Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Professionalität in der deutschen Weiterbildungsgesellschaft.
Hierzu setzt sich die Arbeit in einem ersten Schritt mit der Bedeutung von kompetenzorientierten Aufgaben im Rahmen einer solchen Gesellschaft und der Erwachsenenbildung generell auseinander. In einem zweiten Schritt wird dann das für diesen Ansatz wichtige Konzept der "Haltungsbildung" näher erläutert. In einem dritten Schritt werden dann die gesammelten Kenntnisse im Rahmen einer praktischen Anwendung bei dem fiktiven Unternehmen der "Holiday GmbH", angewandt, wobei die Posten der Weiterbildung und des Bildungsmanagements anhand der jeweiligen Fähigkeiten des Personals im Bereich der Weiterbildung besetzt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Selbst-gesteuertes Handeln
2. Produktives Handeln
3. Aktives Handeln
4. Situatives Handeln
5. Soziales Handeln
6. Förderung der Ich-Stärke
7. Vermittlung von Zusammenhängen und Erfahrungen
8. Vermittlung kommunikativer Fähigkeiten
9. Abteilungsleiter und Bildungsmanager
10. Personalentwickler und Leiter Weiterbildung (Mitarbeiter 1 und Stellvertreter)
11. Fach-Seminarleiter und Fach-Trainer (Mitarbeiter 2)
12. Seminarleiter und Trainer (Mitarbeiter 3)
13. Querschnitt und Ausbildungsbetreuung (Mitarbeiter 4)
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung einer kompetenzorientierten Didaktik sowie die strategische Gestaltung von Weiterbildungsprozessen in Unternehmen, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.
- Strategien für kompetenzorientierte Prüfungen und Zertifizierungen (KODIZ).
- Die Rolle der Haltungsbildung für nachhaltigen Wissenserwerb und Kompetenzentwicklung.
- Gesellschaftliche Treiber für Weiterbildung wie Globalisierung, Konkurrenz und Individualisierung.
- Praktische Implementierung von Personalstrukturen zur Bildungssteuerung in der Holiday GmbH.
- Anforderungsprofile und Kompetenzverteilung für unterschiedliche Rollen im Bildungsmanagement.
Auszug aus dem Buch
4. Situatives Handeln
Situatives Handeln: zeigt sich in der angemessenen und sachgemäßen Bewältigung von Problemsituationen.
Beispiel: Diese Art des Handelns lässt sich am besten an einer praktischen Prüfung an einem Patienten überprüfen. Ein Student untersucht dazu den Patienten und plant passend dazu gedanklich seine darauffolgende therapeutische Behandlung. Wenn der Patient jedoch während der durchgeführten Therapie stark veränderte Vitalzeichen zeigt und kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch steht, so muss der Student seine geplante Therapie über Bord werfen und angepasst an die Situation reagieren, um den Kreislauf des Patienten wieder zu stabilisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Selbst-gesteuertes Handeln: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von eigener Planung und Initiative des Lernenden innerhalb von Prüfungsaufgaben.
Produktives Handeln: Hier wird der Fokus auf die Anwendung von Wissen in komplexen, nachvollziehbaren Arbeitsschritten gelegt.
Aktives Handeln: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit einer proaktiven Herangehensweise bei der Lösung vorgegebener Fallszenarien.
Situatives Handeln: Der Inhalt konzentriert sich auf die Anpassungsfähigkeit bei der Bewältigung unerwarteter oder kritischer Problemsituationen.
Soziales Handeln: Hier wird die Bedeutung von kooperativem, vernetztem Handeln und der Nutzung interdisziplinärer Potenziale hervorgehoben.
Förderung der Ich-Stärke: Dieses Kapitel beschreibt die Befähigung zu selbstbestimmten Entscheidungen und zur Reflexion des eigenen Verhaltens.
Vermittlung von Zusammenhängen und Erfahrungen: Es wird die Einsicht in veränderbare Lebenslagen und strukturelle Konflikte als Lernziel definiert.
Vermittlung kommunikativer Fähigkeiten: Hier steht die Überprüfung der Wirklichkeitsdeutung sowie der Ausdruck eigener Bedürfnisse und Interessen im Vordergrund.
Abteilungsleiter und Bildungsmanager: Das Kapitel definiert das Anforderungsprofil und die strategischen Verantwortungsbereiche dieser Führungsposition.
Personalentwickler und Leiter Weiterbildung (Mitarbeiter 1 und Stellvertreter): Es wird die Rolle der internen Beratung und der Koordination von Bildungsangeboten beschrieben.
Fach-Seminarleiter und Fach-Trainer (Mitarbeiter 2): Dieses Kapitel beleuchtet die operative Durchführung und Steuerung von fachspezifischen Weiterbildungen.
Seminarleiter und Trainer (Mitarbeiter 3): Fokus auf die Organisation interdisziplinärer Fortbildungsthemen und den Wissensaustausch.
Querschnitt und Ausbildungsbetreuung (Mitarbeiter 4): Das Kapitel behandelt Verwaltungsaufgaben sowie die Anleitung und intensive Betreuung von Auszubildenden.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Kompetenzorientierung, KODIZ, Haltungsbildung, Weiterbildung, Personalentwicklung, Selbststeuerung, Situatives Handeln, Globalisierung, Soft Skills, Bildungsmanagement, Lernprozesse, Qualitätssicherung, Fachkompetenz, Individualisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Professionalisierung der Erwachsenenbildung und der Implementierung kompetenzorientierter Didaktik in unternehmerische Weiterbildungskonzepte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung kompetenzorientierter Prüfungen, der Förderung von Haltungsbildung bei Lernenden und der strategischen Personalstrukturierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Konzepte aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Didaktik (KODIZ) nachhaltiges, verantwortliches Handeln gefördert und in eine organisationale Struktur überführt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt eine didaktische Analysestrategie, die durch Konzepte der Kompetenzentwicklung und Gütekriterien sozialwissenschaftlicher Forschung gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Handlungsformen und Haltungsbildung sowie in die praktische Anwendung eines Weiterbildungskonzepts für die Holiday GmbH.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kompetenzorientierung, Haltungsbildung, KODIZ, Personalentwicklung und nachhaltiges Lernen definiert.
Was genau verbirgt sich hinter der Abkürzung KODIZ?
KODIZ steht für "Kompetenzorientierte Diagnose und Zertifizierung" und beschreibt eine ganzheitliche didaktische Form, die nachhaltiges Lernen in den Mittelpunkt stellt.
Wie soll die Holiday GmbH ihre Bildungsabteilung strukturell optimieren?
Die Empfehlung sieht eine Zwei-Säulen-Strategie vor: eine Säule aus Abteilungs-Experten und externen Trainern sowie eine Säule aus einem Kernteam von fünf spezialisierten Positionen.
- Arbeit zitieren
- Nathalie Heiß (Autor:in), 2017, Professionalität in der Weiterbildungsgesellschaft. Grundlagen, Tendenzen, Optionen und Entgrenzung der Weiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/931717