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Wie demokratisch ist die direkte Demokratie in der Schweiz?

Die Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung"

Titel: Wie demokratisch ist die direkte Demokratie in der Schweiz?

Hausarbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna-Louisa Lobergh (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Direktdemokratische Institutionen haben in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erhalten – und das nicht nur in der Schweiz, einem Land mit viel direktdemokratischer Erfahrung, sondern weltweit. Dieses gestiegene Interesse schlägt sich in einer wachsenden Anzahl politikwissenschaftlicher Literatur zum Thema „direkte Demokratie“ nieder. In der jüngeren Vergangenheit wurden in der Schweiz mehrere grundrechtsproblematische Volksinitiativen von der Stimmbevölkerung akzeptiert. Damit gerät das direktdemokratische Instrument zunehmend in Konflikt mit den Normen des internationalen Völkerrechts. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Hausarbeit die Demokratiequalität des unmittelbaren Mitwirkungsinstruments der Volksinitiative in der Schweiz. Dazu wird beispielhaft die Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung“ (MEI) betrachtet. Schwerpunkt der Betrachtung ist die direkte Demokratie auf Schweizer Bundesebene und genauer die Volksinitiative, da es sich bei der hier untersuchten MEI um eine solche handelt. Die MEI wurde in einer Volksabstimmung am 9. Februar 2014 mit einer knappen Mehrheit von 50,3% angenommen und gilt als grundrechtsproblematisch. Um einen ganzheitlichen Blick auf das Thema zu werfen, werden zur Bewertung der Demokratiequalität der MEI die „klassischen drei Dimensionen eines politischen Systems“ betrachtet: Die Input-Dimension untersucht das Antragsquorum und den Abstimmungsgegenstand. Die Throughput-Dimension eruiert, ob Beteiligungs- und Zustimmungsquoren bestehen, also ob Mindestzahlen für abgegebene Stimmen vorgeschrieben sind. In derselben Dimension wird betrachtet, inwiefern eine Vorabprüfung der Volksinitiative vor der Abstimmung erfolgt. Die Output-Dimension erfragt, ob das Ergebnis der Abstimmung eine Benachteiligung für eine Bevölkerungsgruppe darstellt und ob die Souveränität des Volkes gewahrt wird. Die Demokratiequalität der MEI wird schließlich einer Bewertung nach normativen Gesichtspunkten unterzogen. Insgesamt fällt die Bewertung der Demokratiequalität der MEI zwiespältig mit positiver Tendenz aus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das halbdirektdemokratische Politiksystem der Schweiz

3. Die „Masseneinwanderungsinitiative“ (MEI)

4. Bewertung der Demokratiequalität der MEI

5. Vorschläge zur Reformierung der Volksinitiative

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Demokratiequalität des direktdemokratischen Instruments der Volksinitiative in der Schweiz anhand der beispielhaften Betrachtung der „Masseneinwanderungsinitiative“ (MEI) aus dem Jahr 2014. Ziel ist es, die MEI auf Basis der drei klassischen Dimensionen eines politischen Systems (Input, Throughput, Output) normativ zu bewerten und Reformansätze für den direktdemokratischen Prozess zu diskutieren.

  • Das schweizerische System der halbdirekten Demokratie
  • Die „Masseneinwanderungsinitiative“ (MEI) als Fallbeispiel
  • Analyse der Demokratiequalität nach Input-, Throughput- und Output-Dimensionen
  • Spannungsfeld zwischen Volkssouveränität und Grundrechtsschutz
  • Reformvorschläge zur Stärkung der Legitimität von Volksinitiativen

Auszug aus dem Buch

4. Bewertung der Demokratiequalität der MEI

Zur Bewertung der Demokratiequalität der MEI wird die Herangehensweise von Merkel und Ritzi entlang den „klassischen drei Dimensionen eines politischen Systems“ (2017a: 238) angewendet. Dazu werden die Input-, Throughput- und Output-Dimension betrachtet. Die Input-Dimension umfasst das Antragsquorum und den Abstimmungsgegenstand. Die Throughput-Dimension nimmt das Beteiligungs- und Zustimmungsquorum in Augenschein. Auch wird hier die Vorabprüfung der Volksinitiative betrachtet. Bei der letzten Dimension wird den Fragen nachgegangen, ob das Abstimmungsergebnis eine Bevölkerungsgruppe benachteiligt und ob die Volkssouveränität gewahrt wird. (Vgl. Merkel/ Ritzi 2017a: 239–247)

Zunächst wird die Input-Dimension betrachtet. Da es sich bei der MEI um eine Volksinitiative handelt, betrug das Antragsquorum 100.000 Unterschriften, die in 18 Monaten gesammelt werden mussten (vgl. Mayer 2017: 53). Weil das nur 2% der schweizerischen Bevölkerung ausmacht (vgl. Tschentscher/ Minder 2014: 184), bewerten Merkel und Ritzi diese Hürde als niedrig (vgl. Merkel/ Ritzi 2017b: 19). Ein solch niedriges Antragsquorum ist laut den Autoren aus demokratietheoretischer Sicht gerechtfertigt (vgl. Merkel/ Ritzi 2017b: 22). Der zweite Aspekt der Input-Dimension, nämlich der Abstimmungsgegenstand, muss für die MEI kritisch bewertet werden: Die Initiative forderte die Begrenzung der Einwanderung in die Schweiz (vgl. Schweizerische Bundeskanzlei 2013: 33), womit also über eine eine Minderheit betreffende Sachfrage abgestimmt wurde. Merkel und Ritzi fordern allerdings, dass „keine Minderheitenprobleme“ (2017a: 247) zur Abstimmung vorgelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der direktdemokratischen Institutionen in der Schweiz ein und begründet die Wahl der „Masseneinwanderungsinitiative“ für die anschließende Analyse der Demokratiequalität.

2. Das halbdirektdemokratische Politiksystem der Schweiz: Das Kapitel bietet einen Überblick über das schweizerische politische System und erläutert die Rolle sowie die Funktionsweise von Volksinitiativen innerhalb dieses Gefüges.

3. Die „Masseneinwanderungsinitiative“ (MEI): Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der MEI, einschließlich ihres Zustandekommens, der Abstimmungsergebnisse sowie der politischen Hintergründe und Folgen.

4. Bewertung der Demokratiequalität der MEI: Die Initiative wird anhand der drei Dimensionen (Input, Throughput, Output) wissenschaftlich bewertet, wobei sowohl die Legitimität des Prozesses als auch die problematischen Auswirkungen auf den Minderheitenschutz aufgezeigt werden.

5. Vorschläge zur Reformierung der Volksinitiative: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Reformansätze, um die Qualität und Legitimität direktdemokratischer Entscheidungen bei gleichzeitigem Schutz von Grundrechten zu erhöhen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert die aufgezeigten Dilemmata, die sich bei der Optimierung direktdemokratischer Instrumente ergeben.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Schweiz, Volksinitiative, Masseneinwanderungsinitiative, MEI, Demokratiequalität, Politiksystem, Volkssouveränität, Minderheitenschutz, Grundrechte, politische Beteiligung, Antragsquorum, Zustimmungsquorum, Reformvorschläge, Rechtsstaatlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die demokratische Qualität des Instruments der Volksinitiative in der Schweiz anhand der Fallstudie der „Masseneinwanderungsinitiative“ (MEI) von 2014.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das schweizerische System der halbdirekten Demokratie, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Volksinitiativen sowie der Konflikt zwischen demokratischen Mehrheitsentscheidungen und dem Minderheitenschutz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine normativ-wissenschaftliche Bewertung der MEI nach den klassischen Dimensionen eines politischen Systems (Input, Throughput, Output), um die Demokratiequalität des Verfahrens zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der politikwissenschaftlichen Einzelfallanalyse unter Anwendung des theoretischen Rahmens der drei Dimensionen eines politischen Systems nach Merkel und Ritzi.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der systematischen Bewertung der MEI. Dabei werden das Antragsquorum, die Vorabprüfung, die Beteiligungs- und Zustimmungsquoren sowie die Auswirkungen auf Minderheitenrechte analysiert.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind direkte Demokratie, Volkssouveränität, Grundrechtsproblematik, politische Partizipation und die Reformierung direktdemokratischer Instrumente.

Warum wird die MEI als „grundrechtsproblematisch“ eingestuft?

Die Initiative wird als problematisch bewertet, da sie durch Mehrheitsbeschluss die Rechte einer Minderheit (Ausländer) direkt beschneidet und dadurch in Konflikt mit völkerrechtlichen Normen geraten kann.

Welche Reformmöglichkeiten werden zur Lösung der Dilemmata diskutiert?

Die Arbeit schlägt unter anderem die Verankerung unantastbarer Rechte in der Bundesverfassung, die Stärkung der Verfassungsgerichtsbarkeit sowie eine Anpassung der Quoren an die tatsächliche Bevölkerungsstruktur vor.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie demokratisch ist die direkte Demokratie in der Schweiz?
Untertitel
Die Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung"
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Direkte Demokratie – Theorie und Praxis
Note
1,0
Autor
Anna-Louisa Lobergh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V912525
ISBN (eBook)
9783346232731
ISBN (Buch)
9783346232748
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Direkte Demokratie Schweiz Volksinitiative Referendum Volksabstimmung MEI Masseneinwanderungsinitiative
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Louisa Lobergh (Autor:in), 2020, Wie demokratisch ist die direkte Demokratie in der Schweiz?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/912525
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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