Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage, ob Frauen in Führungspositionen aufgrund geschlechtsspezifischen Fähigkeiten und Eigenschaften in der heutigen Zeit Unternehmen kompetenter führen können als Männer. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf die Frage nach einem Unterschied der einzelnen Geschlechter in der Befähigung zur Führung zu finden. Das Berufsleben des Autors ist geprägt von persönlichen Erfahrungen mit männlichen und weiblichen Führungspersonal, hauptsächlich Manager, dadurch konnten Erfahrungen gesammelt werden. Dieser Befund stellt die Motivation zur Zielsetzung dar und ist zudem ein geeigneter Anlass zur Beantwortung der Forschungsfrage.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise
2 Berufliche Praxis der Frauen
2.1 Geschlechterrollen
2.2 Berufswahl
2.3 Familienplanung
2.4 Frauenförderung
3 Frauen in Führungspositionen
3.1 Führung von Personal oder Mitarbeitern
3.2 Tausch der Rollen
3.3 Führungsstile
4 Fazit
4.1 Zusammenfassung
4.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob Frauen aufgrund geschlechtsspezifischer Eigenschaften und Fähigkeiten in der heutigen Zeit Unternehmen kompetenter führen können als Männer. Dabei wird analysiert, inwiefern ein Unterschied in der Befähigung zur Führung zwischen den Geschlechtern existiert und wie sich strukturelle sowie soziale Faktoren auf die Karrierewege von Frauen auswirken.
- Analyse von geschlechtsspezifischen Eigenschaften und Rollenbildern im Beruf.
- Untersuchung der Auswirkungen von Familienplanung auf die berufliche Laufbahn.
- Evaluierung von Frauenförderung und deren Notwendigkeit in der globalisierten Wirtschaft.
- Betrachtung von Führungspositionen und dem Phänomen des Rollentausches bzw. des Bienenköniginnensyndroms.
- Vergleich verschiedener Führungsstile anhand des Managerial Grids.
Auszug aus dem Buch
3.2 Tausch der Rollen
In der Rolle einer Frau, welche motiviert und ehrgeizig im Berufsleben steht, erkennt man sehr oft eine Ähnlichkeit mit dem männlichen Rollenbild. Dies lässt sich daraus herleiten, dass sich die Frauen im Laufe ihres Berufslebens dazu entschieden haben, den typischen Eigenschaften von Männern zu entsprechen bzw. zu ähneln. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sie sonst auf Ihre Aufstiegschancen im Beruf verzichten müssen. Daher zeigen sie eher das unter Punkt 3.1. bereits beschriebene Verhalten des männlichen Spektrums, mit Eigenschaften wie Konkurrenz- und Revierverhalten.
In diesem Hinblick hat sich der Begriff Bienenköniginnensyndrom etabliert, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass sich beruflich erfolgreiche Frauen selbst als die große Ausnahme sehen und ihren Geschlechtsgenossinnen wenig zutrauen und sind daher oftmals wenig daran interessiert, dass ihre Geschlechtsgenossinnen ebenso erfolgreich sind wie sie. Um von den männlichen Kollegen als kompetent anerkannt zu werden, haben sie nicht nur mit den typisch weiblichen und sozialen Kompetenzen gebrochen, sondern auch deren Vorurteile gegenüber Frauen im Allgemeinen übernommen. Sie investieren ihre Anstrengungen sogar darin, ihre Konkurrentinnen an deren Aufstieg zu hindern und verhindern dadurch einerseits, sich potentielle Konkurrentinnen zu erschaffen, durch die sie später vielleicht sogar irgendwann ersetzt werden könnten und andererseits, dass andere Frauen ihnen beweisen, dass die erlernten Vorurteile gegen das eigene Geschlecht gar nicht zutreffend sind. Oft führt eine derartige Entwicklung bei den betroffenen Frauen dazu, dass sie weniger sozialkompetent sind als ihre Kolleginnen ohne Führungsverantwortung, auf lange Sicht ein Ressourcenverlust für das jeweilige Unternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Frauen Unternehmen aufgrund ihrer geschlechtsspezifischen Fähigkeiten kompetenter führen können, und beschreibt die methodische Vorgehensweise.
2 Berufliche Praxis der Frauen: Das Kapitel beleuchtet geschlechtsbezogene Eigenschaften, die Berufswahl, den Konflikt zwischen Familienplanung und Karriere sowie die Relevanz von Frauenförderung.
3 Frauen in Führungspositionen: Hier werden Aufgaben von Führungskräften, der Rollentausch von Frauen in Männerrollen und verschiedene Führungsstile im Kontext des Managements analysiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Veränderungen in der Unternehmenskultur sowie die zukünftige Förderung von Frauen.
Schlüsselwörter
Frauen in Führungspositionen, Management, Geschlechterrollen, Frauenförderung, Karriere, Familienplanung, Führungsstil, soziale Kompetenz, Managerial Grid, Bienenköniginnensyndrom, Unternehmenskultur, berufliche Praxis, Globalisierung, Führungskraft, Wirtschaftspsychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob Frauen aufgrund ihrer spezifischen Fähigkeiten in der heutigen Zeit Unternehmen kompetenter führen können als Männer.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen geschlechtsspezifische Eigenschaften, die Auswirkungen von Familienplanung auf die Karriere, Frauenförderung in Unternehmen und die Dynamik von Führungsstilen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf die Frage zu finden, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Befähigung zur Führung gibt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie der Analyse theoretischer Konzepte wie des Managerial Grids, um Führungspraktiken zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den beruflichen Rahmenbedingungen für Frauen, der Rollenübernahme durch Frauen in Führungspositionen und der Klassifizierung von Führungsverhalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Frauen in Führungspositionen, Management, Geschlechterrollen, Frauenförderung und soziale Kompetenz.
Was besagt das sogenannte Bienenköniginnensyndrom?
Es beschreibt erfolgreiche Frauen, die sich als Ausnahme sehen, ihren Geschlechtsgenossinnen wenig zutrauen und deren beruflichen Aufstieg aktiv behindern, um ihre eigene Position zu sichern.
Welche Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere werden genannt?
Die Arbeit identifiziert die Doppelbelastung und den drohenden Karrierestopp durch langjährige Abwesenheit als Hauptgründe, warum sich Frauen oft zwischen Familie und Beruf entscheiden müssen.
Warum ist laut der Arbeit ein Rollentausch für Frauen oft nachteilig?
Durch die Anpassung an männlich dominierte Verhaltensweisen verlieren viele Frauen ihre sozialen Kompetenzen, was langfristig als Ressourcenverlust für das Unternehmen gewertet wird.
Was schlägt der Autor zur Verbesserung der Frauenquote in Führungspositionen vor?
Es werden flexible Arbeitszeitmodelle wie Betriebskindergärten, Teilzeit- und Home-Office-Angebote vorgeschlagen, um Kompetenzen statt nur gesetzliche Mindestanforderungen in den Fokus zu rücken.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Sind Frauen die Manager der Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/924276