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Friedrich Nietzsches Kultur- und Naturbegriff im Roman "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek

Titel: Friedrich Nietzsches Kultur- und Naturbegriff im Roman "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 38 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marc Pawlowski Mariano (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit greift Friedrich Nietzsches Kultur- und Naturbegriff und zeigt Berührungspunkte zwischen diesen und weiteren Konzepten Nietzsches in Elfriede Jelineks Roman "Die Klavierspielerin" auf. Die Berührungspunkte können zum einen an bestimmten Textstellen als direkte Bezüge zu einem nietzscheanischen Weltbild interpretiert werden, zum anderen hat aber vor allem das facettenreiche Begriffspaar Kultur und Natur mit den thematischen Schwerpunkten Kunst und Musik einen zentralen Stellenwerk im Roman. Diese sind verbunden mit spezifischen Genie-Vorstellungen und umrahmt von sexuellen und gesellschaftlichen Referenzen, die Kultur- und Naturvorstellungen immer wieder in Beziehung zueinander setzen. Dies ermöglicht es, Referenzen zu Begriffs- und Bedeutungsfeldern herzustellen, die auch integraler Bestandteil im Schaffen und Denken Nietzsches waren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Elfriede Jelineks „Die Klavierspielerin“

3. Kultur und Natur im Denken Friedrich Nietzsches

4. Kultur und Natur in „Die Klavierspielerin“

5. Berührungspunkte und Divergenzen

5.1 Kultur- und Gesellschaftskritik

5.2 Genialität und Individualität

5.3 Schein und Täuschung

5.4 Sexualität

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel von Kultur- und Naturbegriffen im Roman „Die Klavierspielerin“ von Elfriede Jelinek unter besonderer Berücksichtigung philosophischer Anleihen bei Friedrich Nietzsche. Dabei wird analysiert, inwieweit Jelineks Roman durch die Dekonstruktion überkommener Ideale und die Offenlegung gesellschaftlicher Machtstrukturen Nietzsches kulturkritische Perspektiven aufgreift, satirisch wendet oder als Ausgangspunkt für eine illusionslose, feministische Gesellschaftskritik nutzt.

  • Kulturkritische Analysen im Kontext des bürgerlichen Musikbetriebs und seiner ökonomischen Verflechtungen.
  • Die Auseinandersetzung mit Nietzsches Naturverständnis und dessen ambivalenter Übertragung auf Jelineks Romanwelt.
  • Untersuchung von Identitätskonstruktionen, Genialität und Schein versus Wirklichkeit bei der Protagonistin Erika Kohut.
  • Reflektion über Sexualität als elementaren, aber gesellschaftlich unterdrückten und instrumentalisierten Teil der menschlichen Natur.

Auszug aus dem Buch

3. Kultur und Natur im Denken Friedrich Nietzsches

Der Begriff Kultur hat sich im Denken Nietzsches in seinen verschiedenen Schaffensphasen immer wieder gewandelt. In allen Ausprägungen hatte er aber stets eine zentrale Bedeutung innerhalb seiner Philosophie und wies Verflechtungen zu zahlreichen angrenzenden Themenfeldern wie etwa seinem Lebensbegriff auf. Ausgehend von einer frühen Definition, die Kultur als die „Einheit des künstlerischen Stils in allen Lebensäußerungen eines Volkes“ zusammenfasste, wurden Nietzsches Vorstellungen mit der Zeit vielschichtiger: In den zweiten Unzeitgemäßen Betrachtungen definierte er Kultur in diesem Sinne als „Einhelligkeit zwischen Leben, Denken, Scheinen und Wollen“. Als Wurzel aller Kultur postulierte er dabei ein Verlangen nach Genialität, personifiziert im Genius, dessen Erzeugung wiederum das Ziel jeglichen Kulturschaffens sei.

In diesem Sinne und vor dem Hintergrund seiner nihilistischen Einsichten liegt die gesellschaftliche Basis des Kulturverständnisses Nietzsches auch nicht im Kollektiv; vielmehr ist Kultur an das Individuum gebunden und „nicht überindividuelles determinierendes Prinzip metaphysischer Art.“ In der „Unwahrheit, an der als Täuschung alles Schöne“ hänge, sah er dabei infolge seiner genealogischen Kritik an gängigen Wahrheits- und Realitätsvorstellungen eine unentbehrliche Voraussetzung. Von dieser ästhetischen Grundlage ausgehend ist Kultur somit eine Form der Täuschung. Diese Scheinhaftigkeit wiederum ist eng mit der erwähnten Vorstellung von Einheitlichkeit von Kultur verknüpft, da letztere keine Einheit im Sinne einer bestimmten vorgeschriebenen Kulturform meint, sondern eine – hypothetische – Einheit, die „gerade am Ende […] in der äußersten Scheinhaftigkeit“ liege.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die thematische Vielschichtigkeit des Romans ein und etabliert Friedrich Nietzsche als theoretischen Referenzpunkt für die Analyse der im Roman verhandelten Kultur- und Naturkomplexe.

2. Elfriede Jelineks „Die Klavierspielerin“: Das Kapitel bietet eine inhaltliche Verortung des Romans, insbesondere der gescheiterten Identitätsentwicklung der Protagonistin Erika Kohut im repressiven Umfeld ihrer Mutter.

3. Kultur und Natur im Denken Friedrich Nietzsches: Hier werden die theoretischen Grundlagen Nietzsches dargelegt, insbesondere sein gewandelter Kulturbegriff, die Rolle des Genius und die kritische Distanz zur Naturwissenschaft.

4. Kultur und Natur in „Die Klavierspielerin“: Dieses Kapitel verortet die Themenkomplexe Kultur und Natur innerhalb des Romans, wobei der Musikbetrieb als stagnierendes System und die Natur als entmythologisiertes, unterdrücktes Element analysiert werden.

5. Berührungspunkte und Divergenzen: In diesem Hauptteil werden spezifische Themen wie Gesellschaftskritik, Genialität, Schein sowie Sexualität in einer vergleichenden Analyse zwischen Jelineks Roman und Nietzsches Philosophie detailliert gegenübergestellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Jelineks Roman Nietzsches Gedankenwelt aufgreift, diese jedoch durch eine radikale, illusionslose feministische Perspektive kritisch hinterfragt und satirisch bricht.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Elfriede Jelinek, Die Klavierspielerin, Kulturkritik, Naturbegriff, Genialität, Individualität, Schein und Täuschung, Sexualität, Patriarchat, feministische Literaturwissenschaft, Identitätsverlust, Körper-Geist-Dualismus, Stagnation, Dekonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die thematische Verknüpfung von Kultur und Natur in Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ und setzt diese in einen kritischen Dialog mit der Philosophie von Friedrich Nietzsche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Kritik an gesellschaftlichen und kulturellen Machtstrukturen, das Konzept der Genialität, das Verhältnis von Körper und Geist sowie die Darstellung von Sexualität und weiblicher Identität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Jelinek nietzscheanische Motive nutzt, um sowohl die herrschenden Gesellschaftsstrukturen als auch Nietzsches eigene philosophische Annahmen durch eine feministische Perspektive zu dekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine vergleichende Literatur- und Ideengeschichtliche Analyse an, die den Roman textnah auswertet und mit philosophischen Quellen Nietzsches in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Nietzsches Denken sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Themenkomplexe Kultur, Natur, Individualität, Schein und Sexualität innerhalb des Romans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kulturkritik, Naturbegriff, Machtstrukturen, patriarchale Gesellschaft, feministische Perspektive und die philosophische Auseinandersetzung mit Identität charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst die Mutter-Tochter-Beziehung die Interpretation von Kultur und Natur?

Die Mutter-Tochter-Konstellation verdeutlicht die gewaltsame Einhegung der Natur und die Instrumentalisierung von Kultur (hier: Musik) zur Sicherung eines bürgerlichen Status, was Erika jegliche authentische Entwicklung verwehrt.

Welche Rolle spielt die Figur Walter Klemmer im Vergleich zu Nietzsches Übermenschen?

Klemmer dient als satirisches Zerrbild; seine Handlungen und seine elitäre Selbstwahrnehmung legitimieren chauvinistische Unterdrückung unter dem Deckmantel einer nietzscheanisch missverstandenen Freiheit.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Friedrich Nietzsches Kultur- und Naturbegriff im Roman "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Note
1,0
Autor
Marc Pawlowski Mariano (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
38
Katalognummer
V960498
ISBN (eBook)
9783346302311
ISBN (Buch)
9783346302328
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich Nietzsche Kultur- und Naturbegriff Elfriede Jelinek
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Pawlowski Mariano (Autor:in), 2019, Friedrich Nietzsches Kultur- und Naturbegriff im Roman "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/960498
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Leseprobe aus  38  Seiten
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