Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit soll sein, ein Maßnahmenkatalog zu entwickeln, um eine Flexibilisierung des Arbeitens zu unterstützen. Die Kombination der einzelnen Maßnahmen soll vor allem auf die psychologisch-emotionale Ebene abgestimmt sein, und zur Bewältigung der dabei entstehenden Herausforderungen beitragen. Denn Mitarbeiter, welche flexibel arbeiten können, sind produktiver. Hierfür müssen geeignete Maßnahmen gefunden und auch umgesetzt werden.
In heutigen Organisationen ist das Arbeiten oft nicht mehr an eine Lokalität bzw. eine feste Arbeitszeit gebunden. Dies ermöglicht, dass Arbeitnehmer ihrer Tätigkeit flexibler nachgehen, und das Erledigen von Aufgaben selbst gestalten können. Viele Aufgaben sind ohne Hilfe oder Zusammenarbeit mit anderen Parteien möglich, andere bedürfen ein spezielles Zusammenspiel und können erst erledigt werden, wenn die dafür vorgesehene Informationsverteilung vorliegt. Dies stellt eine große Herausforderung für die Unternehmen dar, da die Leistungen der unterschiedlichen Mitarbeiter koordiniert und gewissermaßen überwacht werden müssen, sodass nicht nur am Ende eines Projektes Ergebnisse zusammengetragen werden, sondern schon während des Prozesses Absprachen gehalten werden, um so das bestmögliche Ergebnis zu erlangen.
Bereits im Jahr 1993 befasste sich Karl Kurbel mit dem Thema, dass zum Einen die Informations- und Kommunikationstechniken als Unterstützung des Einzelnen im Interesse stehen, sowie zum Anderen die direkte Unterstützung von arbeitsteiligen Prozessen. Arbeitsplatzübergreifende Unterstützungen werden durch sogenannte Workflow-Management-Prozesse realisiert. Workflow-Management-Prozesse stehen in enger Verbindung zum Prozess-Management und werden auf der operativen Ebene ausgeführt. Unter Zuhilfenahme diverser Change Management Maßnahmen wird versucht, Arbeitnehmer auf gewisse Umstellungen vorzubereiten und die Möglichkeit des flexibleren Arbeitens zu unterstützen. Denn laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft, werden Arbeitnehmer durch flexiblere Arbeitszeiten produktiver.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Change Management
2.2 Der Wandel
2.2.1 Formen des Wandels
2.2.2 Tiefe des Wandels
2.2.3 Phasen des Wandels
2.3 Flexible Formen des Arbeitens
3 Maßnahmen zur Unterstützung einer Flexibilisierung des Arbeitens
3.1 Entwicklung eines Bündels von Change Management Maßnahmen
3.1.1Vorbereitungsphase
3.1.2 Analysephase
3.1.3 Planungsphase
3.1.4 Realisierungsphase
3.1.5 Evaluierungsphase und stetige Weiterentwicklung
3.2 Begründung der Eignung der Maßnahmen
4 Diskussion
5 Fazit / Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der Unternehmen dabei unterstützt, flexible Arbeitsformen erfolgreich einzuführen und die damit einhergehenden psychologisch-emotionalen Herausforderungen für die Mitarbeiter aktiv zu bewältigen.
- Grundlagen des Change Managements und Modelle des organisationalen Wandels
- Analyse verschiedener flexibler Arbeitsmodelle wie Gleitzeit, Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit
- Entwicklung eines integrierten Maßnahmenbündels entlang des Change-Prozesses
- Berücksichtigung der psychologisch-emotionalen Ebene zur Reduktion von Widerständen
- Kritische Diskussion der Eignung und Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Analysephase
Die Analysephase beginnt, wenn alle erforderlichen Informationen aus der Vorbereitungsphase vorhanden sind. Als erstes wäre eine Delphi-Anayse sehr sinnvoll, um durch die Experten zu erfahren, welche Erfahrungen sie gesammelt haben und mit welchen Herausforderungen ein Unternehmen konfrontiert wird, wenn es die Arbeiten flexibilisieren möchte. Danach kann ein Fragebogen an die Mitarbeiter entwickelt werden, welcher die zuvor gewonnen Informationen bereits beinhaltet. Mit diesem Fragebogen kann die derzeitige Einstellung der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen gemessen werden, die unterschiedlichen Bereiche und Abteilungen miteinander verglichen werden und der Erfolg gemessen werden, welcher sich nach erneutem Befragen nach dem Prozess ergibt. Es empfiehlt sich auch eine SWOT-Analyse durchzuführen, um die internen Stärken und Schwächen, als auch die externen Stärken und Schwächen zu kennen. Zusätzlich kann eine Unternehmenskulturanalyse durchgeführt werden um zu sehen, inwiefern das Unternehmen bereit ist für eine Veränderung oder ob die aktuelle Unternehmenskultur einer Veränderung sogar im Wege stehen könnte. Bereits aus diesen Informationen, kann ermittelt werden, welche Arten der Flexibilisierung für das eigene Unternehmen sinnvoll erscheinen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Flexibilisierung von Arbeitszeiten ein und stellt die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit dar.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Konzepte des Change Managements, verschiedene Modelle des Wandels und diverse Formen flexibler Arbeitsgestaltung erläutert.
3 Maßnahmen zur Unterstützung einer Flexibilisierung des Arbeitens: Das Kernkapitel entwickelt ein strukturiertes Bündel an Change-Management-Maßnahmen für die verschiedenen Phasen des Einführungsprozesses und begründet deren Eignung.
4 Diskussion: In diesem Teil werden die vorgeschlagenen Maßnahmen kritisch hinterfragt und in Bezug auf die psychologisch-emotionalen Anforderungen der Mitarbeiter reflektiert.
5 Fazit / Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die steigende Bedeutung flexibler Arbeitsmodelle in der modernen Arbeitswelt.
Schlüsselwörter
Change Management, Flexible Arbeitszeiten, Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur, Wandel 2. Ordnung, psychologische Widerstände, Projektmanagement, Personalentwicklung, Maßnahmenkatalog, Arbeitsplatzflexibilität, Prozessmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit, Transformation, Veränderungscontrolling, Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung von Veränderungsprozessen in Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf die Einführung flexiblerer Arbeitsmodelle.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind Change Management Methoden, die Analyse von Wandlungsprozessen und die Implementierung flexibler Formen des Arbeitens wie Homeoffice oder Gleitzeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Entwicklung eines praxisorientierten Maßnahmenkatalogs, der Unternehmen hilft, den Übergang zu flexiblerem Arbeiten unter Berücksichtigung der emotionalen Bedürfnisse der Mitarbeiter zu meistern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die methodische Verknüpfung von Change-Management-Phasen (z.B. nach Kurt Lewin und Vahs/Weiand) mit spezifischen Gestaltungsmitteln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird ein Bündel an Maßnahmen entwickelt, das sich über die Phasen Vorbereitung, Analyse, Planung, Realisierung bis hin zur Evaluierung erstreckt und deren Eignung für den Wandel begründet wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Change Management, Flexibilisierung, Arbeitszeitgestaltung, psychologische Akzeptanz und Veränderungsprozesse.
Warum ist die psychologisch-emotionale Ebene so wichtig?
Der Autor betont, dass Widerstände gegen Veränderungen häufig im emotionalen Bereich liegen, etwa durch Verlustängste oder Überforderung, und daher gezielte Maßnahmen erfordern.
Was ist das Besondere an der vorgeschlagenen Kommunikationsmatrix?
Die Matrix dient dazu, den gesamten Veränderungsprozess transparent zu gestalten, indem sie definiert, wer wann und über welches Medium welche Informationen erhält, um Unsicherheiten abzubauen.
- Quote paper
- Theresa Herzog (Author), 2018, Change Management und Flexibilisierung des Arbeitens, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/916331