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Akustischer Einsatz mittelalterlicher Lyrik im Deutschunterricht am Beispiel der modernen Version eines Lieds von Oswald von Wolkenstein

Titel: Akustischer Einsatz mittelalterlicher Lyrik im Deutschunterricht am Beispiel der modernen Version eines Lieds von Oswald von Wolkenstein

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 41 Seiten , Note: 1

Autor:in: Tanja Wagner (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird gezeigt, dass die Beschäftigung mit mittelhochdeutscher Literatur insbesondere im Zusammenhang mit den Methoden "Lyrik hören" und "Lyrik hörbar machen" durchaus fruchtbar sein kann und in der Schule ihren berechtigten Platz hat. Es wird der Frage nachgegangen, wieso Lyrik im Unterricht überhaupt akustisch präsentiert werden soll. Hierbei werden auch Ziele des Lehrplans genannt, die dadurch erreicht werden können und verschiedene Unterrichtsideen präsentiert. Daraufhin wird begründet, warum sich dabei der Einsatz von mittelalterlichen Gedichten ganz besonders anbietet - insbesondere die Affinität zwischen mittelalterlicher Dichtung und moderner Musik wird hier verdeutlicht. Anschließend wird ein konkreter Unterrichtsvorschlag für die Oberstufe am Gymnasium vorgestellt. Dabei wird in der Sachanalyse zunächst geklärt, worum es sich bei Gedichten überhaupt handelt. Als Beispiele werden dann der Text „Es fuegt sich“ (auch "Lebensballade" oder "Kl18" gemäß der Edition von Klein genannt) von Oswald von Wolkenstein (~1377-1455) und eine moderne Adaption dieses Liedes von der Band No Trouble At All untersucht. An die fachwissenschaftliche Analyse der mittelhochdeutschen und der neuen Fassung schließen sich eine didaktische Untersuchung des Gegenstandes sowie eine Lernzielanalyse an. Die pädagogisch-psychologische Einschätzung der Schüler der 13. Klasse und das Erläutern einer Unterrichtsskizze sowie des erarbeiteten Arbeitsmaterials zusammen mit weiteren Ideen runden den Unterrichtsvorschlag ab. Zum Schluss wird noch einmal zusammenfassend aufgezeigt, dass die mittelalterlichen Texte und Stoffe in der Schule durchaus nützlich sind und aufgrund der Wahlmöglichkeiten, die der Lehrplan bietet, häufiger als nur in der siebten Jahrgangsstufe, wie im G8 vorgesehen, eingesetzt werden können.
Neben einem ausführlichen Literaturverzeichnis befinden sich im Anhang der Arbeit beide Primärtexte sowie alle für die Umsetzung des Unterrichtsvorschlags notwendigen Materialien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. MITTELALTERLICHE TEXTE UND STOFFE IM UNTERRICHT

1.1. MITTELALTERLICHE LITERATUR IM LEHRPLAN DES GYMNASIUMS

1.2. ZIELE DER ARBEIT

2. LYRIK HÖREN UND HÖRBAR MACHEN

2.1. LYRIK HÖREN

2.2. LYRIK HÖRBAR MACHEN

2.3. WIESO GERADE MITTELHOCHDEUTSCHE LYRIK?

3. UNTERRICHTSVORSCHLAG

3.1. FACHWISSENSCHAFTLICHE ANALYSE

3.1.1. DEFINITION UND FUNKTIONEN VON GEDICHTEN

3.1.2. OSWALD VON WOLKENSTEIN: „ES FUEGT SICH“

3.1.3. DIE ADAPTION VON „ES FUEGT SICH“ DURCH NO TROUBLE AT ALL

3.2. DIDAKTISCHE ANALYSE DER TEXTE

3.3. LERNZIELANALYSE

3.4. PÄDAGOGISCH-PSYCHOLOGISCHE EINSCHÄTZUNG

3.5. UNTERRICHTSPLAN

3.6. WEITERFÜHRENDE UNTERRICHTSVORSCHLÄGE

4. SCHLUSSBEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht den didaktischen Mehrwert der akustischen Präsentation mittelalterlicher Lyrik im gymnasialen Unterricht der Oberstufe. Anhand von Oswald von Wolkensteins „Es fuegt sich“ und einer modernen Adaption wird aufgezeigt, wie auditive Ansätze helfen können, Ressentiments gegenüber älteren Sprachstufen abzubauen, einen Gegenwartsbezug herzustellen und ein tieferes Verständnis für die Historizität literarischer Texte zu fördern.

  • Methodik des akustischen Einsatzes von Lyrik ("Lyrik hören" und "Lyrik hörbar machen").
  • Analyse des Werkes von Oswald von Wolkenstein im Kontext mittelalterlicher Tradition.
  • Vergleich zwischen mittelhochdeutschem Original und einer modernen musiktheoretischen Adaption.
  • Pädagogisch-psychologische Einordnung der Lernenden in der gymnasialen Oberstufe.
  • Konkrete Unterrichtsplanung und weiterführende medienpädagogische Ansätze.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Oswald von Wolkenstein: „Es fuegt sich“

Der Text „Es fuegt sich“ ist ein etwa 1416 entstandenes mittelhochdeutsches Gedicht von Oswald von Wolkenstein, der wahrscheinlich im Jahr 1377 in Südtirol geboren wurde und am 2. August 1445 in Meran starb. In dem Text erzählt ein männliches Sprecher-Ich von seinem bisheriges Leben. Es beginnt damit, wie es mit zehn Jahren von zu Hause auszog, um die Welt zu erkunden, und welche Tätigkeiten es verrichten musste. In der zweiten Strophe folgt ein Katalog der Länder, in denen das Ich war, und welche Sprachen es während seiner Reise gebraucht hat. Indem das Ich hier auch über seinen Dienst in den Heeren zweier Könige sowie über seine musikalischen Fertigkeiten spricht, stellt es sich als weit gefahrener Spielmann und Ritter dar.

Die dritte Strophe schildert eine Episode in Aragon, wo die Königin dem Ich Schmuck schenkte, welchen das Ich daraufhin den ebenfalls dort anwesenden Adligen vorführte. In Strophe IV geht es darum, wie das Ich als „beghart“ (V. 50) d. h. als Laienbruder, lebte, dieser Versuch seinem Leben eine positive Wendung zu geben aber wegen der Liebe scheiterte. Das Motiv der Minne führt das Sprecher-Ich in der fünften Strophe weiter, in der es von einem bestimmten Mädchen erzählt, wegen dem es seine Reisen machen müsse. Auch die sechste Strophe ist der Minne gewidmet. Das Ich war nämlich einmal auf der Insel Nios, auf der 400 schöne Frauen wohnten, doch keine war so schön wie die eigene Minnedame. In der letzten Strophe erfährt man das Alter des Ichs: „Ich han gelebt wol vierzig jar leicht minner zwai“ (V. 12), es ist also etwa 38 Jahre alt. Es denkt darüber nach, dass es wohl an der Zeit wäre, zu heiraten, aber es fürchtet das Gekeife der Ehefrau und es kann seine Minnedame nicht vergessen. Es bekennt des Weiteren in einer Art Demutsformel, dass es sterblich und abhängig von Gott ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. MITTELALTERLICHE TEXTE UND STOFFE IM UNTERRICHT: Analysiert den Stellenwert mittelalterlicher Literatur in bayerischen Gymnasiallehrplänen und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

2. LYRIK HÖREN UND HÖRBAR MACHEN: Erläutert die didaktischen Potenziale des akustischen Umgangs mit Lyrik sowie die Affinität mittelalterlicher Texte zur zeitgenössischen Musik.

3. UNTERRICHTSVORSCHLAG: Bietet eine fachwissenschaftliche und didaktische Analyse der ausgewählten Lyrikbeispiele sowie einen konkreten Unterrichtsplan für die Oberstufe.

4. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Resümiert die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer verstärkten Einbindung mittelalterlicher Literatur unter Nutzung moderner Medien.

Schlüsselwörter

Oswald von Wolkenstein, Mittelhochdeutsch, Lyrik, Literaturdidaktik, Musik, Adaption, Mittelalter, Gymnasium, Hörverstehen, Medien, Unterrichtsgestaltung, Historizität, Epochenvergleich, Individuallied, Sprecher-Ich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration von mittelalterlicher Lyrik in den Deutschunterricht am Gymnasium, speziell durch den Fokus auf akustische Präsentationsformen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Felder sind der Lehrplanbezug, die didaktische Aufbereitung von "Lyrik hören" und "Lyrik hörbar machen" sowie die vergleichende Analyse zwischen einem mittelalterlichen Originaltext und einer modernen Folk-Adaption.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass durch den akustischen Einsatz mittelalterlicher Texte Ressentiments abgebaut und ein tieferes Verständnis für die Alterität und Historizität von Literatur gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen fachwissenschaftlichen Analyserahmen für das Gedicht "Es fuegt sich" und kombiniert diesen mit didaktischen Methoden der Literaturdidaktik und musikwissenschaftlichen Ansätzen für den Vergleich.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Lyrik, die philologische Analyse des Werkes von Oswald von Wolkenstein, den Vergleich mit der Adaption durch "No Trouble At All" sowie die detaillierte Planung einer Unterrichtseinheit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mittelalterrezeption, literarische Adaption, akustische Vermittlung von Lyrik und interdisziplinäre Didaktik beschreiben.

Warum wird speziell Oswald von Wolkenstein als Beispiel gewählt?

Oswald von Wolkenstein eignet sich besonders, da sein Werk als "Individuallied" konzipiert ist und durch seine biografischen Bezüge eine Brücke zwischen Autor und Sprecher-Ich schlägt, was eine Analyse der Autobiografizität erlaubt.

Welche Bedeutung hat die Adaption durch die Band "No Trouble At All"?

Die Adaption verdeutlicht durch ihre Modernisierungen, Kürzungen und sprachlichen Anpassungen die zeitgenössische Relevanz mittelalterlicher Stoffe und macht die Transformation von Texten über 600 Jahre hinweg greifbar.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Akustischer Einsatz mittelalterlicher Lyrik im Deutschunterricht am Beispiel der modernen Version eines Lieds von Oswald von Wolkenstein
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
Mittelalterliche Texte und Stoffe im Deutschunterricht
Note
1
Autor
Tanja Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
41
Katalognummer
V91634
ISBN (eBook)
9783638051941
ISBN (Buch)
9783638944816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Akustischer Einsatz Lyrik Deutschunterricht Version Oswald Wolkenstein Deutschunterricht Mittelalter Adaption Lied Musik Didaktik hörbar machen hören Unterrichtsmaterial Kl 18 Lebensballade
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Wagner (Autor:in), 2008, Akustischer Einsatz mittelalterlicher Lyrik im Deutschunterricht am Beispiel der modernen Version eines Lieds von Oswald von Wolkenstein, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/91634
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Leseprobe aus  41  Seiten
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