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Zu Ramon Lulls "Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" und seine Rolle im europäisch-arabischen Dialogs des Mittelalters

Titel: Zu Ramon Lulls "Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" und seine Rolle im europäisch-arabischen Dialogs des Mittelalters

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Martin Walter (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Christlicher Sufi, Arabicus christianus, Procurator infidelium oder Doctor illuminatus: Alle diese Namensgebungen bezeichnen nur eine einzelne Person, nämlich die des katalanischen Theologen Raimundus Lullus und vermitteln so einen ersten Eindruck von jenem Mann und der Vielschichtigkeit der Spuren, welche er durch sein Wirken und sein Werk hinterlassen hat.
Gerade die beiden erstgenannten Pseudonyme deuten mittels ihrer religiös bzw. kulturell eigentlich konträr erscheinenden Begrifflichkeiten schon den bipolaren Charakter des Feldes an, auf dem Ramon Lull agiert hat und lassen zugleich bereits durchscheinen, auf welchem interkulturellen Terrain er sich somit bewegt hat. Ob er sich dieser Titel durch sein Werk würdig erweist wird sich zeigen.
Das interkulturelle bzw. interreligiöse Gebiet, welches durch die Interaktion zwischen den muslimischen Arabern des Orients und Nordafrikas einerseits und den christlichen Bewohnern des Okzidents im Mittelalter andererseits charakterisiert ist soll im Folgenden auch Thema dieser Arbeit sein, wobei der Fokus, ausgehendend von dem ersten großen Werk Ramon Lulls, dem Libre del gentil e los tres savis, eindeutig auf die arabische Kultur gerichtet sein wird.
Um die Sichtweise der arabischen Kultur in dem Buch eines abendländischen Denkers jedoch überhaupt einordnen und verstehen zu können, gilt es im ersten Teil der Arbeit zunächst das Leben und Wirken, speziell den sozialen und kulturellen Hintergrund des Autors genauer zu beleuchten. Ebenso bedarf es einer kurzen Skizzierung und Analysierung des Buches sowie seiner Rezeption und dem zeitlichen Kontext in dem es steht, ehe dann davon ausgehend, der Blick auf die eigentliche Thematik gerichtet werden kann.
Hier soll unter der Prämisse, abendländisch-arabische Transversalen zu untersuchen zuerst eine inhaltliche Betrachtung bezüglich möglicher arabischer Einflüsse auf den Libre del gentil erfolgen. Weiterhin gilt es dann in eine intensive Auseinandersetzung mit dem Kommunikationszusammenhang, der Methode kultureller und religiöser Beschreibung und der unter Umständen kulturspezifischen Position des Autors einzusteigen, um daraus letztendlich ein facettenreiches Gesamtbild zusammensetzen zu können, das Aufschluss über die Beziehung zwischen Lull und der arabischen Kultur seiner Zeit geben soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Christlicher Sufi oder Arabicus christianus?

2. Ramon Lull: Das Buch vom Heiden und den drei Weisen

2.1 Zum Leben und Wirken des Ramon Lull

2.2 Eine Kurzzusammenfassung von Lulls erstem Werk

3. Der Hintergrund des Werks

3.1 Zur Textart

3.2 Einflüsse und Bezugnahmen

3.3 Rezeptionsgeschichte

3.4 Historischer und kultureller Kontext

4. Ramon Lull und die arabische Kultur

4.1 Bezugnahme auf arabische Quellen

4.2 Die Wahrnehmung der arabischen Kultur

4.3 Toleranz und Dialogbereitschaft

4.4 Das Scheitern in der Praxis

5. Neue Wege im Religionsdialog: Eine Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Ramon Lulls Werk "Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" im mittelalterlichen Dialog zwischen der christlichen und der arabisch-islamischen Welt. Dabei wird der Fokus auf Lulls methodische Ansätze und seine Einstellung gegenüber Andersgläubigen gelegt, um zu analysieren, inwiefern er als Vordenker eines interkulturellen Religionsdialogs betrachtet werden kann.

  • Analyse des Lebens und Wirkens von Ramon Lull als katalanischer Gelehrter.
  • Untersuchung der literarischen Gattung und des historischen Kontextes seines Erstlingswerkes.
  • Erforschung der Einflüsse arabischer Philosophie und Mystik auf Lulls Denken.
  • Diskussion von Toleranz und Dialogbereitschaft im Spannungsfeld zwischen Missionierung und interkulturellem Austausch.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Wahrnehmung der arabischen Kultur

Zunächst gilt es sich das Zerrbild vor Augen zu halten, welches in Europa lange Zeit vom Islam suggeriert worden ist und das sich folglich in weiten Teilen der Bevölkerung manifestiert hat. Der fremd und mystisch erscheinende Islam ist als Götzendienst dargestellt worden, während Mohammed die oberste Götze, eine Art Zauberer oder sogar den Satan selbst verkörpert hat. Dies offenbart eine Sichtweise, die aufgrund einer primär negativen und konservativen Haltung jeglichem Fremden und bedrohlichen Erscheinendem gegenüber bis zu einem gewissen Grade noch nachvollziehbar sein mag.

Spätestens mit den Kreuzzügen und dem damit einhergehenden Kennen lernen der arabischen Kultur und der Religion des Islams hätten diese plumpen Vorurteile jedoch ad acta gelegt werden müssen. Dass sich jenes stereotype Bild dennoch bis in Lulls Zeit und darüber hinaus gehalten hat zeigt, dass es wohl ganz bewusst und gegen besseres Wissen weiterhin aufrechterhalten worden ist. Ramon Lull gehört dagegen zu den wenigen Menschen seiner Zeit, die ein relativ objektives Urteil über den Islam haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Christlicher Sufi oder Arabicus christianus?: Einleitung in die Person Ramon Lulls und Vorstellung des interkulturellen Terrains, auf dem er sich bewegt.

2. Ramon Lull: Das Buch vom Heiden und den drei Weisen: Biografischer Abriss von Lull sowie eine inhaltliche Skizzierung seines Werkes.

3. Der Hintergrund des Werks: Analyse der literarischen Form, der Entstehungsgeschichte, der Rezeption und des historischen Kontextes.

4. Ramon Lull und die arabische Kultur: Untersuchung des Einflusses arabischer Quellen, Lulls Wahrnehmung dieser Kultur und die Grenzen seines Dialogmodells.

5. Neue Wege im Religionsdialog: Eine Schlussbetrachtung: Fazit über Lulls Bedeutung als Vordenker für den interkulturellen Dialog unter Berücksichtigung seines missionarischen Kernanliegens.

Schlüsselwörter

Ramon Lull, Das Buch vom Heiden und den drei Weisen, Mittelalter, Religionsdialog, Islam, Arabische Kultur, Interkultureller Austausch, Missionierung, Philosophie, Theologie, Toleranz, Vernunft, Libre del gentil, Mittelmeer, Christentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Ramon Lulls Werk "Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" im Kontext des interreligiösen und kulturellen Austauschs des Mittelalters.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit den Einflüssen der arabischen Kultur auf Lull, seiner Dialogmethodik und seinem persönlichen Ansatz gegenüber dem Islam.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Lulls Position als Vordenker eines respektvollen, vernunftbasierten interkulturellen Dialogs zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse vorgenommen, die Lulls Texte in ihren zeitgenössischen Kontext einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Hintergrund des Werks, die Rezeptionsgeschichte sowie die tiefgreifende Auseinandersetzung Lulls mit arabischen Quellen und Denkweisen untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Religionsdialog, interkultureller Austausch, Toleranz und die Person Ramon Lulls.

Warum ist Lull für seine Zeit als ungewöhnlich einzustufen?

Er verzichtete weitgehend auf polemische Klischees seiner Zeit und suchte den Dialog auf Basis von Gemeinsamkeiten und Vernunft.

Was bedeutet das "Scheitern in der Praxis" in Kapitel 4.4?

Lull musste feststellen, dass sein theoretischer Dialogentwurf in einer realen, von konfessionellen Gegensätzen geprägten Gesellschaft oft in konfrontative Streitgespräche mündete.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu Ramon Lulls "Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" und seine Rolle im europäisch-arabischen Dialogs des Mittelalters
Hochschule
Universität Karlsruhe (TH)  (Institut für Mediävistik/Interkulturelle Germanistik)
Veranstaltung
Arabisch-islamische Kulturen in Deutschen und europäischen Texten
Note
1,7
Autor
Martin Walter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
27
Katalognummer
V92935
ISBN (eBook)
9783638072991
ISBN (Buch)
9783638957373
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ramon Lulls Buch Heiden Weisen Rolle Dialogs Mittelalters Arabisch-islamische Kulturen Deutschen Texten Raimundus Lullus interreligiös interkulturell Christentum Islam Europa Orient Llull Mallorca Palma 1232 Gelehrter Jüdisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Walter (Autor:in), 2007, Zu Ramon Lulls "Das Buch vom Heiden und den drei Weisen" und seine Rolle im europäisch-arabischen Dialogs des Mittelalters, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/92935
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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