Die vorliegende Ausarbeitung basiert auf dem Seminar „Theoretische, historische und international-vergleichende Zugänge zur Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ und thematisiert die wissenschaftliche Fragestellung „Inwiefern wirkt sich das Gastdozentenprogramm des DAAD auf persönliche und berufliche Weiterbildung sowie auf institutioneller und bildungspolitischer Ebene aus?“
Nach einer Einführung in die Thematik wird zunächst die Entstehung und Entwicklung des ERASMUS Programms von den ersten Entwürfen im Jahr 1986 bis zum heutigen Dachprogramm, ERASMUS+ vorgestellt und hinsichtlich der Ziele sowie der zentralen Bedeutung für die europäische Bildungslandschaft beschrieben. Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) ist der Verwaltungsapparat des ERASMUS/ERASMUS+ Programms und wird hinsichtlich seines Aufgabenfeldes, der Leitidee sowie der engen Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung im darauffolgenden Kapitel skizziert. Das Gastdozentenprogramm ist ein Konzept der Nationalen Agentur des DAAD, welches als Förderprogramm für Hochschulpersonal fungiert. Im Folgenden wird die Dozentenmobilität anhand der Teilnahmebedingungen und -formate, der Dauer und Finanzierung sowie der übergeordneten Ziele des Förderprogramms charakterisiert. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung, die berufliche Weiterbildung sowie die institutionellen und bildungspolitischen Veränderungen bilden den Schwerpunkt dieser Ausarbeitung. Die Antwort auf die Fragestellung sowie die Kernaussagen der vorliegenden Seminararbeit werden im letzten Abschnitt zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Austauschprogramm für europäische Studierende: ERASMUS/ ERASMUS+
2.1. Entstehung und Entwicklung
2.2. ERASMUS+
2.3. DAAD
3. Gastdozentenprogramm
4. Die Auswirkungen der Dozentenmobilität
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Gastdozentenprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) auf die individuelle persönliche und berufliche Weiterbildung sowie auf die institutionelle und bildungspolitische Entwicklung im Hochschulkontext hat.
- Historische Entwicklung des ERASMUS-Programms zum heutigen Dachprogramm ERASMUS+
- Die Rolle des DAAD als Verwaltungsapparat und Förderinstrument der Internationalisierung
- Struktur und Teilnahmebedingungen des Gastdozentenprogramms
- Förderung der individuellen Dozentenmobilität und interkultureller Lehrkompetenzen
- Auswirkungen der Mobilität auf die Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung deutscher Hochschulen
Auszug aus dem Buch
3. Gastdozentenprogramm
Zur Stärkung des Förderschwerpunks „Internationalisierung der Wissenschaft und Sicherung der Konkurrenzfähigkeit der deutschen Hochschulen“ richtete der DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Forschung und Wissenschaft das Programm „Förderung ausländischer Gastdozenten zu Lehrtätigkeiten an deutschen Hochschulen ein. Mit dem neuen weltweit angelegten Gastdozentenprogramm sollte Studierenden, die nicht an Mobilitätsprogrammen teilnehmen, das Wissen und die Kompetenzen ausländischer Dozenten zugänglich gemacht und die internationale Dimension der Lehre an der heimischen Hochschule eröffnet werden. Die Realisierungsmöglichkeiten umfassen die Einrichtung von Gastdozenturen in international ausgerichteten Studiengängen, die Verknüpfung von Gastdozenturen mit einem Studierendenaustausch zwischen in- und ausländischen Fachbereichen, dem Einsatz von Gastdozenten in Veranstaltungen, welche einen interkulturellen Mehrwert versprechen sowie den partnerschaftlichen Kultur- und Wissenschaftsdialogs (vgl. Kehm et.al, 2003, S. 7). Die Gastdozentur gilt demnach als Förderprogramm zur Steigerung der Dozenten- und Personalmobilität sowie deren Teilnahme am lebenslangen Lernen (vgl. Erasmus_DAAD, 2018, 1:26-1:33min.), wodurch das Programm von deutschen Hochschulen sehr gut aufgenommen wurde.
Bereits im Gründungsjahr 1997 nahmen 41 Gastdozenten ihre Lehrtätigkeit an deutschen Hochschulen auf. In der Folgezeit stieg die Anzahl der Teilnehmer kontinuierlich an (vgl. ebd. S.7). An ihrem Gastinstitut haben Lehrende die Möglichkeit Vorträge zu halten, Seminare oder Arbeitsgruppen zu leiten sowie durch den Austausch mit Kollegen und Studierenden zu profitieren. Auf diese Weise erhalten Lehrende Ideen und Impulse für ihre eigene Lehre und machen internationale Erfahrungen, welche als Bereicherung für ihr ganzes Institut gelten. Dozentenmobilität funktioniert selbstverständlich auch in die andere Richtung, wobei deutsche Lehrende ins Ausland reisen und an dem interkulturellen Erlebnis teilhaben. In beiden Fällen profitieren sowohl Studierenden als auch das Kollegium. Lehrende Gäste helfen zudem internationale Beziehungen des Instituts zu erweitern und langfristige Kooperationen auf zu bauen (vgl. Erasmus_DAAD, 2018, 0:08-1:28 min).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Zielsetzungen der Studenten- und Dozentenmobilität ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Untersuchung bezüglich der Auswirkungen des Gastdozentenprogramms.
2. Austauschprogramm für europäische Studierende: ERASMUS/ ERASMUS+: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung von den Anfängen des ERASMUS-Programms bis hin zur integrierten Struktur von ERASMUS+, inklusive der administrativen Rolle des DAAD.
2.1. Entstehung und Entwicklung: Hier wird der historische Ursprung des Austauschprogramms ab 1986 sowie die erfolgreiche Namensfindung und frühe Expansion dargestellt.
2.2. ERASMUS+: Dieses Kapitel beleuchtet den Zusammenschluss verschiedener EU-Bildungsprogramme sowie die Bedeutung der Schlüsselqualifikationen für eine integrierte Bildungsstrategie.
2.3. DAAD: Hier wird die Geschichte, Struktur und Aufgabenstellung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes im Kontext der europäischen Hochschulzusammenarbeit erläutert.
3. Gastdozentenprogramm: Dieses Kapitel definiert das spezifische Förderinstrument des DAAD zur Internationalisierung der deutschen Hochschullehre durch ausländische Gastdozenten.
4. Die Auswirkungen der Dozentenmobilität: Der Abschnitt analysiert die individuellen, institutionellen und bildungspolitischen Effekte der Dozentenmobilität, wie Kompetenzsteigerung und Netzwerkbildung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und bestätigt das große Potenzial des Programms als Trendsetter für internationale Zusammenarbeit.
Schlüsselwörter
Gastdozentenprogramm, DAAD, ERASMUS+, Dozentenmobilität, Internationalisierung, Hochschulbildung, Europäische Integration, Akademischer Austausch, Bildungspolitik, Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Wissensgesellschaft, Hochschulkooperation, Kompetenzentwicklung, Deutschlandbild.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Gastdozentenprogramm des DAAD und untersucht, wie dieses Programm als Instrument zur Förderung internationaler Mobilität und Zusammenarbeit in der Bildung und Forschung fungiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte und Struktur von EU-Bildungsprogrammen wie ERASMUS+, die Rolle des DAAD sowie die Auswirkungen der akademischen Mobilität auf Hochschulen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie sich das Gastdozentenprogramm auf die persönliche Weiterbildung der Lehrenden, die institutionelle Qualität der Hochschulen und die übergeordnete Bildungspolitik auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Seminararbeit, die auf Basis einer Literaturrecherche und der Auswertung von Programmdokumenten eine kritische Betrachtung der Dozentenmobilität vornimmt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Programme ERASMUS und ERASMUS+, die Funktion des DAAD als Verwaltungsapparat, die detaillierte Beschreibung des Gastdozentenprogramms und die Diskussion der Auswirkungen von Auslandsmobilität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gastdozentenprogramm, DAAD, ERASMUS+, Internationalisierung, Dozentenmobilität, europäische Hochschulzusammenarbeit und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum ist die "physische Teilnahme" der Dozenten für das Programm so wichtig?
Die physische Teilnahme ist laut Dokument notwendig, da sie den unmittelbaren interkulturellen Austausch und das aktive Einbringen in den Lehralltag vor Ort erfordert, weshalb Online-Veranstaltungen explizit ausgeschlossen sind.
Welchen strategischen Wert hat das Programm für deutsche Hochschulen?
Das Programm stärkt die Konkurrenzfähigkeit der Hochschulen, fördert internationale Kooperationen und trägt durch den "positiven Ansteckungseffekt" zu einem besseren Image im Ausland bei.
- Quote paper
- Linda Wieczorek (Author), 2020, Das Gastdozentenprogramm des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) als Trendsetter für internationale Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und Forschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/951160