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Kritische Analyse des Rawl'schen Unterschiedsprinzips durch Nozick in "Anarchie-Staat-Utopia"

Titel: Kritische Analyse des Rawl'schen Unterschiedsprinzips durch Nozick in "Anarchie-Staat-Utopia"

Essay , 2018 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Diplom Betriebswirt Wolfgang Seifert (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In seinem Werk „Eine Theorie der Gerechtigkeit“ entwickelt John Rawls auf Basis des Hauptgedankens „Gerechtigkeit als Fairness“ eine Gerechtigkeitstheorie, die die bisherigen Vorstellungen, die über einen Gesellschaftsvertrag existierten, verallgemeinert und auf eine höhere Ebene abstrahiert. Zumindest in der Theorie wird garantiert, dass sich die Interessen durchsetzen, die alle Bürger teilen. Der Ausgangspunkt seiner Theorie ist der Urzustand, der die anfängliche Situation der Gesellschaft beschreibt. In diesem Urzustand wissen die Menschen nicht, welche Stellung sie in einer Gesellschaft innehaben und mit welchen Fähigkeiten sie ausgestattet sein werden. In diesem Urzustand, so unterstellt Rawls, würden sich die Menschen auf zwei Grundsätze der Gerechtigkeit einigen.

Der erste Grundsatz räumt allen Mitgliedern der Gesellschaft das größtmögliche System gleicher Grundfreiheiten ein. Dieser Grundsatz ist nachvollziehbar und wenig umstritten. Im zweiten Grundsatz sind soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten so zu gestalten, dass sie zu jedermanns Vorteil dienen und mit Ämtern und Positionen verbunden sind, die jedem offenstehen. Alle sozialen Werte – Freiheit, Chancen, Einkommen und die Grundlagen der Selbstachtung, aber auch Vermögen, so fordert Rawls in seinem Unterschiedsprinzip, sind gleichmäßig zu verteilen, es sei denn, die ungleiche Verteilung bringt für die am schlechtesten Gestellten Vorteile. Rawls definiert hier seinen Gerechtigkeitsbegriff im Wesentlichen als Verteilungsgerechtigkeit, und trotz des ersten Grundsatzes der Gleichheit lässt er Verteilungsunterschiede ausdrücklich zu.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rawl’s Theorie der Gerechtigkeit

2.1 Der Gerechtigkeitsbegriff bei Rawls

2.2 Der Urzustand

2.3 Die Grundsätze der Gerechtigkeit

3 Nozicks Kritik am Rawls’schen Unterschiedsprinzip

4 Kritische Auseinandersetzung mit Nozick’s Kritik

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen von John Rawls' Gerechtigkeitstheorie, mit besonderem Fokus auf dem Unterschiedsprinzip, und analysiert diese kritisch anhand von Robert Nozicks libertärer Gegenposition in „Anarchie, Staat, Utopia“, um die Auswirkungen beider Konzepte auf den sozialen Zusammenhalt zu bewerten.

  • John Rawls' Gerechtigkeit als Fairness
  • Die Bedeutung des Urzustands und des Schleiers des Nichtwissens
  • Das Unterschiedsprinzip und die soziale Umverteilung
  • Robert Nozicks Anspruchstheorie als libertäre Kritik
  • Eigentumsrechte versus soziale Gerechtigkeit
  • Die Stabilität von Gesellschaftsmodellen

Auszug aus dem Buch

3 Nozicks Kritik am Rawls’schen Unterschiedsprinzip

Obwohl Robert Nozick das Buch von John Rawls als „ein gehaltvolles, tiefes, feinsinniges, weitgespanntes, systematisches Werk der Philosophie, der Politik und der Moralphilosophie, das [...] seinesgleichen sucht“17 bezeichnet, bezieht er zu vielen Punkten gegensätzliche Positionen. Seine Kritik beginnt mit der Feststellung, dass die Gerechtigkeitsfrage nicht erst mit der gesellschaftlichen Zusammenarbeit entsteht, sondern auch dann diskutiert werden müsse, wenn einzelne Individuen aufgrund unterschiedlicher natürlicher Gaben isoliert unterschiedliche Einkommen erzielten, wobei es auch da eine Sache der Gerechtigkeit wäre, diese Ungleichheiten auszugleichen.

Danach wirft er die Frage auf, inwieweit es möglich wäre, anstelle der Theorie der Gerechtigkeit die Grenzproduktivitätstheorie anzuwenden, um einzelne Beiträge zur gesamtgesellschaftlichen Produktion zu isolieren. Sollte die Grenzproduktivitätstheorie einigermaßen brauchbar sein, „so erhalten die Menschen bei diesen freiwilligen Übertragungen ungefähr ihre Grenzprodukte“18. Die logische Folgerung daraus wäre, dass es dann keiner Verteilungsgerechtigkeit bedürfe. Nozick räumt allerdings selbst ein, dass die Fragen der Brauchbarkeit der Grenzproduktivitätstheorie kompliziert sind.

Offensichtlich einigen sich die Menschen im Urzustand darauf, dass man einigen wenigen zusätzliche Anreize bieten muss, damit derjenige oder diejenigen seine/ihre natürlichen Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellt, die nicht jeder gleich gut ausführen kann. Doch wenn die Besten nur dann Ihr Bestes geben, wenn Ihnen im Gegenzug Anreize geboten werden, so kann auch „keine Rede von einem gemeinsamen gesellschaftlichen Produkt“ sein19. Problematisch ist außerdem zu wissen, wem genau man denn die Anreize geben muss, und in welcher Höhe, um ein gesellschaftliches Optimum zu erreichen. Diese Frage berührt den zweiten Grundsatz der Gerechtigkeit, denn auf Ihnen basieren die zu akzeptierenden Ungleichheiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk von John Rawls und die Grundpfeiler seiner Theorie ein und skizziert die kritische Gegenposition von Robert Nozick, die den Kern der Untersuchung bildet.

2 Rawl’s Theorie der Gerechtigkeit: Dieses Kapitel erläutert die Grundkonzepte des Liberalismus bei Rawls, insbesondere das Gedankenexperiment des Urzustands und die Bedeutung der Gerechtigkeitsgrundsätze für eine wohlgeordnete Gesellschaft.

2.1 Der Gerechtigkeitsbegriff bei Rawls: Der Abschnitt konzentriert sich auf die institutionelle Ebene der sozialen Gerechtigkeit und das Problem der willkürlichen Verteilung natürlicher Begabungen.

2.2 Der Urzustand: Hier wird das Konstrukt des Schleiers des Nichtwissens analysiert, das sicherstellen soll, dass die Wahl der Gerechtigkeitsprinzipien ohne Wissen über die eigene soziale Stellung erfolgt.

2.3 Die Grundsätze der Gerechtigkeit: Der Autor erläutert die zwei zentralen Grundsätze, wobei das Unterschiedsprinzip hinsichtlich der zulässigen sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten hervorgehoben wird.

3 Nozicks Kritik am Rawls’schen Unterschiedsprinzip: Dieses Kapitel stellt Nozicks libertäre Kritik vor, die insbesondere die Annahme menschlicher Fähigkeiten als gemeinschaftliches Gut hinterfragt.

4 Kritische Auseinandersetzung mit Nozick’s Kritik: Der Autor prüft Nozicks Einwände an der Realität heutiger wirtschaftlicher Ungleichheiten und stellt die Frage nach der Stabilität einer Gesellschaft, die Nozicks radikale Anspruchstheorie verfolgt.

5 Zusammenfassung: Abschließend wird das Spannungsfeld zwischen Rawls' sozialem Liberalismus und Nozicks Eigentumsdenken resümiert, wobei das Fazit zur Bedeutung moralischer Empathie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt tendiert.

Schlüsselwörter

John Rawls, Robert Nozick, Theorie der Gerechtigkeit, Anarchie Staat Utopia, Unterschiedsprinzip, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Anspruchstheorie, soziale Gerechtigkeit, Liberalismus, Verteilungsgerechtigkeit, Eigentumsrechte, soziale Teilhabe, Moralphilosophie, politische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das bekannte "Unterschiedsprinzip" von John Rawls aus dessen Werk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" und setzt dieses in einen kritischen Dialog mit der libertären Kritik von Robert Nozick.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die soziale Gerechtigkeit, die Legitimität von Umverteilung, die Rolle individueller Begabungen und die Stabilität eines gesellschaftlichen Systems.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze von Rawls zu erklären und durch die Gegenüberstellung mit Nozicks Anspruchstheorie herauszuarbeiten, welche Auswirkungen die jeweiligen Konzepte auf eine stabile Gesellschaft haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer philosophischen Textanalyse und der komparativen Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher politiktheoretischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rawls'schen Theorie, die explizite Kritik von Nozick am Unterschiedsprinzip und eine anschließende kritische Bewertung beider Positionen im Lichte aktueller gesellschaftlicher Probleme.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Gerechtigkeit als Fairness, das Unterschiedsprinzip, den Urzustand, Eigentum und soziale Teilhabe.

Warum hält der Autor Nozicks Anspruchstheorie für gesellschaftlich riskant?

Der Autor argumentiert, dass eine rein an Eigentumsansprüchen orientierte Gesellschaft die ökonomische Machtlosigkeit der weniger Privilegierten ignoriert, was langfristig zu sozialen Unruhen und Instabilität führt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle natürlicher Begabungen?

Während Rawls natürliche Begabungen als "Lotterie der Natur" betrachtet, die der Gemeinschaft verpflichtet sind, sieht Nozick diese als ureigenes Eigentum des Individuums, auf das der Staat keinen Anspruch hat.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritische Analyse des Rawl'schen Unterschiedsprinzips durch Nozick in "Anarchie-Staat-Utopia"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Interpretationskurs "Rawls - Theorie der Gerechtigkeit"
Note
1,7
Autor
Diplom Betriebswirt Wolfgang Seifert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V914642
ISBN (eBook)
9783346228185
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rawls Theorie der Gerechtigkeit Nozick Unterschiedsprinzip
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Betriebswirt Wolfgang Seifert (Autor:in), 2018, Kritische Analyse des Rawl'schen Unterschiedsprinzips durch Nozick in "Anarchie-Staat-Utopia", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/914642
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Leseprobe aus  13  Seiten
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