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Die Darstellung des Pilatus im Lukasevangelium unter narratologischen Gesichtspunkten

Titel: Die Darstellung des Pilatus im Lukasevangelium unter narratologischen Gesichtspunkten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 42 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jörg Röder (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gekreuzigt unter Pontius Pilatus – so heißt es in unserem Glaubensbekenntnis, das allsonntäglich in unzähligen Gottesdiensten auf der ganzen Welt gesprochen wird. Der römische Präfekt Pontius Pilatus ist also stets im Munde der Christenheit. Daraus lässt sich eine herausgehobene Stellung des Pilatus ableiten, die ihn in die Verantwortung hinsichtlich der Passion Jesu rückt. In der vorliegenden Arbeit soll anhand einer narratologischen Analyse im Lukasevangelium Pilatus in der lukanischen Darstellung näher in den Blick genommen werden, um aus neuer Perspektive einen Versuch zu unternehmen, die Bedeutung des Pilatus zu klären.
Da die synchrone Methode der Narratologie noch nicht allzu lange innerhalb der Exegese angewandt wird, soll sie in Grundzügen in einem ersten Schritt vorgestellt werden, bevor wir uns im zweiten Teil der Figur des Pilatus im Lukasevangelium unter narratologischen Gesichtspunkten nähern. Zunächst soll eine kurze Einführung in die Behandlung des Lukasevangeliums als Erzählung in das Thema der synchronen Analyse des Evangeliums einleiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Lukasevangelium als Erzählung

3. Das Drei-Ebenen-Modell der Erzählung

4. Die Erzählung

4.1 Story

4.1.1 Vorbemerkung

4.1.2 Handlungsverlauf

4.1.3 Figuren

4.1.3.1 Begriffsbestimmung

4.1.3.2 Status

4.1.3.3 Komplexität

4.1.3.4 Funktion

4.1.3.5 Attribute der Figuren

4.1.4 Setting

4.1.5 Story-Aspekte im Lukasevangelium

4.2 Erzähldiskurs

4.2.1 Der Text als Kommunikation

4.2.2 Der implizite Autor

4.2.3 Der implizite Leser

4.2.4 Erzählinstanz

4.2.4.1 Begriffsbestimmung

4.2.4.2 Kommunikationsebene des Erzählens

4.2.4.3 Beteiligung der Erzählinstanz am Geschehen

4.2.4.4 Grad der Involviertheit der Erzählinstanz

4.2.4.5 Zuverlässigkeit der Erzählstimme

4.2.5 Erzähladressat

4.3 Erzählakt

4.3.1 Vorbemerkung

4.3.2 Zeit

4.3.2.1 Erzählzeit versus erzählte Zeit

4.3.2.2 Erzählgeschwindigkeit

4.3.2.3 Chronologische Ordnung

4.3.2.4 Frequenz

4.3.3 Modus

4.3.3.1 Distanz zu Ereignissen

4.3.3.2 Distanz zu Worten

4.3.4 Fokalisierung

4.3.5 Figurencharakterisierung

5. Pontius Pilatus in narratologischer Sicht

5.1 Pilatus und das Wort Gottes

5.2 Pilatus, der Grausame?

5.3 Pilatus, der Umsichtige

5.4 Pilatus, Verteidiger und Richter

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Figur des Pontius Pilatus im Lukasevangelium mittels einer synchronen narratologischen Analyse neu zu bewerten. Dabei wird untersucht, wie die lukanische Darstellung Pilatus als erzählte Figur konturiert und welche erzählstrategischen Funktionen ihm innerhalb der Passionserzählung und des Heilsplans Gottes zukommen.

  • Grundlagen der narratologischen Exegese (Drei-Ebenen-Modell: Story, Erzähldiskurs, Erzählakt)
  • Analyse der narrativen Gestaltung und Charakterisierung von Pilatus
  • Verhältnis von weltlichem "Setting" und göttlichem Heilsplan
  • Untersuchung von Schlüsselstellen: Pilatus als Richter, Gegner Jesu und politisch umsichtiger Präfekt
  • Die Rolle der jüdischen Autoritäten und der Menge im Prozessverlauf

Auszug aus dem Buch

5.3 Pilatus, der Umsichtige

Nachdem das jüdische Synhedrium Jesus als Gotteslästerer verurteilt hat (vgl. Lk 22,66-23,1a), wird Jesus als Angeklagter vor Pilatus geführt, der ihn ebenfalls verhört. Die beiden Handlungsverläufe werden im narrativen Modus von der Erzählstimme überlappend gestaltet. Aber selbst im narrativen Modus bleibt das Erzähltempo hoch: Summarisch wird der Weg vom Synhedrium zu Pilatus geschildert ([k]ai. avnasta.n a[pan to. plh/qoj auvtw/n h;gagon auvto.n evpi. to.n Pila/ton), wodurch der Eindruck entsteht, als existiere eine räumliche Distanz zwischen ihnen gar nicht. Die Untermalung des überlappenden Handlungsverlaufes durch den Modus des Erzählens liegt auf der Hand und verdeutlicht noch einmal den zwangsläufigen Übergang zwischen einer Vorverurteilung und einer Verhandlung vor Pilatus als dem rechtmäßigen Richter, da das Synhedrium selbst offensichtlich kein Urteil über Jesus sprechen durfte. Denn von vornherein hatten die Gegner Jesu geplant, ihn der Gewalt des Statthalters zu überantworten (vgl. Lk 20,20), was dessen machtvolle Stellung nochmals untermauert. Ohne dass auf weitere Aspekte der räumlichen oder zeitlichen Umgebung eingegangen würde, ohne dass sie etwa von Begrüßungsformeln oder gar der Eröffnung eines Gerichtsprozesses durch Pilatus o.ä. berichtet hätte, richtet die Erzählinstanz unvermittelt – die Inversionsstellung des :Hrxanto (V.2) macht es deutlich – die Sicht des Lesers auf die Gruppe der Gegner, die damit beginnen, Jesus anzuklagen: :Hrxanto de. kathgorei/n auvtou/ (V.2). Die Rezeptionshaltung des Lesers wird mit einer die Rede der jüdischen Gruppe einleitenden kommentierenden Beurteilung der folgenden Rede (kathgorei/n auvtou) vorweggenommen, es folgt wiederum eng anknüpfend die Anklage Jesu vor dem Richter. Nach diesem kurzen, aber dichten Erzählerbericht tritt die Erzählinstanz wieder weitgehend in den Hintergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Pilatus im Glaubensbekenntnis ein und skizziert die Anwendung der Narratologie als Methode zur Untersuchung der lukanischen Passionserzählung.

2. Das Lukasevangelium als Erzählung: Dieses Kapitel erläutert, dass das Lukasevangelium nicht nur als historischer Bericht, sondern als komplexe literarische Erzählung zu lesen ist, deren Wirkung auf den Leser durch erzählerische Nuancierung gesteuert wird.

3. Das Drei-Ebenen-Modell der Erzählung: Es wird das theoretische Instrumentarium der Narratologie vorgestellt, das zwischen Story (Inhalt), Erzähldiskurs (Kommunikationsebene) und Erzählakt (Zeit, Modus, Fokalisierung) unterscheidet.

4. Die Erzählung: Das umfangreichste Kapitel detailliert die theoretischen Grundlagen der narratologischen Analyse, einschließlich der Figurenanalyse, der Setting-Funktion, der Erzählinstanz sowie zeitlicher und modaler Kategorien.

5. Pontius Pilatus in narratologischer Sicht: In diesem Hauptteil wird die Figur des Pilatus anhand der erarbeiteten Kategorien analysiert, wobei seine Rolle als Richter, seine politische Funktion und seine Interaktion mit Jesus und den Anklägern im Mittelpunkt stehen.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Pilatus im Lukasevangelium als "round character" eine entscheidende Rolle im Heilsplan Gottes einnimmt, wobei seine vermeintliche Grausamkeit hinter seiner politischen Umsichtigkeit als römischer Statthalter zurücktritt.

Schlüsselwörter

Narratologie, Lukasevangelium, Pontius Pilatus, Erzählanalyse, Synchrone Methode, Passionserzählung, Heilsplan, Figur, Story, Erzähldiskurs, Erzählakt, Setting, Fokalisierung, Round character, Biblische Exegese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung des römischen Statthalters Pontius Pilatus im Lukasevangelium mit den Methoden der modernen Literaturwissenschaft, speziell der Narratologie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die erzähltechnische Analyse der Passionserzählung, die Untersuchung biblischer Figuren sowie das Zusammenspiel von menschlichem Handeln und dem göttlichen Heilsplan.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Rolle des Pilatus von der historischen Person zur "erzählten Figur" zu lösen und zu klären, welche erzählstrategische Funktion er im lukanischen Text erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die synchrone Methode der Narratologie angewandt, insbesondere das Drei-Ebenen-Modell (Story, Diskurs, Akt), um den Text als in sich geschlossene Erzählung zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Erzählstrukturen und eine detaillierte narratologische Untersuchung der Pilatus-Passagen, angefangen bei seiner ersten Erwähnung bis hin zur Verurteilung Jesu.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Narratologie, Pilatus-Darstellung, lukanisches Evangelium, Heilsplan, Figurencharakterisierung und narrative Strategie.

Wie bewertet der Autor die "Grausamkeit" des Pilatus in Lk 13,1?

Der Autor ordnet die Erwähnung der Grausamkeit des Pilatus als zweitrangig ein; sie dient primär als Kontrastmittel, um die Bedeutung der Buße und die Autorität Jesu in den Vordergrund zu stellen.

Warum wird Pilatus im Fazit als "round character" bezeichnet?

Der Autor sieht in Pilatus eine Reflektions- und Entwicklungsfähigkeit, da er zwischen seiner Rolle als umsichtiger Präfekt, der nach einer einvernehmlichen Lösung sucht, und dem Druck der Ankläger agiert.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung des Pilatus im Lukasevangelium unter narratologischen Gesichtspunkten
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Neues Testament)
Note
1,0
Autor
Jörg Röder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
42
Katalognummer
V93498
ISBN (eBook)
9783638065450
ISBN (Buch)
9783640430970
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung Pilatus Lukasevangelium Gesichtspunkten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jörg Röder (Autor:in), 2007, Die Darstellung des Pilatus im Lukasevangelium unter narratologischen Gesichtspunkten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93498
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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