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Soziologie der Moral von Niklas Luhmann. Die Funktion der Moral

Title: Soziologie der Moral von Niklas Luhmann. Die Funktion der Moral

Term Paper , 2020 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Basics and General

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit geht es um die Moralsoziologie von Niklas Luhmann. Zunächst wird ein kurzer Einstieg in die Moraltheorie von Luhmann gegeben. Anschließend werden grundlegende Begriffe wie Ego, Alter, Moral und Ethik definiert und deren Zusammenhänge erläutert. Daraufhin folgt die Darstellung der Funktion der Moral und es wird auf ihre Bivalenz näher eingegangen.

Weiterhin wird die Verknüpfung zur Freiheit aufgezeigt und die funktionalen Äquivalente näher betrachtet. Im Anschluss wird auf die evolutionäre Generalisierung eingegangen. Bevor es im letzten Kapitel zu einer Zusammenfassung der Soziologie der Moral von Niklas Luhmann kommt, sollen vorher generelle Kritikpunkte dieser Theorie von anderen Autoren zusammengetragen werden.

Die moralsoziologischen Gedanken von Luhmann finden ihre Anfänge im Jahre 1975, als er mit Stephan Pfürtner zu diesem Thema ein Seminar abhält. Daraufhin folgte der Beitrag "Soziologie der Moral", welcher eine unmoralische Definition der Moral als Gegenstand umfasst. Seine dort niedergeschriebenen Überlegungen setzen an die Probleme doppelter Kontingenz an und beschäftigen sich mit der Frage, wie es den Personen möglich ist, sich in sozialen Situationen in die Rolle ihres Gegenübers hineinzuversetzen und gegenseitige Erwartungen zu konstruieren. Wie genau er den Begriff der Moral versteht und in welchem Zusammenhang er die Moral mit der Soziologie setzt, soll in dieser Arbeit erörtert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einstieg in die Moraltheorie von Niklas Luhmann

3 Grundlegende Begriffe und Zusammenhänge

3.1 Ego und Alter

3.2 Moral

3.3 Ethik

4 Funktion der Moral

4.1 Bivalenz der Moral

4.2 Freiheit als Folge der Moral

4.3 Funktionale Äquivalente der Moral

5 Evolutionäre Generalisierung

6 Kritik an Luhmanns Moraltheorie

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Moraltheorie von Niklas Luhmann systematisch darzustellen und ihren Stellenwert innerhalb der systemtheoretischen Soziologie zu erörtern. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Luhmann den Begriff der Moral als spezifische Kommunikationsform definiert, welche Funktion sie in modernen Gesellschaften erfüllt und inwiefern sie sich von traditionellen Moralvorstellungen abgrenzt.

  • Systemtheoretische Definition von Moral als Kommunikation
  • Analyse der Begriffe Ego, Alter und der Problematik der doppelten Kontingenz
  • Untersuchung der Bivalenz der Moral und ihrer Rolle in sozialen Systemen
  • Reflexion der Ethik als Instanz der moralinternen Kritik
  • Kritische Würdigung der Luhmannschen Theorie durch zeitgenössische Autoren

Auszug aus dem Buch

3.1 Ego und Alter

Wenn Menschen miteinander in Beziehung treten, dann entstehen soziale Systeme. Dabei bleiben die Individuen im Verhältnis zueinander als auch im Verhältnis zum Sozialsystem Umwelt. Gleichzeitig gilt, dass die Umwelt immer komplexer als das System selbst ist. Dies zählt sowohl für die einzelnen Beteiligten als auch für das Sozialsystem, welches sie konstruieren. Diese Bedingung ermöglicht es, dass kein System die Prozesse eines anderen Systems oder deren Änderung des Zustandes kalkulieren kann. Füreinander sind die Systeme somit undurchsichtig und kontingent. Um die Kontingenz zu verarbeiten, bedarf es einer vereinfachten Darstellung. Die verschiedenen Systeme werden als Ego und Alter bezeichnet. Sobald diese Systeme unter den Bezeichnungen aufeinandertreffen, entsteht das Problem der doppelten Kontingenz. Ego und Alter interpretieren sich gegenseitig als kontingent unter dem Wissen, dass der andere es ihm gleichtut. Den einzelnen Systemen ist bewusst, dass es für den jeweils anderen Umwelt ist (vgl. Luhmann 2012: S.97-100).

Weiterhin bedeutet die gegenseitige Zuschreibung von Kontingenz, dass die „(…) beiden jeweils in sich selbst eine dreifache Rolle integrieren. Jeder ist für sich selbst zunächst Ego, weiß aber auch, daß er für den anderen Alter ist und außerdem noch, daß der andere ihn als alter Ego betrachtet“ (Luhmann 2012: S.101). Da allerdings die System/ Umwelt Perspektiven zu komplex sind und über die einfach verständlichen Ich/Du-Beziehungen weit hinausreichen, ist die Integration der drei Rollen mit Problemen verknüpft (vgl. Luhmann 2012: S.101-102).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet die Soziologie der Moral historisch und benennt Luhmanns Ziel, eine systemtheoretische Supertheorie der Moral zu entwickeln, die sich von normativen Wertungen distanziert.

2 Einstieg in die Moraltheorie von Niklas Luhmann: Dieses Kapitel erläutert, wie Luhmann die Moral als Gegenstand seiner systemtheoretischen Beobachtung wählt und eine Außenperspektive einnimmt, die Moral als Kommunikation mit moralfreien Begriffen zu erfassen.

3 Grundlegende Begriffe und Zusammenhänge: Hier werden die zentralen Bausteine Ego, Alter, Moral und Ethik definiert, wobei insbesondere auf die Reduzierung doppelter Kontingenz durch Achtungsbeziehungen eingegangen wird.

4 Funktion der Moral: Das Kapitel betrachtet die soziale Funktion der Moral als Kooperationsmittel und ihre Bivalenz, sowie die Umkehrung des Freiheitsbegriffs als Produkt von Kommunikation.

5 Evolutionäre Generalisierung: Hier wird analysiert, wie sich moralische Achtungskommunikation in funktional differenzierten Gesellschaften durch den Prozess der gesellschaftlichen Evolution notwendigerweise generalisieren muss.

6 Kritik an Luhmanns Moraltheorie: Dieses Kapitel fasst kritische Einwände verschiedener Soziologen zusammen, die vor allem die Problematik des Personenbezugs und die fehlende Abgrenzbarkeit der Theorie von moralischen Implikationen thematisieren.

7 Fazit: Das Fazit resümiert die Kernaussagen der Arbeit und stellt fest, dass Luhmanns Anspruch einer rein moralfreien Supertheorie trotz seiner analytischen Brillanz in der wissenschaftlichen Rezeption auf erhebliche Kritik stößt.

Schlüsselwörter

Soziologie der Moral, Niklas Luhmann, Systemtheorie, Kommunikation, Achtung, Doppelte Kontingenz, Bivalenz, Ethik, Funktionale Äquivalente, Soziale Systeme, Evolutionäre Generalisierung, Interpenetration, Moralität, Inklusion, Gesellschaftsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologische Moraltheorie von Niklas Luhmann, insbesondere seine systemtheoretische Herangehensweise an moralische Kommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die systemtheoretischen Begriffe von Ego und Alter, die Funktion der Moral als Kommunikationscodierung sowie das Verhältnis von Moral, Freiheit und Ethik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Luhmanns moralsoziologische Überlegungen darzustellen, ihre systemtheoretische Logik zu erklären und die Kritik anderer Fachwissenschaftler an seinem Ansatz aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, um die systemtheoretischen Schriften Luhmanns sowie die dazu existierende soziologische Forschung kritisch zu sichten und zu systematisieren.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Funktionsbestimmung der Moral, die evolutionäre Entwicklung moralischer Standards und eine ausführliche Auseinandersetzung mit theoretischer Kritik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Systemtheorie", "Kommunikation", "Achtung", "Doppelte Kontingenz" und "Bivalenz der Moral".

Inwiefern unterscheidet sich Luhmanns Verständnis von Moral von klassischen Ansätzen?

Im Gegensatz zur klassischen Soziologie, die Moral oft als Basis für gesellschaftliche Integration sieht, betrachtet Luhmann sie als risikobehaftete, konfliktträchtige Kommunikationsform ohne integrativen Kern.

Warum spielt der Begriff der "Achtung" eine so zentrale Rolle?

Achtung dient Luhmann als Indikator für die gelungene Reduktion komplexer zwischenmenschlicher Kontingenz in sozialen Kommunikationsprozessen.

Wie bewerten Kritiker Luhmanns Versuch einer "moralfreien" Theorie?

Kritiker wie Neckel und Wolf argumentieren, dass Luhmanns Rückgriff auf das Konstrukt der "Person" seine systemtheoretische Voraussetzungslosigkeit untergrabe und die Theorie sich nicht erfolgreich von der Moral abgrenzen könne.

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Details

Title
Soziologie der Moral von Niklas Luhmann. Die Funktion der Moral
College
Technical University of Darmstadt
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
22
Catalog Number
V973887
ISBN (eBook)
9783346322852
ISBN (Book)
9783346322869
Language
German
Tags
soziologie moral niklas luhmann funktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Soziologie der Moral von Niklas Luhmann. Die Funktion der Moral, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/973887
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