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Antonio de Nebrija. Apologetische Sprachreflexion im Prolog der "Gramática de la Lengua castellana"

Titel: Antonio de Nebrija. Apologetische Sprachreflexion im Prolog der "Gramática de la Lengua castellana"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Philipp Scheerer (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dass Spanisch aufgrund der hohen Sprecherzahlen und der geographischen Verbreitung zu den großen Weltsprachen gezählt wird, ist auf die europäische Expansion und auf den Aufstieg Spaniens zu einer der ersten Kolonialmächte zurückzuführen. Während die Real Academia Española (RAE) als wichtigste Institution der Pflege der spanischen Sprache die sich im Laufe der Zeit herauskristallisierenden sprachlichen Variationen unter der traditionellen Dichotomie des europäischen und des amerikanischen Spanischs zusammenfasste, zeigt die Nueva Gramática del la lengua española einen moderneren Ansatz auf: Basierend auf dem Konzept, dass es sich beim Spanischen um eine plurizentrische Sprache handele, hat die RAE in Zusammenarbeit mit der Asociación de Academias de la Lengua Española im Jahr 2009 die unterschiedlichen Normen des Spanischen (aufgeteilt in acht Sprachräume) kodifiziert.

Die Tatsache, dass mit Hilfe von Grammatiken immer noch an der Normierung der spanischen Sprache gearbeitet wird, demonstriert die Bedeutung dieser für die Sprachpflege, weshalb es sich aus sprachwissenschaftlichen Motiven heraus anbietet, für das weitere Verständnis dieser den Ursprung der Grammatiken zu untersuchen. Antonio de Nebrija, der oft als „fundador de la Filología románica“ bezeichnet wird, hat mit seiner Gramática de la Lengua castellana im Jahr 1492 die erste Grammatik des Kastilischen und laut Antonio Quilis die erste Grammatik einer romance veröffentlicht. Die Auseinandersetzung mit diesem Werk bzw. mit dessen Prolog steht im Fokus dieser Arbeit, deren Ziel es ist, den prólogo der GC hinsichtlich der Intention des Autors zu analysieren – hatte Antonio de Nebrija schon vor 500 Jahren ähnliche Ziele wie beispielsweise die RAE vor Augen?

Um dieser Fragestellung nachgehen zu können, eignet sich der Prolog, da dieser einerseits während der Renaissance und des Siglo de Oro der „Ort der ‚apologetischen Reflexion‘“ , also der Begründung des im Folgenden untersuchten Gegenstandes, war und andererseits weil er den von Zeitgenossen am meisten rezipierten Teil der Grammatik darstellt. Um die Analyse sinnvoll dem biographischen und intellektuellen Klima zuordnen zu können, soll – sofern zur Fragestellung beitragend - mit einem biographischen Kapitel zu Antonio de Nebrija und seinem Werk begonnen werden. Folgend wird für das nähere Verständnis auf den linguistischen Kontext eingegangen, bevor die Untersuchung des Prologs anschließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leben und Werk des Antonio de Nebrija

2.1 Das Leben des „humanista completo“

2.2 La Gramática de la Lengua castellana

3. Linguistischer Kontext – Castellano in der ausgehenden Renaissance

4. Analyse des Prologs

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert den Prolog der 1492 erschienenen Gramática de la Lengua castellana von Antonio de Nebrija, um die Intention des Autors hinsichtlich der Kodifizierung der kastilischen Volkssprache zu entschlüsseln. Dabei wird untersucht, inwiefern der Autor durch humanistische Ideale einerseits und sprachpolitische Notwendigkeiten in der Ära des aufstrebenden Imperiums andererseits motiviert war, die Sprache zu systematisieren.

  • Biographische Grundlagen zu Antonio de Nebrija als Humanist.
  • Die Entwicklung des Kastilischen in der ausgehenden Renaissance.
  • Analyse des prólogo im Kontext des Sprachimperialismus.
  • Untersuchung didaktischer Intentionen und der Fixierung der Volkssprache.
  • Kontrastierung von humanistischem Anspruch und mittelalterlicher Tradition.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Leben des „humanista completo“

Antonio Martínez de Cala, der in Nebrixa/Nebrissa Veneria, dem heutigen Lebrija, in der Provinz Sevilla geboren wurde, war zu Lebzeiten unter seiner Herkunftsbezeichnung Antonio de Nebrissa/Lebrixa bekannt. Diesen Namen, unter dem er seine Werke veröffentlichte, ergänzte er später „nach Humanistenart“ um den zusätzlichen Namen Aelius/Elius, allerdings beruht dieser nach Braselmann auf einer fälschlichen Annahme. Nebrija wuchs mit mindestens vier Geschwistern in einer mittelständigen Familie in seiner Geburtsstadt auf, in der er nach eigenen Namen eine Grammatik-Schule besuchte. Bezüglich seines Geburtsjahres herrscht in der Forschung kein Konsens, vermehrt geht man jedoch von dem Jahr 1444 aus, welches ebenso wie das Jahr 1441 den autobiographischen Angaben seines Vocabulario español-latino zu entnehmen ist.

Für seine späteren universitären Tätigkeiten sowie für seine zahlreichen Publikationen sind das Studium an der Universität Salamanca und besonders das Stipendium an dem italienischen Collegio di San Clemente in Bologna, wo er erstmals mit dem italienischen Humanismus in Kontakt kam, von Bedeutung. Zu dieser Zeit begannen sich die Grundsteine für sein späteres humanistisches Werk zu entwickeln: Seinen didaktischen Methoden, die den ‚veralteten‘ aber in Spanien noch aktuellen Lehrmitteln widersprachen, und dem zugrundeliegenden Verständnis eines korrekten Sprachgebrauchs als Voraussetzung für Bildung und Lehre verdankt er laut Braselmann den Erfolg seiner ersten Werke. Er erkennt zwar das fachliche Wissen seiner Professoren an, weder aber deren Ausdrucksweise und noch deren Lehrmethoden; wie Nebrija selbst in seiner ersten Veröffentlichung, der lateinischen Grammatik Introductiones latinae, sagt haben ihn seine Unzufriedenheit über die Sprache sowie über die Inkompetenz seiner Professoren zu seinem Italienaufenthalt motiviert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung des Spanischen als Weltsprache dar und führt in die wissenschaftliche Fragestellung ein, ob Nebrijas Werk bereits die Intentionen einer modernen Sprachpflege verfolgte.

2. Leben und Werk des Antonio de Nebrija: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg des Autors nach, beleuchtet seine Ausbildung in Italien sowie seinen Kampf gegen veraltete Lehrmethoden und die Entstehung seiner bedeutenden Werke.

2.1 Das Leben des „humanista completo“: Ein vertiefter biografischer Abriss über Nebrijas Werdegang, seine Herkunft und seine entscheidende Zeit in Italien als Ausgangspunkt seines humanistischen Denkens.

2.2 La Gramática de la Lengua castellana: Dieses Kapitel analysiert die erste kastilische Grammatik im Kontext zeitgenössischer Kritik und als eine logische Fortsetzung seiner vorangegangenen lateinischen Lehrwerke.

3. Linguistischer Kontext – Castellano in der ausgehenden Renaissance: Die Untersuchung des intellektuellen und politischen Klimas Spaniens um 1492, das einerseits durch die Reconquista geprägt war, aber wissenschaftlich noch stark an scholastischen Traditionen festhielt.

4. Analyse des Prologs: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung des prólogo unter sprachpolitischen Aspekten wie dem „Sprachimperialismus“ und der Rolle des Werkes für die Sicherung des spanischen Imperiums.

5. Fazit: Die Zusammenfassung der Ergebnisse betont, dass Nebrija trotz des sprachpolitischen Drucks die Grundlagen für ein modernes Sprachbewusstsein in der Volkssprache schuf.

Schlüsselwörter

Antonio de Nebrija, Gramática de la Lengua castellana, Humanismus, Sprachimperialismus, Kastilisch, Renaissance, Siglo de Oro, Sprachpflege, Sprachwandel, Didaktik, Latein, Volkssprache, Sprachnormierung, Lexikographie, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die 1492 veröffentlichte erste kastilische Grammatik von Antonio de Nebrija und analysiert insbesondere deren Prolog, um die Absichten des Autors hinter der Kodifizierung einer Volkssprache zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss des italienischen Humanismus auf Nebrija, die Rolle der Sprache als Instrument politischer Macht (Sprachimperialismus) sowie die didaktischen Ziele des Autors bei der Fixierung der spanischen Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Intention hinter der Gramática de la Lengua castellana zu entschlüsseln und zu klären, warum Nebrija sein Werk der Königin widmete und wie er die Notwendigkeit einer geregelten Volkssprache gegenüber seinen Zeitgenossen begründete.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin oder der Autor?

Es wird eine literatur- und sprachwissenschaftliche Analyse angewandt, die den historischen Kontext der Renaissance berücksichtigt und den Prolog des Werkes kritisch mit aktuellen Forschungsmeinungen zur Historiographie der spanischen Sprache vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung Nebrijas, die Darstellung des linguistischen Kontextes der Iberischen Halbinsel um 1492 sowie die detaillierte Analyse der sprachpolitischen und didaktischen Argumente im prólogo des Autors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Humanismus, Sprachimperialismus, Sprachnormierung, Antonio de Nebrija, kastilische Volkssprache und Renaissance.

Warum wurde Nebrijas Werk von seinen Zeitgenossen teilweise kritisiert?

Viele Zeitgenossen hielten eine Grammatik der Volkssprache für überflüssig, da sie diese als natürliches Gut betrachteten, das man nicht durch starre Regeln, wie sie im Lateinischen üblich waren, einschränken sollte.

Welche Verbindung besteht zwischen Sprache und Macht in der Arbeit?

Nebrija stellt die These auf, dass Sprache stets eine Begleiterin des Imperiums ist (lengua-imperio-Topos), was bedeutet, dass der Ruhm und die Ausdehnung Spaniens durch eine fixierte Grammatik gesichert und ewig bewahrt werden sollen.

Welchen Einfluss hatte der Italienaufenthalt auf Nebrija?

In Italien kam er intensiv mit dem Humanismus in Kontakt, was seinen Wunsch stärkte, Spanien von der „Barbarei“ zu befreien und eine eigene nationale Standard- bzw. Hochsprache nach dem Vorbild klassischer Sprachen zu etablieren.

Was bedeutet das „annus mirabilis“ für die Argumentation?

Das Jahr 1492, geprägt durch die Entdeckung Amerikas und den Fall Granadas, diente Nebrija als historisches Argument, um die Notwendigkeit einer kodifizierten kastilischen Sprache als notwendiges Instrument für ein nun geeintes und machtvolles Spanien zu belegen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antonio de Nebrija. Apologetische Sprachreflexion im Prolog der "Gramática de la Lengua castellana"
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,7
Autor
B.A. Philipp Scheerer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V958274
ISBN (eBook)
9783346300201
ISBN (Buch)
9783346300218
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antonio de Nebrija Gramática Castellano 1492 Sprachreflexion Spanisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Philipp Scheerer (Autor:in), 2017, Antonio de Nebrija. Apologetische Sprachreflexion im Prolog der "Gramática de la Lengua castellana", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/958274
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Leseprobe aus  17  Seiten
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