitt oder von Tuch anders (…), ebenso Elli gezwickti Tücher und all beschlagene Gürtel (…)“.

Diese Regel wurde in den Verordnungen von Abt Walter von Seglingen nicht erlassen und bedeutet eine weitere Verschärfung für die Frauen des Kloster St. Agnes. Eigentlich wurde die Kleidung nur durch die Ordensregel vorgegeben, wie in diesem Fall durch die Benediktinerregel. Die Entkleidung von Nonnen und auch Mönchen hatte einen großen symbolischen Wert, da sie in dieser Zeremonie ihre weltliche Kleidung ablegten und als Nonne den Schleier aufsetzten und sich damit zum asketischen Leben bekannten. Des weiteren waren die Benediktiner dafür bekannt, dass ihr Gewand schwarz ist. Trotzdem wird in der Benediktinerregel wird nur erwähnt, dass jedem Mönch und jeder Nonne zwei Tuniken als Untergewand, zwei Kukullen als festliche Gewänder zustehen und ein Skapulier als Umhang für die Arbeit. Jedoch fehlen außer dieser Forderung der Zweckmäßigkeit Angaben zum Schnitt, der Farbe oder zum Material. Vielmehr weist die Regel darauf hin, dass die Kleider der Lage ihres Wohnortes entsprechen sollen. Deswegen scheint dieser Erlass des Abtes Berchthold II. von Sissach den Frauen des St. Agnes Klosters nochmal Autonomie zu nehmen, da ihnen dadurch noch mehr Vorgaben gemacht wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Kloster als verschlossenen Raum und führt in die Fragestellung ein, wie sich die Autonomie der Frauen des Klosters St. Agnes in Schaffhausen über die Jahrhunderte in den Hausordnungen veränderte.

2. Das Kloster St. Agnes: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Klosters, die enge Anbindung an die Abtei Allerheiligen und das Abhängigkeitsverhältnis der Nonnen von den Äbten.

2.1 Vorstellung der Hausordnungen des Klosters St. Agnes: Hier werden die fünf zentralen Dokumente aus dem Staatsarchiv Schaffhausen eingeführt, die als rechtliche Grundlage für das Zusammenleben im Konvent dienten.

3. Vergleich der Verbote und Gebote der Hausordnungen: Der Hauptteil analysiert chronologisch die verschiedenen Ordnungen, um Verschärfungen oder Lockerungen der Disziplin und Freiheiten der Frauen aufzuzeigen.

3.1 Die erste Ordnung A und die zweite Ordnung B des Abtes Walter von Seglingen: Die Untersuchung zeigt, dass die Ordnungen des Abtes Walter den Gehorsam der Nonnen massiv einforderten und durch strenge Strafen Disziplin erzwangen.

3.2. Die erste, zweite und dritte Ordnung des Abtes Berchthold II. Von Sissach: Dieses Kapitel arbeitet heraus, dass durch neue Bestimmungen, etwa zur Kleidung, die Autonomie der Frauen weiter eingeschränkt wurde.

3.3 Eine weitere Ordnung des Abtes Ulrich Kundig von Blaubeuren: Im Gegensatz zu den vorangegangenen Regelungen zeigt diese Ordnung eine Entschärfung und einen Zuwachs an Autonomie durch den Fokus auf die Ordensregel anstelle repressiver Abt-Gewalt.

3.4 Die letzte Ordnung F von dem Rat von Schaffhausen: Die letzte Phase zeigt den Übergang der Kontrolle von kirchlichen Autoritäten zur weltlichen Obrigkeit sowie eine erneute Vermilderung der Strafen bei gleichzeitiger Übernahme städtischer Reglements.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Autonomie der Nonnen in den ersten vier Ordnungen abnahm, während sie unter Abt Ulrich Kundig und dem Rat von Schaffhausen in Form von milderen Strafen zunahm.

Schlüsselwörter

Kloster St. Agnes, Hausordnungen, Mittelalter, Autonomie, Frauenkloster, Allerheiligen, Benediktinerinnen, Gehorsam, Reformation, Schaffhausen, Klausur, Disziplin, Säkularisation, Ordensregeln, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die rechtliche Stellung und die Entwicklung der Autonomie von Nonnen im Benediktinerinnenkloster St. Agnes in Schaffhausen zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert anhand von Hausordnungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen dem Kloster Allerheiligen und dem Frauenkonvent sowie der Wandel von der kirchlichen zur weltlichen Kontrolle über das Klosterleben.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich im Laufe der Zeit ein Zuwachs an Autonomie für die Frauen im Kloster St. Agnes in den Hausordnungen feststellen lässt oder ob eine kontinuierliche Verschärfung vorlag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine chronologische Analyse und den direkten Vergleich von sieben verschiedenen Hausordnungen, ergänzt durch die Auswertung historischer Primärquellen und Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der einzelnen Hausordnungen (A bis F), wobei Bestimmungen zu Geboten, Verboten, Strafen und dem Ausgehrecht gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Klosterautonomie, Hausordnungen, Benediktinerinnen, Disziplinierung, Säkularisation und der Einfluss der Reformation auf kirchliche Strukturen prägen die Arbeit.

Welchen Einfluss hatte der Abt auf die Autonomie der Nonnen?

Die Äbte von Allerheiligen versuchten über weite Strecken, die Autonomie der Frauen durch strenge Gehorsamsregeln und harte Strafen, wie Wein- oder Brotentzug bis hin zum Kerker, einzuschränken.

Warum stellt die fünfte Ordnung einen Wendepunkt dar?

Die Ordnung von Abt Ulrich Kundig ist deshalb bedeutend, weil sie den Fokus von willkürlicher Macht des Abtes hin zur Bindung an die Benediktinerregel verschob und somit die Autonomie der Nonnen stärkte.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hausordnungen im Spätmittelalter
Untertitel
Der Zuwachs der Autonomie der Frauen des St. Agnes Klosters in den Hausordnungen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Veranstaltung
Aufbauseminar
Note
1,7
Autor
Mina Samad (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V974202
ISBN (eBook)
9783346319043
ISBN (Buch)
9783346319050
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittellalter Hausordnungen SPätmittelalter Autonomie der Nonnen Benediktinerinnenkloster St.Agnes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mina Samad (Autor:in), 2020, Hausordnungen im Spätmittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/974202
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Leseprobe aus  20  Seiten
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