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Wertewandel. Der Ansatz Ronald Ingleharts

Titel: Wertewandel. Der Ansatz Ronald Ingleharts

Seminararbeit , 2007 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fabienne Koller (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Werteforschung der letzten Jahre ist die Diskussion über einen angeblichen Wertverfall bei heutigen Jugendlichen ein konstantes Thema geblieben. Folglich stellt sich die Frage, ob bereits ein Wertewandel stattgefunden und wie sich dieser geäußert hat. Mit dieser Problematik beschäftigt sich der Politologe Ronald Inglehart seit den 1970er Jahren. Empirische Daten aus den World-Values-Surveys und den Eurobarometer-Umfragen haben ihm entsprechende Ergebnisse geliefert um einen Wertewandel in drei Stadien aufzuzeigen. Sein Ansatz ist bislang der bekannteste und meist diskutierte in diesem Forschungsgebiet. Folglich musste er sich auch zahlreicher Kritik stellen. In der folgenden Arbeit soll die Stichhaltigkeit Ingleharts Beschreibungen zum Wertewandel untersucht werden. Hierzu dienen eine deskriptive Darstellung der theoretischen Grundannahmen Ingleharts und eine anschließende Gegenüberstellung der wichtigsten Ergebnisse aus den World-Values-Surveys mit den Ergebnissen der 15. Shell Jugendstudie „Jugend 2006 - Eine pragmatische Generation unter Druck“. Es soll untersucht werden ob Ingleharts postmaterealistische Werte bei deutschen Jugendlichen vorhanden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ingleharts Dreistufentheorie

2.1. Vormoderne- bzw. traditionelle Gesellschaften

2.2. Moderne- bzw. industrielle Gesellschaften

2.3. Postmaterealistische Gesellschaften

3. Theoretische Annahmen Ingleharts

3.1. Soziologische Modernisierungstheorien

3.2. Die Theorie des intergenerationellen Wertewandels

4. Postmoderne Werte in Deutschland: Die 15. Shell Jugendstudie (2006)

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Stichhaltigkeit der soziologischen Theorie zum Wertewandel von Ronald Inglehart, indem sie seine theoretischen Grundannahmen einer empirischen Überprüfung durch den Abgleich mit den Ergebnissen der 15. Shell Jugendstudie (2006) unterzieht.

  • Die Dreistufentheorie Ingleharts zur Modernisierung.
  • Mangel- und Sozialisationshypothese als Treiber des intergenerationellen Wertewandels.
  • Vergleich von postmaterialistischen Werten bei der heutigen deutschen Jugend.
  • Die Rolle von Familie, Religion und politischer Partizipation in modernen Gesellschaften.
  • Die Synthese aus traditionellen und postmaterialistischen Werten.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Theorie des intergenerationellen Wertewandels

Der Wandel hin zur Postmoderne ist Inglehart zufolge auf der Theorie des intergenerationellen Wertewandels gestützt, welcher wiederum auf zwei Schlüsselhypothesen basiert. Zum Einen auf der Mangelhypothese und zum Anderen auf der Sozialisationshypothese (Inglehart 1998:53). Inglehart definiert die Mangelhypothese wie folgt:

Die Prioritäten eines Individuums reflektieren die sozioökonomische Umwelt. Den höchsten subjektiven Wert misst man solchen Dingen bei, die relativ knapp sind (Inglehart 1998:53).

Sie basiert ursprünglich auf Abraham Maslows Bedürfnishierarchie, dessen Psychologie zufolge die elementarsten Bedürfnisse der Menschen von psychologischer und materieller Natur sind (Klein 2000:202). Im Falle der Sättigung solcher materealistischen Bedürfnisse werden individuelle und somit postmaterealistische Werte der Selbstverwirklichung angestrebt; deshalb ist der Postmaterealismus ein additives Phänomen (Oesterdiekhoff 2001:47). Die Rangordnung der menschlichen Bedürfnisse ist wandelbar um so mehr die Bedürfnisse für unser Überleben entfernter liegen.

Entwickelte Industriegesellschaften die in Wohlstand leben setzen daher ihre nächst höheren Prioritäten auf Werte wie „Zugehörigkeit, Ansehen, intellektuelle und ästhetische Zufriedenheit“ (Inglehart 1998:54); postmoderne Werte entstehen. Da dieser Wertewandel jedoch mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl zusammenhängt, muss die Mangelhypothese gemeinsam mit der Sozialisationshypothese interpretiert werden. Die Sozialisationshypothese, welche eine Einschränkung der Mangelhypothese darstellt, definiert er folgendermaßen:

Die Beziehung zwischen sozioökonomischer Umwelt und Wertprioritäten stellt man nicht regelmäßig her: sie geschieht mit erheblicher Zeitverzögerung, denn die nicht hinterfragten Werte eines Menschen spiegeln in hohem Maße die Bedingungen wider, die in seinen Entwicklungsjahren herrschten (Inglehart 1998:53).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Wertewandels bei Jugendlichen ein und erläutert das Ziel der Arbeit, Ingleharts Thesen kritisch mit den Daten der 15. Shell Jugendstudie zu vergleichen.

2. Ingleharts Dreistufentheorie: Dieses Kapitel erläutert den soziologischen Fortschritt von der vormodernen Agrargesellschaft über die industrielle Moderne bis hin zur postmaterialistischen Gesellschaft.

3. Theoretische Annahmen Ingleharts: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen und die zentralen Hypothesen Ingleharts, insbesondere die Mangel- und Sozialisationshypothese, fundiert dargestellt.

4. Postmoderne Werte in Deutschland: Die 15. Shell Jugendstudie (2006): Dieses Kapitel prüft die theoretischen Annahmen Ingleharts anhand der empirischen Daten der Shell Jugendstudie und analysiert Aspekte wie Familie, Bildung und politische Partizipation.

5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Theorie zwar deskriptiv wertvoll ist, aber eine Wertsynthese statt eines kompletten Wertewandels bei Jugendlichen zu beobachten ist.

Schlüsselwörter

Wertewandel, Ronald Inglehart, Postmaterialismus, Modernisierung, Shell Jugendstudie, Sozialisationshypothese, Mangelhypothese, Industriegesellschaft, Gesellschaftstypen, Werteforschung, Generationeneffekt, Politische Partizipation, Identitätsbildung, Soziologie, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Modernisierungstheorie von Ronald Inglehart und der Frage, inwieweit sich die Werte der heutigen Jugend in Deutschland gemäß seinem Modell des Wertewandels von materialistischen zu postmaterialistischen Werten verschoben haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung von Gesellschaftstypen, die Bedeutung von Wohlstand für individuelle Prioritäten sowie die Auswirkungen von Sozialisationsbedingungen auf die Werthaltungen nachfolgender Generationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, die theoretischen Ansätze von Inglehart mittels der empirischen Ergebnisse der 15. Shell Jugendstudie aus dem Jahr 2006 zu hinterfragen und zu validieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit nutzt einen deskriptiven Ansatz, bei dem die theoretischen Annahmen Ingleharts in einer Literaturanalyse erarbeitet und anschließend einer Gegenüberstellung mit empirischen Daten aus großflächigen Jugendstudien unterzogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der drei von Inglehart definierten Gesellschaftstypen, die Erläuterung seiner zentralen theoretischen Hypothesen und eine detaillierte Analyse spezifischer Lebensbereiche wie Familie, Religion und politisches Engagement der deutschen Jugend.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Wertewandel, Postmaterialismus, Modernisierungstheorie, Generationeneffekt und die soziologische Analyse von Jugendstudien charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Anwendbarkeit der Inglehart-Theorie auf die heutige Jugend?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Ingleharts Theorie zwar wichtige Denkanstöße liefert, aber in der Realität eine komplexe "Wertsynthese" bei Jugendlichen stattfindet, statt eines abrupten Wechsels zu rein postmodernen Werten.

Welche Rolle spielt die Familie in der postmodernen Gesellschaft laut der Analyse?

Obwohl Ingleharts Modell einen Bedeutungsverlust traditioneller Familienstrukturen nahelegt, zeigt die Analyse, dass die Familie für deutsche Jugendliche aufgrund des steigenden Leistungsdrucks als stabilisierender Rückzugsort sogar an Bedeutung gewonnen hat.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wertewandel. Der Ansatz Ronald Ingleharts
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,0
Autor
Fabienne Koller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
19
Katalognummer
V93944
ISBN (eBook)
9783638070867
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wertewandel Ansatz Ronald Ingleharts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabienne Koller (Autor:in), 2007, Wertewandel. Der Ansatz Ronald Ingleharts, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93944
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