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Zur Shop-Startseite › Psychologie - Diagnostik

Die Beobachtung als wissenschaftliches Messinstrument

Grundlagen, Arten und Beobachtungssysteme

Titel: Die Beobachtung als wissenschaftliches Messinstrument

Seminararbeit , 2006 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Helena Grabner (Autor:in)

Psychologie - Diagnostik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die psychologische Beobachtung ist ein wesentliches Verfahren der pädagogischen Diagnostik. Im wissenschaftlichen Sinne grenzt sie sich von der Alltagsbeobachtung, die durchaus zufällig bzw. willkürlich erfolgen kann, ab. Der unüberlegte Einsatz der Beobachtung soll vermieden werden da Beobachtungserfahrung ein wesentlicher Bestandteil ist. „Beobachten kann schließlich jeder zumindest glaubt jeder, der Augen hat zu sehen, und Ohren zu hören, dass er damit auch der Beobachtung fähig ist. Doch ohne zu wissen, was, wo und wann zu beobachten ist, hockt man ebenso sinnlos als selbsternannter Tier-beobachter im Wald herum, wie man sich ungeschult in der Klasse als Verhaltensbeobachter versucht“ (Lukesch,1998,S.119 zitiert nach Graumann, 1974,S.525)
Beobachtung kann als wissenschaftliche Methode angesehen werden, wenn sie „einem bestimmten Forschungszweck dient…, systematisch geplant und nicht dem Zufall überlassen wird, …systematisch aufgezeichnet und … wiederholten Prüfungen und Kontrollen hinsichtlich der Gültigkeit und Genauigkeit unterworfen werden kann“ (Ingenkamp, 1985, S.53, zitiert nach Attesland, 1969, S.126). Gegenüber der üblichen Wahrnehmung ist das beobachtende Verhalten folglich planvoller und auf eine Absicht hin ausgerichtet. Diese Form der direkten Beobachtung bezieht sich auf die Tätigkeit des Hinschauens, Zuhörens und des schriftlichen Festhaltens auf einem festgelegten Beurteilungsschema.
Erst wenn man gezielt weiß, was beobachtet werden soll, unterscheidet man sich von der alltäglichen Beobachtung. Die Beobachtung ist zentraler Gegenstand dieser Hausarbeit, und somit wird zunächst erklärt, was unter der Beobachtung zu verstehen ist. Anschließend wird die Entwicklung von Beobachtungssystemen erklärt und anhand von verschiedenen Beispielen, unter anderem das Kategoriensystem von Bales, erläutert.
Zum Schluss wird auf Fehler, seitens des Beobachters eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Beobachtung als wissenschaftliches Messinstrument

2. Die Definition der Beobachtung

3. Arten der Beobachtung

3.1 Unsystematische und Systematische

3.2 Teilnehmende und Nicht-Teilnehmende

3.3 Verdeckte und Offene

3.4 Künstliche und natürliche Situation

3.5 Selbstbeobachtung und Fremdbeobachtung

3.6 Technisch Vermittelte und technisch Unvermittelte

3.7 Kontinuierliche und Diskontinuierliche

4. Beobachtungssysteme

4.1 Die Entwicklung

4.2 Typen von Beobachtungssystemen

5. Beobachtungsfehler

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Beobachtung als zentralem Instrument der pädagogischen Diagnostik und beleuchtet die theoretischen Grundlagen sowie die systematische Anwendung in der Forschung.

  • Abgrenzung zwischen Alltagsbeobachtung und wissenschaftlicher Beobachtung
  • Detaillierte Klassifikation verschiedener Beobachtungsarten und -methoden
  • Entwicklungsprozess und Struktur von wissenschaftlichen Beobachtungssystemen
  • Analyse gängiger Beobachtungssysteme wie Zeichensysteme, Kategoriensysteme und Schätzskalen
  • Reflexion über potenzielle Beobachtungsfehler und deren Minimierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Unsystematische und Systematische

Die unsystematische Beobachtung wird auch als freie oder als Gelegenheitsbeobachtung bezeichnet. Der Beobachter hat einen großen Spielraum was beobachtet werden soll und ist in einer Beobachtung nicht eingeschränkt. Die Beobachtung erfolgt nach eigenen subjektiven Kriterien und nicht nach einer speziellen Verfahrensmethode, da ein Beobachtungsplan fehlt (Lukesch,1998, S.119). Diese Form der Beobachtung kann als Vorstufe zur systematischen Beobachtung verwendet werden, da aus ihren Ergebnissen Hypothesen für die Forschung gebildet werden können. Ein Beispiel für eine unsystematische Beobachtung ist die Alltagsbeobachtung, der Blick aus dem Wohnzimmerfenster.

Nachteil dieser Beobachtungsform ist, dass es sich mehr um die Wiedergabe der eigenen Gefühle und Wertungen als um eine objektive Beobachtung handelt. Die systematische Beobachtung nennt man auch gelenkte oder kontrollierte Beobachtung. Im Gegensatz zur Unsystematischen wird ein Beobachtungsplan verwendet. In diesem Plan ist jedes zu beobachtende Kriterium genau festgelegt. Verhaltensweisen werden in ein vorher erarbeitetes Registrierschema eingezeichnet. Diese Aufzeichnung erfolgt nach festgelegten Regeln. Sie ist hoch strukturiert und ziergerichtet , es geht vor allem „… um ‚Genauigkeit’, d.h. um Quantifizierung“ (Lukesch,1998,S.120).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Beobachtung als wissenschaftliches Messinstrument: Dieses Kapitel führt in den Stellenwert der Beobachtung innerhalb der pädagogischen Diagnostik ein und grenzt sie methodisch von der Alltagsbeobachtung ab.

2. Die Definition der Beobachtung: Hier wird der Begriff der Beobachtung als zielgerichtete Wahrnehmungstätigkeit definiert und die Rolle kognitiver Prozesse wie Selektion und Organisation erläutert.

3. Arten der Beobachtung: Dieses Kapitel stellt verschiedene Formen der Beobachtung vor, unter anderem systematische versus unsystematische, teilnehmende versus nicht-teilnehmende sowie offene versus verdeckte Beobachtungen.

4. Beobachtungssysteme: Das Kapitel befasst sich mit der methodischen Entwicklung von Beobachtungsinstrumenten sowie mit konkreten Typen wie Zeichensystemen, Kategoriensystemen nach Bales und Schätzskalen.

5. Beobachtungsfehler: Das abschließende Kapitel analysiert typische Fehlerquellen bei Beobachtungen, wie den Halo-Effekt oder Referenzfehler, und zeigt Strategien zu deren Vermeidung auf.

Schlüsselwörter

Pädagogische Diagnostik, Wissenschaftliche Beobachtung, Systematische Beobachtung, Beobachtungssysteme, Kategoriensystem, Schätzskalen, Introspektion, Reliabilität, Validität, Beobachtungsfehler, Halo-Effekt, Verhaltensanalyse, Messinstrument, Laborbeobachtung, Feldbeobachtung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Beobachtung als grundlegendes Instrument der pädagogischen Diagnostik und untersucht deren theoretische Fundierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition, die verschiedenen Arten der Beobachtung, die Konstruktion von Beobachtungssystemen sowie die kritische Reflexion von Beobachtungsfehlern.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Unterschied zwischen subjektiver Alltagsbeobachtung und systematischer wissenschaftlicher Beobachtung herauszuarbeiten und die methodische Umsetzung in der pädagogischen Praxis darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär betrachtet?

Die Arbeit fokussiert auf die direkte Beobachtungsmethode und deren Strukturierung durch Registrierschemata und Beobachtungspläne.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Differenzierung verschiedener Beobachtungsarten sowie eine praxisnahe Darstellung der Entwicklung und Anwendung von Beobachtungssystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pädagogische Diagnostik, Systematische Beobachtung, Kategoriensystem, Reliabilität, Validität und Beobachtungsfehler.

Was unterscheidet ein Zeichensystem von einem Kategoriensystem?

Während bei einem Zeichensystem das Auftreten von Verhaltensweisen nach Häufigkeit registriert wird, ordnet ein Kategoriensystem jedes beobachtete Verhalten einer spezifischen, vorher festgelegten Einheit zu.

Wie lässt sich der Halo-Effekt bei einer Beobachtung beschreiben?

Der Halo-Effekt beschreibt einen Zusammenhangsfehler, bei dem die Beurteilung einer Person durch den Beobachter stark durch den allgemeinen Gesamteindruck der Person beeinflusst wird.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Beobachtung als wissenschaftliches Messinstrument
Untertitel
Grundlagen, Arten und Beobachtungssysteme
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Einführung in die pädagogische Diagnostik
Note
1,3
Autor
Helena Grabner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V93633
ISBN (eBook)
9783640100187
ISBN (Buch)
9783640113422
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beobachtung Messinstrument Einführung Diagnostik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helena Grabner (Autor:in), 2006, Die Beobachtung als wissenschaftliches Messinstrument, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93633
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Leseprobe aus  15  Seiten
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