Die vorliegende Arbeit bietet eine übersichtliche Einführung in die Instrumente des Museumsmarketings aus Portfolioanalyse, "SWOT-Verfahren" und Marketingstrategien. Darüber hinaus wird in einem Ausblick dargestellt, dass der Marketing-Mix im Museumsbetrieb keineswegs nur "zeitgemäß“ gestaltet werden muss, sondern durchaus auch auch Innovationen und außergewöhnliche Aktionen beziehungsweise Veranstaltungen beinhalten darf und soll. Nur so ist der nötige Freiraum für den Kulturbereich Museum dargetan. Ein "Überstülpen" einer - wie auch immer gearteten - Marketingstrategie erfüllt die Anforderungen an ein innovatives und modernes Museumsmarketing gerade nicht.
Ziel geeigneter Marketingstrategien für den Kulturbereich, insbesondere im Bereich des Museums ist es, geeignete Angebote respektive "Produkte" für ihre Besucher anbieten zu können. Die Zielgruppe muss dahingehend auch mit der passenden Preispolitik, Kommunikationsstrategie sowie fachlichen Betreuungsangeboten angesprochen werden. Dahingehend hat sich der Schwerpunkt der Museen vom Sammeln & Bewahren sowie Ausstellen zum Vergnügen aus Erlebnis, Bildung und Veranstaltungskultur verlegt. Diese Entwicklung ist natürlich in der Praxis stark diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
A. PORTFOLIO-ANALYSE FÜR EIN MUSEUM
I. GESCHÄFTSFELDER
II. SCHLÜSSELFAKTOREN
1. MERCHANDISING
2. CASH-LIEFERANTEN (STAR): Z.B. CAFÉ
3. CASH-COW (REIFE): Z.B. DAUERAUSSTELLUNG
4. CASH-DOG (PROBLEMPRODUKTE): Z.B. NEBENGEBÄUDE
B. „SWOT-VERFAHREN“ IM KULTURBEREICH AM BEISPIEL MUSEUM
C. MARKETINGSTRATEGIEN FÜR EIN MUSEUM
I. MARKETINGSTRATEGIE
II. CHECKLISTE „STRATEGIEENTWICKLUNG IM KULTURBEREICH“ – EIN BEISPIEL
I. INTERNER DATENKRANZ
II. EXTERNER DATENKRANZ
III. MARKETING- MIX
1. DIE PRODUKTPOLITIK
2. DIE PREISPOLITIK
3. DIE DISTRIBUTIONSPOLITIK
4. DIE KOMMUNIKATIONSPOLITIK
5. DIE SERVICEPOLITIK
D. AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie klassische betriebswirtschaftliche Instrumente wie die Portfolioanalyse und das SWOT-Verfahren erfolgreich auf den Kulturbereich, speziell auf Museen, übertragen werden können, um eine nachhaltige und gewinnbringende Marketingstrategie zu entwickeln.
- Grundlagen der Portfolio-Analyse in Museen
- Einsatz des SWOT-Verfahrens zur strategischen Planung
- Entwicklung effektiver Marketingstrategien für Kultureinrichtungen
- Strukturierung von internen und externen Datenkranzanalysen
- Anwendung des Marketing-Mix zur Operativumsetzung
Auszug aus dem Buch
1. Die Produktpolitik
Die Produktgestaltung ist das zentrale Marketing-Instrument.7 Produktgestalterische Maßnahmen beziehen sich auf den Gegenstand der Unternehmung. Aus der Marktanalyse ergibt sich, welche Produkte angeboten werden können und sollen. Hierzu gehört das Design und die Entscheidung zwischen Markenprodukt und Noname-Ware, sowie die Namenswahl des Produkts und die Verpackungsgestaltung.8
Vorliegend soll das MAK 2.0 als ein Raum für zeitgenössische Kultur gestaltet sein. Einladendes Moment des MAK 2.0 hierbei ist seine im Geiste des digitalen Zeitalters gestaltete und geschaffene Bauweise sowie die Produktgestaltung. Diese dient als Alleinstellungsmerkmal und vermittelt Exklusivität. Dazu gehört neben Ausstellungen und Gastronomie, die fixe Veranstaltungsreihe eines Clubs mit wechselnden DJ’s international, ebenso wie die thematische Gestaltung des MAK 2.0 im Außenbereich mit futuristischen Sitzmöglichkeiten und Lichtgestalterischen Mitteln. Weiters soll es ein Ort zum Verweilen sein, der den Mehrwert eines Besuchs zu zeitgenössischen Themen in der Kunst bietet. Der Ort wird wesentlich anders sein, als bisher bespielte Museen wie das Belvedere oder das klassische Naturhistorische Museum (Stichwort: Änderung bereits auf dem Markt befindlicher Güter, also die Frage der Produktvariation).
Zusammenfassung der Kapitel
A. PORTFOLIO-ANALYSE FÜR EIN MUSEUM: Dieses Kapitel erläutert die Anwendung der Portfolio-Analyse zur Identifikation von Geschäftsfeldern und Schlüsselfaktoren in Museen.
B. „SWOT-VERFAHREN“ IM KULTURBEREICH AM BEISPIEL MUSEUM: Hier wird das SWOT-Verfahren als Instrument zur strategischen Planung von Marketingstrategien anhand eines fiktiven Beispiels tabellarisch dargestellt.
C. MARKETINGSTRATEGIEN FÜR EIN MUSEUM: Dieses Kapitel behandelt die strategische Herangehensweise an das Museumsmarketing, inklusive Checklisten zur Datenanalyse und die detaillierte Umsetzung durch den Marketing-Mix.
D. AUSBLICK: Das Kapitel reflektiert über die Entwicklung von Museen hin zu erlebnisorientierten Kultureinrichtungen und diskutiert die Balance zwischen Marketingstrategien und kulturellem Anspruch.
Schlüsselwörter
Kulturmanagement, Portfolioanalyse, SWOT-Analyse, Museumsmarketing, Marketingstrategie, Marketing-Mix, Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Servicepolitik, Wettbewerbsanalyse, Zielgruppenorientierung, Strategieentwicklung, Kulturbetrieb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden wie der Portfolio-Analyse und dem SWOT-Verfahren im Kontext des Museumsmarketings.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der strategischen Planung, der Analyse von Geschäftsfeldern, dem internen und externen Datenkranz sowie der operativen Ausgestaltung des Marketing-Mix.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Museen durch gezielte Marketingstrategien ihre Attraktivität steigern und langfristig erfolgreich agieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu Marketinggrundlagen und verknüpft diese durch eine Fallbeispiel-Methodik (fiktives Museum MAK 2.0) mit der praktischen Umsetzung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Analyse mittels Portfolio- und SWOT-Methoden sowie eine detaillierte Erläuterung der fünf Instrumente des Marketing-Mix.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kulturmanagement, Museumsmarketing, Portfolio-Analyse, SWOT-Verfahren und der Marketing-Mix.
Welche Rolle spielt das fiktive Beispiel des MAK 2.0?
Das MAK 2.0 dient als konkretes Praxisbeispiel, um die theoretischen Marketing-Konzepte anschaulich auf die Bedürfnisse einer jungen Zielgruppe ab 16 Jahren anzuwenden.
Warum ist die Servicepolitik für Museen laut der Autorin so wichtig?
Da museale Produkte nicht immer substituierbar sind, stellt die Servicepolitik ein zentrales Differenzierungsmerkmal dar, um sich erfolgreich vom Wettbewerb abzuheben.
- Quote paper
- Caroline Brunhild Wähner (Author), 2017, Instrumente des Museumsmarketings. Portfolioanalyse, SWOT-Verfahren und Marketingstrategien im Kulturbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/921789