Der Terminal Value hat eine herausragende Bedeutung für die Bewertung von Unternehmen. Die Arbeit beschäftigt sich daher mit dem Terminal Value und geht der Frage nach, welche Faktoren die Bestimmung des Terminal Values beeinflussen.
Dabei wird deutlich, dass einerseits die Höhe der Kapitalkosten "WACC" entscheidend für den Wert des Terminal Value sind und andererseits die Länge der Detail- und Grobplanungsphase einen signifikanten Einfluss auf den Wertansatz des Terminal Values haben. Der Terminal Value hat teilweise einen Anteil von über 100 Prozent an der Gesamtbewertung der Unternehmung. Dies unterstreicht die Relevanz die Werttreiber transparent darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise der Untersuchung
2 Der Terminal Value in der Unternehmensbewertung
2.1 Detail- und Grobplanungsphase
2.2 Liquidationswert vs. „Going-Concern-Prinzip“
2.3 Berechnung der Kapitalkosten anhand des „WACC“
2.4 Ermittlung des Terminal Value
3 Grenzen des Terminal Value
3.1 Einordnung des Terminal Value
3.2 Zeitraum der Vorhersageperiode
3.3 Einfluss des Terminal Value auf die Gesamtbewertung
4 Fazit
5 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung und Ermittlung des Terminal Values im Kontext der Unternehmensbewertung systematisch darzustellen und die entscheidenden Einflussfaktoren auf diesen Wertansatz zu identifizieren.
- Grundlagen der Unternehmensbewertung mittels DCF-Ansatz
- Differenzierung zwischen Detail-, Grobplanungs- und Fortführungsphase
- Methoden der Kapitalkostenbestimmung (WACC und CAPM)
- Kritische Analyse des Einflusses des Terminal Values auf den Unternehmensgesamtwert
- Prognoseunsicherheiten und werttreibende Annahmen in der Unternehmensbewertung
Auszug aus dem Buch
2.1 Detail- und Grobplanungsphase
In der Praxis der Unternehmensbewertung wird bevorzugt die Anwendung eines Zwei- oder Drei-Phasen-Modells empfohlen. Hierbei wird der Planungshorizont in verschiedene Abschnitte unterteilt. Das Zwei-Phasen-Modell beginnt mit der Detailplanungsphase (Phase 1) und bezieht sich auf einen Zeitraum von drei – fünf, unter Umständen auch bis zu zehn Jahre. Eine Vorhersage der relevanten Cashflows ist hierbei noch recht detailliert möglich. Der Zeitraum der zugrunde gelegt wird, ist dabei abhängig vom Bewertungsobjekt, so kann davon ausgegangen werden, dass ein Handelsunternehmen eine kürzere Detailplanungsphase durchläuft als ein Produktionsbetrieb. Für diesen endlichen Zeitraum werden die Cashflows periodenspezifisch prognostiziert und die Barwerte dieser finanziellen Überschüsse ermittelt. Soweit möglich, sollte versucht werden, in der Detailplanungsphase Trends und zyklische Einflüsse abzubilden, so dass sich das Unternehmen am Ende der Phase 1 in einem konstanten Zustand befindet (Gleichgewichts- oder Beharrungszustand). Solange das Unternehmen nicht-normale Zahlungsstromverläufe erwirtschaftet, sollte der Startpunkt für die Terminal-Value-Phase nach hinten geschoben werden und damit sein Anteil am Unternehmenswert verringert werden. Im daran anschließenden unendlichen Fortführungszeitraum wird ein Endwert (Terminal Value) ermittelt. Die Summe der beiden Teilwerte stellt dann den Unternehmensgesamtwert dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Terminal Values bei barwertbasierten Bewertungsverfahren ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2 Der Terminal Value in der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Phasenmodelle, Kapitalkostenbestimmung sowie die Ermittlungsmethodik des Terminal Values.
3 Grenzen des Terminal Value: Hier werden die Prognoseunsicherheiten, die Einordnung des Startpunkts und der maßgebliche Einfluss des Endwerts auf die Gesamtbewertung kritisch diskutiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der untersuchten Parameter zusammen und betont die Notwendigkeit, den Anteil des Terminal Values durch fundierte Detailplanung zu minimieren.
5 Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Fachpublikationen.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Terminal Value, Discounted-Cashflow-Verfahren, WACC, Kapitalkosten, Detailplanungsphase, Going-Concern-Prinzip, Unternehmensfortführung, Prognoseunsicherheit, Cashflow, Endwert, Bewertungsgutachten, Unternehmenswert, Kapitalkosten, Wachstumsrate.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und der methodischen Ermittlung des Terminal Values im Rahmen der Unternehmensbewertung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Phasen-Modelle der Bewertung, die Berechnung der Kapitalkosten (WACC), der Liquidationswert im Vergleich zum Going-Concern-Prinzip sowie die Grenzen der Prognostizierbarkeit.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Untersuchung geht der Frage nach, welche Faktoren die Bestimmung des Terminal Values maßgeblich beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Literaturanalyse zu bestehenden Bewertungsverfahren sowie eine Untersuchung von Erkenntnissen aus Fachstudien und Bewertungsgutachten angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung des Endwerts, die Analyse der verschiedenen Planungsphasen und eine kritische Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Prognoserisiken.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensbewertung, Terminal Value, WACC, DCF-Verfahren, Detailplanungsphase und Prognoseunsicherheit.
Warum ist die Bestimmung des Terminal Values so kritisch?
Der Terminal Value kann in Einzelfällen über 100 % des Gesamtunternehmenswertes ausmachen, weshalb bereits kleine Parameteränderungen große Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis haben.
Welche Rolle spielt das Going-Concern-Prinzip?
Es bildet das Fundament, da bei der Unternehmensbewertung grundsätzlich von einer unendlichen Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen wird.
- Quote paper
- Hendrik Fritzsch (Author), 2020, Der Terminal Value in der Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/934440