Die Arbeit behandelt eine präzise Kategorisierung und Definition der Phasen des Venture Capital Prozesses. Durch einen Vergleich der Phasen einer VC-Finanzierung mit denen einer PE-Finanzierung soll dessen Bedeutung hervorgehoben werden.
Die Arbeit ist vollständig auf theoretische Literatur aufgebaut und enthält keinerlei Ansätze an Praxisbeispielen. Um eine nachvollziehbare Gegenüberstellung der Prozesse und eine Erklärung der Finanzierungsphasen in Kapitel drei und vier gewährleisten zu können, erfolgt anknüpfend eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen von Venture Capital, angefangen bei der Definition, Chancen, Risiken und Zielen bis hin zu den Rahmenbedingungen. Nach Kapitel drei und vier folgen zum Schluss die Ausstiegsmöglichkeiten aus einem „Venture Capital Prozess“, die Kritische Würdigung anhand des Themas und das Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Grundlagen des „Venture Capital“
2.1 Begriffsbestimmung „Venture Capital“
2.2 Chancen & Ziele
2.3 Rahmenbedingungen
3 Gegenüberstellung „Private Equity“
3.1 Begriffsbestimmung „Private Equity“
3.2 Unterschiede der Prozesse
4 Die Finanzierungsphasen des „Venture Capital Process“
4.1 Early Stage
4.2 Expansion Stage
4.3 Later Stage
5 Ausstiegsmöglichkeiten
6 Kritische Würdigung
7 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die präzise Kategorisierung und Definition der verschiedenen Phasen des Venture Capital Prozesses. Dabei wird durch einen systematischen Vergleich der Phasen einer VC-Finanzierung mit denen einer PE-Finanzierung die spezifische Bedeutung und Funktionsweise des Venture Capitals hervorgehoben.
- Grundlagen und Charakteristika von Venture Capital
- Gegenüberstellung von Venture Capital und Private Equity
- Analyse der spezifischen Finanzierungsphasen (Early, Expansion, Later Stage)
- Untersuchung von Ausstiegsmöglichkeiten (Exits)
- Betrachtung der Rahmenbedingungen für Venture Capital in Deutschland
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffsbestimmung „Venture Capital“
„Die Finanzierungsform Venture Capital umfasst zahlreiche Komponenten, die über die reine Bereitstellung von Eigenkapital weit hinausgehen.“2 Bereits der Autor des Zitats stellte fest, dass sich der Begriff „Venture Capital“ nicht in einem Wort definieren lässt. Es findet sich häufig in einer Bezeichnung eines Risikokapitals oder einer Wagnisfinanzierung wieder. Jedoch charakterisiert diese Definition den Fachausdruck inadäquat. Der Fokus liegt hier auf einer einseitigen Betonung des Risikos einer Finanzierung mit der Variante des VC.3 Vielmehr repräsentiert die Finanzierungsform die Möglichkeit einer Förderung von innovativen jungen Unternehmen in dessen Entwicklungsphase, da häufig ein vollständiger Zugriff zum Kapitalmarkt nicht gewährleistet werden kann.
Durch eine geringe Innenfinanzierungskraft ist es einem UN meist nicht möglich an diesem teilnehmen zu können, welche sich aus einer instabilen Ertrags- und Risikostruktur in der Phase zusammensetzt. Hinzu kommt die begrenzte Möglichkeit einer Bildung von Rücklagen für eine realisierbare Fremdkapitalfinanzierung.4 Eine Schließung der Finanzierungslücke ist grundsätzlich durch öffentliche Fördermittel teilweise möglich, allerdings stehen die nur in beschränkter Menge zur Verfügung.5 Dementsprechend lässt sich der Begriff VC mit den Worten Beteiligungsfinanzierung durch finanzielle Unterstützung von nicht börsenreifen Unternehmen definieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die Problemstellung, die Zielsetzung sowie die wissenschaftliche Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen des „Venture Capital“: Hier werden Definitionen, Chancen, Ziele und die Rahmenbedingungen der Venture Capital Finanzierung erläutert.
3 Gegenüberstellung „Private Equity“: Das Kapitel definiert Private Equity und arbeitet die wesentlichen Unterschiede zum Venture Capital Prozess heraus.
4 Die Finanzierungsphasen des „Venture Capital Process“: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Phasen Early Stage, Expansion Stage und Later Stage.
5 Ausstiegsmöglichkeiten: Dieses Kapitel behandelt verschiedene Exit-Strategien für Venture Capital Investoren.
6 Kritische Würdigung: Hier findet eine reflektierte Zusammenfassung und kritische Einordnung der erarbeiteten Ergebnisse statt.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Situation des Venture Capital Marktes in Deutschland.
Schlüsselwörter
Venture Capital, Private Equity, Finanzierungsphasen, Start-up, Beteiligungsfinanzierung, Eigenkapital, Risikokapital, Exit-Strategie, Early Stage, Expansion Stage, Later Stage, Unternehmensfinanzierung, Investoren, IPO, Mitspracherechte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Wesen und die verschiedenen Phasen des „Venture Capital Process“ und setzt diesen in den Kontext der Unternehmensfinanzierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Venture Capitals, die Unterscheidung zu Private Equity sowie die verschiedenen Phasen von der Gründung bis zum Ausstieg.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist eine präzise Kategorisierung und Definition der Prozessphasen einer Venture Capital Finanzierung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert vollständig auf einer theoretischen Literaturanalyse und verzichtet auf Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Venture Capital, der Abgrenzung zu Private Equity, den Finanzierungszyklen sowie den Exit-Optionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Venture Capital, Private Equity, Early Stage, Expansion Stage, Later Stage und Exit-Strategien.
Warum wird Venture Capital oft von Private Equity abgegrenzt?
Die Arbeit zeigt, dass beide Finanzierungsformen unterschiedliche Startperioden, Anlagezeiträume und Intensitäten der Mitspracherechte aufweisen.
Welche Bedeutung kommt der „Beratungsfunktion“ des Investors zu?
In der Early Stage dient der Investor nicht nur als Kapitalgeber, sondern aktiv als Berater, um die Entwicklung der Unternehmensstrukturen zu unterstützen.
Was sind die gängigsten Ausstiegsmöglichkeiten für Investoren?
Zu den Ausstiegsmöglichkeiten zählen unter anderem der Börsengang (IPO), der Secondary Purchase, der Trade Sale (industrieller Verkauf) sowie der Rückkauf durch die Gründer (Buy Back).
Welches Fazit zieht der Autor zum deutschen Venture Capital Markt?
Der Autor konstatiert, dass der deutsche Markt im internationalen Vergleich aufgrund komplizierter Rahmenbedingungen eher klein ist und Verbesserungspotenzial bietet.
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- Leandro Olivera (Author), 2019, Der Venture Capital Prozess. Prozessanalyse und Vergleich mit der Private Equity Finanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/924119