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Der utilitaristische, libertaristische und deontische Ansatz im deutschen Versicherungssystem

Titel: Der utilitaristische, libertaristische und deontische Ansatz im deutschen Versicherungssystem

Hausarbeit , 2006 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Saller (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Häufig werden Sachverhalte – wie zum Beispiel die Sozialversicherung mit ihren unterschiedlichen Versicherungssystemen – nur in beschreibender Form dargestellt. Der vorliegende Text soll nicht nur deskriptiv verstanden werden, sondern die ethischen Hintergründe dreier Zweige der Sozialversicherung aufzeigen. Sowohl in der Rentenversicherung als auch der Kranken- und Arbeitslosenversicherung sollen Gedanken des utilitaristischen, des libertaristischen und des deontischen Ansatzes aufgespürt und erläutert werden.
Zunächst wird ein kurzer Abriss über die Geschichte der Sozialversicherung deren Herkunft erläutern, im Anschluss werden die Prinzipien der Sozialversicherung dargestellt und die drei Versicherungssysteme vorgestellt.
Der darauf folgende Teil gibt einen Einblick in die drei ethischen Ansätze und stellt Aspekte heraus, die in den Versicherungssystemen wieder zu finden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialversicherung

2.1. Ursprünge des Sozialversicherungssystems

2.2. Die Prinzipien der deutschen Sozialversicherung

2.3. Die gesetzliche Rentenversicherung

2.4. Die gesetzliche Krankenversicherung

2.5. Die Arbeitslosenversicherung

3. Der utilitaristische Ansatz

3.1. Einführung in den Utilitarismus

3.2. Gedanken des utilitaristischen Ansatzes in den drei Versicherungssystemen – Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung

4. Der libertaristische Ansatz

4.1. Einführung in den Libertarismus

4.2. Libertaristische Aspekte in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung

5. Der deontische Ansatz

5.1. Einführung in die Deontologie

5.2. Deontische Grundgedanken in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen Hintergründe des deutschen Sozialversicherungssystems, indem sie die theoretischen Ansätze des Utilitarismus, Libertarismus und der Deontologie auf die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung anwendet.

  • Geschichte und Prinzipien der deutschen Sozialversicherung
  • Analyse utilitaristischer Aspekte (Nutzenmaximierung für die Allgemeinheit)
  • Untersuchung libertaristischer Positionen (Individualismus und Skepsis gegenüber staatlichem Zwang)
  • Anwendung deontischer Gerechtigkeitsprinzipien (Pflichtethik nach Kant und Rawls)
  • Kritische Reflexion der Umverteilungsprozesse in modernen Sicherungssystemen

Auszug aus dem Buch

3.1. Einführung in den Utilitarismus

Der Utilitarismus – zu lateinisch utilis „tauglich“, „nützlich“, „brauchbar“, „vorteilhaft“ (Langenscheidt Taschenwörterbuch: Lateinisch-Deutsch / Deutsch-Lateinisch, 1988) – wurde in England durch Jeremy Bentham (1748-1832) und John Stuart Mill (1806-1873) zu einer der wichtigsten moralphilosophischen Positionen. In der deutschen Diskussion wurde er eher kritisiert und abgelehnt. Beim Utilitarismus handelt es sich nicht um eine homogene Theorie, vielmehr haben sich während seiner Entwicklung viele Positionen und Unterpositionen herausgebildet. So gibt es negativen und positiven, subjektiven und objektiven, hedonistischen und idealen und vor allem einen Handlungs- und einen Regelutilitarismus (vgl. Höffe 2003, S. 7 ff.).

Allerdings lässt sich ein Kern erkennen, der allen Varianten gemeinsam ist: Die ethische Bewertung erfolgt im Utilitarismus nach dem Nützlichkeitsprinzip. Es werden hier stärker die Folgen einer Handlung als eine Handlung selbst betrachtet (Handlungsutilitarismus). Diese werden an ihrem Nutzen gemessen. Beim Regelutilitarismus wird der Nutzen bewertet, den die Einhaltung einer Feste Regel (z.B. „Man soll nicht lügen“) auf Dauer hat. Der Utilitarismus ist damit eine teleologische, also zielorientierte Form der Ethik (vgl. Wörterbuch der philosophischen Begriffe 1998; S. 694). Für Bentham und Mill besteht der größte Nutzen in der Erfüllung der menschlichen Bedürfnisse und Interessen, demnach im menschlichen Glück bzw. in der minimalen Frustration. Es gelten also Handlungen als geboten, die die meiste Lust bereiten („positiver Utilitarismus“) oder aber Unlust vermeiden („negativer Utilitarismus“) (vgl. Höffe 2003, S. 9 ff.).

Dies gilt allerdings nicht für den Handelnden allein, sondern es geht um das Wohlergehen der Mehrheit der von der Handlung Betroffenen. So kristallisiert sich ein utilitaristisches Prinzip heraus: Das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl (vgl. Regenbogen / Meyer 1998; S. 694). Höffe formuliert aus diesem Prinzip den utilitaristischen Imperativ: „Handle so, dass die Folgen deiner Handlung bzw. Handlungsregel für das Wohlergehen aller Betroffenen optimal sind.“ (vgl. Höffe 2003, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Absicht, die ethischen Fundamente der Sozialversicherung jenseits einer rein deskriptiven Betrachtung freizulegen.

2. Sozialversicherung: Dieses Kapitel gibt einen Abriss der historischen Entstehung und definiert die zentralen Grundprinzipien wie Solidarität, Versicherungspflicht und Beitragsfinanzierung.

3. Der utilitaristische Ansatz: Nach der theoretischen Einführung werden die Versicherungssysteme als Instrumente analysiert, die durch kollektive Absicherung das Glück der Mehrheit fördern.

4. Der libertaristische Ansatz: Hier wird die Spannung zwischen individueller Freiheit, Eigentumsrechten und der staatlich verordneten Versicherungspflicht beleuchtet.

5. Der deontische Ansatz: Dieses Kapitel verknüpft die Pflichtethik von Kant und das Gerechtigkeitsprinzip von Rawls mit der Notwendigkeit der sozialen Umverteilung.

Schlüsselwörter

Sozialversicherung, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Utilitarismus, Libertarismus, Deontologie, Solidarprinzip, Äquivalenzprinzip, Gerechtigkeit, Umverteilung, Immanuel Kant, John Rawls, Jeremy Bentham, Versicherungspflicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die ethischen Begründungen hinter dem deutschen Sozialversicherungssystem und prüft, inwieweit utilitaristische, libertaristische und deontische Denkmuster darin erkennbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder sind die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung im Kontext philosophischer Ethikmodelle sowie deren jeweilige Prinzipien der Finanzierung und Leistungsvergabe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die deskriptive Darstellung der Sozialversicherung zu verlassen und die ethischen Hintergründe aufzuzeigen, die die Ausgestaltung der Versicherungssysteme maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der existierende ethische Konzepte (Utilitarismus, Libertarismus, Deontologie) systematisch auf die Strukturen der Sozialversicherung übertragen werden.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der drei Versicherungssysteme und die anschließende philosophische Prüfung anhand der drei gewählten ethischen Ansätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialstaat, Solidarität, Gerechtigkeitstheorien, Pflichtethik und individuelle versus kollektive Verantwortung charakterisiert.

Wie lässt sich der Widerspruch zwischen dem libertaristischen Freiheitsbegriff und der Versicherungspflicht auflösen?

Der Text stellt dar, dass der Libertarismus die Versicherungspflicht aufgrund des staatlichen Zwangs prinzipiell ablehnt; eine Vereinbarkeit zeigt sich nur punktuell bei optionalen Zusatzversicherungen.

Wie begründet die Autorin die moralische Legitimation der Umverteilung?

Durch den Bezug auf John Rawls „Schleier des Nichtwissens“ wird die Umverteilung als gerechtfertigt angesehen, da jeder Mensch jederzeit in eine Lebenslage geraten kann, in der er auf solidarische Hilfe angewiesen ist.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der utilitaristische, libertaristische und deontische Ansatz im deutschen Versicherungssystem
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Krefeld
Veranstaltung
Sozialpolitik
Note
1,3
Autor
Melanie Saller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V93123
ISBN (eBook)
9783638064064
ISBN (Buch)
9783638952491
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausgehend Ansatz Welche Gedanken Ansätze Versicherungssystemen Rentenversicherung Krankenversicherung Arbeitslosenversicherung Sozialpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Saller (Autor:in), 2006, Der utilitaristische, libertaristische und deontische Ansatz im deutschen Versicherungssystem, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/93123
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