Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Veränderung der Controller-Rolle sowie Anforderungen an Controller in Großunternehmen im Zeitverlauf darzulegen. Eine Aufarbeitung der bestehenden Literatur soll ein besseres Verständnis des Controllers und seine Entwicklung ergeben. Ergänzend sollen mögliche Tendenzen der Anforderungsprofile für die Zukunft aufgezeigt werden. Wie hat sich die Controller-Rolle in Großunternehmen in den vergangenen Jahren entwickelt und durch welche Faktoren wurde diese Entwicklung vorangetrieben? Wie hat sich das Anforderungsprofil von Controller in Großunternehmen entwickelt und wie sieht die zukünftige Entwicklung der Anforderungen aus?
Veränderungen stellen heute in nahezu allen Bereichen eines Unternehmens eher die Regel als die Ausnahme dar. Zusätzlich kann festgestellt werden, dass die Abstände zwischen gravierenden Veränderungen in Unternehmen immer kürzer werden. Die Unternehmen müssen sich ändern und die Controller müssen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln bzw. anpassen, damit sie den neuen Ansprüchen entsprechen. Genauso, wie sich die Rollen und das Bild von Controllern verändert haben, hat sich auch der Aufgabenbereich erweitert. Der Wandel des Controllers vom „Zahlenknecht“ hin zum „Business Partner“ ist viel diskutiert. Die neuen Anforderungen, die mit der Rolle des „Business Partner“ zusätzlich auf die Controller zukommen, müssen von ihnen adaptiert werden. Bei diesem Veränderungsprozess spielt auch die Unternehmensgröße oft eine entscheidende Rolle.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation und Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Begriffsbestimmungen
2.1. Controlling
2.2. Controller/Management Accountant
2.3. Rolle
2.4. Anforderungsprofil
2.5. Großunternehmen
3. Theoretischer Bezugsrahmen
3.1. Grundlage der Rollentheorie
4. Entwicklung der Controller-Rolle in Großunternehmen im Zeitverlauf
4.1. Traditionelle Controller
4.2. Book-Keeper / Service Aid
4.3. Reporter
4.4. Navigator
4.5. Business-Partner
5. Einflussfaktoren auf die Rollenentwicklung
6. Anforderungen an Controller in Großunternehmen
6.1. Fachliche Anforderungen
6.2. Persönliche Anforderungen
7. Resümee
7.1. Zusammenfassung und Diskussion
7.2. Implikationen für Forschung und Praxis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die historische Entwicklung der Rolle des Controllers in Großunternehmen sowie die damit verbundenen veränderten Anforderungsprofile fundiert darzulegen. Basierend auf einer umfassenden Literaturanalyse soll ein besseres Verständnis des Wandlungsprozesses gewonnen und zukünftige Tendenzen aufgezeigt werden.
- Historische Evolution der Controller-Rolle (vom "Zahlenknecht" zum "Business Partner")
- Einflussfaktoren auf den Rollenwandel in Großunternehmen
- Strukturierung fachlicher und persönlicher Anforderungsprofile
- Die Rolle von ERP-Systemen und IT als Treiber der Veränderung
- Herausforderungen in der Implementierung moderner Rollenbilder
Auszug aus dem Buch
4.4. Navigator
In der Rolle des Navigators benötigt der Controller eine besondere Stellung im Unternehmen und muss sehr eng mit den Managern zusammenarbeiten und sich über die psychologischen Auswirkungen seiner Arbeit bewusst sein. Als Differenzierung zum Reporter, liegt die Kernleistung des Navigators nicht mehr auf der Aufbereitung und Sammlung historischer-buchhaltungsorientierter Daten, sondern er muss aktiv steuernd in Unternehmensabläufe eingreifen und ist in wichtigen Entscheidungsfindungsprozessen eingebunden.
Der Controller ist der Navigator, der sprichwörtlich den Faden am Bug des Schiffes ins Wasser hält und versucht, das Schiff an den Klippen vorbeizuführen. Die Klippen können inhaltlich sehr unterschiedlich sein und der Controller muss erkennen, welche Risiken sich aus diesen Klippen ergeben. Der Navigator muss in der Lage sein, die Gefahren vorherzusehen, z.B. ob eine Analyse relevant ist oder nur ein Markttrend dem einige Unternehmen folgen. Der Navigator muss bohren und graben, bis er die richtigen Antworten liefern kann.
Nur durch tägliches Handeln können die Controller in der Lage sein standhaft zu bleiben und als Navigator des operativen Managers beständig zu sein, ohne die Loyalität zu vergessen, die sie im finanziellen Bereich schulden. In diesem Zusammenhang, muss das Problem der Agency-Theory genannt werden. Nach der Informationsasymmetrie einen Wettbewerbsvorteil oder Nachteil darstellen kann. Da Informationen innerhalb einer Organisation sehr wesentlich sein können und diese manipuliert werden können, ist es wichtig Maßnahmen zu ergreifen, die zur Lösung dieses Problems beitragen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Dynamik und Veränderungsgeschwindigkeit in modernen Unternehmen sowie die damit verbundene Notwendigkeit, das Controller-Rollenbild zu untersuchen und weiterzuentwickeln.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe wie Controlling, Controller, Rolle, Anforderungsprofil und Großunternehmen, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Arbeit zu schaffen.
3. Theoretischer Bezugsrahmen: Hier wird die Rollentheorie als theoretisches Fundament eingeführt, um das Verständnis von Rollenerwartungen und deren Auswirkung auf den Stelleninhaber in der Organisation zu untermauern.
4. Entwicklung der Controller-Rolle in Großunternehmen im Zeitverlauf: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die historische Transformation des Controllers von traditionellen Funktionen wie dem "Book-Keeper" oder "Reporter" hin zum strategischen "Business Partner".
5. Einflussfaktoren auf die Rollenentwicklung: Das Kapitel analysiert externe und interne Faktoren, insbesondere die Implementierung von ERP-Systemen und die Dezentralisierung, die den Wandel der Controller-Rolle maßgeblich vorangetrieben haben.
6. Anforderungen an Controller in Großunternehmen: Es werden die spezifischen fachlichen (z.B. IT- und Rechnungslegungskenntnisse) sowie persönlichen Anforderungen (z.B. Kommunikation, analytisches Denken) an den modernen Controller detailliert erörtert.
7. Resümee: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen, diskutiert die Entwicklungstendenzen und leitet Implikationen für zukünftige Forschung sowie die praktische Arbeit ab.
Schlüsselwörter
Controlling, Controller, Rollenwandel, Business Partner, Großunternehmen, Anforderungsprofil, ERP-Systeme, Rollentheorie, Unternehmensführung, Finanzinformationen, Management Accounting, Fachliche Anforderungen, Persönliche Anforderungen, Organisationsstruktur, Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Aufgaben und Anforderungen an Controller in Großunternehmen im Laufe der Zeit verändert haben und durch welche Faktoren dieser Prozess beeinflusst wurde.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung verschiedener Controller-Rollen, die Bedeutung von ERP-Systemen, theoretische Modelle der Rollentheorie sowie spezifische Anforderungsprofile für Controller im 21. Jahrhundert.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Wandel der Controller-Rolle sowie die Entwicklung der Anforderungen darzulegen, wobei insbesondere geklärt werden soll, wie sich diese Rolle in der Vergangenheit entwickelt hat und wie die zukünftigen Anforderungen aussehen könnten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Aufarbeitung und Analyse der bestehenden wissenschaftlichen Literatur zu Controlling-Rollen und relevanten theoretischen Ansätzen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die verschiedenen Rollenmodelle (z.B. Traditioneller Controller, Reporter, Navigator, Business Partner), die Einflussfaktoren (insb. ERP-Systeme) und die konkreten fachlichen wie persönlichen Anforderungen detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Controller-Rolle, Business Partner, Rollenwandel, Anforderungsprofil und Controlling-Praxis in Großunternehmen charakterisiert.
Welche Rolle spielt die "Agency-Theory" in dieser Untersuchung?
Die Agency-Theory wird im Kontext der Navigator-Rolle genannt, um das Problem der Informationsasymmetrie und die daraus resultierende Notwendigkeit zu verdeutlichen, dass Controller als treuhänderische Instanz die Korrektheit und Relevanz von Informationen sicherstellen müssen.
Warum ist die Dezentralisierung für die Controller-Rolle bedeutend?
Die Dezentralisierung hat dazu geführt, dass Controller näher am operativen Geschäft in den Einheiten tätig sind, was die Business-Partner-Rolle gestärkt und die Akzeptanz für Controlling-Instrumente in den Abteilungen erhöht hat.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Controller in Großunternehmen. Rollenentwicklung und zukünftiges Anforderungsprofil, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/960605