In dieser Arbeit soll dem Leser ein Überblick über das Revenue Management und seine Anwendbarkeit auf ein Thermalbad vermittelt werden.
Zu Beginn werden die Begriffe „Thermalbad“ und „Revenue Management“ definiert, anschließend wird auf die unterschiedlichen Voraussetzungen des Revenue Managements eingegangen. Dabei wird überprüft, inwieweit diese auf ein Thermalbad zutreffen. Im darauffolgenden Kapitel wird die Preis- und Produktdifferenzierung in Bezug auf ein Thermalbad an einem kurzen Beispiel erklärt.
Folglich werden einige Methoden des Revenue Management erläutert und auch dort die Anwendbarkeit jedes Verfahrens auf eine Therme untersucht. Zuletzt wird jedem Unternehmen, welches im Thermenbereich tätig ist, empfohlen, den Einsatz eines Revenue Managements zu überdenken, um seinen Ertrag und Umsatz in Zukunft perfekt optimieren zu können.
Das Revenue Management, hat zum Ziel, durch Ansätze der integrierten Preis- und Kapazitätssteuerungen, den Ertrag bzw. Umsatz zu maximieren. Das Konzept des Revenue Managements wird hauptsächlich in den Bereichen des Luftverkehrs, der Hotellerie und der Autovermietung angewendet. Es lässt sich aber auch in anderen Bereichen unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen integrieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Revenue Managements eines Thermalbades
1.1 Definition eines Thermalbades und des Revenue Managements
1.2 Prüfung der Voraussetzungen des Revenue Managements in Bezug auf ein Thermalbad
1.3 Preis- und Produktdifferenzierung
2. Die Anwendung der Methoden des Revenue Managements auf ein Thermalbad
3. Diskussion und Auswirkung des Einsatzes von Revenue Management in einem Thermalbad
4. Die Auswirkungen des Revenue Managements im Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Anwendbarkeit von Revenue-Management-Strategien auf den Betrieb von Thermalbädern zu untersuchen und deren Potenzial zur Ertrags- und Umsatzoptimierung aufzuzeigen. Hierbei wird analysiert, inwieweit klassische Voraussetzungen des Revenue Managements, wie etwa schwankende Nachfrage oder die Möglichkeit zur Preissegmentierung, im Kontext einer Therme erfüllt sind und welche methodischen Ansätze den größten Erfolg versprechen.
- Definition und Grundlagen des Thermalbades und des Revenue Managements
- Prüfung der spezifischen Voraussetzungen für Revenue Management in Thermen
- Analyse und Anwendung von Preis- und Produktdifferenzierung
- Einsatz und Eignung verschiedener Revenue-Management-Methoden (Fencing, Nesting, EMSR, Overbooking)
Auszug aus dem Buch
1.2 Prüfung der Voraussetzungen des Revenue Managements in Bezug auf ein Thermalbad
Im Revenue Management gibt es verschiedene Voraussetzungen, die im Vorherein von jedem Unternehmen beachtet werden sollten, bevor es zum Einsatz des Konzeptes kommt.
Zu diesen zählt als erstes, dass eine feste und keine kurzfristig anpassungsfähige Kapazität wie die Fixkosten vorhanden sein sollten. In dem Fall eines Thermalbades bedeutet dies, dass sie monatliche Fixkosten in Höhe der Miete oder des Personals bezahlen müssen. Zusätzlich ist mit einer festen Kapazität damit gemeint, dass täglich immer nur eine bestimmte maximale Anzahl von Besuchern in der Therme Platz hat, damit es zu keiner Überfüllung der Bäder kommt. Es kann aber auch zu keiner Unterfüllung kommen, da der Platz in einem Thermalbad immer der gleiche bleibt.
Das zweite Kriterium ist die schwankende Nachfrage. Thermalbäder sind nicht an jedem Tag gleich viel ausgelastet. Beispielsweise sind die Stoßzeiten der Therme Erding von Dienstag bis Donnerstag zwischen 10 und 17 Uhr am höchsten im Vergleich zum Wochenende. An Feiertagen und in den Ferien ist aber allgemein mit einem höheren Ansturm von Gästen zu rechnen.
Des Weiteren sollte eine verderbliche Kapazität bestehen, was bedeutet, dass die maximale Anzahl an Gästen nicht an jedem Tag erreicht wird und somit die Kapazität nicht immer voll ausgenutzt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Revenue Managements eines Thermalbades: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe und prüft, ob die spezifischen Voraussetzungen für ein Revenue Management, wie fixe Kapazitäten und schwankende Nachfrage, bei einem Thermalbad gegeben sind.
2. Die Anwendung der Methoden des Revenue Managements auf ein Thermalbad: Hier werden bekannte Strategien wie Fencing und Nesting auf ihre Praxistauglichkeit in der Thermen-Branche hin untersucht und bewertet.
3. Diskussion und Auswirkung des Einsatzes von Revenue Management in einem Thermalbad: Dieses Kapitel erörtert die Notwendigkeit, durch Revenue Management Nachfrageschwankungen entgegenzuwirken, wobei stets das Wohl des Kunden im Vordergrund stehen sollte.
4. Die Auswirkungen des Revenue Managements im Unternehmen: Das abschließende Kapitel beleuchtet, wie Unternehmen durch den Einsatz moderner Technologie und gezielter Tarifgestaltung ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können.
Schlüsselwörter
Revenue Management, Thermalbad, Yield-Management, Preisdifferenzierung, Produktdifferenzierung, Kapazitätssteuerung, Nachfragesegmentierung, Fencing, Nesting, EMSR, Overbooking, Umsatzoptimierung, Ertragsmaximierung, Thermen-Branche, Tarifgestaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Strategien des Revenue Managements, die primär aus der Luftfahrt und Hotellerie bekannt sind, erfolgreich auf Thermalbäder übertragen werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Voraussetzungen für Revenue Management, die Preissegmentierung sowie die spezifische Anwendung von Methoden wie Fencing oder Nesting in der Thermen-Branche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu belegen, dass Thermalbäder ihre Umsätze und Erträge durch den gezielten Einsatz von Revenue-Management-Methoden optimieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der Voraussetzungen und Methoden des Revenue Managements auf die strukturellen Gegebenheiten eines Thermalbades geprüft werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Thermalbädern, der Überprüfung der Voraussetzungen für Revenue Management sowie der Analyse geeigneter Steuerungs- und Preisstrategien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Revenue Management, Thermalbad, Preisdifferenzierung, Kapazitätssteuerung und Fencing.
Warum ist das Verfahren des Overbookings für Thermalbäder weniger relevant?
Da viele Gäste ihren Besuch in einem Thermalbad sehr kurzfristig planen und buchen, ist die Methode des Overbookings, wie sie bei Airlines üblich ist, in diesem Bereich kaum sinnvoll anwendbar.
Welche Rolle spielt die Kundenzufriedenheit bei der Einführung dieser Methoden?
Obwohl die Ertragsmaximierung im Fokus steht, betont die Arbeit, dass die Tarifgestaltung fair bleiben muss und das Wohl des Kunden stets an erster Stelle steht.
- Arbeit zitieren
- Emily Herkner (Autor:in), 2020, Revenue Management. Eine kurze Betrachtung am Beispiel eines Thermalbads, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/950222