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Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle

Können zeitliche Vorgaben und Handlungsleitfäden in der Hilfeplanung mit der Lebensweltorientierung nach Thiersch konform sein?

Title: Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle

Term Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Markus Richnow (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Sozialen Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle. Die Diskurse werden in der Kinder- und Jugendhilfe sehr kontrovers geführt. Die einen behaupten, dass Soziale Arbeit aus dem Grundsatz der Hilfe besteht. Andererseits sollte auch die Seite der Kontrolle Betrachtung finden. Gesellschaftliche Normen und Wertevorstellungen sowie idealtypische Vorgaben bestimmen und erzeugen eine gewisse Erwartungshaltung an die Individuen. Daraus ergibt sich ein Dilemma der Paradoxien professionellen Handelns, welche in der Rahmung von Hilfe und Kontrolle seinen Ursprung finden. Die Auseinandersetzung mit der Fragestellung findet unter dem Dach der institutionellen Hilfeplanungen in der Kinder- und Jugendhilfe statt.

Als Theoriediskurs werde ich mich im ersten Teil der Arbeit dem Konzept der Lebensweltorientierung annähern. Diese Annäherung mündet in die lebensweltorientierte Soziale Arbeit nach Thiersch. Anschließend geht es um eine Neuprofilierung von Handlungs- und Deutungsmustern aufgrund der Tatsache, dass gegenwärtig Kinder und Jugendliche viel Kraft aufwenden müssen, um einen Lebensplan zu entwickeln. Es gilt zu klären, ob dieser seine Torpedierung oder zumindest eine Erschwernis in zeitlichen Vorgaben und Handlungsleitfäden von Institutionen findet. Aufgreifend an diese These richtet sich der Blick auf das rechtliche Gebilde von Hilfeplanungen und dessen Struktur. Um dabei ein besseres Verständnis für das berufliche Handeln und die Beauftragung zu erhalten, soll eine kurze Bearbeitung der Mandatierung Sozialer Arbeit Aufschluss geben. Das vierte Kapitel befasst sich schlussendlich mit der kritischen Auseinandersetzung vom beruflichen Handeln und bietet das berufliche Selbstkonzept als handlungsleitend an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Annäherungen an das Konzept der Lebensweltorientierung

2.1 Grundlagen der Alltagstheorie und Lebensweltorientierung

2.2 Thierschs Konzept zur lebensweltorientierten Sozialen Arbeit

2.1.1 Bedeutung des Konzepts

2.1.2 Rekonstruktion von Lebenswelt

2.1.3 Handlungs- und Strukturmaxime

3. Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle

3.1 Das SGB VIII

3.2 Hilfeplanungen in der Kinder- und Jugendhilfe

3.3 Vom beruflichen Doppel- zum professionellen Tripelmandat

3.4 Jugendämter im Spannungsfeld von Bürokratie und professionellem Handeln

4. Professionelles Handeln im Widerspruch

4.1. Reflexion als Grundlage professionellen Handelns

4.1.1 Reflexion sozialpädagogischer Entscheidungsfindung

5. Diskussion im Hinblick auf die Fragestellung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle in der Kinder- und Jugendhilfe und geht der zentralen Frage nach, ob zeitliche Vorgaben sowie formale Handlungsleitfäden in institutionellen Hilfeplanungsprozessen mit dem Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch vereinbar sind.

  • Lebensweltorientierung als theoretische Rahmung der Sozialen Arbeit
  • Das Spannungsfeld zwischen Hilfe und staatlicher Kontrollfunktion
  • Strukturen und Rahmenbedingungen von Hilfeplanungen gemäß SGB VIII
  • Bürokratische Anforderungen versus professionelles Handeln
  • Reflexion als notwendiges Element professioneller Entscheidungsfindung

Auszug aus dem Buch

3.1 Das SGB VIII

Dieser Teil des Sozialgesetzbuches regelt verschiedene Bereiche, z.B. erzieherischer Kinder- und Jugendschutz oder Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen, und bietet Handlungsleitfäden für sachliche und örtliche Zuständigkeiten von Jugendämtern an. Es umfasst im Allgemeinen Regelungen, die die Kinder- und Jugendhilfe betreffen. Es ist aus dem KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) entstanden, welches wiederum an die Stelle des JWG (Jugendwohlfahrtsgesetz) getreten ist (vgl. Marburger 2016: S. 11).

Die allgemeinen Vorschriften sind in den §§ 1 bis 10 zu finden. Im § 1 wird das Recht auf Erziehung als Recht eines jeden jungen Menschen dargestellt. So heißt es darin wörtlich;

§ 1 SGB VIII Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe

(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

Die Hilfe zur Erziehung nimmt im Leistungsspektrum des SGB VIII einen großen Stellenwert ein. Sie kennzeichnet eine sekundierte Funktion der Kinder- und Jugendhilfe im Erziehungsprozess. Damit soll verdeutlicht werden, dass es in ihr auch um eine Kompetenzerweiterung und -stärkung der Eltern geht. Diese sollen die Wahrnehmung ihres Erziehungsauftrages gegenüber dem Jugendlichen gerecht werden. Ein Aspekt, der mit Einführung des SGB VIII erst die nötige Gewichtung fand, da das JWG diese Ausrichtung nicht kannte. Die Hilfestellungen beziehen sich somit weder allein auf den Jugendlichen als Individuum noch auf die Eltern, sondern vielmehr auf die Stärkung des „Systems“ Familie. Gelingt es dennoch nicht, das Wohl des Jugendlichen zu gewährleisten, also „wird eine Lebenssituation des […] Jugendlichen [sichtbar], die dadurch gekennzeichnet ist, dass die zur Verfügung stehende Erziehungsleistung nicht ausreicht, [um] das Ziel der Erziehung zu erreichen“ (Wiesner In: Fazekas 2015: S. 40), ist es Aufgabe des Staates „Entwicklungs- und Erziehungsprozesse“ (ebd.) zu sekundieren. Sind also Eltern nicht in der Lage, den Erziehungsauftrag in Richtung adäquaten

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik des Widerspruchs zwischen Hilfe und Kontrolle in der Kinder- und Jugendhilfe ein und umreißt den theoretischen Diskurs um Lebensweltorientierung.

2. Annäherungen an das Konzept der Lebensweltorientierung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Lebensweltorientierung und stellt das Konzept von Hans Thiersch sowie dessen Strukturmaximen im Detail vor.

3. Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle: Der Fokus liegt auf der Analyse des SGB VIII, der Gestaltung von Hilfeplanungen und der Spannung zwischen bürokratischen Anforderungen und dem professionellen Tripelmandat.

4. Professionelles Handeln im Widerspruch: Hier wird die Bedeutung von Reflexion als Instrument zur Bewältigung struktureller Widersprüche im sozialpädagogischen Alltag untersucht.

5. Diskussion im Hinblick auf die Fragestellung: Das Kapitel führt die theoretischen Erkenntnisse mit der praktischen Realität der Hilfeplanung zusammen und diskutiert die Vereinbarkeit von institutionellen Vorgaben mit lebensweltorientierten Ansätzen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Hilfe und Kontrolle, Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Hilfeplanung, SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfe, Bürokratie, professionelles Handeln, Tripelmandat, Reflexion, Alltagsorientierung, Empowerment, Fallverstehen, Jugendamt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem grundlegenden Widerspruch zwischen pädagogischer Hilfe und staatlicher Kontrolle innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Konzept der Lebensweltorientierung nach Thiersch, rechtliche Rahmenbedingungen wie das SGB VIII, die Rolle der Jugendämter und die Herausforderungen professionellen Handelns in bürokratischen Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit starre zeitliche Vorgaben und institutionelle Handlungsleitfäden in der Hilfeplanung mit dem Anspruch der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit vereinbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskursanalyse, bei der Fachliteratur und theoretische Konzepte (Lebensweltorientierung, Tripelmandat) in den Kontext der institutionellen Praxis gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung und Anwendung der Lebensweltorientierung, das SGB VIII als rechtliches Gebilde, die Tripolarität des professionellen Handelns sowie die Notwendigkeit sozialpädagogischer Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Lebensweltorientierung, Hilfeplanung, professionelles Handeln, SGB VIII und das Dilemma von Hilfe und Kontrolle beschreiben.

Welche Rolle spielt das "Tripelmandat" in der Argumentation?

Das Tripelmandat dient als Ergänzung zum Doppelmandat und soll Sozialarbeitern durch wissenschaftliche Fundierung und ethische Leitlinien helfen, das Dilemma zwischen Hilfe und Kontrolle professionell zu bewältigen.

Warum ist laut der Arbeit die "Reflexion" so entscheidend?

Reflexion wird als unerlässlich angesehen, da sie es ermöglicht, die eigenen Handlungsentscheidungen kritisch zu hinterfragen, Machtverhältnisse zu erkennen und die Balance zwischen notwendiger Kontrolle und förderlicher Hilfe zu wahren.

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Details

Title
Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle
Subtitle
Können zeitliche Vorgaben und Handlungsleitfäden in der Hilfeplanung mit der Lebensweltorientierung nach Thiersch konform sein?
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1.0
Author
Markus Richnow (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V960582
ISBN (eBook)
9783346305336
ISBN (Book)
9783346305343
Language
German
Tags
soziale arbeit hilfe kontrolle können vorgaben handlungsleitfäden hilfeplanung lebensweltorientierung thiersch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Richnow (Author), 2018, Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Kontrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/960582
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