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Fußball. Frauen und Homosexualität in der Männerdomäne

Eine linguistische Analyse anhand spanischsprachiger Beispiele

Titel: Fußball. Frauen und Homosexualität in der Männerdomäne

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Liliana Düstersiek (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwiefern sich heute in der Sprache widerspiegelt, dass Fußball nach wie vor eine heteronormativ ausgerichtete Männerdomäne ist, in der Abweichungen vom stereotypen Männlichkeitsbild kaum toleriert werden. Hierzu werden verschiedene spanischsprachige Beispiele aus Online-Medien herangezogen, die linguistisch analysiert und eingeordnet werden sollen.

Fußball ist in Europa die bei weitem erfolgreichste Sportart. Gerade in Deutschland und den romanischen Ländern erfreut sie sich großer Beliebtheit. Profi-Spieler werden als Stars gefeiert und extrem hoch bezahlt, der Sport begeistert Menschen wie kaum ein anderer und dass durch alle gesellschaftlichen Schichten. Frauen haben längst Einzug in die Welt des Fußballs gehalten, als Spielerinnen, Schiedsrichterinnen oder auch Kommentatorinnen. Trotzdem genießt der Frauenfußball bei weitem nicht die gleiche Aufmerksamkeit und Anerkennung wie der der Männer, aufgrund von Vorurteilen wird Frauen immer wieder die Fähigkeit abgesprochen, in der Fußballbranche erfolgreich arbeiten zu können.

Auch allgemein gibt es die Ansicht, Fußball sei „Männersache“ und Frauen würden nichts davon verstehen, weshalb es nach wie vor zu diskriminierenden Aussagen und Anfeindungen kommt. Davon sind allerdings nicht nur Frauen betroffen, sondern auch homosexuelle Männer, die oft mit „weiblichen“ Eigenschaften assoziiert werden. Ein Outing im Profi-Männerfußball ist bis heute ein Tabu, weshalb es auch kaum Spieler gibt, die offen homosexuell leben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Männer unter sich - die eigene Gruppe in Abgrenzung zu anderen

2.1 Das homosoziale Umfeld

2.2 Konstruktion eines Feindbilds

3 Frauen im Fußball

3.1 Offene Diskriminierung

3.2 Frauenfußball als Sondersportart

3.2.1 Bewertungskriterium Schönheit

3.2.2 Bedrohung der traditionellen Rollenbilder

3.3 Verkettung von Weiblichkeit und Schwäche

4 Homosexualität im Fußball

4.1 Homoerotische Stimmung im heteronormativen Umfeld

4.1.1 Sexuelle Deutung der männlichen Gemeinschaft

4.1.2 Ekstatische Liebeserklärung

4.2 Homophobie als reale Bedrohung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern sich die Fußballbranche als heteronormativ geprägte Männerdomäne in der Sprache widerspiegelt und wie Abweichungen von traditionellen Männlichkeitsbildern durch Diskriminierung und Tabuisierung sanktioniert werden. Anhand spanischsprachiger Beispiele aus Online-Medien und YouTube wird analysiert, wie Frauen und homosexuelle Männer durch sprachliche Konstruktionen ausgegrenzt werden.

  • Konstruktion von Männlichkeit im homosozialen Umfeld
  • Diskriminierung von Frauen im Fußballkontext
  • Sprachliche Verknüpfung von Weiblichkeit und Schwäche
  • Tabuisierung von Homosexualität im Profifußball
  • Analyse von Fan-Reaktionen und Internet-Kommentaren

Auszug aus dem Buch

3.1 Offene Diskriminierung

Im Februar 2019 gab es bei einem Spiel zwischen den Damenmannschaften Terrassa FC und dem EF Viladecavalls im Estadio Olimpico de Terrassa einen heftigen Zwischenfall. Die Spieler der Herrenmannschaft des FC Terrassa begannen im Laufe des Spiels, die Fußballerinnen ihres eigenen Klubs zu beleidigen, nachdem die gegnerische Mannschaft deutlich vorne lag. „Los veteranos del Terrasa les girtaron a las futbolistas ’salid ya del campo, que tenemos que jugar nosotros. Este partido tendría que esta [sic] suspendido, no tendría que estar jugándose’, tal y como consta en el acta.“ (David Berlinches, El Español, 2019). Hier wird ein vollkommen gewöhnliches Sportereignis, nämlich das Verlieren einer Partie, auf die Unfähigkeit der Frauen an sich geschoben, mit der gleichzeitigen Aufforderung, jetzt doch endlich mal die Männer „ranzulassen“, da diese allein es „richtig“ könnten. Der Konjunktiv tendría kennzeichnet den Glauben an eine Art Vorsehung, ein Schicksal, das besagt, nur Männer dürften diese Sportart ausüben. No tendría que estar jugándose steht also für „sie sollten nicht spielen, so sollte das alles nicht sein, die Welt steht Kopf“. Frauen werden nicht einmal aktiv mit einbezogen, allein die Entscheidung, sie spielen zu lassen, wird als unverantwortlich eingestuft, nach dem Motto: „Was hat man sich nur dabei gedacht?“, wie man es auch bei Kindern fragen würde, die mit einer für sie zu schwierigen Aufgabe betraut wurden.

Allerdings blieb es nicht bei diesen Anfeindungen. „[…] los veteranos subieron un grado más de gravedad a sus insultos. ’Iros a la cocina', ’sois unas mierdas’ o ’sois unas guarras’ […]“ (Berlinches, 2019) lauteten die darauf folgenden Rufe. Zum einen wird hier die klassische Verbindung zwischen Frauen und Küche gemacht. Da die Betreuung des Haushalts und der Kinder sehr lange die einzige Aufgabe von Frauen darstellte, wir ihnen immer wieder unterstellt, dass sie auch nur das wirklich gut können. Bei der Bezeichnung mierda, übersetzbar mit „Scheiße“ oder „Dreck“, kommt Fäkalsprache zum Einsatz, der auch im Deutschen viele Vulgarismen entstammen; Begriffe aus diesem Spenderbereich haben eine enorme Kraft, schließlich bezeichnet man eine Person mit Worten, die eigentlich Exkremente beschreiben - die Abneigung der männlichen Spieler gegenüber ihren weiblichen Klubmitgliedern wurde sehr deutlich kommuniziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der heteronormativ ausgerichteten Männerdomäne Fußball ein und stellt die Relevanz der Untersuchung mittels spanischsprachiger Beispiele dar.

2 Männer unter sich - die eigene Gruppe in Abgrenzung zu anderen: Dieses Kapitel beleuchtet die Männergruppenkultur im Fußball, das homosoziale Umfeld und die Konstruktion eines feindlichen Gegenübers zur Bestätigung der eigenen Identität.

3 Frauen im Fußball: Der Abschnitt analysiert die strukturelle Diskriminierung von Frauen, die als Eindringlinge in eine männlich dominierte Welt wahrgenommen und oft auf ihre Schönheit oder traditionelle Geschlechterrollen reduziert werden.

4 Homosexualität im Fußball: Dieses Kapitel behandelt die starke Tabuisierung von Homosexualität im Männerfußball, die sowohl in homophoben Anfeindungen als auch in einer hochemotionalen, aber „no homo“-limitierten Fankultur deutlich wird.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Fußball trotz offizieller Bemühungen um Neutralität weiterhin sexistische und homophobe Denkmuster reproduziert, die tief in der Gesellschaft verwurzelt sind.

Schlüsselwörter

Fußball, Männerdomäne, Heteronormativität, Diskriminierung, Homophobie, Sexismus, Frauenfußball, Männlichkeit, Sprachanalyse, Online-Medien, Homosozialität, Gender, Rollenbilder, Ausgrenzung, Tabuisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die sprachliche und soziale Konstruktion des Fußballs als eine heteronormative Männerdomäne, in der Abweichungen vom stereotypen Männlichkeitsbild systematisch ausgegrenzt werden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Männergruppen im homosozialen Umfeld, die Diskriminierung von Spielerinnen sowie der Umgang mit Homosexualität im professionellen Männerfußball.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Ausgrenzung von Frauen und Homosexuellen in der Sprache spanischsprachiger Medien und Internet-Kommentare widerspiegelt und welche gesellschaftlichen Mechanismen dabei wirken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse von Beispielen aus Online-Medien, YouTube-Kommentaren und Sportberichterstattungen, um die Verwendung diskriminierender Muster zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Männergruppenkultur, die Diskriminierung von Frauen (einschließlich der Verknüpfung von Weiblichkeit mit Schwäche) und die Tabuisierung homosexueller Identitäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Fußball, Männlichkeit, Heteronormativität, Sexismus, Homophobie, Diskriminierung und Rollenbilder.

Wie reagieren Fans in Internet-Kommentaren auf den Frauenfußball laut der Analyse?

Die Analyse zeigt, dass Kommentare oft irrational und beleidigend sind, Frauen die Ernsthaftigkeit absprechen und sie entweder auf ihre Optik reduzieren oder sie als "Eindringlinge" in eine männliche Sphäre diskreditieren.

Was bedeutet der Begriff "no homo" in Bezug auf die Analyse des Fußballs?

Der Begriff beschreibt eine notwendige sprachliche oder gestische Distanzierung von homosexuellen Untertönen bei engen körperlichen Kontakten zwischen Männern im Fußball, um die Heterosexualität und den "Safe Space" des homosozialen Umfelds zu wahren.

Warum fällt es Fußballspielern laut der Arbeit so schwer, sich öffentlich als homosexuell zu outen?

Das Outing gilt als Tabu, da es befürchtete Karriere-Auswirkungen, Shitstorms und den Verlust des sozialen Status in einem von konservativen Männlichkeitsidealen geprägten Umfeld nach sich ziehen kann.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fußball. Frauen und Homosexualität in der Männerdomäne
Untertitel
Eine linguistische Analyse anhand spanischsprachiger Beispiele
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,3
Autor
Liliana Düstersiek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V927358
ISBN (eBook)
9783346253422
ISBN (Buch)
9783346253439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spanisch Fußball Homophobie Sexismus Männerdomäne Männlichkeitsbild Linguistik Sprache Frauenfußball Homosexualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Liliana Düstersiek (Autor:in), 2020, Fußball. Frauen und Homosexualität in der Männerdomäne, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/927358
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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