Die "sharing economy" bezeichnet eine Entwicklung, in der vermehrt Nutzer Dienstleistungen und Gegenstände über das Internet austauschen und teilen. Dies ersetzt in den letzten Jahren vermehrt den klassischen Kauf. Diese "Konsumkonjunktur des Teilens" oder auch "collaborative consumption"bezieht sich auf den Gedanken, dass in unserer Konsumgesellschaft viele Gegenstände in Besitz sind, welche wenig oder gar nicht regelmäßig gebraucht werden. Gewisse Bedürfnisse können durch verleihen oder auch Tausch befriedigt werden. Was hier fehlt, ist meist lediglich eine dementsprechende Plattform auf der Menschen sich untereinander austauschen und in Kontakt treten können. Uber stellt eine solche Plattform dar.
Die Definition der "sharing economy" sagt aus: "das systematische Ausleihen von Gegenständen und gegenseitige Bereitstellen von Räumen und Flächen, insbesondere durch Privatpersonen und Interessengruppen" Das Internet ist heute der treibende Faktor, welcher die "sharing economy" in ihrer Entwicklung stetig vorantreibt. "Collaborative consumption" ermöglicht es den Menschen die Vorzüge des Eigentums fremder Menschen zu nutzen als wäre es ihr eigenes.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung: Sharing Economy
1.1 Einleitung
2 Geschäftsmodell: Entstehung von Uber
2.1 Geschäftsmodell
2.2 Theorie des kollektiven Handelns
2.3 Nachhaltigkeit
2.4 Ökonomische Analyse
2.5 Zwischenfazit: Was macht Uber erfolgreich?
2.6 Transaktionskosten
2.7 Regulierung
3 Beschreibung des Taximarktes in Deutschland
3.1 Aktuelle Gestaltung des Taxi- und Mietwagenmarktes
3.1.1 Klassisches Auftragserteilung
3.2 Rechtliche Bestimmungen für die Konzessionsvergabe
3.3 Auswirkungen des Mindestlohns auf das Taxigewerbe
3.4 Akzeptanz der Kunden
4 Marktanalyse
4.1 Positionierung auf den Taximarkt
4.2 Marktpotentiale
4.2.1 Taxidichte als Indikator
5 Marktteilnahme von Uber
5.1.1 Ressourcenverteilung und Digitalisierung
5.1.2 Zukunftsvision der Digitalisierung
5.2 Situation der Fahrer
6 Verbote und Einschränkungen
6.1 Aktuelle Rechtsprechungen
6.2 Risiko einer Staatlichen Regulation
6.3 Risiko der Konkurrenz
7 Chancen und Risiken
7.1 Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen
7.1.1 Schwächen des Konzeptes von Uber
7.1.2 Risiken bei der Einführung eines Konzeptes wie Uber
7.1.3 Stärken des Unternehmens Uber
7.1.4 Chancen bei der Einführung eines Geschäftsmodells wie Uber
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Geschäftsmodell von Uber im Kontext der Sharing Economy und untersucht dessen Auswirkungen auf den stark regulierten Taximarkt in Deutschland unter Berücksichtigung ökonomischer sowie rechtlicher Rahmenbedingungen.
- Grundlagen und Definition der Sharing Economy
- Analyse des Uber-Geschäftsmodells und dessen Wettbewerbsvorteile
- Struktur des deutschen Taximarktes und regulatorische Hürden
- Bewertung von Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen für Uber in Deutschland
Auszug aus dem Buch
2.6 Transaktionskosten
Das Unternehmen Uber fungiert als Mittelsmann zwischen Produktanbieter und Produktnutzer. Es besteht ein großes Interesse daran eine erfolgreiche Transaktion abzuschließen da nur in diesem Falle eine transaktionsgebühr eingenommen wird. Kommt es aufgrund von Unhöflichkeit oder Unpünktlichkeit zu einem nicht zu Stande kommen der Transaktion, kann Uber die 20 Prozent Vermittlungsgebühr nicht einnehmen. Coase hat in seinem 1937 erschienenen Hauptwerk “The Nature of the Firm” begründet, warum neue Unternehmen überhaupt entstehen, wenn doch der neoklassische Marktmechanismus eine effizientere Einteilung der Ressourcen gewährleistet. Wenn dies zutrifft würde es sich eigentlich immer lohnen Transaktionen über den Markt laufen zu lassen. Er kam jedoch zu der Erkenntnis, entgegen der Vorherrschenden Ansicht, dass der Marktmechanismus nicht immer effizient ist. Hier liegt ein Marktversagen im neoklassischen Sinn vor und führt zu der Schlussfolgerung, dass Transaktionen nicht kostenlos sind. „The main reason why it is profitable to establish a firm would seem to be that there is a cost of using the price mechanism.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Sharing Economy: Einführung in das Konzept der Sharing Economy als Wandel vom Besitz zum Zugriff und dessen Bedeutung in der modernen Konsumgesellschaft.
2 Geschäftsmodell: Entstehung von Uber: Darstellung der Uber-Unternehmenshistorie, der Funktionsweise des Geschäftsmodells sowie der Anwendung theoretischer ökonomischer Modelle auf das Unternehmen.
3 Beschreibung des Taximarktes in Deutschland: Analyse der bestehenden Marktstrukturen, gesetzlichen Konzessionsvorgaben und der aktuellen Situation des deutschen Taxigewerbes.
4 Marktanalyse: Untersuchung der Marktsegmente, des Potenzials und der Bedeutung der Taxidichte im Kontext des deutschen Marktes.
5 Marktteilnahme von Uber: Erörterung der digitalen Ressourcenverteilung, der Zukunftsvisionen der Branche und der spezifischen Arbeitssituation der Uber-Fahrer.
6 Verbote und Einschränkungen: Überblick über die rechtliche Situation, staatliche Regulierungen und den Wettbewerbsdruck in Deutschland.
7 Chancen und Risiken: Systematische SWOT-Analyse der Markteinführung von Uber in Deutschland unter Einbeziehung ökonomischer Faktoren.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Ubers Entwicklung vom Start-up zum globalen Akteur sowie kritische Reflexion zukünftiger Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Sharing Economy, Uber, Taximarkt, Transaktionskosten, Digitalisierung, Geschäftsmodell, Personenbeförderung, Regulatorik, Wettbewerb, Ressourcenverteilung, Marktanalyse, Nachhaltigkeit, Markteintritt, Mobilität, Rechtsprechung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Geschäftsmodell von Uber und dessen Bestrebungen, in den deutschen Taximarkt einzutreten, wobei die ökonomischen Hintergründe und die regulatorische Umgebung beleuchtet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Sharing Economy, der Theorie der Transaktionskosten, der Analyse des deutschen Taximarktes und der Auseinandersetzung mit rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem Personenbeförderungsgesetz.
Was ist das primäre Ziel der Seminararbeit?
Ziel ist es, das Geschäftsmodell von Uber zu bewerten und zu analysieren, wie eine Positionierung im stark regulierten deutschen Markt gelingen kann und welche Risiken dabei bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Marktanalyse sowie eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Risiken, Chancen), ergänzt durch die Anwendung ökonomischer Theorien wie der Transaktionskostentheorie von Coase.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Uber, die detaillierte Beschreibung des Taximarktes, die Analyse der Markteintrittsbedingungen, die rechtlichen Konfliktlinien sowie eine strategische Bewertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sharing Economy, Transaktionskosten, Regulierung, Digitalisierung, Personenbeförderung, Taximarkt und Wettbewerbsstrategie.
Warum spielt die Konzessionsvergabe für Uber eine so wichtige Rolle?
Die Konzessionsvergabe ist ein staatliches Instrument zur Marktregulierung in Deutschland; für Uber als vermittelnde Plattform stellt die strikte Gesetzeslage eine signifikante Barriere dar.
Welche Rolle spielt die „Theorie des kollektiven Handelns“ für Uber?
Die Theorie dient dazu, die Kooperation und das Vertrauensverhältnis innerhalb der Community zu erklären, was für ein Plattform-Modell, das auf geteilten Ressourcen basiert, essenziell ist.
Wie bewertet der Autor die Zukunftschancen von Uber in Deutschland?
Der Autor sieht trotz hoher regulatorischer Hürden und Rechtsstreitigkeiten Chancen durch die technologische Überlegenheit und die steigende Transparenz durch digitale Bewertungssysteme.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2016, Chancen und Risiken von Uber. Eine Marktanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/957847