In dem Essay werden traditionelle, aber auch aktuelle Konzepte der Geld- und Fiskalpolitik insbesondere am Beispiel der Europäischen Union (EU), des Euro-Raumes (Euro) und der Bundesrepublik Deutschland aufgezeigt, die ergriffen werden, um die drastischen wirtschaftlichen Konsequenzen der Corona-Krise zu bewältigen und mit konjunkturpolitischen Maßnahmen gegenzusteuern.
Die Welt wird durch die Ausbreitung des Corona–Virus (SARS-CoV-2) vor große Herausforderungen gestellt. Durch den reaktiven Lockdown zur Bekämpfung der Pandemie wird es tiefgreifende Umbrüche der Gesellschaft und der Weltwirtschaft geben. Die Pandemie und die ergriffenen Schutz-Maßnahmen bewirken u.a., dass sie das gesamtwirtschaftliche Angebot aber auch die Nachfrage sehr stark beeinflussen und einschränken. Ergriffene seuchenpolitische Maßnahmen führen zu Rückgängen des Arbeitsvolumens und Einbrüchen in der Produktion, der Dienstleistungen und des Handels. Eine Rezession ist unvermeidbar. Da sowohl nationale als auch internationale Lieferketten beeinträchtigt sind, zeichnet sich ein sehr starkes Absinken des globalen Handelsvolumens aus. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben somit schon jetzt nahezu alle Volkswirtschaften erfasst.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
2. Begriffserklärungen
2.1 IS-LM-Modell aus keynesianischer Sicht
2.2 Geldpolitik
2.3 Fiskalpolitik
3. Maßnahmen in der Corona-Pandemie
3.1 Geldpolitische Maßnahmen
3.2 Fiskalpolitische Maßnahmen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftspolitischen Reaktionen auf die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste globale Wirtschaftskrise, wobei der Fokus auf den geld- und fiskalpolitischen Interventionen innerhalb der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland liegt. Ziel ist es, die Konzepte zur Bewältigung der Rezession zu analysieren und deren konjunkturpolitische Wirksamkeit im Kontext aktueller Maßnahmenpakete zu bewerten.
- Analyse des IS-LM-Modells aus keynesianischer Sicht zur Erklärung konjunkturpolitischer Interventionen.
- Untersuchung geldpolitischer Maßnahmen der EZB, inklusive Notfallprogrammen wie PEPP und TLTRO.
- Bewertung fiskalpolitischer Maßnahmen der Bundesregierung, wie dem Corona-Schutzschild und steuerlichen Erleichterungen.
- Erläuterung des Spannungsfeldes zwischen Krisenbewältigung und langfristiger Staatsverschuldung.
Auszug aus dem Buch
2. Begriffserklärungen
Im Hinblick auf die Konjunkturpolitik wird versucht, wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und der Staaten, insbesondere der Bundesrepublik Deutschland, aufzuzeigen, die geeignet erscheinen, gesamtwirtschaftliche Schwankungen zu glätten und insbesondere in Zeiten der Stagnation oder des wirtschaftlichen Abschwunges gegenzusteuern. Diese Maßnahmen basieren u.a. auf Theorien des Wirtschaftswissenschaftlers John Maynard Keynes aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts.
In seinen Theorien, auch Keynesianismus genannt, geht er davon aus, dass der Staat durch eine kompetente Steuerung der Geld- und Fiskalpolitik Krisen wirksam überwinden kann. In Zeiten der Rezession soll der Staat durch eine gesteigerte, ggfs. kreditfinanzierte Ausgabenpolitik die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen erhöhen und in Zeiten der wirtschaftlichen Erholung diese Kredite wieder zurückführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung skizziert die durch die Corona-Pandemie ausgelöste globale wirtschaftliche Herausforderung und definiert das Ziel der Arbeit, die entsprechenden geld- und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen zu untersuchen.
2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Konjunkturpolitik, insbesondere das IS-LM-Modell, sowie die Definitionen und Instrumente von Geld- und Fiskalpolitik.
3. Maßnahmen in der Corona-Pandemie: Dieser Abschnitt analysiert die konkreten geldpolitischen Schritte der EZB sowie die umfangreichen fiskalpolitischen Hilfsprogramme der Bundesregierung zur Sicherung der Wirtschaft.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Wirksamkeit der Maßnahmen zusammen und warnt vor den langfristigen Folgen wie einer historischen Staatsverschuldung und dem Vertrauensverlust in den Euro.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Konjunkturpolitik, EZB, IS-LM-Modell, Rezession, Staatsverschuldung, Kurzarbeitergeld, Wirtschaftsstabilisierungsfonds, Euro, Finanzpolitik, Krisenmanagement, Zentralbank, Wirtschaftshilfen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die wirtschaftspolitischen Strategien und Maßnahmen, die von Zentralbanken und Regierungen ergriffen wurden, um die negativen ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die fiskalpolitischen Hilfsprogramme der deutschen Bundesregierung sowie die theoretische Fundierung durch den Keynesianismus.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, traditionelle und aktuelle Konzepte der Geld- und Fiskalpolitik am Beispiel der EU und Deutschlands aufzuzeigen, die zur Bewältigung der drastischen Folgen der Corona-Krise eingesetzt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse wirtschaftspolitischer Instrumente und einer Anwendung dieser Konzepte auf die aktuellen Ereignisse der Pandemie, unterstützt durch aktuelle ökonomische Daten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über das IS-LM-Modell und eine detaillierte Darstellung der konkreten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen, inklusive Rettungsschirme und Liquiditätshilfen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geldpolitik, Fiskalpolitik, Corona-Pandemie, Rezession und Staatsverschuldung geprägt.
Welche Rolle spielt die EZB in diesem Kontext?
Die EZB agiert als Akteur, der durch Zinspolitik, Notfallprogramme wie PEPP und Liquiditätsspritzen (TLTRO) versucht, die Kapitalmärkte zu stabilisieren und die Geldversorgung sicherzustellen.
Wie bewertet die Autorin die langfristigen Folgen?
Die Autorin prognostiziert eine historische Staatsverschuldung und sieht die Gefahr, dass der Euro an Kaufkraft und Vertrauen verliert, während Konsolidierungsmaßnahmen in Zukunft unausweichlich sein werden.
- Quote paper
- Charlotte Steinborn (Author), 2020, Geld- und Fiskalpolitik gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Begriffserklärungen und Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/921281