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Techno und Ecstasy. Über die kulturelle Einbettung von Ecstasy in der Technokultur und ihre kriminalsoziologischen Implikationen auf die User

Title: Techno und Ecstasy. Über die kulturelle Einbettung von Ecstasy in der Technokultur und ihre kriminalsoziologischen Implikationen auf die User

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julian Faber (Author)

Sociology - Law and Delinquency

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Summary Excerpt Details

Die große Fragestellung dieser Arbeit lautet: Ist der Ecstasy-Konsum als Phänomen einer Teilmenge von Anhängern der Technokultur als soziales Problem zu verstehen? Innerhalb des vorgegebenen Rahmens kann in der Beantwortung freilich kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Deshalb zerfällt die große Fragestellung konkret in mehrere Aspekte, welche sich wie folgt ausgestalten: Welche Gefahren und Risiken werden dem Ecstasy-Konsum in der Technokultur bezüglich Selbst- und Fremdschädigung zugeschrieben? Ist der Ecstasy-Konsum in diesem Kontext als Suchtverhalten zu deuten? Warum genau ist der Ecstasy-Konsum innerhalb der Techno-Kultur so attraktiv und warum lassen sich die User auch vor dem Hintergrund einer strafbaren Handlung nicht davon abhalten? Und nicht zuletzt: Ist davon auszugehen, dass die Delinquenz des Ecstasy-Konsums dazu führt, dass deviantes und/oder delinquentes Verhalten zunehmend auch innerhalb der Alltagswelt in Erscheinung tritt?

Die Summe dieser Fragen zielt darauf ab zu klären, ob die Technokultur das ernstzunehmende Potential besitzt den Lebensweg vornehmlich junger Menschen durch delinquente Kulturelemente wie den Rauschmittelkonsum entscheidend zu prägen und so kriminelle Karrieren zu determinieren. Der Bedeutungszenit des Techno ist offenbar überschritten und ein Großteil der ihm gewidmete soziologische Aufmerksamkeit hat sich dieser Entwicklung angepasst. [...] Die mit ausführlichsten und gleichzeitig aktuellsten Beiträge zur deutschen Technokultur, welche zur Beantwortung dieser Fragen maßgeblich herangezogen werden sind die explorativen und empirischen Studien der Trierer Forschungsgruppen um Roland Eckert (2000) und Ronald Hitzler (2001) sowie die kriminalsoziologischen Untersuchungen von Hartmut Klöckner (2001). Ihre Erkenntnisse werden mit jenen einiger weiterer Autoren und (soweit diese vorliegen) mit aktuellen Daten abgeglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thematische Einleitung

1.2 Methodik, Aufbau und Ziele dieser Arbeit

2. Ecstsy, MDMA, XTC

2.1 Begriffsklärung

2.2 Pharmakologische Eigenschaften

2.3 Anzahl der User

3. Erlebniswelt Techno

3.1 Soziodemographische Merkmale des Techno-Publikums

3.2 Kollektiver Habitus, Normen und Wertvorstellungen

3.3 Distinktion

4. Bedeutung und kulturelle Einbettung von Ecstasy

4.1 Konsummotive und -kontext

4.2 Gefahren und Suchtpotential

5. Techno: (Noch) Subkultur?

6. Erklärungsansatz: Individualisierungstheorem

7. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob der Ecstasy-Konsum unter Anhängern der Technokultur als soziales Problem eingestuft werden kann. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob das Phänomen kriminelle Karrieren bei Jugendlichen determiniert oder ob es sich um eine bereichsspezifische, integrierte Praxis handelt.

  • Soziologische Analyse der Technokultur und des technoiden Habitus
  • Kriminalsoziologische Einordnung von Ecstasy-Konsum
  • Untersuchung von Konsummotiven und Risikowahrnehmung
  • Anwendung des Individualisierungstheorems als Erklärungsansatz
  • Abgrenzung zwischen Alltagswelt und außeralltäglicher Party-Welt

Auszug aus dem Buch

3.1 Soziokulturelle Merkmale des Techno-Publikums

Das Publikum ist im Durchschnitt Mitte bis Anfang 20 Jahre alt (Vgl. Eckert et. al. 2000: 218 ff., Klöckner 2001: 104 ff., Werner 2001: 31 ff., Schroers 2001: 225), wobei Ausreißer abhängig von Stadt und Location (Club, Rave, Festival) sein können. Das Geschlechterverhältnis ist ausgeglichen (Vgl. Schroers 2001: 225). Die sozialen Herkünfte sind relativ heterogen (Vgl. Eckert et. al. 2000: 407). Der Anteil an Verheirateten liegt im Promillbereich (Vgl. ebd.: 105). Rund zwei Drittel befinden sich in gesicherten Schul-, Ausbildungs oder Studienverhältnissen, der Anteil an Arbeitslosen liegt unter 5 Prozent (Klöckner 2001: 104 ff.). Darüberhinaus lebt ein hoher Anteil noch im Elternhaus oder in einer WG und muss keine oder wenig Mittel für Kost und Loggie aufbringen.

Oft steht das gesamte Ausbildungs- oder Nebenjobgehalt als Taschengeld zur Verfügung, woraus sich eine hohe Konsumorientierung, vor allem gegenüber Musik, Partys, Kleidung und gegebenenfalls Rauschmitteln speist (Vgl ebd. 105). Entsprechend geben die Befragten überwiegend an, intakten Familienverhältnissen zu entstammen und eine umsorgte Kindheit gehabt zu haben (Vgl. Eckert et. al. 2000: 412). Aus dem Querschnitt der vorliegenden Untersuchungen wird ebenfalls deutlich, dass die Zugehörigen der Technokultur im Durchschnitt ein mittleres (Vgl. Eckert et. al. 2000: 218) bis hohes Bildungs- und Ausbildungsniveau vorweisen (Vgl. Klöckner 2001: 36 f., 105, Schroers 2001: 226); die Diversität von Bildungsstand, Beruf und Alter fällt im Binnenraum höher aus. Insgesamt wird der Sozialisationsprozess der Technoiden als erfolgreich verbucht (Vgl. Klöckner 2001: 110); die Lebenssituationen weisen „keinerlei soziale Auffälligkeiten im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung auf“ (Werner 2001: 36).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Technokultur ein und definiert die zentrale Forschungsfrage, ob Ecstasy-Konsum innerhalb dieser Szene als soziales Problem zu bewerten ist.

2. Ecstsy, MDMA, XTC: Dieses Kapitel erläutert die pharmakologischen Grundlagen der Substanz MDMA sowie ihre Bedeutung und Verfügbarkeit innerhalb der Szene.

3. Erlebniswelt Techno: Hier werden die soziokulturellen Merkmale, der Habitus und die Distinktionsmechanismen des Techno-Publikums detailliert analysiert.

4. Bedeutung und kulturelle Einbettung von Ecstasy: Der Abschnitt untersucht Konsummotive, den rituellen Kontext der Einnahme sowie die mit dem Konsum verbundenen Gesundheitsgefahren.

5. Techno: (Noch) Subkultur?: Es wird diskutiert, inwiefern Techno weiterhin als klassische Subkultur gelten kann oder sich durch Individualisierungsprozesse verändert hat.

6. Erklärungsansatz: Individualisierungstheorem: Dieses Kapitel verknüpft die soziologischen Beobachtungen mit dem Individualisierungstheorem, um das Handeln der Jugendlichen in einer komplexen Leistungsgesellschaft zu erklären.

7. Konklusion: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage negativ und ordnet die Technokultur als integriertes System mit spezifischen Ausprägungen ein.

Schlüsselwörter

Technokultur, Ecstasy, MDMA, Kriminalsoziologie, Individualisierungstheorem, Partysetting, Jugendkultur, Drogenkonsum, Habitus, Distinktion, soziale Kontrolle, Delinquenz, Leistungsgesellschaft, Subkultur, harm reduction.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Technokultur und den Stellenwert von Ecstasy-Konsum innerhalb dieser Szene, um zu beurteilen, ob dieser Konsum als soziales Problem eingestuft werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Untersuchung des technoiden Habitus, die Analyse der Drogengebrauchsmuster im Party-Setting sowie die soziologische Einordnung des Konsums in den Kontext der modernen Leistungsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der Ecstasy-Konsum zu kriminellen Karrieren bei Jugendlichen führt oder ob die Technokultur ein sozial integriertes Phänomen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Synthese bestehender explorativer und empirischer Studien der Soziologie und Kriminalsoziologie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den pharmakologischen Aspekten vor allem die soziale Herkunft der Technoiden, ihr kollektiver Habitus, die Konsumkontexte und das Suchtpotential untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Technokultur, Individualisierungstheorem, Distinktion, MDMA und soziale Integration charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst der Konsum den Alltag der Jugendlichen?

Der Konsum ist laut den Ergebnissen strikt vom Alltag getrennt; die Teilnehmer zeigen im Alltagsleben meist keine Defizite und verfolgen konventionelle Bildungs- und Berufsziele.

Wie bewertet der Autor das Suchtpotential?

Auf Basis der analysierten Daten wird Ecstasy als Droge mit niedrigem Suchtpotential eingestuft, wobei das Konsummuster eher als passager und kontextgebunden beschrieben wird.

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Details

Title
Techno und Ecstasy. Über die kulturelle Einbettung von Ecstasy in der Technokultur und ihre kriminalsoziologischen Implikationen auf die User
College
University of Bonn  (Philosophische Fakultät)
Course
Delikt, Devianz, Delinquenz – Die Gesellschaft und ihre Kriminellen
Grade
1,0
Author
Julian Faber (Author)
Publication Year
2020
Pages
31
Catalog Number
V957960
ISBN (eBook)
9783346306395
ISBN (Book)
9783346306401
Language
German
Tags
Techno Drogen Rauschmittel Ecstasy MDMA Abweichendes Verhalten Devianz Delinquenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Faber (Author), 2020, Techno und Ecstasy. Über die kulturelle Einbettung von Ecstasy in der Technokultur und ihre kriminalsoziologischen Implikationen auf die User, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/957960
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