Diese Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf aus der Unterrichtsreihe "Tod und Sterben – Wie können wir mit unserer Sterblichkeit umgehen?" dar. Das Thema der Stunde ist die Fragestellung, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Hierfür wird ein Vergleich der Jenseitsvorstellungen verschiedener Religionen im Rahmen eines Galeriegangs ausgearbeitet.
Mit dem Stundenziel können die Schüler metaphysische Leitvorstellungen der verschiedenen Weltreligionen vergleichen, indem sie mithilfe von Plakaten im Rahmen eines Galerieganges die Jenseitsvorstellungen verschiedener Religionen ermitteln, ihre Ergebnisse individuell auf einem Laufzettel festhalten und abschließend im Plenum Gemeinsamkeiten und Unterschiede ermitteln.
Inhaltsverzeichnis
1 Begründungszusammenhänge
2 Teilziele
3 Lehr- und Lernausgangslage
4 Didaktische und methodische Entscheidungen
5 Stundenverlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist die Förderung der interkulturellen Kompetenz durch den Vergleich unterschiedlicher metaphysischer Jenseitsvorstellungen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Religionen bezüglich des Lebens nach dem Tod sowie die Erarbeitung dieser Inhalte durch kooperative Lernformen wie den Galeriegang.
- Vergleich religiöser Jenseitskonzeptionen
- Kriterienorientierte Informationsbeschaffung
- Methodik des Galeriegangs zur Plakatpräsentation
- Reflexion eigener und fremder Glaubensvorstellungen
- Dialektische Vermittlung unterschiedlicher Weltanschauungen
Auszug aus dem Buch
Didaktische Reduktion
Bei den Deutungsmustern handelt es sich im vorliegenden Fall um die Jenseitsvorstellungen der Religionen, wobei dabei nicht nur die Weltreligionen, sondern auch das Jesidentum als Minderheit und ein mesoamerikanischer Synkretismus – eine religiöse Synthese mit christlichen und indigenen Einflüssen - berücksichtigt werden. Aufgrund der Komplexität geht es bei letzteren exemplarisch um das mexikanische Totenfest, in welchem sich auch prähispanische religiöse Rituale widerspiegeln. Dieses ist darüber hinaus interessant, weil es von der UNESCO im Jahr 2003 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Um die Thematik für die Schülerinnen und Schüler erschließbar und vergleichbar zu machen, erfolgt die Recherche kriterienorientiert: Die SuS sollen beschreiben und, welche transzendenten Vorstellungen zum Verhältnis von Seele und Körper, Himmel und Hölle und Gott bzw. Göttern existieren. Dadurch wird auch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse gewährleistet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Begründungszusammenhänge: Dieses Kapitel erläutert die schülerorientierte Themenwahl sowie die curriculare Einbettung der Unterrichtsreihe in den Kernlehrplan Praktische Philosophie.
2 Teilziele: Hier werden die angestrebten Lernziele definiert, die sich auf das Beschreiben von Jenseitsvorstellungen, die kriterienorientierte Informationsentnahme und die Reflexion des Lernprozesses beziehen.
3 Lehr- und Lernausgangslage: Dieses Kapitel analysiert die Voraussetzungen der Lerngruppe, inklusive der sozialen Struktur, des Vorwissens und der notwendigen Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung.
4 Didaktische und methodische Entscheidungen: Dieser Teil begründet die Auswahl des interkulturellen Polylogs als didaktisches Prinzip und erläutert die methodischen Schritte wie den Galeriegang zur Förderung der Schüleraktivität.
5 Stundenverlaufsplanung: Diese Übersicht stellt den zeitlichen Ablauf der 45-minütigen Unterrichtseinheit sowie die methodisch-didaktische Kommentierung der einzelnen Phasen dar.
Schlüsselwörter
Tod, Sterben, Jenseitsvorstellungen, Weltreligionen, Galeriegang, Interkultureller Polylog, Metaphysik, Seele, Körper, Religionsvergleich, Praktische Philosophie, Kompetenzorientierung, Unterrichtsplanung, Kooperatives Lernen, Sinnfragen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gestaltung einer Unterrichtseinheit zum Thema Tod und Sterben innerhalb des Fachs Praktische Philosophie für die Jahrgangsstufen 9/10.
Was sind die zentralen Themenfelder der Reihe?
Die Reihe behandelt den Umgang mit Sterblichkeit im Alltag, verschiedene Jenseitsvorstellungen der Religionen sowie philosophische Fragen zum menschlichen Sein und zur Sterbehilfe.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler metaphysische Leitvorstellungen verschiedener Weltreligionen vergleichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Unterricht folgt dem didaktischen Prinzip des interkulturellen Polylogs und nutzt aktivierende Methoden wie den Galeriegang zur kooperativen Erarbeitung der Inhalte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung der Unterrichtsreihe, die Lernausgangslage, die didaktischen Entscheidungen sowie eine detaillierte Verlaufsplanung für die ausgewählte Stunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Jenseitsvorstellungen, Interkultureller Polylog, Religionsvergleich und Kompetenzorientierung.
Warum wird das Thema Jenseitsvorstellungen in einem Galeriegang erarbeitet?
Die Methode des Galeriegangs wurde gewählt, um die Schüleraktivität zu erhöhen und den Lernenden die Möglichkeit zu geben, sich selbstständig über die verschiedenen Glaubensansätze zu informieren.
Wie wird die Heterogenität der Lerngruppe berücksichtigt?
Dies geschieht durch differenzierte Lernangebote und die Berücksichtigung verschiedener Wissensstände, wobei insbesondere die religiöse Vielfalt der Schülerinnen und Schüler als Ressource genutzt wird.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Tod und Sterben. Gibt es ein Leben nach dem Tod?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/909639