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Hegels Gottesbeweis

Titel: Hegels Gottesbeweis

Seminararbeit , 2015 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Hochrein (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Hegel grenzt sich von Kant, der sich auf das dem Verstand zugängliche Endliche beschränkt, ab. Da nach Hegel das Wesen der Religion in der Erhebung des Endlichen zum Absoluten liegt, hat auch der Gottesbeweis seine Daseinsberechtigung in der Reflexion des Absoluten.

Der Fokus der Arbeit liegt auf Hegels Wiederherstellung des ontologischen Arguments. Auf Grund dessen spiegelt sich der historische Verlauf des ontologischen Gottesbeweises auch in der Gliederung dieser Seminararbeit und möchte zeigen wie Hegel die ontologischen Argumente der Tradition und auch Kants Kritik aufhebt. Anhand der Beweise von Anselm und Descartes werden zwei Formen des ontologischen Arguments (omnitudo realitatis, ens necessarium) verdeutlicht, danach wird Kants Kritik erläutert, welche Hegel wiederum aufhebt.

In der Darstellung von Kants Kritik wird deutlich, dass der Gottesbeweis nicht ein Beweis eines einzigen „Gegenstandes“ sein kann, sondern dass es um die Zuordnung der ordo essendi und ordo cognoscendi geht.1 Diese Zuordnung von Sein und Denken vollzieht sich in Hegels System. Da es sehr umfangreich wäre, Hegels System als Ganzes darzustellen, ziehe ich anstatt dessen zentrale Passagen aus Hegels System zu Rate.

Mit der Seminararbeit möchte ich den Lesern2 auf prägnante Weise einen Einblick über einen komplexen Sachverhalt liefern, doch selbstverständlich ohne den Anspruch zu haben, Hegels System als Ganzes darzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der ontologische Gottesbeweis der Tradition

2.1. Das ontologische Argument bei Anselm

2.2. Das ontologische Argument bei Descartes

3. Kants Destruktion des ontologischen Arguments

4. Hegels Wiederherstellung des ontologischen Gottesbeweises

4.1. Die Vermittlung von Begriff und Sein

4.2. Die Vermittlung von Endlichen und Unendlichen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Hegels Wiederherstellung des ontologischen Gottesbeweises vor dem Hintergrund der kantischen Kritik. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hegel die traditionellen Argumente von Anselm und Descartes sowie Kants Widerlegung in seinem dialektischen System aufhebt und neu begründet, um eine rationale Erhebung des endlichen Geistes zum Absoluten zu ermöglichen.

  • Historische Analyse der ontologischen Gottesbeweise (Anselm und Descartes)
  • Eingehende Untersuchung der kantischen Kritik (Differenz von Denken und Sein)
  • Darstellung von Hegels dialektischer Methode als Antwort auf Kant
  • Die Vermittlung von Begriff und Sein bei Hegel
  • Das Verhältnis von Endlichem und Unendlichem im Kontext der Offenbarung

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Vermittlung von Begriff und Sein

Bei Kant wird die Einheit von Begriff und Sein absolut getrennt; die Tradition hingegen setzt diese Einheit schon voraus („und zwar als das Vollkommenste“). Hegel hingegen vermittelt sie innerhalb der Dialektik und zeigt, dass der Anfang identisch ist mit dem Resultat des dialektischen Ganges; nur mit dem Unterschied, dass nun dem Begriff „im qualifizierten Sinne“ das Sein zukommt, da auch die Begriffe der omnitudo realitatis und ens necessarium miteinander vermittelt sind und diese als feste Momente des dialektischen Prozesses bestimmt werden. Dieser fängt mit dem Sein an und führt zum Begriff Gottes, in welchen eben auch die Begriffe der Tradition vermittelt sind.

Hegel hält Kants Erkenntnis, „daß Denken und Sein verschieden seien“ für völlig selbstverständlich, doch zeigt er auf, dass dies nur für Endliches (z.B.: 100 Taler) gilt: „In der Tat ist alles Endliche dies und nur dies, daß das Dasein desselben von seinem Begriffe verschieden ist.“ Gott ist somit nicht mit irgendeinem endlichen Gegenstand zu vergleichen, dem das Sein nur nach Art endlicher Dinge zukommt: „es würde vergessen, daß die endlichen Dinge veränderlich und vergänglich sind, d.i. daß die Existenz nur transitorisch mit ihnen verbunden, daß die Verbindung nicht ewig, sondern trennbar ist.“

Hegel gibt dennoch der Tradition auf gewisse Weise recht: Der Begriff Gottes schließt „das Sein in sich“. Zwar ist der Begriff nur „eine formale Bestimmung von Gott“, doch ist es nach Hegel „leicht einzusehen“, dass der Begriff Gottes das Sein in sich schließt. Denn der Begriff ist die „unmittelbare Beziehung auf sich selbst“. Dies kommt nach Hegel auch dem Sein zu, welche die „allerärmste, die abstrakteste“ Bestimmung überhaupt ist.

Hegel setzt aber im Gegensatz zur Tradition die „Einheit“ von Begriff und Sein nicht voraus, sondern nimmt den „Begriff, mit dem diese entfernte Abstraktion des Seins oder auch der Objektivität noch nichts zu tun“ hat und erschließt auf vernünftige Weise, wie der Begriff mit dem Sein vermittelt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderung der Gottesbeweise nach Kants Kritik und stellt die Forschungsfrage nach der Relevanz einer rationalen Glaubensreflexion bei Hegel.

2. Der ontologische Gottesbeweis der Tradition: Dieses Kapitel zeichnet die Beweisführungen von Anselm von Canterbury und René Descartes nach und identifiziert die für Hegel zentralen Begriffe wie omnitudo realitatis und ens necessarium.

3. Kants Destruktion des ontologischen Arguments: Hier wird Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis analysiert, insbesondere seine Trennung von Denken und Sein sowie die Einstufung Gottes als regulative Idee.

4. Hegels Wiederherstellung des ontologischen Gottesbeweises: Das Kernstück der Arbeit erläutert, wie Hegel mithilfe seiner Dialektik die kantische Kritik aufhebt und die Einheit von Denken und Sein begründet.

4.1. Die Vermittlung von Begriff und Sein: Dieses Kapitel vertieft die dialektische Verschränkung von Denken und Sein und zeigt auf, warum der Gottesbegriff für Hegel das Sein notwendigerweise einschließt.

4.2. Die Vermittlung von Endlichen und Unendlichen: Abschließend wird das Verhältnis zwischen dem endlichen menschlichen Geist und dem Unendlichen (Gott) als dialektischer Versöhnungsprozess dargestellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Bedeutung von Hegels System für die moderne Theologie und das Verständnis der Welt.

Schlüsselwörter

Hegel, Gottesbeweis, Ontologisches Argument, Immanuel Kant, Dialektik, Denken und Sein, omnitudo realitatis, ens necessarium, Endliches und Unendliches, Religionsphilosophie, Spekulative Theologie, Metaphysik, Vernunftkritik, System, Absolute Idee

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Hegels philosophischer Wiederherstellung des ontologischen Gottesbeweises, nachdem dieser durch Kants Kritik in der Philosophie an Bedeutung verloren hatte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Geschichte des ontologischen Gottesbeweises, die Erkenntniskritik Immanuel Kants und die Anwendung der hegelschen Dialektik auf das Verhältnis von Denken, Sein und Gott.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hegel die traditionellen Gottesbeweise und deren kantische Widerlegung in ein übergeordnetes dialektisches System integriert und somit eine rationale Rechtfertigung des Glaubens anstrebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und historische Einordnung philosophischer Primärtexte und setzt diese in den Kontext der hegelschen dialektischen Methode.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Ansätze von Anselm und Descartes, die Destruktion durch Kant sowie Hegels anschließende Neukonzeption der Einheit von Begriff, Sein und Unendlichem systematisch dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Hegel, Dialektik, Ontologischer Gottesbeweis, Kant, Vernunftkritik sowie die Vermittlung von Endlichem und Unendlichem.

Warum hält Hegel Kants Kritik für überwindbar?

Hegel argumentiert, dass Kant das Unendliche nicht im Endlichen erfassen konnte und somit im Widerspruch stehen blieb, während Hegel durch seine Dialektik einen Weg findet, das Absolute als sich selbst erkennend im Endlichen zu begreifen.

Inwiefern spielt die Trinität für Hegels Gottesverständnis eine Rolle?

Hegel sieht in der Trinität (Vater, Sohn, Geist) eine Spiegelung seiner Dialektik, bei der Gott sich im Sohn als anderer erkennt und durch den Geist die Versöhnung und Selbsterkenntnis vollzieht.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hegels Gottesbeweis
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,0
Autor
Marcel Hochrein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
20
Katalognummer
V962744
ISBN (eBook)
9783346315113
ISBN (Buch)
9783346315120
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hegel Gottesbeweis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Hochrein (Autor:in), 2015, Hegels Gottesbeweis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/962744
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Leseprobe aus  20  Seiten
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