In der Arbeit soll auf die Frage eingegangen werden, inwieweit Frauen mehr von der "sozialen Ungleichheit" betroffen sind. Es soll untersucht werden, welche Chancenunterschiede zwischen den Rollenbildern "Frau" und "Mann" zu erkennen sind. Inwieweit setzt sich die Frau als Rollenbild mit dem Phänomen "soziale Ungleichheit" auseinander und in welchen Bereichen im Leben wird die Frau "ungleich" behandelt?
Um auf diese Fragen Antworten zu geben, werden zunächst der Begriff "soziale Ungleichheit" näher erläutert, auf verschiedene Lebensbereiche beider Geschlechter eingegangen, wie zum Beispiel der Bildungssektor, der Übergang im Studium, die Berufsausbildung, der Beruf und die Karriere, in denen es besonders zur sozialen Ungleich kommt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Definition von „Sozialer Ungleichheit“
Wo es zur sozialen Ungleichheit zwischen Geschlechtern kommt
1. Bildungseinrichtungen
2. Studium und Studienfachwahl
3. Die Berufswahl und Berufsausbildung
4. Beruf, Karriere und Arbeitswelt
5. Die Frau im Vergleich
Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der sozialen Ungleichheit unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Disparitäten in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit Frauen gegenüber Männern in verschiedenen gesellschaftlichen Lebensbereichen benachteiligt sind und welche Faktoren zu diesen Chancenunterschieden beitragen.
- Analyse der soziologischen Definitionen sozialer Ungleichheit
- Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede in Bildungseinrichtungen
- Betrachtung von Barrieren bei der Studienwahl und Berufsausbildung
- Evaluation struktureller Benachteiligungen im Arbeitsmarkt (Gender Pay Gap, Führungspositionen)
- Historischer Vergleich der Frauenrechte und deren heutige Umsetzung
Auszug aus dem Buch
4. Beruf, Karriere und Arbeitswelt
Die Berufswahl beider Geschlechter hängt von stereotypischen Merkmalen, welche den Frauen sowie Männern zugeschrieben werden. Betrachtet man heute die moderne Gesellschaft kann gesagt werden, dass in den Bildungssektoren keine Ungleichheit mehr gegenüber der Frau herrscht. Ob diese Tatsache auch in der Arbeitswelt seine Wirklichkeit zeigt, wird in diesem Abschnitt näher untersucht.
Zunächst der Hinweis darauf, dass Mädchen und Jungen schon in ihrer Jugend, in welche die geschlechtstypischen Merkmale der Identitätsbildung ausgeprägt sind, von Bildungseinrichtungen dazu gebracht werden, sich beruflich zu orientieren. In diesem Alter orientieren sich die meisten Mädchen und Jungen sich auf stereotypische Berufe, welche ihrem Geschlecht zugeschrieben worden sind, wobei Mädchen dabei der negativen Sanktionen der Frauenberufe nicht bewusst sind (Leemann/ Imdorf 2011, S. 429). Im vorherigen Abschnitt wurde erwähnt, dass Frauenberufe im Gegensatz zu Männerberufen abgewertet und niedrigeren sozialen Schichten zugeordnet werden (Hagemann-White 1984). Einer niedrigeren Schicht anzugehören ist in der sozialen Ungleichheit ein wesentlicher Aspekt, da dieses Phänomen die soziale Teilhabe an der Gesellschaft sowie die soziale Macht und Prestige eines Individuums beeinflusst.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die soziologische Thematik der sozialen Ungleichheit ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der geschlechtsspezifischen Benachteiligung von Frauen.
Definition von „Sozialer Ungleichheit“: Dieses Kapitel definiert soziale Ungleichheit anhand verschiedener theoretischer Ansätze und betont die Bedeutung ungleich verteilter Lebenschancen.
Wo es zur sozialen Ungleichheit zwischen Geschlechtern kommt: Das Kapitel bietet eine Übersicht über die relevanten Lebensbereiche, in denen geschlechtsspezifische Unterschiede auftreten.
1. Bildungseinrichtungen: Hier wird analysiert, wie Bildungsungleichheiten entstehen und welche Rolle das Geschlecht bei Leistungsunterschieden und Bildungsentscheidungen spielt.
2. Studium und Studienfachwahl: Das Kapitel behandelt die Gründe für die geschlechtsspezifische Wahl von Studienfächern sowie die finanziellen Barrieren bei der Aufnahme eines Studiums.
3. Die Berufswahl und Berufsausbildung: Es wird untersucht, wie soziale Konstruktionen von „Frauen-“ und „Männerberufen“ die berufliche Orientierung und Ausbildung beeinflussen.
4. Beruf, Karriere und Arbeitswelt: Dieses Kapitel fokussiert auf strukturelle Barrieren in der Arbeitswelt, wie den Gender Pay Gap und die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen.
5. Die Frau im Vergleich: Ein historischer Abriss verdeutlicht die rechtliche Entwicklung der Frauenrechte in Deutschland seit 1919.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass tief verwurzelte gesellschaftliche Rollenbilder weiterhin für ungleiche Chancen zwischen den Geschlechtern sorgen.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, Geschlechterrollen, Frauenrechte, Bildungschancen, Berufswahl, Gender Pay Gap, Arbeitswelt, Karriere, Sozialwissenschaften, Chancengerechtigkeit, Rollenbilder, Lohndiskriminierung, Führungspositionen, Feminisierung, Teilzeitarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem soziologischen Phänomen der sozialen Ungleichheit und analysiert, inwieweit Frauen in der deutschen Gesellschaft strukturell benachteiligt sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind der Bildungssektor, die Studienfachwahl, die Berufsausbildung, der Arbeitsmarkt und die historische Entwicklung der Frauenrechte.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzudecken, welche Chancenunterschiede zwischen den Rollenbildern „Frau“ und „Mann“ bestehen und wo im Lebensverlauf diese „ungleiche“ Behandlung besonders deutlich wird.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Die Ausarbeitung basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Fachliteratur sowie der Auswertung statistischer Daten aus Sekundärquellen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Lebensabschnitte vom Bildungswesen bis hin zur beruflichen Karriere und beleuchtet dort wirkende Barrieren für Frauen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Besonders prägend sind Begriffe wie soziale Ungleichheit, geschlechtsspezifische Rollenbilder, Gender Pay Gap und Bildungsungleichheit.
Welche Rolle spielt die „Feminisierung“ im Bildungssektor laut der Arbeit?
Die Arbeit diskutiert die Debatte, dass der hohe Anteil an Lehrerinnen in Schulen dazu führen könnte, dass Jungen weniger Vorbilder finden und in ihrer Leistungsentwicklung benachteiligt werden.
Wie erklärt die Arbeit den sogenannten Gender Pay Gap?
Der Lohnunterschied wird unter anderem durch die Konzentration von Frauen in geringer bezahlten „Frauenberufen“, die häufigere Wahl von Teilzeitstellen sowie die Unterrepräsentanz in Führungsebenen erklärt.
- Arbeit zitieren
- Zeynep Sahintürk (Autor:in), 2020, Sind Frauen in Deutschland von sozialer Ungleichheit mehr betroffen als Männer?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/922103